Ein Mann trinkt Wasser und schaut missmutig aus dem Fenster.
© iStock

Nierensteine, Nephrolithiasis

Nierensteine entstehen, wenn Stoffe, die normalerweise im Harn gelöst sind, fest werden. Häufig rufen Nierensteine keine Symptome hervor. Doch vor allem größere Kristalle können Koliken und andere Beschwerden verursachen. Was sind mögliche Ursachen? Und welche Behandlung ist sinnvoll?

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Nierensteine

Die Nieren reinigen den Körper. Sie filtern Abbauprodukte, Gifte und andere unerwünschte Stoffe aus dem Blut heraus. Aus diesem "Müll" bilden die Nieren Harn, den der Körper über die Blase und die Harnröhre ausscheidet.

Normalerweise sind die genannten Stoffe im Harn gelöst. Unter bestimmten Bedingungen kann es aber passieren, dass einige der Stoffe auskristallisieren und sich als Steine im Harntrakt ansammeln. Je nachdem, wo sie sich ablagern, spricht man von Nierensteinen, Harnleitersteinen oder Blasensteinen.

Was sind Nierensteine?
Nierensteine (Nephrolithen: griech. nephrós = Niere, líthos = Stein) sind feste Gebilde, die sich aus normalerweise im Harn gelösten Stoffen bilden. Ihre Größe kann von wenigen Millimetern (etwa Reiskorngröße) bis zu mehreren Zentimetern reichen. Meist treten Nierensteine einseitig auf.
Fakten über Nierensteine
  • Nierensteine bilden sich in der Niere und in den ableitenden Harnwegen.
  • Der Fachbegriff für Nierensteine, Nephroliten, setzt sich aus den Wörtern nephrós (griech. Niere) und líthos (griech. Stein) zusammen.
  • Wenn sich Nierensteine bilden, führt das zum sogenannten Nierensteinleiden.
  • Sinnverwandt kann der Begriff Harnsteinleiden (Urolithiasis: griech. ùron = Harn) verwendet werden.
  • Nierensteine können sehr klein sein (Reiskorngröße), ...
  • ... aber auch sehr groß: Manche Nierensteine sind mehrere Zentimeter groß.
  • Nierensteine, die das ganze Nierenbecken ausfüllen, nennt man Nierenbeckenausgusssteine.
  • Männer bekommen doppelt so oft Nierensteine wie Frauen.
  • Außerdem haben übergewichtige Kinder und Jugendliche ein erhöhtes Risiko für Nierensteine.
  • Normalerweise finden sich im Harn bestimmte Stoffe (Calcium, Phosphat, Oxalat, Harnsäure, Zystin) in gelöster Form.
  • Steigt die Konzentration dieser Stoffe, kristallisieren sie aus – ...
  • ... werden bei gesunden Menschen aber gewöhnlich mit dem Harn ausgeschieden, da sogenannte Steinhemmer oder Steinbildungsinhibitoren verhindern, dass Nierensteine wachsen.
  • Wenn der pH-Wert des Urins verändert ist (alkalischer Urin, pH > 7,0) oder ...
  • ... wenn die Konzentration der Hemmstoffe zu gering ist, ...
  • ... lagern sich immer neue Schichten an die auskristallisierten Stoffe an: ...
  • So entstehen Nierensteine, die beständig weiterwachsen.
  • In den meisten Fällen ist unklar, warum die Konzentration der verschiedenen Harnstoffe aus dem Gleichgewicht gerät.
  • Möglicher Auslöser kann eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr sein. Aber auch ...
  • ... falsche Ernährung und Bewegungsmangel bis hin zu ...
  • ... bestimmten Stoffwechselerkrankungen und erblich bedingten Faktoren kommen als Ursachen infrage.
  • Nierensteine bereiten nicht immer Beschwerden.
  • Je nach Größe und Lage können sie aber heftige krampf- oder wehenartige, stechende Schmerzen verursachen.
  • Durch Nierensteine kann auch Blut im Urin auftreten, was die Diagnose unterstützen kann, die ...
  • ... häufig zufällig bei einer Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung erfolgt.
  • Nierensteine müssen nicht unbedingt behandelt werden, ...
  • ... da über 80 Prozent der Steine selbstständig über den Harn ausgeschieden werden.
  • Steine, die Beschwerden bereiten oder besonders groß sind, müssen aber vom Arzt entfernt werden.
  • Dabei werden die Steine medikamentös oder per Stoßwellen in kleinere Bestandteile zerlegt ...
  • ... und können anschließend über einen Zeitraum von bis zu drei Monaten mit dem Harn ausgeschieden werden.
  • Um Nierensteinen vorzubeugen, sollten Sie viel trinken, ...
  • ... sich ausreichend bewegen (und dabei mögliches Übergewicht reduzieren) und ...
  • ... sich ausgewogen ernähren.
1 / 32

In den westlichen Industrieländern entwickeln viele Menschen Nierensteine. In Deutschland erkranken heute etwa dreimal so viele Menschen daran wie noch vor zehn Jahren. Etwa fünf von 100 Menschen in der Bevölkerung haben Harnsteine. Sie entstehen besonders oft bei Männern zwischen dem 35. und 65. Lebensjahr.

Steinarten

Nierensteine lassen sich je nach Zusammensetzung in verschiedene Steinarten einteilen:

  • Calcium-Oxalat-Steine machen rund 80 Prozent aller Harnsteine aus.
  • Harnsäuresteine (Uratsteine) (10 %)
  • Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine (Struvit-Steine) – auch Infektsteine genannt, da sie im Zusammenhang mit einer Harnwegsinfektion entstehen, 5%
  • Calcium-Phosphat-Steine (5%)
  • seltene Steine (< 1 %) wie Zystin-Steine und Xanthin-Steine

Nierensteine: Symptome

Ob und welche Symptome auftreten, hängt von der Größe und Lage der Nierensteine ab. Kleine Nierensteine können unbemerkt durch die Harnleiter in die Blase wandern und beim Urinieren nach draußen gelangen.

Größere Nierensteine können hingegen die Wand des Harnleiters berühren und sogar darin stecken bleiben. Das kann heftige krampf- oder wehenartige, stechende Schmerzen (sog. Harnleiterkoliken) hervorrufen. Sie beginnen meist in der Flanke und strahlen entlang des Harnleiters in den Unterbauch aus.

Tiefsitzende Nierensteine können sogar bis in die Genitalien (Hodensack oder Schamlippen) ausstrahlende Schmerzen auslösen. Während der Stein sich langsam durch die Harnwege bewegt, wandert mit ihm auch oft der Schmerz.

Wenn ein Nierenstein die Harnleiterwand verletzt, kann es außerdem zu Blutungen kommen. Tritt der Stein in die Harnblase und anschließend in die Harnröhre über, ist häufig so viel Blut im Urin, dass es mit dem bloßen Auge zu erkennen ist (sog. Makrohämaturie).

Nierensteine: Ursachen

Ob ein Mensch Nierensteine entwickelt, hängt in erster Linie von der Zusammensetzung seines Urins ab. Entscheidend ist vor allem:

  1. die Menge steinbildender Stoffe im Urin,
  2. die Menge sogenannter Steinbildungsinhibitoren (lat. Inhibitor = Hemmstoff) im Urin und
  3. der Säuregehalt des Urins (pH-Wert).

Zu hohe Konzentration steinbildender Stoffe

Überschreiten bestimmte Stoffe im Harn eine gewisse Konzentration, werden sie zu festen Kristallen. Wenn sich mit der Zeit zwiebelschalenartig immer neue Schichten an die Kristalle anlagern, entstehen Nierensteine. Zu den Stoffen, aus denen sich Nierensteine bilden können, zählen:

  • Calcium,
  • Phosphat,
  • Oxalat (Salz der Oxalsäure),
  • Harnsäure sowie
  • Zystin.

Zu wenig Hemmstoffe

Auch der Harn gesunder Menschen ist zuweilen mit einem oder einigen der genannten Stoffe übersättigt. Auch bei ihnen bilden sich dann Kristalle – allerdings scheidet der Körper diese normalerweise unbemerkt aus, ohne dass sich Nierensteine bilden.

Das liegt daran, dass der Urin gesunder Menschen Stoffe wie Zitrat und Magnesium enthält, die die Steinbildung hemmen. Dagegen haben Menschen, die für Nierensteine anfällig sind, häufig nur sehr geringe Mengen solcher Hemmstoffe im Urin.

Zu hoher oder zu geringer Säuregehalt

Als gesund gilt ein leicht saurer Urin mit einem pH-Wert von 6. Ist der pH-Wert niedriger als 5,5, enthält der Urin zu viel Säure. Menschen mit saurem Urin entwickeln häufig Harnsäuresteine.

Harnwegsinfekte können dazu führen, dass der Säuregehalt des Urins sinkt und der pH-Wert steigt. Ein pH-Wert von über 7 begünstigt phosphathaltige Nierensteine.

Was beeinflusst die Zusammensetzung des Urins?

Welche Stoffe sich in welcher Konzentration im Urin sammeln, hängt vor allem vom Lebensstil ab, also davon,

  • wie viel man trinkt,
  • wie man sich ernährt,
  • ob man sich regelmäßig bewegt und
  • ob man bestimmte Vorerkrankungen wie chronischen Durchfall, Gicht oder Diabetes hat.

Flüssigkeitsmangel & falsche Ernährung

Wenn der Mensch mit dem Essen und Trinken zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, können seine Nieren nur wenig Harn erzeugen. Der Wasseranteil des Harns nimmt ab und die Konzentration bestimmter Stoffe im Harn steigt. Auch der Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen (z.B. in heißem Klima) oder Durchfallerkrankungen (wässriger Stuhl) erhöht das Risiko für Nierensteine.

Falsche Ernährung

Wenn man viel Salz isst, gelangt mehr Calcium und weniger Zitrat in den Urin. Deshalb erhöht eine salzreiche Ernährung das Risiko für calciumhaltige Nierensteine. Diese können natürlich auch entstehen, wenn man zu große Mengen calciumreicher Speisen zu sich nimmt. Dazu zählen etwa Milch, Käse und andere Milchprodukte.

Auch eine dauerhaft zu eiweißhaltige Kost (viel Fleisch und Wurstwaren, besonders Innereien) führt zu einem Überangebot an bestimmten Stoffen im Blut (sog. Purine), die der Körper zu Harnsäure abbaut und so über den Urin ausscheidet. Steigt der Harnsäurespiegel im Urin über einen bestimmten Wert, können sich Harnsäuresteine bilden.

Stoffwechselerkrankungen & Bewegungsmangel

Stoffwechselerkrankungen

Hohe Mengen von Calcium und Phosphat im Blut lassen sich mitunter auf eine Nebenschilddrüsenüberfunktion (Hyperparathyreodismus) zurückführen.

Ein Überschuss an Oxalsäure ist manchmal Folge der primären Hyperoxalurie, einer angeborenen Enzymstörung. Der Oxalsäuregehalt im Urin kann auch aufgrund von entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa (chronische Dickdarmentzündung) oder Morbus Crohn steigen. Dann sprechen Ärzte von einer sekundären Hyperoxalurie.

Eine hohe Konzentration von Harnsäure im Urin hängt manchmal mit Diabetes zusammen. Warum, ist noch nicht genau geklärt.

Bewegungsmangel

Personen, die sich wenig bewegen, haben oftmals ein erhöhtes Risiko für Nierensteine. Ist man etwa aufgrund einer schweren Erkrankung über längere Zeit bettlägerig, baut der Körper nicht nur Muskelgewebe, sondern auch Calcium aus den Knochen ab. Infolgedessen steigt die Konzentration von Calcium im Harn an und es können sich Nierensteine bilden.

Nierensteine: Diagnose

Wenn der Patient über wehenartige Schmerzen in den Flanken klagt, wird der Arzt Nierensteine als mögliche Ursache in Betracht ziehen. Um eine Diagnose stellen zu können, muss er sich die Nieren aber zunächst ansehen. Dazu kann er eine Ultraschalluntersuchung vornehmen. Wenn die Ergebnisse nicht eindeutig sind, kann er zusätzlich CT-Aufnahmen von der Niere anfertigen.

Außerdem untersucht der Arzt den Urin des Patienten. Dabei kann er zum Beispiel feststellen, ob der Patient eine Infektion hat oder ob seine Calcium- oder Harnsäurewerte erhöht sind.

Nierensteine: Behandlung

Kleine Nierensteine mit einem Durchmesser von 5 Millimetern scheiden die Patienten meist innerhalb eines Monats von selbst aus. Eine Therapie ist dann nicht notwendig. Manchmal verursacht es jedoch Schmerzen, wenn ein Nierenstein durch den Harnleiter wandert (sog. akute Harnleiterkolik). In diesem Fall kann der Arzt entzündungshemmende Schmerzmittel wie Diclofenac verschreiben. Darüber hinaus können Medikamente, die die unteren Blasenmuskeln entspannen, das Ausscheiden erleichtern.

Wenn die Steine mehr als einen Zentimeter groß sind oder starke Beschwerden verursachen, sollten sie entfernt werden. Ratsam ist das insbesondere, wenn:

  • der Patient trotz Medikamenten starke Schmerzen hat,
  • der Patient zudem an einer Harnwegsentzündung mit Fieber erkrankt ist und/oder
  • ein Nierenstein die Harnwege vollständig verstopft.

So werden Nierensteine entfernt

Nur Harnsäuresteine lassen sich manchmal mithilfe von Medikamenten auflösen. Der Patient sollte dann viel trinken, damit die Nieren mehr Urin bilden, in welchem sich die Harnsäure lösen kann.

Andere Arten von Nierensteinen lassen sich nicht medikamentös beseitigen. Um sie zu entfernen, kann der Arzt sie entweder zertrümmern oder operativ entfernen.

Wie lassen sich Nierensteine zertrümmern?

Um Nierensteine zu zertrümmern, ist keine OP nötig. Der Arzt kann Nierensteine mithilfe der sogenannten extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (ESWL) von außen zertrümmern. Dazu setzt er eine Sonde auf die Haut auf, die Schallwellen durch die Haut zur Niere sendet. Die Schallwellen zertrümmern die Nierensteine in kleine Teile. Diese scheiden die Nieren dann von selbst mit dem Urin aus.

Während einer Schwangerschaft oder einer unbehandelten Harnwegsinfektion sollte diese Therapie nicht angewendet werden.

Wann ist eine OP nötig?

Bei Nierensteinen mit einem Durchmesser von 2 Zentimetern oder mehr reicht eine Stoßwellenbehandlung nicht aus. Die dabei entstehenden Bruchstücke wären immer noch zu groß, um von den Nieren ausgeschieden zu werden.

Große Nierensteine müssen meist entfernt werden. Eine offene Operation kommt heute jedoch nur noch selten zum Einsatz. In der Regel nutzen Ärzte folgende endoskopische Verfahren:

  • Ureterorenoskopie (URS): Der Arzt führt durch die Harnröhre in den Harnleiter ein Endoskop sowie feine Instrumente ein: Mit einem Laser zerkleinert der Arzt den Nierenstein. Dann entfernt er mit einem Steinfangkörbchen die Bruchstücke. Sind die Harnwege entzündet, ist diese Methode nicht zu empfehlen.
  • Perkutane Nephrolitholapaxie (PCNL): Dieser Eingriff erfolgt unter Vollnarkose und wird im Krankenhaus durchgeführt. Der Arzt setzt einen kleinen Hautschnitt. Durch die Öffnung kann er das Endoskop und die Operationsinstrumente direkt ins Nierenbecken oder in die Hohlräume der Niere einführen. Auch diese Behandlung ist während einer Schwangerschaft und einer unbehandelten Harnwegsinfektion nicht geeignet.

Nierensteine: Verlauf

Etwa 85 Prozent der kleineren Harnsteine scheidet der Körper von selbst aus. In der Regel geschieht das innerhalb eines Monats. Bei fast der Hälfte aller Betroffenen entwickeln sich danach keine weiteren Nierensteine.

In der Regel ist es sinnvoll, größere Nierensteine, die der Körper nicht von selbst ausscheidet, entfernen zu lassen. Dringend notwendig ist dies, wenn die Steine die Harnwege verschließen. Denn dann besteht die Gefahr, dass Bakterien einwandern und Infektionen der Harnwege und der Nieren hervorrufen.

Nierensteinen: Vorbeugen

Mehr als die Hälfte der Patienten entwickelt wiederholt Nierensteine. Mit bestimmten Maßnahmen lässt sich das jedoch häufig verhindern.

Video: 7 Tipps für gesunde Nieren

Wasser trinken

Nierensteine entstehen, wenn der Urin so große Mengen bestimmter Stoffe enthält, dass diese sich nicht mehr lösen. Indem man viel trinkt (mindestens 2,5 Liter ungesüßte Flüssigkeit täglich), kann man den Urin verdünnen und somit das Risiko für Nierensteine senken.

Softdrinks wie Cola sind hingegen nicht empfehlenswert, weil sie Phosphorsäure (meist gekennzeichnet als Zusatzstoff E338) enthalten. Mediziner vermuten, dass Phosphorsäure die Bildung von Nierensteinen begünstigt.

Ernährung umstellen

Darüber hinaus kann man gezielt einzelnen Arten von Nierensteinen vorbeugen. Da einige der steinbildenden Stoffe in verschiedenen Nahrungsmitteln vorkommen, ist es möglich, ihre Konzentration im Urin über eine geregelte Ernährung zu senken:

  • Wer Oxalat-Steine oder Calcium-Oxalat-Steine hat, sollte oxalathaltige Lebensmittel wie Spinat, Rhabarber, rote Beete, grünen und schwarzen Tee sowie Schokolade und Kakao meiden. Auf Calcium sollten Menschen mit diesen Steinarten jedoch nicht verzichten, da bei zu wenig Calcium in der Nahrung mehr Oxalat in den Urin gelangt.
  • Bei Calcium-Oxalat-Steinen ist es zudem empfehlenswert, wenig Salz und wenig tierisches Eiweiß zu essen.
  • In Verbindung mit Gicht und Diabetes treten häufig Harnsäuresteine auf. Harnsäure entsteht beim Abbau sogenannter Purine, die etwa in tierischen Innereien (Leber, Nieren, Herz, Zunge), Fleisch und Wurstwaren, Ölsardinen und Hülsenfrüchten enthalten sind. Möglicherweise hilft eine purinarme Ernährung dabei, Harnsäuresteine vorzubeugen. Bisher gibt es dafür aber keine wissenschaftlichen Belege.

Medikamente

Patienten mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Arten von Nierensteinen kann der Arzt Medikamente verschreiben:

  • Calciumzitrat eignet sich zur Vorbeugung von Nierensteinen aus Calcium, Harnsäure und Zystin. Es verringert den Säuregehalt des Urins. Je weniger sauer der Urin, umso mehr Salze können sich darin lösen.
  • Allopurinol senkt den Harnsäurespiegel im Urin und wirkt somit Harnsäuresteinen entgegen. Studien haben gezeigt, dass es auch vor Kalziumsteinen schützen kann.
  • Thiaziddiuretika senken das Risiko für Calcium-Oxalat-Steine und Calcium-Phosphat-Steine, indem sie bewirken, dass weniger Calcium aus dem Blut in den Urin gelangt.