Doxycyclin

Allgemeines

Doxycyclin ist gegen eine Vielzahl bakterieller Erreger wirksam. Es kann also bei vielen von Bakterien verursachten Infektionen und damit einhergehenden Entzündungen verwendet werden. Dazu zählen zum Beispiel:
  • akute Schübe einer chronischen Bronchitis
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Mittelohrentzündungen
  • Lungenentzündungen
  • Harnwegsinfektionen
  • Prostataentzündung
  • Syphilis
  • Cholera
  • Gallenwegsinfektionen
  • Akne
  • zeckenübertragene Erkrankungen
  • Augeninfektionen durch Bakterien
  • Entzündungen des Mund- und Rachenraums
  • akute Bronchitis
  • Hautinfektionen
  • Infektionen durch Streptokokken
  • Bindehautentzündung
  • Atemwegserkrankungen mit Verschleimung.
Der Wirkstoff wird bei diesen Erkrankungen als Tablette oder Kapsel geschluckt und in schwereren Fällen vom Arzt gespritzt.

Durch die weit verbreitete Anwendung des Wirkstoffs treten aber auch häufig Resistenzen auf. Bei schweren Krankheiten ist es sinnvoll, vorher zu überprüfen, ob der Erreger empfindlich auf Doxycyclin reagiert.

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • bakterielle Infektionen heilen.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Doxycyclin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Doxycyclin nicht verwendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegen Tetrazykline, schwerer Leberfunktionsstörung oder Niereninsuffizienz sowie bei Patienten mit einer Myasthenia gravis darf Doxycyclin nicht eingenommen werden.

Kinder unter acht Jahren dürfen nicht mit Doxycyclin behandelt werden, weil sich der Wirkstoff in Knochen und Zähnen ablagert und damit das Wachstum des Kindes beeinträchtigen kann.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In der Schwangerschaft und Stillzeit darf der Wirkstoff nicht angewendet werden, weil er schwere Wachstumsstörungen beim Kind hervorrufen kann.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder unter acht Jahren dürfen nicht mit Doxycyclin behandelt werden, weil sich der Wirkstoff in Knochen und Zähne einlagert und so Wachstumsstörungen hervorruft.

Welche Nebenwirkungen kann Doxycyclin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Doxycyclin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Sodbrennen, Magendruck, Erbrechen, Blähungen, Fettstühle, Durchfall.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Mundschleimhautentzündungen, Rachenschleimhautentzündungen, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, allergische Reaktion mit Hautausschlag, Nesselsucht, Juckreiz, Rötungen, Schwellungen, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Fieber, Wassereinlagerungen im Gewebe, Erythema exsudativum multiforme, Asthma, Anaphylaxie; Lichtempfindlichkeit mit Sonnenbrand, Fingernagelablösung; Blutgerinnungsstörungen, Blut im Urin.

Seltene Nebenwirkungen:
Lyell-Syndrom, exfoliative Dermatitis, Schädelinnendruckerhöhung mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Sehstörungen; Blutbildveränderungen wie Abnahme der weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen sowie Zunahme der weißen Blutkörperchen, Lympherkrankungen, Blutarmut und veränderte Blutkörperchen; Nierenschädigungen, Empfindungsstörungen, Gelenkschmerzen, Herzrasen, Muskelschmerzen, Unruhe, Angstzustände, Geruchsstörungen, Geschmacksstörungen, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Gesichtsschwellung, Zungenschwellung, Kehlkopfschwellung, Atemwegsverengungen, Herzrasen, Atemnot, Blutdruckabfall, Schock, Herzstillstand.

Vereinzelte Nebenwirkungen:
Schwarze Haarzunge, Darmentzündungen, epileptische Krampfanfälle.

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
Während der Therapie mit Doxycyclin kann es zu einer Pilzbesiedlung mit Entzündungen im Mund- und Rachenraum, dem Magen-Darm-Trakt oder den Geschlechtsteilen kommen.

Bei Kindern kann es während der Behandlung zu bleibenden Verfärbungen an den Zähnen und im schlimmsten Fall zu Störungen des Knochenwachstums kommen.

Während der Schwangerschaft und bei Überdosierungen ist die Gefahr von Leberschäden und Bauchspeicheldrüsenentzündungen erhöht.

Welche Wechselwirkungen zeigt Doxycyclin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Säurebindende Mittel, Abführmittel, Anionenaustauscherharze, medizinische Kohle, Milch und kalziumhaltige Fruchtsäfte verlangsamen die Aufnahme von Doxycyclin aus dem Magen-Darm-Trakt und damit dessen Wirkung. Eisen-, aluminium-, magnesium- und kalziumhaltige Wirkstoffe zeigen die gleiche Wechselwirkung, werden aber ihrerseits auch schlechter aufgenommen. Daher sollten alle diese Wirkstoffe erst zwei bis drei Stunden nach dem Doxycyclin eingenommen werden.

Doxycyclin verstärkt die Wirkungen von Antikoagulanzien und Sulfonylharnstoffen, deshalb müssen die Blutgerinnung beziehungsweise der Blutzuckerspiegel regelmäßig überprüft und die Dosierungen der Wirkstoffe vom Arzt angepasst werden.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Barbituraten, den Wirkstoffen Primidon, Rifampicin, Carbamazepin und Phenytoin sowie chronischem Alkoholmissbrauch wird Doxycyclin schneller abgebaut und ist eventuell unwirksam. Die Doxycyclin-Dosis muss dann vom Arzt erhöht werden.

Die Wirkung von Östrogen-Gestagen-Kombinationen zur Verhütung (die Pille) kann durch Doxycyclin beeinträchtigt werden. Deshalb sollten während der Behandlung andere empfängnisverhütende Maßnahmen ergriffen werden.

Penicilline, Cephalosporine und ähnliche Antibiotika dürfen nicht mit Doxycyclin kombiniert werden, weil dadurch die Wirkung beider Antibiotika sinken kann.

Die Einnahme von Ciclosporin oder Methoxyfluran (für die Narkose) in Kombination mit Doxycyclin kann zu schweren Nierenschäden führen. Bei der gleichzeitigen Einnahme von Isotretinoin und Doxycyclin ist das Risiko eines erhöhten Schädelinnendrucks verstärkt. Wird Theophyllin zusätzlich zu Doxycyclin eingenommen, treten Beschwerden des Magen-Darm-Trakts häufiger auf.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei einer Anwendung über mehrere Wochen müssen regelmäßig Blut-, Leber- und Nierenuntersuchungen durchgeführt werden.
  • Bei allergischen Reaktionen kann Lebensgefahr bestehen. Es muss sofort ein Arzt aufgesucht werden.
  • Wegen erhöhter Lichtempfindlichkeit der Haut sollte während der Behandlung auf Sonnenbäder verzichtet werden.
  • Vorübergehend kann Kurzsichtigkeit auftreten, die das Steuern von Kraftfahrzeugen und das Bedienen von Maschinen erschwert.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Doxycyclin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Doxycyclin enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

So wirkt Doxycyclin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Doxycyclin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Tetracycline, Antibiotika, zu welcher der Wirkstoff Doxycyclin gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Doxycyclin

Doxycyclin ist gegen eine Vielzahl bakterieller Erreger wirksam. Es kann also bei vielen von Bakterien verursachten Infektionen und damit einhergehenden Entzündungen verwendet werden. Dazu zählen zum Beispiel:
  • akute Schübe einer chronischen Bronchitis
  • Nasennebenhöhlenentzündungen
  • Mittelohrentzündungen
  • Lungenentzündungen
  • Harnwegsinfektionen
  • Prostataentzündung
  • Syphilis
  • Cholera
  • Gallenwegsinfektionen
  • Akne
  • zeckenübertragene Erkrankungen
  • Augeninfektionen durch Bakterien
  • Entzündungen des Mund- und Rachenraums
  • akute Bronchitis
  • Hautinfektionen
  • Infektionen durch Streptokokken
  • Bindehautentzündung
  • Atemwegserkrankungen mit Verschleimung.
Der Wirkstoff wird bei diesen Erkrankungen als Tablette oder Kapsel geschluckt und in schwereren Fällen vom Arzt gespritzt.

Durch die weit verbreitete Anwendung des Wirkstoffs treten aber auch häufig Resistenzen auf. Bei schweren Krankheiten ist es sinnvoll, vorher zu überprüfen, ob der Erreger empfindlich auf Doxycyclin reagiert.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Doxycyclin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Doxycyclin

Doxycyclin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline.

Bakterien müssen wie alle Lebewesen Eiweiße herstellen, um zu überleben und zu wachsen. Tetrazykline verhindern den Aufbau von Eiweißen in den Bakterien, sodass diese nicht mehr wachsen können. Das menschliche Immunsystem kann die Bakterien dann leicht abtöten. In der Folge gehen Entzündungen und die damit verbundenen Beschwerden oft innerhalb weniger Tage zurück.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.