Man sieht eine Zecke auf einem Grashalm.
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Zecken

Ob in der freien Natur oder im Garten: Zecken können einem den Spaß am Draußensein durchaus vermiesen. Denn die kleinen Blutsauger sind nicht nur unangenehm, sondern können auch Krankheiten übertragen. Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung der Tiere, die mittlerweile immer früher unterwegs sind. Erfahren Sie, wo man Zecken antrifft, welche Erkrankungen sie verursachen und wie man Zecken sicher entfernt.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Zecken: Überblick

Zecken sind kleine blutsaugende Parasiten aus der Familie der Spinnentiere. Im ausgewachsenen Stadium haben sie acht Beine. Vor einer Blutmahlzeit sind sie nur etwa ein bis zwei Millimeter groß, vollgesogen jedoch deutlich größer. Das Blut benötigt die Zecke, um sich körperlich weiterzuentwickeln und sich fortzupflanzen.

Wo trifft man auf Zecken?

Auch, wenn viele das vermuten: Von Bäumen lassen Zecken sich normalerweise nicht auf Menschen fallen. Man findet Zecken meist in hohem Gras, in Farnen und Büschen, im Unterholz, Hecken, Laub sowie an niedrig hängenden Zweigen bis zu einer Höhe von etwa einem Meter. Meist streift man Zecken im Vorbeigehen mit den Beinen ab. Von dort krabbeln sie weiter und suchen sich eine passende Stelle für Blutmahlzeit.

Zecken halten sich gern am Rand von Waldlichtungen, aber auch in Parks und Gärten auf. Dort warten sie – mitunter über Wochen – bis Warmblüter vorbeikommen, die sie als Wirt benutzen können.

Aktiv werden Zecken nicht erst bei warmen Sommertemperaturen, sondern bereits ab Temperaturen von 8 bis 10 Grad Celsius. Daher stellen sie im Grunde vom Frühjahr bis zum Herbst ein Krankheitsrisiko dar – bei milden Temperaturen sogar im Winter. Vor allem nach einem Regenguss kommen Zecken gern hervor, denn sie bevorzugen eine feuchte Umgebung. Bei Trockenheit ziehen sie sich eher in den Schutz von Laub zurück.

Wie saugen Zecken Blut?

Zecken lassen sich gern an warmfeuchten Körperstellen nieder, um dort ans Blut zu kommen – also zum Beispiel unter den Achseln, in der Leistengegend oder unter den Brüsten. Die Mundwerkzeuge der Zecken bestehen aus einem Stech- und Saugapparat. Um Blut saugen zu können, schneiden die Zecken erst die Haut mit scherenartigen Mundwerkzeugen auf. Dann führen sie eine Art Stechrüssel, ein zungenartiges Mundwerkzeug mit Widerhaken (sog. Hypostom), in die Schnittwunde ein. Dabei werden kleine Gefäße verletzt. In die entstandene Vertiefung läuft Blut, welches die Zecke nun immer wieder aufsaugt.

Während des Stech- und Saugvorgangs sondert die Zecke Speichel ab. Dieser betäubt zum einen die Einstichstelle und hemmt die Blutgerinnung. Außerdem dient er als eine Art Klebstoff, der dabei hilft, die Mundwerkzeuge in der Haut zu halten. Der Speichel enthält daneben noch einen entzündungshemmenden Wirkstoff, welcher dazu führt, dass das Immunsystem nicht sofort aktiv wird. Widerhaken an den Mundwerkzeugen verhindern zusätzlich, dass die Zecke während des Saugvorgangs herausrutscht. Nun kann sich die Zecke über Tage mit Blut vollsaugen und erlangt dabei eine Größe von bis zu einem Zentimeter.

Zeckenbiss oder Zeckenstich?

Genaugenommen handelt es sich um einen Zeckenstich. Auch wenn der Zeckenbiss umgangssprachlich häufiger verwendet wird.

Lesetipp: Zeckenbiss: Was tun?

Zeckenarten

In Deutschland gibt es verschieden Zeckenarten, die Krankheitserreger übertragen können. Als Überträger spielt bislang vor allem der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) eine Rolle. In den meisten Fällen kommt es durch diese Zeckenart zu Erkrankungen. Daneben gibt es verschiedene andere Zeckenarten in Deutschland. Relativ neu sind hierzulande die Hyalomma-Zecke und die braune Hundezecke.

Gemeiner Holzbock

Krankheiten können durch verschiedene Zeckenarten übertragen werden. Die größte Rolle als Überträger spielt in Deutschland der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus). Diese Zeckenart trägt hierzulande vor allem Erreger für FSME und Borreliose in sich.

Theoretisch kann es durch den Holzbock auch zu Infektionen mit Anaplasmen kommen. Das sind Bakterien, die beim Menschen zur sogenannten humanen granulozytären Anaplasmose (veraltet: humane granulozytäre Ehrlichiose) führen kann. In Deutschland gibt es bislang jedoch keinen bekannten Erkrankungsfall.

Ixodes inopinatus

Ebenfalls zum Ixodes-ricinus-Komplex zählt die neue Zeckenart Ixodes inopinatus. Sie wurde in Deutschland zuerst im Jahr 2014 beschrieben. Davor hielt man diese Zeckenart für eine Mittelmeerraum-Variante von Ixodes ricinus. Ob Ixodes inopinatus auch Krankheiten überträgt, ist noch unbekannt.

Auwaldzecken

Neben dem Holzbock kommen in Deutschland auch Auwaldzecken (Dermacentor reticulatus) als Überträger von Krankheiten infrage. Im Vergleich befallen sie den Menschen jedoch eher selten. Auwaldzecken übertragen zum Beispiel FSME-Viren, aber auch Rickettsien (also bestimmte Bakterien) oder Babesien (einzellige Parasiten).

Reliktzecken

Reliktzecken (Haemaphysalis concinna) kommen in Deutschland insgesamt sehr selten vor, nahe der polnischen Grenze jedoch etwas häufiger. Theoretisch können diese Zecken FSME-Viren, den Erreger der Hasenpest (die Bakterienart Francisella tularensis) oder Rickettsien übertragen. Für Deutschland wurde jedoch bislang keine solche Übertragung durch Reliktzecken beschrieben.

Hyalomma-Zecken

Relativ neu in Deutschland ist die Hyalomma-Zecke, eine Zeckengattung, die im Vergleich zu den bislang heimischen Zecken deutlich größer ist – nämlich etwa doppelt so groß. Neben der Größe fallen insbesondere die gestreiften Beine ins Auge.

Die Hyalomma-Zecke kam bislang vor allem in Asien, Südafrika sowie in Südeuropa in manchen Regionen vor. Inzwischen findet man sie hin und wieder auch in einigen deutschen Regionen. Wahrscheinlich haben Zugvögel sie hertransportiert.

Zur Gattung der Hyalomma-Zecke zählen 27 Arten. In Deutschland hat man bislang jedoch nur 2 Arten gefunden, nämlich Hyalomma marginatum und Hyalomma rufipez.

Hyalomma-Zecken können unter Umständen das Krim-Kongo-Fieber übertragen. Eine lebenbedrohliche Erkrankung, die mit starken Blutungen einherhgeht. In Deutschland wurden bislang jedoch keine Krim-Kongo-Viren in diesen Zecken nachgewiesen, sondern nur vereinzelt Rickettsien.

Wer Hyalomma-Zecken findet, kann diese mit Klebestreifen auf Papier befestigen und zur Untersuchung an das Robert-Koch-Institut schicken: Robert Koch-Institut, ZBS 1 – "Zecke", Seestraße 10, 13353 Berlin.

Braune Hundezecken

Die braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) befällt zwar hauptsächlich Hunde, in seltenen Fällen jedoch auch Menschen. Dabei kann sie Erreger übertragen und beim Menschen unter Umständen das Mittelmeer-Zeckenbissfieber auslösen.

Eingeschleppt wurde diese Zeckenart vermutlich durch Hunde, die mit ihrem Besitzer im Ausland unterwegs waren. Ursprünglich stammt die braune Hundezecke aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika.

Im Unterschied zu anderen Zecken kann die braune Hundezecken gut in Wohnungen überleben und sich dort rasch vermehren. In solch einem Fall sollte man keine Zeit damit verlieren, das Problem selbst in den Griff zu bekommen, sondern einen Experten*innen zurate ziehen.

Wer braune Hundezecken in der Wohnung, am Hund oder dessen Schlafplatz findet, kann die Universität Hohenheim bei einem Forschungsprojekt unterstützen und die Zecken einschicken.

Zecken-Krankheiten

Zecken sind nur dann gefährlich, wenn sie Krankheitserreger in sich tragen. Um möglichst viel Blut aufnehmen zu können, wird das aufgesaugte Blut im Darm der Zecke angedickt. Überschüssige Flüssigkeit und Speichel gelangen zurück in die Einstichstelle. Dabei können Krankheitserreger von der Zecke auf den Menschen übertragen werden, sofern die Zecke infiziert ist.

Bei den durch Zecken übertragbaren Krankheiten spielen in Deutschland vor allem Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) eine Rolle. In Deutschland tragen je nach Region 5 bis 35 Prozent der Zecken Borreliose-Erreger in sich. FSME-Viren finden sich in Risikogebieten bei bis zu 5 Prozent der Zecken.

Andere durch Zecken auf den Menschen übertragbare Krankheiten sind beispielsweise:

  • die humane monozytäre Ehrlichiose (vor allem in den USA verbreitet, in Deutschland selten)
  • die humane granulozytäre Anaplasmose (vor allem in den USA verbreitet, in Deutschland selten)
  • die Hasenpest (Tularämie; vor allem in Russland und Nordamerika unter Kaninchenjägern verbreitet, in Deutschland selten)
  • das Rocky-Mountain-Fleckfieber (vor allem Nord- und Südamerika verbreitet)
  • das Tsutsugamushi-Fieber (vor allem in Zentral,- Ost- und Südostasien, Indien, Ozeanien und Nordaustralien verbreitet)
  • das Mittelmeer-Zeckenbissfieber (vor allem im Mittelmeerraum, Afrika, Südasien und Regionen Russlands verbreitet)
  • das Krim-Kongo-Fieber (vor allem in Afrika, Südosteuropa, Asien und dem Mittleren Osten verbreitet)

Wie sieht die Behandlung aus?

Behandlung der Borreliose:

Eine vorbeugende Behandlung der Borreliose durch Impfung steht bisher in Deutschland nicht zur Verfügung.
Eine Behandlung der Borreliose durch Antibiotika wird eingeleitet, sobald Krankheitserscheinungen auftreten. Dabei ist die Art und Dauer der Behandlung vom Stadium der Erkrankung und der Schwere der Erscheinungen abhängig. Es ist wichtig, dass die Behandlung ausreichend lange und in ausreichender Dosierung fortgeführt wird, um sicherzustellen, dass keine Bakterien im Körper überleben und so den Übergang in ein späteres Stadium der Erkrankung verursachen können. Im zweiten und dritten Stadium muss das Antibiotikum in Form von Spritzen oder Infusionen über mindestens 14 Tage verabreicht werden.

Behandlung der FSME:

Bei dieser Viruserkrankung steht keine Behandlung zur Verfügung, die die Viren selber als Ursache bekämpfen kann. Allerdings ist es durch Impfung möglich, eine Infektion wirksam zu vermeiden. Eine Impfung ist bei geplantem Aufenthalt in einem Risikogebiet sinnvoll. Dafür sind mehrere Impfungen notwendig. Die entsprechende Dauer bis zum Erreichen des vollständigen Impfschutzes sollte daher beispielsweise vor Urlaubsreisen frühzeitig eingeplant werden. Sind Krankheitserscheinungen da, können diese je nach Bedarf gelindert werden, beispielsweise mit Schmerzmitteln wie Paracetamol.

Behandlung der Ehrlichiose:

Eine Impfung gegen die Ehrlichiose ist bisher nicht möglich. In manchen Fällen kann das Immunsystem des*der Patient*in eine humane granulozytäre Ehrlichiose ohne Behandlung überwinden. Normalerweise ist der Ehrlichienbefall aber so stark, dass das Immunsystem es selbst nicht schafft, die Erreger zu vernichten, sondern mit Antibiotika behandelt werden muss. In der Regel gehen die Beschwerden während der Antibiotika-Therapie innerhalb von 24 bis 48 Stunden zurück und die Erkrankung ist ausgeheilt.

Eine Zecke alleine kann auch Überträger von mehreren Krankheitserregern gleichzeitig sein. Ist beispielsweise eine Zecke sowohl mit Rickettsien als auch mit Borrelien infiziert, steigt das Risiko für eine Doppelinfektion, je später die Zecke nach dem Befall entdeckt wird. In diesem Fall ist es möglich, dass die wesentlich ernstere Erkrankung der Borreliose durch die Symptome der Ehrlichiose überdeckt wird. In Regionen, in denen Borreliose häufig vorkommt, kann es daher bei einer Ehrlichiose-Erkrankung sinnvoll sein, prophylaktisch durch vierwöchige Antibiotika-Anwendung eine mögliche Borreliose gleich mitzubehandeln.

Höhere Zeckengefahr durch Corona?

Neben Covid-19 war FSME im Jahr 2020 die einzige Infektionskrankheit, die häufiger aufgetreten war, als je zuvor. So wurde für das Jahr 2020 ein Rekord von 704 Fällen gemeldet. Ähnlich hohe Zahlen gab es zuletzt im Jahr 2001. Auch für 2021 werden weit über 500 Fälle erwartet.

Experten*innen führen das zum einen auf die besonders milden Temperaturen zurück. Zum anderen hat sich durch die Pandemie auch das Freizeitverhalten der Menschen verändert. Die Deutschen verbringen mehr Zeit in der Natur, wodurch das Risiko steigt, von einer Zecke gebissen zu werden. Zwar überträgt nicht jeder Stich das FSME-Virus. Auch kommt es nicht bei jedem infizierten Menschen zu Symptomen. Dennoch wird geschätzt, dass die Coronapandemie und das dadurch veränderte Freizeitverhalten die FSME-Zahlen um rund 10 Prozent nach oben treiben.

Noch bleibt allerdings abzuwarten, ob es sich dabei um einen kurzfristigen Trend oder um eine langfristige Entwicklung handelt.

Zeckenstich-Symptome

Ein Zeckenbiss – beziehungsweise genaugenommen ein Zeckenstich – ist in der Regel nicht zu spüren. War die Zecke mit Borreliose- oder FSME-Erregern infiziert, können sich nach gewisser Zeit verschiedene Symptome zeigen. So kann sich etwa einige Tage bis Wochen später um die Stichwunde herum eine scharf umrandete Hautrötung bilden, die allmählich größer wird (sog. Wanderröte). In solch einem Fall sollten Betroffene den Arzt aufsuchen, denn die Hautrötung kann ein erster Hinweis auf Borreliose sein.

Lesetipp: Borreliose-Symptome

Anzeichen für FSME können 7 bis 14 Tage nach einem Zeckenbiss auftreten. Mögliche Symptome sind zum Beispiel plötzliches Fieber und grippeähnliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Erbrechen oder Schwindelgefühl. Wer sich den Zeckenstich in einem FSME-Risikogebiet zugezogen hat, sollte allerdings vorsichtshalber auch ohne Beschwerden einen Arztbesuch einplanen.

Lesetipp:FSME-Symptome

Zeckenschutz

Wer sich in der Natur aufhält, sollte sich vor Zecken schützen. Das gilt insbesondere bei Aufenthalten in Risikogebieten, unter Umständen aber auch im heimischen Garten. Mit einem konsequenten Zeckenschutz lassen sich Zeckenstiche jedoch oft verhindern ­– und damit auch mögliche Folgen.

Tipps für draußen

Zecken halten sich gern in hohem Gras, in Sträuchern und im Laub auf. Bleiben Sie bei Spaziergängen deshalb auf den Wegen. Streifen Sie möglichst keine Gräser oder Büsche.

Tragen Sie in Zeckengebieten am besten lange Kleidung, die den gesamten Körper bedeckt, und geschlossene Schuhe. Stecken Sie die Hosenbeine in die Socken. So verhindern Sie, dass Zecken von unten in die Hosen krabbeln. Helle Kleidung ist zu bevorzugen, denn hierauf lassen sich Zecken leichter entdecken und entfernen. Bei Arbeiten im Garten sind Handschuhe zu empfehlen.

Zeckenschutzmittel

Zeckenschutzmittel wie Antizeckensprays und Antizeckenlotionen halten Zecken fern, töten sie jedoch nicht. Manche Mittel sprüht man auf die Kleidung auf, währen andere auf die Haut aufgetragen oder aufgesprüht werden.

Wie lange Zeckenschutzmittel wirken, ist je nach Produkt unterschiedlich und kann von etwa 30 Minuten bis wenigen Stunden variieren. Die Zeitangaben in den Packungsbeilagen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen – oft hält die Schutzwirkung nicht so lange an, wie versprochen. Zudem kann der Schutzeffekt individuell unterschiedlich ausfallen.

Was man beachten sollte: Die in Zeckenschutzmitteln enthaltenen Wirkstoffe (wie z. B. Diethyltoluamid, Citriodiol) können in manchen Fällen Nebenwirkungen hervorrufen. Möglich sind beispielsweise gereizte Augen oder allergische Reaktionen.

Das Risiko für Nebenwirkungen lässt sich verringern, wenn man in puncto Zeckenschutzmittel auf ein paar Dinge achtet: Lesen Sie die Packungsbeilage gut durch und verwenden Sie das Mittel so wie angegeben. Tragen Sie nicht mehr auf als nötig und verwenden Sie es auch nur dann, wenn es tatsächlich angebracht ist (z. B. bei Wanderausflügen).

Wenden Sie Zeckenschutzmittel nicht im Bereich von Mund und Augen an. Sparen Sie bei Kindern am besten das Gesicht ganz aus, ebenso wie die Finger. Denn Kinder fassen sich häufig an Mund und Augen.

Wenn Sie Zeckenmittel auf die Haut aufgetragen haben, waschen Sie dieses möglichst ab, sobald kein Zeckenschutz mehr nötig ist.

Nach dem Ausflug

Den eigentlichen Zeckenstich spürt man in der Regel nicht, ebensowenig wie das Krabbeln am Körper. Suchen Sie deshalb nach einem Aufenthalt in der Natur, im Park oder generell in zeckenträchtigen Gebieten den Körper sorgfältig nach Zecken ab – insbesondere bei Kindern. Vergessen Sie dabei nicht die Kniekehlen und bei Kindern speziell den Haaransatz.

Zecken stechen nicht sofort, sondern wandern bis zu zwei Stunden auf dem Körper umher, ehe sie sich für einen Platz entscheiden. Deshalb kann nach einem Ausflug in die Natur zusätzlich zum Absuchen auch ein Bad oder eine Dusche dabei helfen, einem Zeckenstich vorzubeugen.

Suchen Sie vorsichtshalber auch die Kleidung auf Zecken ab und schütteln Sie diese gut aus – am besten über einer hellen Unterlage. Wer sichergehen will, sollte die Kleidung heiß waschen und/oder im Trockner trocknen. Bei niedrigen Waschtemperaturen können Zecken überleben.

Zecken entfernen

Wenn Sie Zecken an sich entdecken, sollten Sie diese möglichst rasch entfernen. Packen Sie die Zecke dazu mit einem spitzen Werkzeug wie einer Zeckenzange oder einer feinen Zeckenpinzette oder auch einer Zeckenkarte knapp über der Einstichstelle (zwischen Zeckenkopf und -körper) und ziehen sie diese langsam gerade heraus. Drehen Sie die Zecke dabei möglichst nicht, denn dabei kann der Zeckenkörper abreißen und der Kopf in der Haut steckenbleiben.

Quetschen Sie die Zecke beim Herausziehen nicht. Wenn Sie die Zecke beim Entfernen zusammendrücken, pressen Sie möglicherweise Flüssigkeit aus dem Zeckendarm in die Einstichstelle. Darin können sich jedoch auch Krankheitserreger befinden, die dann mit in den Körper gelangen.

Verwenden Sie keine Hausmittel wie Öl oder Klebstoff, um Zecken zu entfernen: Die Zecken entleeren im Todeskampf ihren Darminhalt in die Haut und damit auch möglicherweise enthaltene Erreger.

Falls Teile der Zecke in der Haut zurückbleiben, versuchen Sie nicht, diese selbst herrauszubekommen, sondern suchen Sie ärztliche Hilfe auf. Ein*e Arzt*Ärztin kann die Reste fachmännisch entfernen.

Behandeln Sie die Einstichstelle anschließend mit Desinfektionsmittel, damit diese sich nicht entzündet.