Das Bild zeigt ein Paar im Bett mit einem Kondom.
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Syphilis (Lues)

Die Syphilis ist auf dem Vormarsch: In den letzten Jahren werden in Deutschland immer mehr Fälle gemeldet. Vor allem homosexuelle Männer stecken sich häufig an.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Syphilis (Lues)

Was ist Syphilis (Lues)?

Syphilis (Lues) ist eine weltweit verbreitete Geschlechtskrankheit, die durch das Bakterium Treponema pallidum ausgelöst wird. Der Erreger wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Unbehandelt kann die Syphilis zu schweren Spätschäden führen.

Wie häufig ist die Syphilis?

Seit 2010 steigt die Zahl der Syphilis-Meldungen in Deutschland. Wurden dem RKI im Jahr 2011 3.691 Fälle gemeldet, waren es 2016 bereits 7.175 Meldungen. Männer sind rund 15-mal häufiger betroffen als Frauen. Insbesondere Homosexuelle infizieren sich mit dem Erreger: In Deutschland sind 80 von 100 Erkrankten homosexuell.

Fakten über Syphilis
  • Syphilis, auch Lues genannt, ist eine weltweit verbreitete Geschlechtskrankheit. Bakterien namens Treponema pallidum lösen sie aus.
  • Meist wird Syphilis durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen, die Ansteckungsgefahr ist hoch. Statistisch gesehen infizieren sich vor allem Männer, die mit Männern Sex haben, mit Syphilis.
  • Die Bakterien gelangen über kleinste Verletzungen der Schleimhäute oder der Haut in den Körper.
  • Syphilis ruft unterschiedlichste Symptome hervor, die von schmerzlosen Hautveränderungen bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen reichen können.
  • Vom Zeitpunkt der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung (Inkubationszeit) verstreichen durchschnittlich 14 bis 24 Tage.
  • Nach der Inkubationszeit entsteht ein schmerzloses, hartes Knötchen an der Stelle, wo die Syphilis-Erreger in den Körper gelangt sind (sog. Eintrittspforte).
  • Das Knötchen befindet sich meist an den Geschlechtsorgangen, im Anus oder im Mund. Es wird als Primäraffekt, harter Schanker oder Ulcus durum bezeichnet. Gleichzeitig schwellen die Lymphknoten der entsprechenden Region innerhalb einer Woche an.
  • Das Knötchen hat eine ringförmige Verhärtung und verändert sich rasch zu einem Geschwür mit einem geschwollenen, eingerollten Rand und eingesunkener Mitte.
  • Das Geschwür bleibt häufig unbemerkt, da es keine Schmerzen verursacht. Es heilt nach vier bis sechs Wochen auch ohne Behandlung ab, sodass die Betroffenen oftmals gar nicht zum Arzt gehen.
  • Das Problem: Die Erreger bleiben im Körper und rufen die weiteren Stadien der Erkrankung hervor.
  • Bei Syphilis ist eine Therapie mit einem Antibiotikum notwendig, meist handelt es sich um Penicillin. Nicht nur der Betroffene, sondern auch die Partnerin oder der Partner muss sich einer Antibiotika-Therapie unterziehen.
  • Es gibt keine Impfung gegen Syphilis. Syphilis lässt sich vorbeugen, indem man beim Oralsex und Geschlechtsverkehr Kondome verwendet.
  • Im weiteren Verlauf entstehen Veränderungen an Haut- und Schleimhäuten, zum Beispiel schuppign und/oder eitrige Bläschen. Vor allem an Stellen mit starker Schweißbildung und in Hautfalten bilden sich nässende Pusteln (Condylomata lata). Sie sind sehr ansteckend, wenn sie zerfallen.
  • Bei der Spätsyphilis befallen die Erreger die Organe, zerstören Muskeln und Haut. Sowohl das Herz-Kreislauf-System als auch die Knochen und das Nervensystem können betroffen sein.
  • Das letzte Stadium, die Neurosyphilis, verläuft bei der Hälfte der Betroffenen ohne Symptome. Treten Beschwerden auf, dann zunächst in Form einer Hirnhautentzündung.
  • Unbehandelt geht nach Jahren das Hirngewebe zugrunde und es kommt zu Symptomen wie Gedächtnisverlust, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Lähmungen und Demenz. Diese Phase verläuft sehr rasch.
  • Nach 25 bis 30 Jahren kommt es im Endstadium zu einer Zerstörung der Nervenscheiden, Nervenwurzeln und Nervenknoten. Mögliche Folgen: gestörtes Schmerz- und Temperaturempfinden, Gangstörungen, Reflexverlust, Impotenz und Inkontinenz.
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Historisches

Der Begriff Syphilis wurde 1530 im italienischen Verona ins Leben gerufen. Er entstammt einer Art Lehrgedicht eines Arztes, in dem ein Hirte namens Syphilis als Strafe für sein gotteslästerliches Leben erkrankte. Der ebenfalls gebräuchliche Name Lues ist das lateinische Wort für "ansteckende Krankheit".

Syphilis: Was sind die Ursachen?

Erreger der Syphilis (Lues) ist die Bakterien-Art Treponema pallidum aus der Familie der Spirochäten. Treponema pallidum befällt nur den Menschen.

Fast immer wird die Syphilis durch ungeschützten sexuellen Kontakt mit einem infizierten Partner übertragen. Die Erreger gelangen beim Geschlechtsverkehr über kleinste Verletzungen der Schleimhäute oder der Haut in den Körper.

Das Risiko, sich bei einem infiziertem Partner anzustecken, beträgt bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr etwa 30 Prozent.

Aber auch andere Übertragungswege sind möglich:

  • In seltenen Fällen überträgt eine werdende Mutter das Bakterium über den Mutterkuchen oder während der Geburt auf das Kind. Eine Syphilis, die schon von Geburt an besteht, nennen Ärzte angeborene Syphilis (Lues connata). Im Jahr 2016 gab es in Deutschland drei gemeldete Fälle von angeborener Syphilis.
  • Theoretisch ist auch eine Übertragung durch Bluttransfusionen möglich. Dank umfangreicher Tests ist diese Möglichkeit der Übertragung in Deutschland sehr selten – seit über 20 Jahren ist kein solcher Fall bekannt.

Syphilis: Symptome

Syphilis (Lues) ruft viele unterschiedliche Symptome hervor. Sie reichen von schmerzlosen Hautveränderungen bis hin zu schweren körperlichen und geistigen Einschränkungen.

Ärzte unterscheiden zwischen

  • der Frühsyphilis und
  • der Spätsyphilis.

Symptome der Frühsyphilis

Eine Syphilis in der Anfangsphase wird als Frühsyphilis bezeichnet. Sie verläuft in zwei Stadien:

  • dem Primärstadium und
  • dem Sekundärstadium.

Primärstadium

Unmittelbar nach der Ansteckung bemerken die Betroffenen oft keine Symptome. Durchschnittlich 14 bis 24 Tage nach der Infektion bildet sich an der Stelle, wo die Erreger eingedrungen sind, ein schmerzloses, hartes Knötchen. Da die meisten Syphilis-Infektionen durch ungeschützten Sexualkontakt entstehen, befindet sich dieses Knötchen in der Regel

  • am Penis,
  • an den Schamlippen,
  • an der Vagina,
  • im weiteren äußeren Genitalbereich,
  • im Anus oder
  • im Mund.

Das Knötchen verhärtet sich im Laufe der Zeit. Es verändert sich rasch zu einem Geschwür mit einem geschwollenen, eingerollten Rand und eingesunkener Mitte. Gleichzeitig schwellen die benachbarten Lymphknoten innerhalb einer Woche an.

Das Geschwür, das im Primärstadium der Frühsyphilis auftritt, nennt man harter Schanker, Primäraffekt oder Ulcus durum.

Weil das Geschwür keine Schmerzen bereitet, bleibt es oft unbemerkt. Da es außerdem nach vier bis sechs Wochen von allein abheilt, gehen manche Betroffene gar nicht zum Arzt, sodass die Syphilis unbehandelt bleibt.

Sekundärstadium

Ohne Behandlung,geht die Syphilis etwa zwei bis drei Monate nach der Ansteckung in das Sekundärstadium über.

In diesem Stadium breiten sich die Erreger über die Lymphbahnen und das Blut im ganzen Körper aus. Selten sind die inneren Organe befallen.

Typisch ist eine Schwellung der Lymphknoten. Darüber hinaus treten allgemeine, grippeähnliche Symptome auf wie:

Charakteristische Symptome für eine Syphilis im Sekundärstadium sind verschiedene Haut- und Schleimhautveränderungen. In symmetrischen und fleckigen Formen können sich schuppige und/oder eitrige Bläschen bilden. Besonders an Stellen mit starker Schweißbildung und in Hautfalten entstehen nässende Pusteln (sog. Condylomata lata), die sehr ansteckend sind. Befallene Schleimhautbereiche, meist in der Mundhöhle, sind rot oder grauweiß mit einem geröteten Hof. Durch die Hautveränderungen tritt gelegentlich ein mottenfraßartiger Haarausfall auf. Darüber hinaus können weitere Organe betroffen sein, so zum Beispiel in Form von Entzündungen der Leber, der Augen oder der Nieren.

Die Symptome der sekundären Syphilis können über Jahre bestehen bleiben oder in verschiedener Ausprägung immer wieder aufflammen. Bei etwa 30 von 100 Erkrankten heilt die Syphilis im Sekundärstadium spontan aus.

Nach dem Sekundärstadium kann der Erkrankte viele Jahre – oder auch lebenslang – symptomfrei bleiben. Diese Phase nennt man latente Syphilis. Im ersten Jahr dieser latenten Syphilis sind die Betroffenen ansteckend. Im Lauf der Zeit nimmt die Infektiosität aber ab. Die latente Syphilis geht schließlich in das Stadium der Spätsyphilis über.

Symptome der Spätsyphilis

Tertiärstadium

Bleibt die Syphilis im Frühstadium unbehandelt, entwickelt sich bei etwa jedem vierten Patienten das sogenannte Tertiärstadium. Dieses Stadium ist etwa ein bis zehn Jahre nach der Ansteckung erreicht, kann aber auch deutlich später auftreten.

Das Tertiärstadium kann sich durch zahlreiche Symptome bemerkbar machen. Die Erreger befallen die Organe, zerstören Muskeln und Haut. Sowohl das Herz-Kreislauf-System als auch die Knochen und das Nervensystem können betroffen sein. Zahlreiche neurologische und psychische Ausfälle (z.B. Gefühlsstörungen, Demenz) sind möglich.

Mögliche Symptome im Tertiärstadium sind zum Beispiel:

  • Gummen: Gummen sind Geschwulste, die eine gummiartige Konsistenz aufweisen. Gummen können sowohl äußerlich auf der Haut auftreten als auch Organe befallen. Hautgummen sind Knötchen, die bis zu mehrere Zentimeter groß werden können. Sie treten vorwiegend im Gesicht, an Armen und Beinen und am Körperstamm auf und vergrößern sich nur langsam. Gummen der Knochen befallen vorwiegend den harten Gaumen, den Nasenknochen und die Nasenscheidewand. Man nimmt an, dass Gummen eine allergische Spätreaktion auf den Erreger darstellen.
  • Schäden an den Blutgefäßen: Kleinere Blutgefäße versorgen die Wände von großen Gefäßen (z.B. Hauptschlagader, Aorta) mit Blut und damit mit Sauerstoff. Bei Syphilis können sich kleine Blutgefäße entzünden und ihre Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen. Das hat Schäden an den großen Blutgefäßen zur Folge. Besonders im Bereich des in der Brust gelegenen Aortenbogens kann es zu Aussackungen der Gefäßwand kommen, die aufbrechen können. In diesem Fall kann der Erkrankte verbluten. Eine ausgesackte Aorta kann zudem die Herzklappenfunktion beeinträchtigen. Dies kann zu Spätfolgen wie einer Angina pectoris oder einem Herzinfarkt führen. Weil man die Syphilis heutzutage meist rechtzeitig und wirksam behandelt, sind solche Komplikationen mittlerweile selten.
  • Schäden an den Knochen: Insbesondere an den langen Röhrenknochen kann sich eine Entzündung der Knochenhaut bilden. Der betroffene Bereich schwillt schmerzhaft an und die entzündete Knochenhaut verknöchert schalenartig um den Knochen. Auch im Innern des Knochens (sog. Markhöhle) können Schäden entstehen.

Neurosyphilis: Spätschäden im zentralen Nervensystem

Wenn die Bakterien ins zentrale Nervensystem eingedrungen sind, sprechen Ärzte von einer Neurosyphilis (auch: quartäre Syphilis).

In etwa der Hälfte aller Fälle verläuft die Neurosyphilis asymptomatisch, das heißt ohne erkennbare Symptome.

Treten Beschwerden auf, dann zunächst in Form einer. Wird die Erkrankung nicht behandelt, entwickelt nach Jahren die sogenannte parenchymatöse Form der Syphilis. Dabei geht das Hirngewebe zugrunde. Mögliche Symptome sind

Gleichzeitig können manisch-depressive Zustände mit Halluzinationen auftreten. Der Verlauf ist in dieser Phase sehr rasch.

Nach 25 bis 30 Jahren entsteht als Endstadium die sogenannte Tabes dorsalis. Dabei werden Nervenscheiden, Nervenwurzeln und Nervenknoten (Ganglien) zerstört. Dieses Stadium ist gekennzeichnet durch ein gestörtes Schmerz- und Temperaturempfinden. Weitere mögliche Symptome sind

Eine typische Komplikation ist das Malum perforans pedis. Dabei handelt es sich um ein Geschwür, das an Druckstellen des Fußes entsteht. Da die Betroffenen durch die Nervenschäden oft kein Gefühl mehr in den Füßen haben, bleibt das Geschwür lange unbemerkt.

Eine Besonderheit ist die sogenannte Argyll-Robertson-Pupille. Die Pupille ist klein und unregelmäßig, reagiert nicht auf Licht, aber auf den Reiz zum Scharfsehen (Akkomodation).

Angeborene Syphilis (konnatale Syphilis)

Schwangere, die an einer Frühsyphilis erkrankt sind, können den Erreger während der Schwangerschaft oder bei der Geburt auf ihr Kind übertragen. Steckt sich ein Fötus im Mutterleib mit Syphilis an, liegt das Risiko, dass das Kind tot zur Welt kommt, ohne geeignete Therapie bei 30 bis 40 Prozent. Auch Frühgeburten sind häufig.

Viele infizierte Neugeborene zeigen zunächst keine Symptome der Syphilis. Nur bei wenigen treten unmittelbar nach der Geburt Beschwerden wie Atemschwierigkeiten oder Wassereinlagerungen (Ödeme) auf. Innerhalb der ersten zwei Lebensjahre können diverse Symptome hinzukommen, so zum Beispiel:

  • Fieber
  • Schnupfen
  • verminderte Trinkleistung
  • geschwollene Lymphknoten
  • Hautveränderungen
  • Vergrößerung von Leber und Milz
  • Darmentzündung

Bleibt die Erkrankung unbehandelt, entstehen Schäden in verschiedenen Körperbereichen, deren Auswirkungen nach dem zweiten Lebensjahr sichtbar werden, so etwa

  • im zentralen Nervensystem, z.B. durch Krampfanfälle,
  • an den Augen, z.B. durch eine Hornhautentzündung,
  • an den Ohren, z.B. durch Taubheit,
  • an den Haut- und Schleimhäuten, z.B. durch eingerissene Mundwinkel,
  • in den Knochen, z.B. durch eine sattelförmig eingesunkene Nase,
  • an den Zähnen, z.B. durch tonnenförmige Schneidezähne, oder
  • am Schienbein, z.B. durch Schwellungen

Syphilis: Diagnose

Eine Syphilis (Lues) kann der Arzt durch einen direkten Erregernachweis diagnostizieren. Dazu nimmt er eine Probe von einer nässenden Hautveränderung und lässt das Sekret unter dem Mikroskop untersuchen. Eine andere Methode zur Diagnose der Syphilis ist ein Bluttest. Der Test zeigt, ob im Blut des Patienten Antikörper gegen die Erreger vorhanden sind. Die angeborene Syphilis kann ebenfalls durch Antikörpertests nachgewiesen werden.

Hat der Arzt den Verdacht, dass die Erreger das zentrale Nervensystem geschädigt haben (Neurosyphilis), wird er ein wenig Hirnwasser aus dem Rückenmark entnehmen (sog. Liquorpunktion) und dieses untersuchen.

Syphilis: Therapie

Gegen die Syphilis (Lues) hilft eine Therapie mit dem Antibiotikum Penicillin (Benzathin-Benzylpenicillin) oder Ceftriaxon. Hat der Patient eine Penicillin-Allergie, kann der Arzt auf andere Antibiotika zurückgreifen, zum Beispiel auf die Wirkstoffe Doxycyclin oder Erythromycin.

Welche Dosis erforderlich ist und wie lange die Therapie dauert, richtet sich nach dem Krankheitsstadium.

Besonders bei länger bestehender Syphilis kann zu Beginn der Antibiotika-Therapie die sogenannte Herxheimer-Reaktion entstehen. Durch das massenhafte Absterben der Bakterien werden viele Endotoxine (Zellgifte) frei. Dies kann unter anderem zu grippeähnlichen Beschwerden führen wie

Um diese Reaktion zu vermeiden, bekommen Patienten im Sekundärstadium vor der ersten Antibiotikagabe ein Kortisonpräparat.

Nicht nur der Patient, auch der Partner sollte sich einer Antibiotika-Therapie unterziehen.

Syphilis: Verlauf

Eine Syphilis (Lues) kann ganz unterschiedlich verlaufen. In manchen Fällen heilt die Erkrankung von selbst aus.

Die Symptome der primären und sekundären Syphilis können auch ohne Behandlung wieder verschwinden. Allerdings kann nach einem jahrelangen beschwerdefreien Zeitraum (latente Syphilis) eine Spätsyphilis auftreten. Schwere Nervenstörungen, Herz- und Knochenveränderungen sowie ein Befall innerer Organe sind dann die Folgen.

Bei einer konsequenten und kontrollierten Behandlung sind Verlauf und Prognose der Syphilis gut bis sehr gut.

Ist die Syphilis bei Behandlungsbeginn bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, verschlechtert das die Prognose erheblich. In vielen Fällen bleiben Spätschäden (z.B. Lähmungen), die eine lebenslange Pflege erfordern.

Syphilis: So können Sie vorbeugen

Es gibt derzeit keine Impfung, mit der Sie einer Syphilis (Lues) vorbeugen können.

Dennoch können Sie das Risiko für eine Infektion gering halten – vor allem, indem Sie beim Geschlechtsverkehr Kondome verwenden. Gehen Sie verantwortungsvoll mit sich und Ihrer Sexualität um. So schützen Sie sich nicht nur vor der Syphilis, sondern auch vor vielen anderen sexuell übertragbaren Krankheiten.

Um zu verhindern, dass Sie eine Syphilis auf ihr ungeborenes Kind übertragen, können Sie durch entsprechende Tests (Screening-Untersuchungen) im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge wirksam vorbeugen.