Das Bild zeigt ein Paar im Bett.
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Geschlechtsverkehr (Beischlaf, Koitus)

Beischlaf, Koitus, miteinander schlafen, Sex haben: Geschlechtsverkehr hat viele Namen – von lustig über romantisch bis hin zu abwertend. Im eigentlichen Sinne versteht man unter Geschlechtsverkehr alle Sexualkontakte, bei denen der erigierte Penis in Vagina oder After des Partners oder der Partnerin eingeführt wird oder bei denen es zum Oralverkehr kommt.

Allgemeines

Durch rhythmische Bewegungen, die beide Sexualpartner beim Geschlechtsverkehr ausführen, und durch intensive Berührungen steigert sich die sexuelle Erregung während des Koitus und endet oft mit einem Orgasmus. Der Mann bekommt dabei einen Samenerguss.

Ob mit dem Mund, in der Missionarsstellung, von hinten oder anal, ob Sex zwischen zwei Frauen, zwei Männern, einem heterosexuellen Paar oder auch mehreren Personen: Es gibt unzählige Varianten beim Geschlechtsverkehr.

In einer weiter gefassten Definition ist Geschlechtsverkehr nicht nur ein anderer Begriff für Koitus oder Beischlaf, sondern ein Oberbegriff für alle Sexualkontakte – so zum Beispiel auch für Petting.

Egal, von welcher Definition man ausgehen möchte: Geschlechtsverkehr ist immer mit körperlicher Nähe verbunden – und nicht selten empfinden die Partner auch eine starke emotionale Bindung zueinander.

Der Stellenwert von Geschlechtsverkehr unterscheidet sich unter anderem je nach Kultur, Zeitgeschichte und persönlicher Einstellung. Die Ägypter sahen Geschlechtsverkehr beispielsweise als unrein an. Manche Menschen wollen mit dem ersten Geschlechtsverkehr warten, bis sie verheiratet sind oder ihr kultureller Hintergrund verbietet ihnen, vor der Ehe Sex zu haben. Bei anderen hingegen spielt es keine Rolle, ob sie den ersten Koitus in einer festen Partnerschaft erleben oder ob der Beischlaf in einem anderen Rahmen erlebt wird.

Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten, während des Geschlechtsverkehrs zu verhüten und somit die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, auf nahezu null zu senken. Im Gegensatz zu früher kann ein Paar selbst entscheiden, ob und wann es ein Kind möchte – und nur aus reiner Lust miteinander schlafen.

Statistik

Die Statistik zeigt es: Jugendliche haben heute später Geschlechtsverkehr als noch im Jahr 2005. Die Annahme, dass deutsche Mädchen und Jungen immer früher Sex haben, kann demnach nicht aufrechterhalten werden.

Während 2005 noch zwölf Prozent der 14-jährigen Mädchen Erfahrung mit Geschlechtsverkehr gemacht hatten, waren 2010 nur noch sieben Prozent. Bei den 14-jährigen Jungen sank der Anteil laut Statistik von zehn auf vier Prozent.

Mehr als ein Drittel aller Jugendlichen hatte bis zu einem Alter von 17 Jahren noch keinen Geschlechtsverkehr: Mit 17 Jahren hatten 66 Prozent der weiblichen Teenager bereits Geschlechtsverkehr, bei den gleichaltrigen Jungen waren es 2011 65 Prozent.

Den ersten Geschlechtsverkehr – das "erste Mal" – haben die meisten Deutschen in einer festen Partnerschaft. Dabei verwenden die meisten Paare bei ihrem ersten Mal ein Kondom – später greifen die Mädchen häufiger zur Pille.

Überhaupt wird das Thema Verhütung bei Jugendlichen zunehmend großgeschrieben. Die Statistik zeigt: Beim "ersten Mal" haben 92 Prozent aller Jungen und Mädchen verhütet – vor 30 Jahren war dieser Anteil viel niedriger.

Wie häufig jemand Geschlechtsverkehr hat, hängt von vielen Faktoren ab. Der Studie eines Kondomherstellers aus dem Jahr 2008 zufolge hatten die Deutschen laut Statistik pro Jahr 117 Mal Sex. Während manche Menschen das Bedürfnis verspüren, häufig mit dem Partner zu schlafen, spielt Geschlechtsverkehr im Leben anderer Menschen kaum eine Rolle – möglicherweise auch, weil der passende Partner fehlt. Darüber hinaus können sich auch das Alter oder die körperliche und psychische Verfassung darauf auswirken, wie groß die Lust ist.

Nicht nur die Häufigkeit, auch die Dauer von Geschlechtsverkehr kann erheblich variieren. Nach dem Motto: "Spaß macht, was gefällt" gibt es hierfür keine Richtlinien. Vielmehr sollte jeder für sich selbst entscheiden, wie lange und wie oft er mit einem anderen Menschen intim werden möchte.