Eine Frau liegt entspannt auf dem Bett.
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Schwangerschafts­anzeichen (Schwangerschafts­symptome)

Bin ich schwanger? Wenn Sie sich das fragen, achten Sie wahrscheinlich besonders auf mögliche Schwangerschaftsanzeichen wie Übelkeit oder ein Ziehen im Bauch. Wir sagen Ihnen, ab wann welche Schwangerschaftsanzeichen möglich sind und woran eine Frau merken kann, dass sie ein Baby erwartet, bevor der Bauch zu wachsen beginnt.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Schwangerschaftsanzeichen

Schon bevor die Periode das erste Mal ausbleibt, ahnen viele Frauen, dass sich etwas verändert. Denn der Körper beginnt bereits kurz nachdem eine Samenzelle die Eizelle befruchtet hat, die Hormone umzustellen. Und mit ihnen ändert sich vieles spürbar – für die einen mehr, für die anderen weniger schnell. Besonders wer sich ein Kind wünscht, hört wahrscheinlich genau in sich hinein: Hat dieses Ziehen im Unterleib etwas zu bedeuten? Ist mir morgens übel, weil ich schwanger bin?

Das sind die ersten Anzeichen

Die befruchtete Eizelle kommt nach etwa vier bis fünf Tagen in der Gebärmutter an, wo sie sich anschließend einnistet. Dabei kann es zur sogenannten Einnistungsblutung (Nidationsblutung) kommen, die in der Regel ein bis zwei Tage andauert. Denn wenn die Eizelle in die Gebärmutterschleimhaut eindringt, kann sie dabei kleine Blutgefäße verletzen. Einige Frauen beschreiben in dieser Zeit auch einen leichten Schmerz im Unterleib. Das kann sich so anfühlen, als würde die Menstruation kurz bevorstehen.

Video: Bin ich schwanger?

Frühe Anzeichen einer Schwangerschaft können sein:

Welche Anzeichen auftreten, ist von Frau zu Frau verschieden. Manch Schwangere merkt so früh in der Schwangerschaft überhaupt keine Veränderung. Allerdings kann jedes dieser Anzeichen auch andere Ursachen haben.

Erst wenn auch die Periode ausbleibt, ist eine Schwangerschaft wahrscheinlich. Sicherheit bringt dann ein Schwangerschaftstest. Denn die Periode kann auch ausbleiben, wenn Sie Stress haben, viel Gewicht verloren haben oder aus anderen Gründen Zyklusstörungen auftreten.

Woher kommen die Symptome?

Ein Ziehen im Unterleib - auch nachdem sich die Eizelle in der Gebärmutter eingenistet hat - kommt daher, dass sich die Mutterbänder dehnen, die die Gebärmutter an ihrem Platz halten.

Dass viele Frauen in der Frühschwangerschaft häufig müde sind, hängt damit zusammen, dass das Schwangerschaftshormon Progesteron vor allem in den ersten Monaten stark ansteigt. Es wirkt außerdem entspannend auf die Muskulatur und hat zur Folge, dass Sie möglicherweise häufiger Wasserlassen müssen, dafür aber eher an Verstopfung leiden.

Woher die Schwangerschaftsübelkeit kommt, ist noch unklar. Infrage kommen genetische, hormonelle und stoffwechselbedingte Ursachen. Vermutlich hat der veränderte Geruchs- und Geschmackssinn jedoch einen Sinn. Nämlich, den Embryo vor Krankheitserregern und Giftstoffen zu schützen. Gegen leichte Beschwerden kann Ingwer helfen. Wenn das Erbrechen sehr stark ist und lange anhält, drohen Flüssigkeitsverlust und Gewichtsabnahme. Sie sollten dann dringend den Arzt um Rat fragen.

Schwindel ist eine Folge des erhöhten Blutvolumens in der Schwangerschaft, an das der Körper sich erst anpassen muss. Der Blutdruck sinkt gewöhnlich in den ersten Schwangerschaftsmonaten und der Körper muss zunächst zusätzliche rote Blutkörperchen bilden, die ihn besser mit Sauerstoff versorgen. Wer in der Frühschwangerschaft zum Beispiel lange in warmen Räumen anstehen muss, kann Kreislaufprobleme bekommen.

Woher Heißhungerattacken kommen, ist nicht geklärt. Möglicherweise sind sie dem erhöhten Mineralstoffbedarf in dieser Zeit geschuldet.

Klarer oder weißlicher und geruchloser Ausfluss entsteht durch die hormonelle Veränderung. Falls aber übelriechender, rötlicher oder bröckeliger Ausfluss und/oder Juckreiz auftreten, sollten Sie zum Frauenarzt gehen.

Ab wann ist ein Schwangerschaftstest sicher?

Manche Tests versprechen, bereits vor Ausbleiben der Periode eine Schwangerschaft anzeigen zu können. Das ist möglich, aber das Ergebnis ist nicht so sicher, wie wenn Sie einen Test nach dem Ausbleiben der Periode machen. Sollte ein Frühtest negativ sein, können Sie diesen also nach Ausbleiben der Periode noch einmal wiederholen. Verwenden Sie in jedem Fall Morgenurin.

Ob der Embryo sich auch an der richtigen Stelle einnisten konnte, kann der Frauenarzt bei der Ultraschalluntersuchung sehen. Möglich ist das etwa ab der 5. oder 6. Woche. Ein spezieller Ultraschall (Doppler-Sonographie) kann ab der 5. bis 7. Woche auch schon den Herzschlag des Embryos zeigen. In der Regel findet die erste Untersuchung mit Ultraschall in der 9. bis 10. Woche statt.