BMI-Rechner: für Kinder und Erwachsene

BMI: Was ist das?

Der Body-Mass-Index (BMI) beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße und hängt eng mit der Menge des Körperfetts zusammen. Der BMI gilt weltweit als Orientierung für das Sollgewicht eines Menschen. Um den BMI richtig interpretieren zu können, muss außerdem das Alter der jeweiligen Person berücksichtigt werden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt den Body-Mass-Index (BMI) für Erwachsene wie folgt ein:

Body-Mass-Index (BMI)** Bewertung
BMI > 30 Adipositas (Fettleibigkeit)
BMI 25 - 29,9 Übergewicht
BMI 18,5 - 24,9 Normalgewicht
BMI < 18,5 Untergewicht

BMI bei Kindern

Ein zu hoher BMI schadet der Gesundheit. Das gilt auch für Kinder. Zwar hoffen manche Eltern übergewichtiger Kinder, dass ihr Kind im Zuge des Wachstums von selbst wieder ein normales Gewicht erreicht. Doch durch Abwarten lässt sich das Problem in der Regel nicht lösen: Übergewicht belastet die Knochen und Gelenke, erhöht das Risiko für Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 und kann auch zu seelischen Problemen führen. Zudem können ungesunde Ernährungsmuster des Kindes zur Gewohnheit werden, die dann im Erwachsenenalter beibehalten werden.

Die gute Nachricht: Gerade jüngere Kinder orientieren sich in ihren Verhaltensweisen und auch beim Essverhalten an den Eltern. Indem die Eltern selbst stärker auf gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achten, können sie auch das Essverhalten des Kindes positiv beeinflussen. Durch ausreichend Bewegung und eine gesunde Kost lässt sich Übergewicht bei Kindern normalerweise schnell in den Griff bekommen.

Andere Berechnung als bei Erwachsenen

Bei Kindern gestaltet sich die Berechnung des Body-Mass-Index (BMI) ein wenig anders als bei Erwachsenen, da sich der Fettanteil des Körpers noch ständig ändert. Um dies auszugleichen, wurden in Studien Korrekturwerte, sogenannte Perzentilkurven, ermittelt, die mit in die Berechnung des BMI einfließen. Für Babys ist der BMI-Rechner nicht geeignet. Ihr Verhältnis von Gewicht und Entwicklung des Körpers wird im Rahmen der U-Untersuchungen ermittelt.

Untergewicht

Wer einen Body-Mass-Index (BMI) von 18,5 kg/m² unterschreitet, gilt als untergewichtig. Untergewicht kann eine Reihe medizinischer Komplikationen verursachen, zum Beispiel:

  • Wachstumsverzögerungen (bei Kindern und Jugendlichen)
  • Störungen der Wundheilung
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Anämie (Blutarmut)
  • Zyklusstörungen oder Ausbleiben der Menstruation (bei Frauen)
  • Unfruchtbarkeit
  • Knochenschwund (Osteoporose)
  • Psychische Belastung

Untergewicht kann verschiedene Ursachen haben. Häufig denken Außenstehende zuerst an eine Essstörung. Daneben gibt es aber auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, die für Untergewicht verantwortlich sind, beispielsweise ein besonders aktiver Stoffwechsel. Dann kann es vorkommen, dass der Kalorienbedarf rund 300 bis 400 Kilokalorien über dem Normalbereich liegt und Menschen es schwer haben, zuzunehmen.

Auch bestimmte Krankheiten können Untergewicht begünstigen, etwa, weil die aufgenommene Nahrung nicht richtig verwertet wird. Dazu kommt es beispielsweise bei Schilddrüsenerkrankungen, Organerkrankungen, Tumorerkrankungen, Darmerkrankungen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Bei anderen Menschen schlägt wiederum Stress auf den Magen. Was auch immer hinter Ihrem Untergewicht stecken mag; Sie sollten die Ursache möglichst ärztlich abklären lassen.

Normalgewicht

Bei einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen 18,5 kg/m² und 24,9 kg/m² spricht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von einem Normalgewicht. Wenn Sie in diesem Bereich liegen, scheint alles im grünen Bereich zu sein. Versuchen Sie weiterhin, Ihr gesundes Gewicht zu halten.

Achtung: Ein BMI im Normalbereich ist zwar ein Indikator für ein gesundes Gewicht, aber nicht immer alleine aussagekräftig. So haben viele Menschen laut BMI beispielsweise ein Normalgewicht, bewegen sich aber nicht ausreichend. Ein gesunder BMI ist nicht immer mit einem gesunden Lebensstil gleichzusetzen.

Auch in Bezug auf psychosomatische Erkrankungen wie Essstörungen kann der BMI ein Trugschluss sein. Essstörungen lassen sich nicht auf das Körpergewicht reduzieren und sind immer behandlungsbedürftig. Wenn Sie Schwierigkeiten mit Ihrem Essverhalten haben oder sich auf andere Weise mit Ihrem Gewicht unwohl fühlen, kann es ratsam sein, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Übergewicht

Von Übergewicht spricht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei einem Body-Mass-Index (BMI) zwischen 25 kg/m² und 29,9 kg/m². Ihr Wert liegt in diesem Bereich? Vorsicht! Übergewicht bildet die Vorstufe zu Adipositas und erhöht bereits das Risiko für zahlreiche Krankheiten. Dazu zählen zum Beispiel

  • Erkrankungen des Stoffwechsels (z. B. Diabetes mellitus Typ 2),
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • und Gefäßerkrankungen.

Beachten Sie: Neben einem zu hohen Körpergewicht an sich gilt vor allem die individuelle Verteilung des Körperfetts als Risikofaktor für entsprechende Erkrankungen: Wer eher am Gesäß und den Oberschenkeln Pölsterchen hat, scheint weniger gefährdet für solche Erkrankungen zu sein als jemand, der vor allem im Bauchbereich das Fett anlagert. Neben Ihrem BMI sollten Sie daher wissen, wie sich das Fett bei Ihnen verteilt. Hierbei hilft ein einfaches Maß: der Taillenumfang. Messen Sie ihn mit einem Maßband etwa auf Höhe des Bauchnabels waagerecht um den Bauch herum.

Übergewicht können Sie entgegenwirken, indem Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten und sich regelmäßig bewegen. Wenn Sie Unterstützung bei der Gewichtsabnahme benötigen, sollten Sie ärztlichen Rat suchen.

Adipositas

Ihr Body-Mass-Index (BMI) liegt über 30 kg/m²? Das deutet auf Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) hin. Das starke Übergewicht ist vor allem in westlichen Industrieländern verbreitet. Immer häufiger sind auch Kinder und Jugendliche adipös. Meist entsteht Adipositas durch eine Kombination aus Bewegungsmangel und einem ungesunden Essverhalten. Daneben können aber auch andere Faktoren beteiligt sein, etwa:

  • psychische Faktoren
  • erbliche Einflüsse
  • Medikamente
  • bestimmte Krankheiten, zum Beispiel hormonelle Erkrankungen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterteilt den BMI nochmals in verschiedene Grade:

Body-Mass-Index (BMI) Kategorie Risiko für Begleiterscheinungen
30 - 34,5 Fettleibigkeit (Adipositas) Grad 1 erhöht
35 - 39,9 Fettleibigkeit (Adipositas) Grad 2 hoch
40 und höher Fettleibigkeit (Adipositas) Grad 3 sehr hoch

Adipositas erhöht das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. Betroffene sind besonders gefährdet, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu entwickeln.

Um genau einschätzen zu können, wie hoch das individuelle Erkrankungsrisiko ist, ist neben dem Body-Mass-Index auch das Fettverteilungsmuster bedeutsam. Dazu wird das Bauchfett anhand des Taillenumfangs gemessen.

Um das Risiko für Folgeerkrankungen zu minimieren, sollten Sie dringend ärztlichen Rat suchen. Viele Menschen scheuen diesen Schritt, oft aus Scham. Aus medizinischer Sicht ist es allerdings dringend notwendig, etwas zu unternehmen. Zudem ist häufig auch die Lebensqualität der Betroffenen erheblich eingeschränkt. Aus diesem Grund kann neben einer Ernährungsberatung auch eine Verhaltens- oder Psychotherapie sinnvoll sein.