Das Bild zeigt einen älteren Mann, der in Gedanken ist.
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COPD

Husten, Atemnot und Auswurf? Dahinter kann eine COPD stecken: Diese Krankheit ist weltweit eine der häufigsten Erkrankungen überhaupt. In Deutschland gilt sie inzwischen als die Volkskrankheit mit der höchsten Steigerungsrate.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

COPD

COPD: Definition – was ist COPD?

COPD ist die Abkürzung für den englischen Begriff chronic obstructive pulmonary disease (übersetzt: chronisch obstruktive Lungenerkrankung).

Die COPD ist eine langsam verlaufende, fortbestehende (= chronische) Lungenkrankheit. Gekennzeichnet ist sie durch eine zunehmend schlechter werdende Lungenfunktion infolge einer Blockierung (= Obstruktion) der Atemwege.

Dafür verantwortlich sind in erster Linie die folgenden Lungenveränderungen, die bei COPD einzeln oder in Kombination auftreten können:

Fakten über COPD
  • Was ist COPD? Die Abkürzung COPD steht für den englischen Begriff chronic obstructive pulmonary disease, was übersetzt "chronisch obstruktive Lungenkrankheit" bedeutet.
  • Die Bezeichnung COPD dient als Sammelbegriff für verschiedene chronische Atemwegserkrankungen, die eins gemeinsam haben:
  • Sie alle sind durch eine zunehmende Störung des Luftstroms der Atemwege gekennzeichnet – entweder, weil die Bronchien dauerhaft verengt und entzündet sind (chronisch obstruktive Bronchitis) ...
  • ... oder weil die Lunge krankhaft überbläht ist (sog. Lungenemphysem).
  • Die Folge: Betroffene bekommen Probleme beim Atmenzunächst nur bei körperlicher Belastung, in fortgeschrittenen Stadien aber auch in Ruhe.
  • Ohne Behandlung verstärkt sich die Atemnot, bis die Betroffenen fast ständig das Gefühl haben, zu wenig Luft zu bekommen.
  • Viele Betroffene leiden auch unter chronischem Husten (vor allem morgens und nachts) ...
  • ... und morgendlichem Auswurf.
  • Häufig ist eine COPD auch mit Leistungsschwäche und einer allgemein verminderten Belastbarkeit verbunden.
  • Eine COPD entsteht in der Regel durch eine lang anhaltende Schadstoffbelastung der Lunge – etwa durch jahrelanges Einatmen schädlicher Stoffe.
  • Dabei steht das Rauchen an erster Stelle: Für bis zu 90 Prozent aller Fälle von COPD ist das Tabakrauchen verantwortlich.
  • Seltener sind giftige Stäube, Dämpfe und Gase verantwortlich, wie sie bei einigen Berufsgruppen (z.B. bei Bergleuten) vorkommen.

  • Bevor eine COPD auftritt, besteht meist eine einfache chronische Bronchitis. Bei der einfachen chronischen Bronchitis kommt es nur zu Husten mit Auswurf, nicht jedoch zu einer Verengung der Bronchien.
  • Eine einfache chronische Bronchitis ist heilbar, indem man die auslösenden Gifte konsequent meidet.
  • COPD hingegen lässt sich nicht heilen – man sagt, die Veränderungen der Lunge sind irreversibel.
  • Eine geeignete Behandlung kann jedoch das Leben mit COPD verbessern, indem sie das Fortschreiten der Krankheit verringert, ...

  • ... die Symptome und die Anfallshäufigkeit mindert ...
  • ... und somit die Lebenserwartung und Lebensqualität der Betroffenen erhöht.
  • Entscheidend bei der COPD-Therapie ist es, die Auslöser der Lungenkrankheit zu vermeiden. Für viele Betroffene heißt das in erster Linie: auf Zigaretten verzichten!
  • Bestimmte Medikamente können dabei helfen, die Bronchien weit zu stellen und dadurch die Atmung zu verbessern.
  • Wenn diese Mittel keine ausreichende Wirkung zeigen, ist der Einsatz kortisonhaltiger Medikamente sinnvoll.

  • Erreicht die COPD ein fortgeschrittenes Stadium, hat sich eine Therapie mit Sauerstoff bewährt dabei bekommen Betroffene über eine Nasensonde mindestens 16 bis 24 Stunden täglich Sauerstoff.
  • Die Sauerstoff-Langzeittherapie (LTOT) steigert die Lebenserwartung der Betroffenen mit COPD deutlich.
  • Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie vorbeugen! Konkret bedeutet das:
  • Rauchen Sie nicht ...
  • ... und versuchen Sie, das Einatmen von Schadstoffen am Arbeitsplatz oder Luftverschmutzungen im Freien (Staub, Dämpfe und Gase) so weit wie möglich zu vermeiden.
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Häufigkeit

Wie häufig COPD genau ist, lässt sich wegen der vielen bislang unerkannten Fälle schwer sagen. Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland etwa 13 Prozent der über 40-Jährigen betroffen sind. Darunter sind immer noch mehr Männer als Frauen. Die Zahlen liegen aber längst nicht mehr so weit auseinander wie früher.

Weltweit ist COPD derzeit die dritthäufigste Todesursache. Überflügelt wird sie nur noch durch die koronare Herzkrankheit (KHK) und Schlaganfälle.

COPD: Symptome

Typisch für COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) sind die sogenannten AHA-Symptome:

Die COPD-Symptome können sich plötzlich und deutlich verschlimmern: Mediziner bezeichnen das als Exazerbation. Dann kommt es meist zu Atemnot-Anfällen und verstärktem Husten mit Auswurf. Eine solche exazerbierte COPD kann verschiedene Auslöser haben, wie:

  • einen eigentlich harmlosen Atemwegsinfekt
  • Rauch
  • Abgase
  • starke Hitze oder Kälte
  • hohe Luftfeuchtigkeit

Husten

Hartnäckiger Husten ist typischerweise das erste Anzeichen für COPD. Die Symptome sind abhängig von der Tageszeit: Vor allem morgens nach dem Aufstehen husten die Betroffenen häufig sehr stark, oft verbunden mit Auswurf. Liegen zusätzliche Atemwegsinfekte vor, kommt es oft zu heftigen Anfällen von Atemnot.

Achtung: Ein vermeintlich harmloser Raucherhusten kann erstes Anzeichen einer COPD sein!

Häufiger Reizhusten, der meist ohne Schleimproduktion und vor allem morgens und nachts vorkommt, weist auf eine COPD mit asthmatischer Komponente hin. Die Betroffenen husten häufig anfallartig oder haben Anfälle von Atemnot – Auslöser hierfür sind oft äußere Reize wie:

  • Tabakrauch,
  • Küchendünste,
  • Parfum und
  • andere Reizstoffe.

Diese Anfälle entstehen durch das überempfindliche Bronchialsystem. Oft wachen die Betroffenen auch nachts mit Hustenanfällen auf. Im Verlauf der COPD nehmen die Symptome an Häufigkeit und Ausprägung zu.

Auswurf

Neben Husten tritt bei COPD auch starker Auswurf auf. Beide Symptome können sogar schon länger bestehen, noch bevor sich eine COPD entwickelt. Denn Letzterer geht oft eine chronische Bronchitis voraus, die ebenfalls Husten mit Auswurf verursacht.

Für COPD ist vor allem morgendlicher Auswurf typisch, der normalerweise weiß, bei bakteriellen Infekten gelbgrün verfärbt ist.

Atemnot

Anders als Husten und Auswurf kommt Atemnot bei einfacher chronischer Bronchitis so gut wie nie vor. Erst wenn sich eine COPD entwickelt, treten alle drei Symptome zusammen auf. Der Grund hierfür ist, dass erst die verengten Bronchien zu Atemnot führen.

Jede COPD ist durch zunehmende Symptome einer Atemnot gekennzeichnet. Zunächst bereitet die chronisch obstruktive Lungenerkrankung nur bei körperlicher Belastung Probleme bei der Atmung; im fortgeschrittenen COPD-Stadium kommt es auch in Ruhe zu Luftnot.

Ohne geeignete Behandlung verstärkt sich die Atemnot, bis die Betroffenen fast ständig das Gefühl haben, zu wenig Luft zu bekommen (Dyspnoe). Schreitet die COPD weiter fort, können sich die Symptome verschlimmern: Das ist oft mit zunehmender Leistungsschwäche und einer allgemein verminderten Belastbarkeit verbunden. Dann können die Betroffenen selbst geringste Anstrengungen als Schwerstarbeit empfinden. So können mit der Zeit ganz normale Alltagsbelastungen wie Treppensteigen oder auch das Ankleiden große Probleme bereiten.

Weitere Symptome

Eigentlich ist die COPD eine Krankheit der Lunge: Die AHA-Symptome sind durch krankhafte Veränderungen in den Atemwegen bedingt. Mit der Zeit kann sich die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung aber auf andere Organsysteme auswirken.

Vor allem das Herz, aber auch die Muskulatur, das Skelett und verschiedene Stoffwechselorgane können infolge von COPD erkranken. Das verursacht oft weitere Symptome, wie:

COPD: Ursachen

Typische Ursache für COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine lang anhaltende Schadstoffbelastung der Lunge – etwa durch jahrelanges Einatmen schädlicher Stoffe:

  • Der größte Risikofaktor für COPD ist das Rauchen. Für bis zu 90 Prozent aller Fälle ist das Tabakrauchen verantwortlich. Insgesamt entwickelt etwa jeder zweite ältere Raucher eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung. Dabei gilt: Je mehr man raucht, desto höher ist das Erkrankungsrisiko. Auch Passivrauchen ist ein Risikofaktor.
  • Wesentlich seltener entsteht COPD durch giftige Stäube, Dämpfe und Gase, wie sie bei vielen Berufsgruppen vorkommen. Bei Bergleuten in Steinkohlegruben unter Tage beispielsweise ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung eine anerkannte Berufskrankheit und wird auch als Bergmannsbronchitis bezeichnet.

Daneben kann COPD auch erbliche Ursachen haben: So führt in seltenen Fällen ein bestimmter vererbter Schaden am Erbgut (Gendefekt), der Alpha-1-Antitrypsinmangel, zu Störungen in der Lunge und verursacht so ein Lungenemphysem, aus dem sich eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung entwickeln kann.

Des Weiteren können möglicherweise häufige Atemwegsinfekte in der Kindheit oder auch ein seit Längerem bestehendes Asthma bronchiale eine COPD begünstigen.

Die Lungenkrankheit COPD ist nicht ansteckend.

Wie entwickelt sich die COPD?

Meist geht der COPD eine einfache chronische Bronchitis mit Husten und Auswurf voraus: Bei dieser sind die Luftwege nicht dauerhaft verengt. Anders als von der COPD kann sich die Lunge von einer einfachen chronischen Bronchitis wieder erholen. Wer ihre Ursachen nicht abstellt, riskiert jedoch, eine chronisch obstruktive Bronchitis zu bekommen. Denn die dauerhafte Entzündung hat zur Folge,

  • dass sich die Bronchien verengen und es vor allem bei Belastung zu Atemnot kommt und
  • dass die Lungenbläschen (Alveolen) zerstört werden – dies führt zu einer krankhaften Überblähung der Lunge (Emphysem).

Die mit der COPD verbundenen Veränderungen der Lunge lassen sich dann nicht rückgängig machen (d.h. sie sind irreversibel).

COPD: Diagnose

Die COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) bleibt meist bis zum fortgeschrittenen Stadium unerkannt. Der Grund für die späte Diagnose: Wer morgens hustet gelegentlich Atemnot verspürt, vermutet nicht gleich eine Krankheit und geht möglicherweise auch erst spät zum Arzt.

Weil die COPD so oft lange unerkannt bleibt, haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das National Institute of Health (NIH) die Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) gegründet. Ihr Ziel lautet:

  • Diagnose und Behandlung der COPD verbessern und
  • die Bevölkerung über die Krankheit informieren.

Um die COPD von anderen Erkrankungen (wie z.B. Asthma oder Tuberkulose) abgrenzen und die passende Therapie festlegen zu können, ist eine genaue Diagnose wichtig. Daher überweisen viele Hausärzte den Patienten an einen Lungenfacharzt – fachsprachlich Pneumologe genannt. Er kann mithilfe einer Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) eine COPD feststellen.

Bei Verdacht auf eine COPD besteht der erste Schritt zur Diagnose in der Regel darin, die Krankheitsgeschichte sorgfältig zu erfassen (Anamnese). Anschließend kommen folgende Untersuchungen zum Einsatz:

  • die körperliche Untersuchung
  • die Lungenfunktionsdiagnostik durch eine Spirometrie
  • die Allergiediagnostik – gelegentlich sinnvoll, um Asthma bronchiale auszuschließen

Reicht dies nicht aus, um die COPD sicher festzustellen, können weitere Untersuchungen folgen. Dazu zählen:

Körperliche Untersuchung

Bei Anzeichen einer COPD steht zunächst eine körperliche Untersuchung an. Dazu gehört, dass der Arzt die Lunge begutachtet, den Blutdruck misst sowie Herz, Bauch und Beine untersucht.

Die Begutachtung der Lunge spielt bei der COPD-Diagnose eine zentrale Rolle. Hierbei untersucht der Arzt die Atemwege und prüft auf krankhafte Atemgeräusche, indem er den Brustkorb abklopft und abhört.

  • Durch das Klopfgeräusch kann der Arzt feststellen, ob sich die Lunge während der Atmung ausreichend verschieben kann – oder ob sich beispielsweise Wasser in der Lunge befindet, das den Klopfschall dämpft.
  • Beim Abhören der Lunge achtet der Arzt auf feuchte Rasselgeräusche, die durch Schleimbildung entstehen, wie sie bei COPD vorkommt. Trockene Atemgeräusche, wie etwa Brummen oder Pfeifen, sind eher typisch für verengte Luftwege bei akutem Asthma bronchiale.

Bei einer COPD mit Lungenemphysem ist der Brustkorb fassförmig verändert und die Atembewegungen sind deutlich eingeschränkt. Das Atemgeräusch ist schwächer zu hören als bei gesunden Menschen und der Klopfschall klingt hohl.

Lungenfunktionsdiagnostik

Häufig kommt bei Verdacht auf eine COPD die Spirometrie zum Einsatz – eine Messung und Aufzeichnung der Atmung, die eine umfassende Lungenfunktionsdiagnostik ermöglicht. Mithilfe der Spirometrie kann der Arzt zum Beispiel folgende Werte erfassen:

  • das Gesamtfassungsvermögen der Lunge
  • die Kraft, die man aufbringen kann, um Luft aus der Lunge auszuatmen
  • den Widerstand der Atemwege, den verengte Bronchien verursachen

Die häufig vor einer COPD bestehende einfache chronische Bronchitis zeigt in der Spirometrie gewöhnlich keine wesentlichen Veränderungen. Liegt eine chronisch obstruktive Bronchitis vor, kann der Arzt dagegen deutliche Zeichen einer Verengung der Bronchien feststellen.

Bei einer COPD mit Lungenemphysem führt der Verlust von Lungengewebe zu einer erhöhten Luftmenge in der Lunge – bei deutlich verminderter Ausatmungskraft.

Um COPD von Asthma bronchiale zu unterscheiden, ist zusätzlich ein Bronchospasmolyse-Test hilfreich: Dazu inhaliert man ein Medikament, das die Bronchien erweitert. Wenn bei einem erneuten Lungenfunktionstest nach etwa zehn Minuten die Luftwege nicht mehr verengt sind, spricht dies für eine asthmatische Erkrankung. Denn nur bei einer asthmatischen Erkrankung sind die Bronchien vollständig erweiterbar. Bleibt die Verengung nach dem Test bestehen, liegt eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung vor.

Labordiagnostik

Bei der COPD spielt die Labordiagnostik eine untergeordnete Rolle: Spezielle Blutwerte zur Diagnose von Lungenerkrankungen, die beispielsweise mit Werten zur Leber- oder Nierenfunktion vergleichbar wären, gibt es nicht.

Dennoch sind Basislaboruntersuchungen notwendig, um zu erkennen, ob neben der COPD weitere Entzündungen und Begleiterkrankungen bestehen. Außerdem kann man mit der Labordiagnostik eine sehr seltene erbliche Ursache der COPD ausschließen: das Antitrypsin-Mangel-Syndrom.

Um das Syndrom festzustellen, muss der Arzt das Alpha-1-Antitrypsin bestimmen. Diese Untersuchung ist zum Beispiel bei Menschen unter 45 Jahren sinnvoll, die Symptome einer COPD aufweisen. Denn die chronisch obstruktive Lungenerkrankung ist eher eine Erkrankung des älteren Menschen.

Darüber hinaus ist die Blutgasanalyse bei COPD Teil der Labordiagnostik: Diese Untersuchung hilft, eine eventuelle Ateminsuffizienz zu beurteilen, und trägt auch zur Verlaufskontrolle der Lungenkrankheit bei. Die Blutgasanalyse liefert Hinweise darüber, ob der Gasaustausch, das heißt die Aufnahme von Sauerstoff (O2) und die Abgabe von Kohlenstoffdioxid (CO2), in der Lunge beeinträchtigt ist.

Röntgen

Bei einer COPD mit Lungenemphysem sind auf dem Röntgenbild klassische Zeichen der Lungenüberblähung (wie das tief stehende Zwerchfell) zu sehen. Das Bild der Lunge ist insgesamt durchscheinender (transparenter) als bei einer normalen Lunge, weil mehr Luft in der Lunge vorhanden ist.

Auch bei einer COPD ohne Lungenemphysem ist es im Bedarfsfall sinnvoll, zu röntgen – zum Beispiel, um Entzündungen und Tumoren auszuschließen.

Pneumologe

Während die Basisdiagnostik bei einer COPD meist durch den Hausarzt erfolgt, ist für die weiterführende Diagnostik in der Regel ein Lungenfacharzt (Pneumologe) zuständig.

Ganzkörperplethysmographie

Mithilfe der Ganzkörperplethysmographie kann man bei normaler Ruheatmung die Atemwiderstände beim Aus- und Einatmen messen. Dabei sitzt der Patient in einem kleinen luftdichten Raum, der etwa einen Kubikmeter groß ist. Die Ganzkörperplethysmographie liefert genauere und aufschlussreichere Ergebnisse als die Spirometrie.

Bronchoskopie

Bei der COPD-Diagnose nutzt der Pneumologe die Bronchoskopie, um in die Luftröhre und ihre großen Abzweigungen (Bronchien) zu sehen und die Schleimhäute genauer zu betrachten. Zu diesem Zweck schiebt der Arzt einen etwa bleistiftdicken, biegsamen Schlauch, an dessen Ende sich eine kleine Kamera befindet, durch den Mund in die Atemwege. Bei der Untersuchung kann der Pneumologe direkt Gewebeproben entnehmen und anschließend feingeweblich untersuchen lassen (Biopsie).

COPD: Die verschiedenen Stadien (nach GOLD)

Mediziner teilen die COPD nach den Kriterien der Global Initiative for Chronic Obstructive Lung Disease (GOLD) in vier Klassen und vier Patientengruppen ein. Der Schweregrad der COPD wird dabei in zwei Schritten ermittelt. Er richtet sich nach

  • der Lungenfunktion,
  • der Anzahl von deutlichen Verschlechterungen der Symptome (Exazerbationsrate) und
  • dem Ergebnis eines Patienten-Fragebogens (COPD Assessment Test) zu den Symptomen.

Schritt 1 zur Bestimmung des COPD-Schweregrads

Den ersten Schritt zur Bestimmung des COPD-Schweregrads bildet der Lungenfunktionstest. Je nachdem, wie stark die Lungenfunktion schon beeinträchtigt ist, teilt man die Patienten in vier Klassen ein – von GOLD 1 (Stadium mit geringster Beeinträchtigung) bis GOLD 4 (Stadium mit höchster Beeinträchtigung). Wichtig für diese Einteilung sind zwei bestimmte Werte:

  1. die größtmögliche Menge Luft, die man innerhalb einer Sekunde ausatmen kann (FEV1, Forced Expiratory Volume in 1 second)
  2. die Luftmenge, die man nach tiefem Einatmen mit maximaler Geschwindigkeit insgesamt wieder ausatmen kann (FVC, forced vital capacity)

Das Verhältnis von FEV1 zu FVC beträgt normalerweise mehr als 0,75 (75%), bei älteren Menschen liegt die Grenze bei einem Verhältnis von 0,7 (70%) – bei Menschen mit COPD ist dieser Wert niedriger.

COPD-Stadien nach GOLD

COPD-GOLD-Klasse FEV1 (Sollwert = 100 %) FEV1/FVC
1 (leicht) mind. 80% Soll < 70%
2 (mittel) 50% bis 79% Soll < 70%
3 (schwer) 30% bis 49% Soll < 70%
4 (sehr schwer) < 30% Soll < 70%

Schritt 2 zur Bestimmung des COPD-Schweregrads

Der zweite Schritt zur Bestimmung des COPD-Schweregrads nach GOLD besteht darin, die Anzahl der Symptomverschlimmerungen (bzw. Exazerbationen) und die Symptomschwere zu erfassen und die Patienten dementsprechend in Gruppen von A (gering) bis D (hoch) einzuteilen. Entscheidend für die EInteilung in die vier Patientengruppen sind:

  1. die Häufigkeit von Krankheitsschüben in den vergangenen 12 Monaten (Exazerbationsrate) und
  2. die individuelle Ausprägung der Symptome (gemessen anhand eines Patientenfragenbogens).

Schweregrad der COPD-Symptome / Exazerbationen nach GOLD

Patientengruppe Anzahl der Symptomverschlimmerungen (Exazerbationen) Symptome
A niedrig (max. eine Exazerbation pro Jahr) wenige Symptome
B niedrig (max. eine Exazerbation pro Jahr) vermehrte Symptome
C hoch (mind. zwei Exazerbationen pro Jahr) wenige Symptome
D hoch (mind. zwei Exazerbationen pro Jahr) vermehrte Symptome

Der Lungenfunktionswert und die ABCD-Grade fließen also getrennt in den COPD-Schweregrad ein: Wenn jemand beispielsweise relativ gute FEV1-Werte aufweist (= COPD-GOLD-Klasse 2), aber gleichzeitig zwei oder mehr Exazerbationen im Jahr hat (= Patientengruppe D), entspricht das dem COPD-Schweregrad GOLD D2.

Diese getrennte Betrachtung des Lungenfunktionswerts und der ABCD-Grade ermöglicht es den Ärzten, besser auf die einzelnen COPD-Patienten einzugehen und die Behandlung individueller zu gestalten.

COPD: Therapie

Bei der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) zielt die Therapie hauptsächlich darauf ab,

  • Symptome, die Anfallshäufigkeit und das Fortschreiten der Lungenkrankheit zu verringern,
  • die Lungenfunktion und damit die Lebensqualität zu verbessern oder zu erhalten,
  • Komplikationen vorzubeugen,
  • die Lebenserwartung zu steigern.

Allerdings ist eine völlige Heilung der COPD auch mit langfristiger Therapie nicht möglich. Denn die bestehenden Schäden an Bronchien und Lungen lassen sich nicht mehr vollständig rückgängig machen. Eine geeignete Behandlung kann jedoch die Symptome mildern und das Fortschreiten der COPD aufhalten – was auch die Lebenserwartung erhöht.

In jedem Fall ist es sinnvoll, die Wirksamkeit der COPD-Therapie immer wieder zu überprüfen – und die Behandlung gegebenenfalls anzupassen.

Das A und O bei COPD: Auslöser vermeiden

Entscheidend bei der COPD-Therapie ist es, die Auslöser der Lungenkrankheit zu vermeiden. Da die Hauptursache für die chronisch obstruktive Lungenerkrankung das Rauchen ist, heißt das in erster Linie: vollständig auf Zigaretten verzichten!

Nur weniger zu rauchen als vorher reicht nicht aus, um bei COPD Lungenfunktion und Beschwerden zu verbessern. Denn wer weiterhin Tabakrauch inhaliert, verstärkt die chronisch vorhandene Entzündung der Schleimhäute.

Mit dem Rauchen aufzuhören ist allerdings für viele Menschen leichter gesagt als getan. Darum ist es ratsam, sich Hilfe zu holen: Nehmen Sie zum Beispiel an einem Raucherentwöhnungsprogramm teil und sprechen Sie mit Ihrem Arzt über eine Nikotinersatz-Therapie. Die oft als gesündere Alternative zu klassischen Zigaretten angepriesene E-Zigarette eignet sich bei COPD jedoch nicht zur Raucherentwöhnung.

Auch unverzichtbar bei COPD: Medikamente

Zur Grundbehandlung einer COPD gehören immer Medikamente. Ziel der Therapie ist es, die Beschwerden zu lindern und akuten Atemproblemen vorzubeugen.

Welche Medikamente am besten geeignet sind, richtet sich vor allem nach den COPD-Stadien. So besteht die medikamentöse Therapie im Anfangsstadium oft darin, nur bei akuter Atemnot ein geeignetes Mittel einzunehmen. Häufigere und stärkere Beschwerden erfordern hingegen eine Dauerbehandlung – im fortgeschrittenen Stadium oft mit einer Kombination aus mehreren Medikamenten.

Bronchodilatatoren

Hauptziel der medikamentösen COPD-Therapie ist es, die Bronchien zu erweitern und so das Atmen zu erleichtern. Das gelingt mit Bronchodilatatoren (lat. dilatare = ausbreiten, ausdehnen): Diese Medikamente wirken entspannend auf die Bronchialmuskulatur, wodurch sie die Bronchien weit stellen. Bronchodilatatoren stehen in verschiedenen Darreichungsformen zur Verfügung:

Bronchodilatatoren gehören bei COPD immer mit zur Therapie.

Kortison

Wenn bronchienerweiternde Mittel bei fortgeschrittener COPD alleine nicht ausreichen, können zur Therapie kortisonhaltige Medikamente in Betracht kommen: Das Kortison einzuatmen (bzw. zu inhalieren), sodass es in die Lunge gelangt, hilft meist gut gegen die chronische Entzündung der Bronchialschleimhaut. Allerdings gilt die Kortison-Behandlung in der Regel nur vorübergehend als empfehlenswert.

Zur anfänglichen Behandlung der COPD sind kortisonhaltige Medikamente zudem höchstens in schweren Fällen mit häufigen Symptomverschlimmerungen sinnvoll. Solange sich der Gesundheitszustand nicht verschlimmert, kann man – auch im weiteren Verlauf der COPD – ganz auf eine Therapie mit Kortison verzichten.

Schleimlösende Mittel

Auf den Verlauf der COPD hat eine Therapie durch schleimlösende Mittel wie Acetylcystein oder Efeuextrakt keine direkte Wirkung. Deshalb empfehlen Ärzte diese Mittel nicht allgemein, um COPD zu behandeln. Sinnvoll können Schleimlöser jedoch unter Umständen zur Behandlung von akuten Infekten und massiver Schleimbildung sein.

Hustenstiller

Verursacht COPD trockenen, lästigen Husten (Reizhusten), kann dagegen ein Hustenstiller mit Codein oder Noscapin helfen. Jedoch ist es grundsätzlich ratsam, diese Arzneimittel nur in Ausnahmefällen und kurzfristig anzuwenden, denn: Hustenstiller unterdrücken den Hustenreiz, sodass man den Schleim nicht mehr auf natürliche Weise abhusten kann – der Schleim kann sich dann in den Bronchien festsetzen und letztendlich eine Lungenentzündung begünstigen.

Antibiotika

Treten bei COPD Komplikationen auf, wie etwa bakterielle Lungeninfektionen, sind zur Therapie antibiotisch wirkende Medikamente sinnvoll. Antibiotika sind auf jeden Fall empfehlenswert, wenn

  • sich die Atemnot verstärkt oder sich der Husten verschlimmert,
  • der Auswurf nicht mehr weiß, sondern gelbgrün ist und
  • Fieber besteht.

Solche Veränderungen sind Anzeichen einer Infektion, für die meistens Bakterien verantwortlich sind – seltener Viren. Wer im Rahmen einer COPD bakterielle Atemwegsinfekte entwickelt, muss konsequent mit Antibiotika behandelt werden, weil sich der Gesundheitszustand sonst dauerhaft verschlechtern kann. Vor der Therapie ist eine Speichelentnahme empfehlenswert, um die Bakterienart und deren Widerstandsfähigkeit (bzw. Resistenz) gegen die verschiedenen Antibiotika zu bestimmen.

Nicht-medikamentöse Therapie

Unterstützend kann bei COPD auch eine nicht-medikamentöse Therapie sinnvoll sein. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören zum Beispiel:

  • Schulung: Durch eine gezielte COPD-Schulung (z.B. um die Technik zur Inhalation der Medikamente zu verbessern) lernen Sie, aktiv zur Bewältigung Ihrer Erkrankung beizutragen. So können Sie Ihre chronisch obstruktive Lungenerkrankung besser kontrollieren sowie die Anzahl akuter Verschlechterungen der Krankheit (Exazerbationen) und Notfallbehandlungen verringern.
  • Physiotherapie: Mithilfe einer Atemphysiotherapie können Sie eine erleichterte Atmung in Ruhe und unter Belastung sowie eine bessere Hustentechnik erreichen.
  • Körperliches Training: Diese Maßnahme ist zur COPD-Langzeittherapie empfehlenswert, da auch sie die Anzahl akuter COPD-Verschlechterungen verringert sowie die Lebensqualität und Belastbarkeit steigert.
  • Ernährungstherapie: Bei COPD ist es wichtig, das Körpergewicht regelmäßig zu kontrollieren und – falls nötig – durch gesteigerte Nährstoffzufuhr zuzunehmen, weil sich Unterernährung und ungewollter Gewichtsverlust negativ auf den Verlauf der Lungenkrankheit auswirken.
  • Hilfsmittel: Die Versorgung mit verschiedenen Hilfsmitteln (wie Rollator, Greifhilfen, Verlängerungen für Schuhlöffel usw.) kann im Alltag eine große Erleichterung verschaffen.
  • Heimbeatmung: Bei Bedarf kann eine nicht-invasive Beatmung, das heißt, eine Beatmung über eine Nasensonde oder eine Maske, die Überlastung der Atemmuskulatur verringern.
  • Langzeittherapie mit Sauerstoff

Sauerstoff-Langzeittherapie (LTOT)

In fortgeschrittenen COPD-Stadien hat sich eine langfristige Therapie mit Sauerstoff bewährt: Die Lebenserwartung steigt durch die Sauerstoff-Langzeittherapie (LTOT) deutlich. Herrscht in Ihrem Blut ein erheblicher chronischer Sauerstoffmangel, erhalten Sie bei der LTOT über eine Nasensonde mindestens 16 bis 24 Stunden täglich Sauerstoff.

Sinnvoll ist die Sauerstoff-Langzeittherapie vor allem bei COPD und gleichzeitiger chronischer Rechtsherzschwäche (Rechtsherzinsuffizienz). Eine regelmäßige Kontrolle durch den Facharzt ist notwendig.

COPD: Verlauf

Prognose

Bei COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) hängt der Verlauf davon ab, wie stark die Erkrankung ausgeprägt ist und wie sich die Betroffenen verhalten. Entsprechend ist die Prognose sehr unterschiedlich. In jedem Fall wirken sich eine geeignete Therapie und der Verzicht auf das Rauchen positiv auf den Krankheitsverlauf aus.

Während die einfache chronische Bronchitis, die meist einer COPD vorausgeht, in kurzer Zeit ausheilen kann, ist eine COPD mit chronisch obstruktiver Bronchitis in der Regel nicht mehr vollständig heilbar. Allerdings hilft ein rauchfreies Leben in vielen Fällen, den fortschreitenden Verlauf aufzuhalten und die Beschwerden erheblich zu lindern.

Eine COPD mit Lungenemphysem ist mit einer ungünstigeren Prognose verbunden: Dann ist die chronisch obstruktive Lungenerkrankung nicht mehr rückgängig zu machen, weil das Lungengewebe zu stark zerstört ist. Langfristig kann ein Lungenemphysem das Herz schädigen.

Komplikationen

Zu den häufigsten Komplikationen der COPD zählen Infektionen der Bronchien und die Lungenentzündung. Diese Erkrankungen sowie Zigarettenrauch oder schädliche Gase, Stäube oder Dämpfe können dazu führen, dass sich der Zustand der Betroffenen akut verschlechtert.

Auch zusätzlich auftretende schwere Erkrankungen von Herz und Lunge verschlimmern die COPD meist akut. Bemerkbar macht sich eine solche exazerbierte COPD durch folgende Symptome:

Eine späte Komplikation der COPD ist das Cor pulmonale – eine Schwächung und Vergrößerung des rechten Herzens aufgrund des erhöhten Widerstands in den Lungenarterien. Schwere, lebensgefährliche Komplikationen sind ein Versagen der Atemmuskulatur und Herzversagen.

COPD: Lebenserwartung

Als fortschreitende Lungenkrankheit wirkt sich COPD auch auf die Lebenserwartung aus.

Doch jeder Fall von COPD ist anders! Darum kann man zur Lebenserwartung einzelner Betroffener keine zuverlässigen Vorhersagen treffen.

So kommt es zum Beispiel darauf an, wie alt man ist oder ob man neben COPD weitere schwerwiegende Erkrankungen hat. Denn sowohl ein hohes Alter als auch chronische Begleiterkrankungen (wie Herzerkrankungen, Diabetes oder Osteoporose) können den Krankheitsverlauf beeinträchtigen und somit die Lebenserwartung zusätzlich verringern.

Andererseits lässt sich der Krankheitsverlauf durch den richtigen Umgang mit der Krankheit meist deutlich verbessern. So kann eine geeignete Behandlung die Symptome abschwächen und im Idealfall das Fortschreiten der COPD über lange Zeit stoppen – was auch die Lebenserwartung erhöht.

Entscheidend ist vor allem, dass Sie Ihren bisherigen Lebensstil ändern und die verordneten Behandlungsmaßnahmen konsequent anwenden.

Im Einzelnen können Sie den Verlauf von COPD und damit auch Ihre Lebenserwartung durch folgende Maßnahmen positiv beeinflussen:

  • Mit dem Rauchen aufhören. Tabakrauch schädigt die Lunge immer weiter. Darum lohnt sich ein Rauchstopp auf jeden Fall – egal, in welchem Krankheitsstadium Sie sind!
  • Luftschadstoffe vermeiden. Auch Luftschadstoffe wie Stickoxide, Stäube, Gase, Dämpfe, Ozon oder Dieselruß sind Gift für Ihre Lungen. Entsprechend wichtig ist es, dass an Ihrem Arbeitsplatz geeignete Schutzmaßnahmen gegen Schadstoffe eingehalten werden.
  • Körperlich aktiv sein. Bewegung tut gut. Bevor Sie loslegen, sollten Sie aber mit Ihrem Arzt besprechen, welche Aktivitäten zu Ihnen passen. Außerdem können Sie sich eine Lungensportgruppe suchen und dort vermittelte Übungen auch regelmäßig zu Hause ausführen.
  • Aufs Gewicht achten. Vermeiden Sie sowohl Untergewicht als auch starkes Übergewicht.
  • Impfen lassen. Gehen Sie – wie für Menschen mit COPD empfohlen – zur Grippeschutzimpfung (jährlich) und zur Pneumokokken-Schutzimpfung.
  • Infekten vorbeugen. Ergreifen Sie geeignete Maßnahmen, um Infektionen (v.a. der Atemwege) möglichst zu vermeiden. Das bedeutet zum Beispiel:
    • sich passend zur Witterung zu kleiden,
    • häufig die Hände zu waschen,
    • sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen,
    • ausreichend zu schlafen,
    • sich gesund zu ernähren,
    • in der Erkältungssaison Menschenansammlungen möglichst zu meiden
    • usw.
  • COPD wie verordnet behandeln. Wer sich an die verordnete COPD-Behandlung hält, kann seine Lebenserwartung teils deutlich steigern. Im Einzelnen heißt das:
    • Nehmen Sie verordnete Medikamente korrekt und regelmäßig ein.
    • Wenden Sie eine verordnete Sauerstofflangzeittherapie korrekt nach den Vorgaben Ihres behandelnden Arztes an.
    • Wurde Ihnen eine nicht-invasive Beatmungstherapie verordnet, führen Sie diese korrekt nach den Vorgaben des behandelnden Schlaflabors durch.

COPD: Vorbeugen

Der COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) können Sie wirksam vorbeugen, indem Sie die Risikofaktoren meiden. Der Hauptrisikofaktor für eine COPD ist das Rauchen: 90 Prozent aller Menschen mit COPD sind Raucher.

Nichtraucher haben ein erheblich niedrigeres Risiko für COPD. Nur in seltenen Ausnahmefällen entwickeln sie eine chronische Bronchitis, zum Beispiel als Berufskrankheit, oder (erblich bedingt) ein Lungenemphysem bei einem Alpha-1-Antitrypsinmangelsyndrom.

Impfungen

Wenn Sie eine COPD haben, können Sie möglichen Komplikationen teils durch folgende Impfungen vorbeugen:

Grippeimpfung

Bei der COPD ist die Grippeimpfung jedes Jahr aufs Neue empfehlenswert, weil die Grippeerreger jährlich wechseln. Die Impfung schützt aber ausschließlich vor der echten Grippe (Influenza) – einfache Erkältungskrankheiten, die durch andere Viren verursacht werden, verhindert der Impfstoff nicht. Es ist sinnvoll, dass sich auch die Partner der betroffenen Personen gegen Grippe impfen lassen.

Pneumokokken-Schutzimpfung

Besonders für Menschen mit COPD, die über 60 Jahre alt sind, ist die Pneumokokken-Schutzimpfung wichtig. Pneumokokken sind weit verbreitete Bakterien, die Lungenentzündungen hervorrufen können. Eine Pneumokokken-Impfung kann diese häufig verhindern.

Die Pneumokokken-Schutzimpfung ist zum Vorbeugen von Komplikationen ausdrücklich für Asthmatiker und Menschen mit COPD empfehlenswert.