Dextromethorphan

Allgemeines

Dextromethorphan wird zur Behandlung von unproduktivem Husten (so genanntem Reizhusten) eingesetzt. Dieser trockene Husten, der meist im Bereich des Kehlkopfes und des Halses lokalisiert ist, kann beispielsweise zu Beginn einer Bronchitis auftreten, die oftmals in Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten steht. Bei dieser Art von Husten wird im Gegensatz zum produktiven Husten kein Schleim gebildet. Bei Bedarf bleibt neben der hustenstillenden Wirkung von Dextrometorphan das notwendige Abhusten erhalten. Lediglich bei starker Schleimbildung wie beispielsweise bei der Krankheit Mukoviszidose kann es durch die hustenstillende Wirkung zu einem gefährlichen Sekretstau kommen.

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • Reizhusten bei Bronchitis oder anderen Atemwegsinfektionen stillen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Dextromethorphan im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Dextromethorphan nicht verwendet werden?

Dextromethorphan darf nicht eingenommen werden bei Schwäche der Atemfunktion, bei Lungenentzündung (Pneumonie), bei Asthma bronchiale und bei chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen (COPD). Bei chronischem Husten darf Dextromethorphan ebenfalls nicht angewendet werden, da dies, insbesondere bei Kindern, ein Frühsymptom für Asthma bronchiale sein kann.

Dextromethorphan darf nur nach Rücksprache mit dem Arzt und unter besonderer Vorsicht angewendet werden bei eingeschränkter Leberfunktion und bei der gleichzeitigen Anwendung bestimmter stimmungsaufhellender Mittel (MAO-Hemmer) gegen Depressionen.

Bei Husten mit Auswurf sollte der Wirkstoff nur unter besonderer Vorsicht eingenommen werden, damit sich keine Sekrete in den Atemwegen stauen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bisher liegen keine Hinweise über eine fruchtschädigende Wirkung von Dextromethorphan vor. Dennoch sollte in der Schwangerschaft, besonders während der ersten drei Monate, Dextromethorphan nur auf ausdrückliches Anraten des Arztes eingenommen werden. Hohe Dosen können möglicherweise, auch wenn sie nur kurzfristig gegeben werden, beim Neugeborenen zu Atemstörungen führen.

Es ist unklar, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Da aber eine Beeinträchtigung der Atmung des Säuglings hierüber nicht auszuschließen ist, darf Dextromethorphan in der Stillzeit nicht angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder unter zwei Jahren sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt mit Dextromethorphan behandelt werden. Leider gibt es keine wissenschaftlichen Studien, aus denen sich eine für dieses Alter allgemein gültige Dosierungsempfehlung ableiten ließe.

Welche Nebenwirkungen kann Dextromethorphan haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Dextromethorphan. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Leichte Müdigkeit, Schwindelgefühl, Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Erbrechen.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Benommenheit, Halluzinationen, Hautreaktionen, Missbrauch mit Abhängigkeit.

Welche Wechselwirkungen zeigt Dextromethorphan?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei Vorbehandlung mit oder auch bei gleichzeitiger Anwendung von Antidepressiva vom Typ der MAO-Hemmer oder der SSRI (beispielsweise Fluoxetin und Paroxetin) kann bei Patienten das so genannte Serotonin-Syndrom mit Symptomen wie Fieber, vermehrte Muskelspannungen bis Muskelstarre, Erregungszustände und Verwirrtheit sowie Veränderungen von Atmungs- und Kreislauffunktionen auftreten.
Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln mit dämpfender Wirkung auf das Zentralnervensystem kann es zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung kommen.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Medikamenten, die den Abbau von Dextromethorphan hemmen (insbesondere Amiodaron, Chinidin, Fluoxetin, Haloperidol, Paroxetin, Propafenon, Cimetidin, Thioridazin und Ritonavir), kann es zu einem Anstieg der Dextromethorphan-Konzentration im Blut kommen und so zu Überdosierungsbeschwerden wie Erregung, Atembeschwerden und Schwindel.

Bei gleichzeitiger Anwendung von schleimlösenden Mitteln kann es zu einem gefährlichen Sekretstau kommen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei chronischem Husten, insbesondere bei Kindern, darf das Medikament nicht angewendet werden, da der Husten ein Frühsymptom für Asthma bronchiale sein kann.
  • Patienten, die zu Arzneimittelmissbrauch oder Medikamentenabhängigkeit neigen, sollten das Medikament nur kurzfristig und unter ärztlicher Kontrolle anwenden.
  • Bei Husten mit starkem Auswurf darf das Medikament nur unter besonderer Vorsicht und bei strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
  • Das Medikament kann leichte Müdigkeit verursachen und so das Reaktionsvermögen und die Fähigkeit zum Autofahren oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Dextromethorphan?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Dextromethorphan enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

So wirkt Dextromethorphan

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Dextromethorphan. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen hustendämpfende Mittel, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, zu welcher der Wirkstoff Dextromethorphan gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Dextromethorphan

Dextromethorphan wird zur Behandlung von unproduktivem Husten (so genanntem Reizhusten) eingesetzt. Dieser trockene Husten, der meist im Bereich des Kehlkopfes und des Halses lokalisiert ist, kann beispielsweise zu Beginn einer Bronchitis auftreten, die oftmals in Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten steht. Bei dieser Art von Husten wird im Gegensatz zum produktiven Husten kein Schleim gebildet. Bei Bedarf bleibt neben der hustenstillenden Wirkung von Dextrometorphan das notwendige Abhusten erhalten. Lediglich bei starker Schleimbildung wie beispielsweise bei der Krankheit Mukoviszidose kann es durch die hustenstillende Wirkung zu einem gefährlichen Sekretstau kommen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Dextromethorphan sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Dextromethorphan

Dextromethorphan wirkt hustenreizstillend, indem es die Erregung des Hustenzentrums im Gehirn abdämpft. In den Dosierungen, die zur Hustenstillung angewendet werden, beeinträchtigt der Wirkstoff weder die Atmung noch die Verdauung und hat keine schmerzlindernde oder stimmungsaufhellende Wirkung. Ebenso ist die Gefahr einer Abhängigkeits-Entwicklung sehr gering.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.