Bortezomib STADA 2,5 mg/ml Injektionslösung

Hersteller: STADApharm GmbH
Wirkstoff: Bortezomib
Rezeptpflichtig

Wirkung

Bortezomib STADA 2,5 mg/ml Injektionslösung enthält den Wirkstoff Bortezomib. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Bortezomib STADA 2,5 mg/ml Injektionslösung.

Bortezomib wird alleine oder in Kombination mit bestimmten Doxorubicin-Zubereitungen (pegyliertes, liposomales Doxorubicin) oder Dexamethason für die Behandlung erwachsener Patienten eingesetzt, die an fortschreitende bösartigen Knochenmarkswucherungen leiden. Sie müssen sich allerdings mindestens schon einer vorangehenden Therapie unterzogen und bereits eine Knochenmarkspende erhalten haben oder für diese nicht geeignet sein.

Der Wirkstoff wird weiterhin bei Erwachsenen mit bisher unbehandelten Knochenmarkswucherungen verwendet. In Kombination mit Melphalan und Prednison bei Patienten, die für eine Hochdosis-Chemotherapie nicht in Frage kommen und in Kombination mit Dexamethason oder mit Dexamethason und Thalidomid für solche, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit Knochenmarkstransplantation geeignet sind.

Bortezomib wird zudem angewendet in Kombination mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison für die Therapie einer speziellen Form des Lymphdrüsenkrebses (Mantelzell-Lymphom) bei bisher unbehandelten Erwachsenen, die keine Knochenmarkstransplantation erhalten können.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Bortezomib sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Zytostatika, zu welcher der Wirkstoff Bortezomib gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • fortschreitende bösartige Knochenmarkswucherungen bei Erwachsenen, die sich mindestens schon einer vorangehenden Therapie unterzogen und bereits eine Knochenmarkspende erhalten haben oder für diese nicht geeignet sind - alleine oder in Kombination mit pegyliertem, liposomalem Doxorubicin oder Dexamethason
  • bisher unbehandelte Knochenmarkswucherungen bei Erwachsenen, die für eine Hochdosis-Chemotherapie nicht in Frage kommen - in Kombination mit Melphalan und Prednison
  • bisher unbehandelte Knochenmarkswucherungen bei Erwachsenen, die für eine Hochdosis-Chemotherapie mit Knochenmarkstransplantation geeignet sind - in Kombination mit Dexamethason oder mit Dexamethason und Thalidomid
  • spezielle Form des Lymphdrüsenkrebses (Mantelzell-Lymphom) bei bisher unbehandelten Erwachsenen, die keine Knochenmarkstransplantation erhalten können - in Kombination mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin und Prednison

Dosierung

Die Behandlung mit dem Medikament darf nur unter Aufsicht eines Arztes begonnen werden, der Erfahrung mit Krebspatienten hat. Die weitere Behandlung kann durch erfahrenes medizinisches Fachpersonal erfolgen.

Die Dosierung und die Anwendungsweise (Einspritzung unter die Haut oder in eine Vene) hängt vom Krankheitsbild, den Nebenwirkungen, den Begleitmedikamenten und dem Zustand des Patienten ab.

Zur Injektion in die Vene wird der Inhalt einer 10ml-Durchstechflasche mit 2,1 Milliliter einer physiologischen Kochsalzlösung verdünnt. Der Stopfen der Durchstechflasche darf dabei nicht entfernt werden. Zur Injektion unter die Haut wird der Inhalt der Durchstechflasche unverdünnt angewendet.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Blutplättchenmangel, Mangel an Neutrophilen, Blutarmut, verminderter Appetit, Nervenfunktionsstörungen, Sensibilitätsstörungen, Nervenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Fieber, Müdigkeit, Schwäche.

Häufige Nebenwirkungen:
Gürtelrose, Lungenentzündung, Lippenherpes, Pilzinfektionen, Mangel an weißen Blutkörperchen, Mangel an Lymphzellen, Austrocknung, Mineralmangel im Blut (Kalium, Natrium, Calcium), unnormaler Blutzuckerwert, unnormale Enzym-Werte, Erkrankungen und Störungen der Stimmung, Angststörung, Schlafstörungen, unruhiger Schlaf, Störung der Bewegungssteuerung, Bewusstseinsverlust (einschließlich Ohnmacht), Schwindel, Störung des Geschmacksempfindens, Antriebslosigkeit, Kopfschmerz, Augenschwellung, unnomales Sehen, Bindehautentzündung, Schwindel, niedriger Blutdruck, Blutdruckabfall bei Körperlageveränderung, Bluthochdruck, Atemnot, Nasenbluten, Infektion der oberen und unteren Atemwege, Husten, Magen-Darm-Blutungen, Verdauungsstörung, Schleimhautentzündung, Blähbauch, Mund-Rachen-Schmerz, Bauchschmerzen (auch der Milz), Mundschleimhauterkrankung, Blähungen, unnormale Leberwerte, Hautausschlag, Juckreiz, Hautrötung, trockene Haut, Muskelkrämpfe, Schmerzen in den Gliedmaßen, Muskelschwäche, Nierenfunktionsstörung, Wassereinlagerung im Gewebe (Ödeme), Schüttelfrost, Schmerz, Unwohlsein, Gewichtsabnahme.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Infektion (mit Bakterien, mit Viren, der Haut, der Ohren, der Zähne), Blutvergiftung, Herpesvirus-Infektion, Gehirnhautentzündung durch Herpesviren, Bakterien (einschließlich Staphylokokken) im Blut, Gerstenkorn, Grippe, Hautzellentzündung, durch Medizinprodukte hervorgerufene Infektion, Mangel an allen Blutzellen, Fieber durch Neutrophilen-Mangel, krankhafte Blutgerinnung, Überschuss an weißen Blutkörperchen, Lymphknotenschwellung, Blutarmut durch Zerstörung von Blutzellen, Cushing-Syndrom, Schilddrüsenüberfunktion, Wasserharnruhr, Überschwemmung des Körpers mit abgetöteten Krebszellen (Tumor-Lyse-Syndrom), Gedeihstörung, Phosphat-Mangel im Blut, Mineralstoff-Überschuss im Blut (Kalium, Calcium, Natrium), unnomaler Harnsäure-Wert, Zuckerkrankheit, Flüssigkeitsspeicherung im Körper, seelische Störung, Halluzinationen, Psychose, Verwirrung, Unruhe, Zittern, Störung der Nervenfunktion in den Gliedern, ungewollte Bewegungen, gehirnbedingte Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen, Gedächtnisverlust (ausgenommen Demenz), Gehirnkrankheit (auch vorübergehend), Krämpfe, Nervenschädigungen, Nervenschmerzen nach Herpes-Infektion, Sprachstörung, unruhige Beine (Restless-Leg-Syndrom), Migräne, Hexenschuss, Konzentrationsstörungen, unnomale Reflexe, Störung des Geruchssinns, Augenblutung, Augenlidinfektion, Augenentzündung, Doppeltsehen, trockenes Auge, Augenreizung, Augenschmerz, gesteigerter Tränenfluss, Augenausfluss, Störungen des Gehörs (auch Ohrgeräusche), beeinträchtigtes Hörvermögen (bis hin zur Taubheit), Ohrenbeschwerden, Schlaganfall, Verstopfung tiefliegender Venen, Blutung, Blutgefäßentzündung (einschließlich oberflächlich), Kreislaufkollaps, Gesichtsrötung, Blutergüsse, schlechte Durchblutung der Körperglieder, stellenweise Überwärmung (einschließlich an den Augen), Lungenembolie, Brustfellerguss, Lungenödem (auch akut), Blutung der Lungenbläschen, Bronchialkrampf, COPD, Sauerstoff-Unterversorgung des Körpers, Verlegung der Atemwege, Brustfellentzündung, Schluckauf, laufende Nase, Sprechstörung, Keuchen, Bauchspeicheldrüsenentzündung (auch chronisch), Bluterbrechen, Lippenschwellung, Verschlüsse des Verdauungskanals, Unwohlsein im Bauch, Mundgeschwüre, Entzündungen in Magen und Darm (auch durch Clostridium difficile verursacht), Zahnfleischbluten, Sodbrennen, Dickdarmentzündung durch Mangeldurchblutung, Magen-Darm-Entzündung, Schluckstörung, Reizdarmsyndrom, Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, belegte Zunge, Störung der Bewegung in den Verdauungsorganen, Störung der Speicheldrüsenfunktion, Nesselfieber, schwere Hautreaktionen (Erythema multiforme, toxisch epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson Syndrom), akuter fieberhafter Hautausschlag, Hautentzündung, Haarwuchsstörung, Unterhautblutungen, Hautschäden, blaue Flecke, Knoten in der Haut, Schuppenflechte, übermäßiges Schwitzen, Nachtschweiß, Liegegeschwüre, Akne, Blasenbildung, Störungen der Hautfärbung, Muskelzucken, Gelenkschwellung, Gelenkentzündung, Gelenksteife, Muskelbeschwerden, Schweregefühl, Nierenversagen (akut und chronisch), Harnwegsinfektion, Beschwerden im Bereich der Harnwege, Blut im Urin, Harnverhalt, Störung des Wasserlassens, Eiweiß im Urin, Ammoniak-Überschuss im Blut, mangelnde Wasserausscheidung, ständiges Wasserlassen, allgemeine Verschlechterung des Gesundheitszustands, Gesichtsschwellung, Reaktionen an der Injektionsstelle, Erkrankung der Schleimhäute, Brustschmerz, Gangstörung, Kältegefühl, Wasseraustritt in das Gewebe, Katheter-Komplikationen, Veränderung des Durstgefühls, Unwohlsein im Brustbereich, Gefühl wechselnder Körpertemperatur, Schmerz an der Injektionsstelle, Bilirubin-Überschuss im Blut, unnomale Eiweiß-Befunde, Gewichtszunahme, unnomaler Bluttest, erhöhte Entzündungswerte im Blut, Stürze, Prellung.

Seltene Nebenwirkungen:
Gehirnhautentzündungen (auch durch Bakterien), Infektionen mit dem Epstein-Barr-Virus, Herpes an den Geschlechtsorganen, Mandelentzündung, Brustdrüsenentzündung, Müdigkeit nach einer Virusinfektion, Blutgerinnungsstörung, Überschuss an Blutplättchen, zu dickflüssiges Blut, Erkrankung der Blutplättchen, Unterhautblutungen durch Mangel an Blutplättchen, Erkrankung des Blutes, Blutstürze, Übermaß an Lymphzellen im Gewebe, Schilddrüsenunterfunktion, Störung des Mineral-Haushaltes (Überschuss an Magnesium, Übersäuerung, Flüssigkeitsüberladung, Chlorid-Mangel oder -Überschuss, Phosphat-Überschuss), Mangel an Blutmenge, Stoffwechselstörung, Mangel an B-Vitaminen (auch Vitamin B12), Gicht, gesteigerter Appetit, Alkoholunverträglichkeit, Selbstmordgedanken, Anpassungsstörung, Delirium, verminderte Libido, Gehirnblutungen, Blutung im Schädel, Gehirnschwellung, vorübergehende Blutleere im Gehirn, Koma, Störungen des unbewussten Nervensystems, Hirnnervenlähmung, Lähmungen allgemein, Benommenheit, Störung der Hirnstammfunktion, Störung der Gehirndurchblutung, Schädigung der Nervenwurzeln, Überaktivität, verengter Rückenmarkskanal, Denkstörung, Bewegungsstörung, Störung des Nervensystems, vermehrter Speichelfluss, mangelnde Muskelspannung, Hornhautschäden, hervortretende Augäpfel, Entzündung der Regenbogenhaut, Flimmersehen, Erkrankung der Augen (einschließlich Augenlid), Entzündung der Tränendrüse, Lichtscheu, Lichtfunkensehen, Erkrankung des Sehnervs, verschiedene Grade von Sehstörungen (bis hin zu Erblindung), Ohrenblutung, Erkrankung der Nerven im Innenohr, Ohrenerkrankung, Vorhofflattern, Herzinfarkt, AV-Block, Störung der Herzfunktion (einschließlich herzbedingtem Schock), Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Erkrankungen der Herzklappen, Verstopfung der Herzkranzarterien, Ausfall des Sinusknotens, verstopfte Blutgefäße, Lymphstau, Blässe, anfallsweiser Hautschmerz mit Rötung, Blutgefäßerweiterung, venenbedingte Hautverfärbung, Krampfadern, Versagen der Atemfunktion, akute Atemnot, Ausfall der Atmung, Blählunge, teilweise Funktionslosigkeit der Lunge, Lungenhochdruck, Bluthusten, Hecheln, Luftnot im Liegen, Lungenentzündung, lungenbedingter Säuremangel im Körper, schnelles Atmen, Lungenfibrose, Erkrankung der Bronchien, zu wenig Kohlendioxid im Blut, Lungenerkrankung, Rachenenge, trockene Kehle, vermehrter Schleim in den oberen Atemwegen, Rachenreizung, Erkrankungen der oberen Atemwege mit chronischem Husten, akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, Bauchfellentzündung, Zungenschwellung, Wasserbauch, Speiseröhrenentzündung, Lippenentzündung, Stuhlinkontinenz, mangelnde Funktion des Schließmuskels, Kotsteine, Magen-Darm-Geschwüre (auch mit Durchbrüchen), Zahnfleischwucherung, Megakolon, Ausfluss aus dem After, Blasenbildung in Mund und Rachen, Lippenschmerz, Entzündung des Zahnfleisches, Einrisse am Afters, Veränderung der Stuhlgang-Gewohnheiten, Afterschmerz, unnomaler Stuhl, Leberversagen, Leberschwellung, Verschluss der Lebervenen, Leberentzündung durch das Zytomegalovirus, Leberblutung, Gallensteine, Hautreaktionen, Missempfindungen an Hand- und Fußflächen, Störung der Blutversorgung in der Haut, Verhärtung der Haut, Knötchen, Lichtempfindlichkeit der Haut, Talgfluss, kalter Schweiß, Erkrankung der Haut, Hautrötung, Hautgeschwür, Nagelveränderungen, Muskelfaserauflösung, Kiefergelenkbeschwerden, Fisteln, Gelenkerguss, Kieferschmerz, Knochenerkrankung, Infektionen und Entzündungen der Muskulatur und des Bindegewebes, Gelenkzysten, Reizung der Harnblase, Störung der Hodenfunktion, Prostata-Entzündung, Beschwerden der weiblichen Brustdrüse, Empfindlichkeit der Nebenhoden, Nebenhoden-Entzündung, Beckenschmerz, Scheidengeschwüre, Tod (einschließlich plötzlicher), Versagen mehrerer Organe, Blutung an der Injektionsstelle, Eingeweidebrüche, gestörte Wundheilung, Entzündung, Blutgefäßentzündung an der Injektionsstelle, Druckempfindlichkeit, Geschwüre, Erregbarkeit, nicht herzbedingter Brustschmerz, Schmerzen an der Kathetereintrittsstelle, Fremdkörpergefühl, unomale Blutgaswerte, unnormales EKG, unnomale Blutgerinnung, erniedrigter Säurewert im Magen, erhöhtes Troponin I (Blutmarker für Herzinfarkt), Virusnachweise, unnomale Urinwerte, Reaktion auf die Infusion, Knochenbrüche, Muskelsteifigkeit, Gesichtsverletzung, Gelenkverletzung, Verbrennungen, Organzerreißung, anwendungsbedingter Schmerz, Strahlenschädigung, Aktivierung von Fresszellen.

Besonderheiten:
Da es manchmal zu Darmverschluss kommen kann, müssen besonders Patienten mit Verstopfung sorgfältig vom Arzt beobachtet werden.

Kommt es während der Behandlung zu Anzeichen einer bestimmten Gehirnerkrankung (progressive multifokale Leukenzephalopathie) und wird dies durch einen Neurologen bestätigt, muss die Therapie mit Bortezomib sofort abgebrochen werden.

Während der Behandlung kann es zu Schädigungen der Nerven kommen, die die Wahrnehmung oder die Bewegung steuern. Deshalb wird eine regelmäßige ärztliche Überprüfung der Nervenfunktion empfohlen.

Durch niedrigen Blutdruck kann es zu Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsanfällen kommen. Die Patienten sollten sich an ihren Arzt wenden, wenn solche Beschwerden auftreten.

Kommt es zu Unverträglichkeitreaktionen wie Gelenkschmerzen, Ausschlag oder Nierenfunktionsstörungen, ist die Therapie mit dem Medikament sofort abzubrechen.

Wechselwirkungen

Bortezomib wird von einem leicht beeinflussbaren Enzym-System im Körper abgebaut. Wirkstoffe, die dieses System hemmen, können zu einer Steigerung von Wirkung und Nebenwirkungen führen. Daher wird der Arzt Patienten streng überwachen, die Bortezomib in Kombination beispielsweise zusammen mit dem Pilzmittel Ketoconazol oder dem virenhemmenden Mittel Ritonavir erhalten.

Umgekehrt können Wirkstoffe, die das abbauende Enzym-System aktivieren, zu einem Wirkungsverlust von Bortezomib führen. So vermindert sich die Wirkung in Gegenwart des Tuberkulosemittels Rifampicin fast um die Hälfte. Es sollte daher, wie auch die Antiepileptika Carbamazepin, Phenytoin und Phenobarbital sowie Johanniskraut (gegen Depressionen) nicht zusammen mit Bortezomib angewendet werden.

Während der klinischen Studien wurden für Diabetiker, die orale Antidiabetika erhielten, gelegentlich beziehungsweise häufig Unterzuckerung oder Zuckerüberschuss im Blut beschrieben. Patienten, die orale Antidiabetika erhalten und die mit Bortezomib behandelt werden, wird der Arzt hinsichtlich ihrer Blutzuckerwerte streng überwachen und die Antidiabetika möglicherweise in der Dosis verändern.

Gegenanzeigen

Bortezomib darf nicht eingesetzt werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder akute Erkrankungen der Lunge oder des Herzbeutels bestehen.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Bewertung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle dürfen Patienten mit Bortezomib behandelt werden bei
  • mäßiger bis schwere Leberfunktionsstörung, weil sie niedrigere Dosierungen benötigen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Lungenbeschwerden wie Husten oder Atmenot
  • Mangel an Blutplättchen und Neigung zu Blutungen, weil sich diese verstärken können
  • ruhender Leberentzündung (Hepatitis B) oder einer solchen in der Vorgeschichte, weil die Krankheit wiederaufflammen könnte
  • Neigung zu Nervenschäden, weil sich diese verschlimmern können
  • Epilepsie-Patienten, weil der Wirkstoff die Krampfneigung erhöht
  • Patienten mit niedrigem Blutdruck, weil dieser weiter absinken kann
  • einer Herzerkrankung oder Risikofaktoren dafür, weil sich diese verstärken kann.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bortezomib darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dass der Arzt eine Behandlung aufgrund des Gesundheitszustandes der Frau für unbedingt erforderlich hält. Wegen des Risikos von Missbildungen müssen Männer in zeugungsfähigem und Frauen in gebärfähigem Alter während und drei Monate nach der Behandlung mit Bortezomib eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden. Dies gilt insbesondere, wenn der Wirkstoff mit Thalidomid (Contergan°) kombiniert wird, das für besonders entstellende Missbildungen bei Ungeborenen veranwortlich ist. Diese Kombination darf keinesfalls während einer Schwangerschaft zum Einsatz kommen.

Es ist nicht bekannt, ob Bortezomib in die Muttermilch übergeht. Da rein grundsätzlich die Möglichkeit besteht, dass schwerwiegende Nebenwirkungen bei gestillten Kindern auftreten, ist während der Behandlung abzustillen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Sicherheit und Wirksamkeit von Bortezomib bei Kindern unter 18 Jahren ist nicht in klinischen Studien erwiesen. Die Anwendung liegt im Ermessen des Arztes. Eine Dosierungsempfehlung kann nicht gegeben werden.

Warnhinweise

  • Treten infolge der Behandlung Schwindel oder Ohnmachtsanfälle auf, sind Autofahren oder das Bedienen von Maschinen gefährlich.
  • Während der Behandlung mit dem Medikament muss der Arzt das Blutbild häufig kontrollieren.
  • Der Arzt wird die Patienten in regelmäßigen Abständen hinsichtlich jeglicher neuer oder sich verschlechternder Nervenbeschwerden überwachen.
  • Kommt es während der Therapie zu Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsanfällen, muss ein Arzt befragt werden.
  • Bei Patienten mit Risikofaktoren für eine Herzerkrankung oder mit einer bereits bestehenden Herzerkrankung wird der Arzt die Herzfunktion regelmäßig kontrollieren.
  • Kommt es zu neuen oder sich verstärkenden Beschwerden der Atemfunktion, müssen diese sofort fachärztlich untersucht werden.
  • Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörung werden vom Arzt sorgfältig überwacht werden.
  • Kommt es zu Unverträglichkeitreaktionen wie Gelenkschmerzen, Ausschlag oder Nierenfunktionsstörungen, ist die Therapie mit dem Medikament sofort abzubrechen.
  • Männer in zeugungsfähigem und Frauen in gebärfähigem Alter müssen während und 3 Monate nach der Behandlung eine zuverlässige Verhütungsmethode anwenden.
  • Bei ersten Anzeichen einer speziellen Gehirnerkrankung (PML) wird der Arzt die Behandlung mit dem Medikament beenden.
  • Die Behandlung mit dem Medikament darf nur unter Aufsicht eines Arztes begonnen werden, der Erfahrung mit Krebspatienten hat.
  • Das Medikament muss bei zwei bis acht Grad Celsius im Kühlschrank aufbewahrt werden.
  • Die Durchstechflasche ist im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
  • Die verdünnte Lösung muss unverzüglich nach der Zubereitung verwendet werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.


Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Bortezomib STADA 2,5 mg/ml Injektionslösung sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Bortezomib (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.