Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin

Allgemeines

Die Kombination mit ihren vielfältigen Wirkungen wird eingesetzt, um bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten die gemeinsam auftretenden Beschwerden zu lindern. Sie hilft gegen Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Fieber, lässt angeschwollene Schleimhäute wieder abschwellen und stoppt die Schleimproduktion. Auch Reizhusten wird gestillt.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Schmerzen lindern
  • Schleimhäute abschwellen
  • Reizhusten stillen
  • Naselaufen stoppen
  • Fieber senken
  • Schlaf fördern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin nicht verwendet werden?

Die Kombination darf nicht angewendet werde bei:
  • Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltsstoffe
  • Bluthochdruck und Herzerkrankungen
  • Schilddrüsenüberfunktion oder Schilddrüsenunterfunktion
  • Asthma, chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung (COPD), Lungenentzündung, gestörter Atemtätigkeit oder Atemnot
  • Engwinkelglaukom (einer Spezialform des Grünen Stars)
  • schwerer Leberfunktionsstörung (Child Pugh über 9)
  • schwerer Nierenfunktionsstörung oder einem Tumor der Nebenniere (Phäochromozytom)
  • gutartiger Vergrößerung der Vorsteherdrüse mit Restharnbildung und erheblicher Beeinträchtigung beim Wasserlassen
  • Epilepsie und Hirnschäden.
Nur nach Rücksprache mit einem Arzt darf die Kombination eingesetzt werden bei:
  • Gilbert-Meulengracht-Syndrom
  • Reflux-Krankheit (Sodbrennen)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
  • vorgeschädigter Niere oder Leberfunktionsstörungen (beispielsweise durch chronischen Alkoholmissbrauch oder Leberentzündung).

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Studien zum Risiko von Missbildungen sowie jahrzehntelange weltweite Erfahrungen beim Menschen haben bislang keinen Hinweis auf einr Gefahr für Mutter und Kind erkennen lassen. Die vorliegenden Untersuchungen reichen jedoch für eine endgültige Abschätzung der Sicherheit einer Anwendung in der Schwangerschaft nicht aus. Daher darf die Kombination in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden.

Untersuchungen zu einem Übergang von Dextromethorphan in die Muttermilch liegen nicht vor. Da eine atemhemmende Wirkung auf den Säugling nicht auszuschließen ist, darf die Kombination auch in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung der Kombination ist bei Kindern unter 16 Jahren nicht erlaubt.

Welche Nebenwirkungen können Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

seltene Nebenwirkungen:
Leberfunktionsstörungen (Transaminasen-Anstieg).

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Erhöhung des Augeninnendruckes, Krampfanfälle, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Herzmuskelschwäche-Verschlechterung, EKG-Veränderungen, Atemfunktions-Beeinträchtigung (durch Sekretstau), Blutbildungsstörung (Blutplättchenmangel, Weiße Blutkörperchen-Mangel, Granulozyten-Fehlen, Mangel aller Blutzellen), Bronchialkrämpfe (bei empfindlichen Personen), Überempfindlichkeitsreaktionen (Schwellungen im Gesicht, Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit, Blutdruckabfall, Schock), Schwindelgefühl, Reaktionszeit-Verlängerung, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Depressionen, Verschwommensehen, Unruhe, Erregung, Spannung, Schlaflosigkeit, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit, Zittern, Mundtrockenheit, Gefühl der verstopften Nase, Übelkeit und Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Verstopfung, Appetitlosigkeit, Appetitzunahme, Störungen beim Wasserlassen, allergische Reaktionen (Hautrötungen, Hautausschläge), Haut-Lichtüberempfindlichkeit, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, akuter allgemeiner pusteliger Hautausschlag), Muskelschwäche, Ohrensausen.

Besonderheiten:
Wenn Nebenwirkungen beobachtet werden, wird empfohlen, die Kombination nicht nochmals einzunehmen. Es sollte ein Arzt benachrichtigt werden, damit dieser über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.

Kommt es zu erhöhter Lichtempfindlichkeit der Haut, ist direkte Sonnenbestrahlung oder der Besuch eines Solariums zu vermeiden.

Bei missbräuchlicher Anwendung der Kombination besteht die Gefahr einer Abhängigkeit.

Leberschäden sind möglich, wenn ein gesunder Erwachsener einmalig mehr als zehn bis zwölf Gramm oder über einen längeren Zeitraum mehr als 7,5 Gramm Paracetamol täglich einnimmt. Diese Grenzwerte sind bei Kindern geringer. Grundsätzlich sollten Schmerzmittel ohne ärztliche Verordnung nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat eingenommen werden.

Welche Wechselwirkungen zeigen Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei gleichzeitiger Anwendung der Kombination mit anderen Wirkstoffen können die Wirkungen gegenseitig beeinflusst werden.
  • Verstärkung der Wirkung bis hin zu erhöhtem Nebenwirkungsrisiko bei:
    • Substanzen mit dämpfender Wirkung auf das Gehirn wie Neuroleptika, Beruhigungsmittel, Mittel gegen Depressionen, Schlafmittel, Schmerzmittel, Narkosemittel und Antiepileptika. Dies gilt insbesondere auch für den gleichzeitigen Alkoholgenuss, durch den diese Wechselwirkungen in nicht vorhersehbarer Weise verändert oder verstärkt werden können.
    • Substanzen mit Wirkungen auf den Nervenbotenstoff Acetylcholin wie Biperidin und trizyklische Antidepressiva
    • Theophyllin und verwandten Wirkstoffen (gegen Asthma eingesetzt). Es kommt zu innerer Unruhe, zusätzlich können Nervosität, Händezittern, Überaktivität, Magenbeschwerden, Übelkeit und Erbrechen auftreten.
    • MAO-Hemmern. Bei diesen Antidepressiva kann ein so genanntes Serotoninsyndrom auftreten. Es ist gekennzeichnet durch Erhöhung der Körpertemperatur, Muskelsteife, seelische Veränderungen wie Erregungszustände und Verwirrtheit, sowie Veränderungen von Atmungs- und Kreislauffunktion. Es kann auch zu Harnverhalt, plötzlichem Anstieg des Augeninnendrucks (Glaukomanfall) oder Darmlähmung kommen. Aus diesen Gründen ist der gemeinsame Einsatz mit der Kombination verboten.
  • Bei Neuroleptika kann es zu einer Abschwächung der Wirkung kommen.
  • Sonstige Wechselwirkungen sind möglich bei
    • Substanzen, die die Leber schädigen und ihre Stoffwechseltätigkeit anregen wie die Antiepileptika Phenobarbital, Phenytoin und Carbamazepin, das Antibiotikum Rifampicin, die Magen-Darm-Mittel Metoclopramid und Domperidon, der Blutfettsenker Cholestyramin, blutverdünnende Antikoagulanzien sowie Alkoholmissbrauch.
    • Wirkstoffen, die den Abbau von Dextromethorphan in der Leber hemmen wie die Antiarrhythmika Amiodaron, Chinidin und Propafenon, die Psychopharmaka Fluoxetin, Haldoperidol, Paroxetin und Thioridazin, das Magenmittel Cimetidin und der Virenhemmstoff Ritonavir. Dabei kann es zu einem Anstieg der Konzentration von Dextromethorphan kommen.
    • schleimlösenden Hustenmitteln. Aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes kann ein gefährlicher Sekretstau entstehen.
    • dem Virenhemmstoff Zidovudin (AZT). Weil die Neigung zur Verminderung weißer Blutkörperchen verstärkt wird, darf eine gemeinsame Anwendung nur nach ärztlichem Anraten erfolgen.
    • bei im Gehirn wirksamen Blutdrucksenkern wie Guanabenz, Clonidin und Alpha-Methyldopa, weil es zu verstärkter Müdigkeit und Mattigkeit kommen kann.
    • der Einnahme des Gichtmittels Probenecid, weil dieses die Ausscheidung von Paracetamol behindert. Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte die Paracetamol-Dosis verringert werden.
    • Behandlung von Bluthochdruck mit Epinephrin, weil dies zusammen mit Doxylamin zu einem starken Blutdruckabfall führen kann.
Hinweise:

Während der Anwendung der Kombination sollte der Genuss größerer Alkoholmengen vermieden werden.

Anzeichen einer beginnenden Schädigung des Innenohres (Taubheit), die durch andere Wirkstoffe ausgelöst wurden, können abgeschwächt sein.

Das Ergebnis von Hauttests kann druch die Therapie mit der Kombination falsch negativ ausfallen.

Die Einnahme von Paracetamol kann die Harnsäurebestimmung mittels Phosphorwolframsäure sowie die Blutzuckerbestimmung mittels Glucose-Oxydase-Peroxydase beeinflussen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Das Medikament ist nicht für Kinder unter 16 Jahren geeignet.
  • Bei Husten mit erheblicher Schleimbildung ist ein Arzt zu befragen, weil hier eine Unterdrückung des Hustens unerwünscht sein kann.
  • Das Medikament ist nicht zur Behandlung geeignet, wenn nur eine oder zwei erkältungsbedingte Beschwerden auftreten.
  • Die Anwendung des Medikaments kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
  • Medikamenten-Packungen mit insgesamt mehr als zehn Gramm Paracetamol sind verschreibungspflichtig.
  • Die Einnahme des Medikaments kann das Ergebnis von Allergie-Tests verfälschen.
  • Die Einnahme des Medikaments kann die Reaktionfähigkeit so weit beeinträchtigen, dass Autofahren und das Bedienen von Maschinen gefährlich sind. Dies gilt besonders im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Das Medikament kann die Ergebnisse von Harnsäure- und Blutzuckertests verfälschen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen nicht-opioide Schmerzmittel, hustendämpfende Mittel, nicht-steroidale Antirheumatika, H1-Antihistaminika, Alpha-Sympathomimetika, Entzündungshemmer, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Antiallergika, Schmerzmittel, zu welcher die Wirkstoffkombination Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin

Die Kombination mit ihren vielfältigen Wirkungen wird eingesetzt, um bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten die gemeinsam auftretenden Beschwerden zu lindern. Sie hilft gegen Kopfschmerzen und Gliederschmerzen, Halsschmerzen und Fieber, lässt angeschwollene Schleimhäute wieder abschwellen und stoppt die Schleimproduktion. Auch Reizhusten wird gestillt.

Sollte nur eine oder zwei der Beschwerdearten vorliegen oder überwiegen, ist gezielten Einzelpräparaten der Vorzug zu geben.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Paracetamol + Dextromethorphan + Ephedrin + Doxylamin

Die Kombination aus Paracetamol, Dextromethorphan, Ephedrin und Doxylamin vereinigt ihre Wirkungen, um ein breites Spektrum erkältungbedingter Beschwerden zu lindern.

Paracetamol gehört drei Wirkstoffgruppen an: als nicht-opioides Schmerzmittel wirkt es schmerzlindernd, als nicht-steroidales Antirheumatikum und Antiphlogistikum senkt es Fieber und wirkt leicht entzündungshemmend. Der Wirkungsmechanismus von Paracetamol ist noch nicht endgültig geklärt. Die Substanz hemmt im Körper den Aufbau so genannter Prostaglandine. Diese körpereigenen Stoffe sind im Gehirn und Rückenmark an der Schmerzwahrnehmung, im übrigen Gewebe am Entzündungsgeschehen beteiligt. Paracetamol scheint im Gehirn stärker zu wirken als im Gewebe. Daher ist es eher schmerzstillend als entzündungshemmend. Ebenfalls im Gehirn entfaltet Paracetamol seine fiebersenkende Eigenschaft. Es verhindert, dass Fieberstoffe (Pyrogene) das Temperaturregulationszentrum in der Hirnanhangdrüse (Hypothalamus) erregen.

Dextromethorphan gehört zur Wirkstoffgruppe der hustenstillenden Mittel. Es ist mit dem Codein verwandt und hat die gleiche Wirkung. Anders als Codein wirkt Dextromethorphan in den üblichen Dosierungen aber nicht schmerzstillend, unterdrückt nicht die Atemtätigkeit, wirkt auf das Gehirn nicht erregend und das Suchtpotential ist wesentlich geringer. Außerdem lähmt Dextromethorphan nicht die Tätigkeit der kleinen Flimmerhärchen in den Bronchien. So kann trotz Hustendämpfung der anfallende Schleim abtransportiert werden.

Ephedrin gehört zur den Wirkstoffgruppe der Alpha-Sympathomimetika. Wie alle Substanzen dieser Gruppe dockt Ephedrin an bestimmte Bindungsstellen (Rezeptoren) der Bronchial- und Blutgefäß-Muskulatur an. In den Brochien kommt es zu einer Erschlaffung der Muskulatur, in den Schleimhäuten zu einer Verengung der Blutgefäße. Dadurch wird Husten gestillt, die Nasenschleimhaut weniger durchblutet. Schwellungen der Nasenschleimhaut und die überschießende Schleimproduktion gehen zurück.

Doxylamin ist ein H1-Antihistaminikum und unterdrückt wie alle Vertreter dieser Wirkstoffgruppe allergische und entzündliche Reaktionen. Es blockiert im Gewebe spezielle Bindungsstellen (Rezeptoren) für Histamin, ein Gewebshormon, das an Entzündungsvorgängen beteiligt ist. Histamin wird weiterhin freigesetzt, doch findet es nicht mehr genügend freie Bindungsstellen, um seine Wirkung auszuüben. Typische
Symptome wie Rötung und Juckreiz, tränende Augen, geschwollene Nasenschleimhäute, Niesen und Nasenfluss werden gebessert. Außerdem macht Doxylamin müde und ermöglicht daher einen ruhigen Nachtschlaf.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.