Treloc

Hersteller: AstraZeneca GmbH
Wirkstoffkombination: Metoprolol + Hydrochlorothiazid + Hydralazin
Darreichnungsform: Filmtablette
Rezeptpflichtig

Wirkung

Treloc enthält die Wirkstoffkombination Metoprolol + Hydrochlorothiazid + Hydralazin. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Treloc.

Die Kombination aus Metoprolol, Hydrochlorothiazid und Hydralazin wird nach dem Stufenschema der Deutschen Hochdruckliga e.V. dann zur Senkung von Bluthochdruck eingesetzt, wenn die Einzelsubstanzen und auch die Kombination aus zwei der Wirkstoffe keinen ausreichend blutdrucksenkenden Effekt zeigen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Metoprolol + Hydrochlorothiazid + Hydralazin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Thiazide und thiazidartige Entwässerungsmittel, Betablocker, durchblutungsfördernde Mittel, Blutdrucksenker, zu welchen die Wirkstoffkombination Metoprolol + Hydrochlorothiazid + Hydralazin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Bluthochdruck

Dosierung

Soweit es Ihr Arzt nicht anders verordnet hat, nehmen Sie als normale Tagesdosis eine Tablette am Morgen unzerkaut mit Flüssigkeit nach dem Frühstück ein. Falls notwendig, kann die Dosis erhöht werden, jedoch ist sie individuell zu bestimmen und darf ohne Anweisung des Arztes nicht geändert werden.

Wird die Einnahme des Medikaments nach längerer Anwendung unterbrochen oder abgesetzt, sollte die Behandlung nicht plötzlich, sondern grundsätzlich mit langsam verminderter Dosierung (ausschleichend) beendet werden. Dies gilt besonders, wenn der Patient an Angina Pectoris leidet. Eine plötzliche Unterbrechung der Verabreichung könnte in einem solchen Fall zu einer Verstärkung der Angina-pectoris-Beschwerden führen.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Maisstärke
  • Crospovidon
  • Eisenoxid, gelb (E 172)
  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • Hyprolose
  • Hypromellose
  • Lactose
  • Macrogol 6000
  • Magnesiumstearat
  • Mikrokristalline Cellulose
  • Paraffin
  • Poly(O-carboxymethyl)stärke-Natriumsalz
  • Povidon
  • Riboflavin (E 101)
  • Titan(IV)-oxid (E 171)

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Müdigkeit.

Häufige Nebenwirkungen:
Herzschlagverlangsamung, Schwindel bei Körperlageveränderung (sehr selten mit Bewußtseinsverlust), Kältegefühl in Händen und Füßen, Herzklopfen, Schwindel, Kopfschmerzen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit, Bauchschmerzen, Blutfettwerteerhöhung, Belastungs-Atemnot, Blutzuckerüberschuss, Harnzucker.
bei Dauertherapie:
Flüssigkeitshaushaltsstörungen mit Blutkaliummangel, Blutnatriummangel, Blutmagnesiummangel, Blutchloridmangel, Blutkalziumüberschuss.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Angina-pectoris-Anfallvermehrung, Herzinsuffizienzverschlimmerung, Reizleitungsstörungen (AV-Knoten), Wassereinlagerungen im Gewebe, Herzschmerzen, nervliche Missempfindungen, Mundtrockenheit, Erbrechen, Leberenzymwerterhöhung (Hyperamylasämie), Bauchspeicheldrüsenentzündung, Hautausschläge, schuppende Nesselsucht, Hautgeschwüre, Schweißabsonderungsvermehrung, Juckreiz, (entzündliche) Hautrötung (Erythema multiforme, Erythema nodosum), Hautentzündung (Dermatitis exfoliativa), lichtausgelöster Ausschlag, Bronchialkrämpfe, Tränenflussverminderung, Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Gewichtszunahme.
Vorübergehend und dosisabhängig:
Depressive Verstimmungen, Konzentrationsstörungen, Wahnvorstellungen, Schlafstörungen, Traumaktivitätsverstärkung.
Zu Behandlungsbeginn:
Blutharnstoffwertanstieg, Kreatininwertanstieg im Blut.

Seltene Nebenwirkungen:
Herzschlagunregelmäßigkeit, Kribbeln in den Gliedmaßen, niedriger Blutdruck, Nervosität, Ängstlichkeit, Gelbsucht, Leberfunktionsstörung, Leberenzymwerterhöhung (GOT, GPT), Krämpfe, Benommenheit, Verwirrtheitszustände, Kreislaufkollaps, akutes Nierenversagen, arterielle und venöse Gefäßverstopfungen, metabolische Alkalose, Gefäßentzündung, Weiße-Blutkörperchenmangel, akute Nierentzündung, Impotenz, sexuelle Funktionsstörungen, Schnupfen, Lungenentzündung, Kurzsichtigkeitsverschlimmerung, Sehstörungen, trockene und/oder gereizte Augen, Bindehautentzündung, Diabetes mellitus-Verschlechterung oder erstes Auftreten.
Infolge Blutkaliummangel:
Teilnahmslosigkeit, Darmlähmung, Verstopfung, Blähungen, Herzrhythmusstörungen, Darmverschluss, EKG-Veränderungen, Empfindlichkeitssteigerung gegen Herzglykoside, Bewusstseinsstörungen, Koma.

Sehr seltene Nebenwirkungen und Einzelfälle:
Raynaud´sche Krankheit-Verstärkung, "Schaufensterkrankheit"-Verstärkung (zu Anfang der Behandlung), Gewebstod (bei schweren Durchblutungsstörungen), Angstzustände, Verwirrtheit, Depressionen, Gedächtnisstörungen, Körpernervenerkrankung, Leberentzündung, Gallenentzündung bei vorbestehenden Gallensteinen, Blutarmut, Blutplättchenmangel, Agranulozytose, Lymphknotenvergrößerung, Mangelbehaarung, Lupus erythematodes-ähnliches Syndrom, Penisverhärtung, Wasseransammlung in der Lunge mit allergischem Schock, allergischer Schnupfen, Nasenverstopfung, Ohrensausen, Geschmacksveränderungen, rheumatische Gelenkentzündung, Gelenkschmerz, Fieber, Schuppenflechte.

Besonderheiten:
Im Verlauf der Behandlung kann es zu einem Blutharnsäureüberschuss kommen, der bei empfindlichen Patienten zu Gicht-Anfällen führen kann. Vor allem bei Patienten, die zuckerkrank sind oder an Gicht leiden, muss der Arzt regelmäßig die entsprechenden Kontrollen der Stoffwechsellage (Nüchternblutzucker, Harnsäure) durchführen.

Die Kombination kann die Symptome einer Schilddrüsenvergiftung verschleiern.

Der Wirkstoff scheint das Risiko bestimmter Formen von Hautkrebs (Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom) zu erhöhen, wenn er langfristig in höheren Dosen eingenommen wird.

Wechselwirkungen

Die Kombination kann die Wirkung und Nebenwirkungen folgender Wirkstoffe und Wirkstoffgruppen verändern:
  • Blutzuckersenker wie Insuline, Muskelrelaxanzien, saure Schmerzmittel (Salicylate), das Entwässerungsmittel Furosemid, Abführmittel, Amphotericin B (ein Pilzmittel), das Hormon ACTH, das Magenschutzmittel Carbenoloxon und Glukokortikoide (Mittel gegen Entzündungen unterschiedlichster Ursache), Lithium (Mittel gegen Depressionen) und Mittel gegen Herzmuskelschwäche (Digitalis) werden in ihrer Wirkung verstärkt.
  • Die Wirkung von Gichtmitteln kann abgeschwächt werden.
Ihrerseits werden Wirkung und Nebenwirkungen der Kombination durch andere Wirkstoffe wie folgt verändert:
  • Andere blutdrucksenkende Arzneimittel, Entwässerungsmittel (Diuretika), gefäßerweiternde Mittel und Barbiturate (Mittel gegen Krampfleiden und zur Narkose), Alkohol, tri- und tetrazyklische Antidepressiva, Medikamente gegen Psychosen und Erregungszustände wie die Phenothiazine, Betäubungsmittel und Narkosemittel wirken verstärkend.
  • Verschiedenste Schmerzmittel (Salicylate, nicht-steroidale Antirheumatika) und die Blutfettsenker Cholestyramin und Colestipol wirken abschwächend.
  • Methyldopa kann die Bildung von Antikörpern gegen Hydrochlorothiazid veranlassen, was zur Zerstörung roter Blutkröperchen führt.
  • Die Blutkonzentration von Metoprolol kann durch Alkohol, das Magenmittel Cimetidin und selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer wie Paroxetin, Fluoxetin und Sertralin erhöht werden.
Hinweise:
Ein überschießender Blutdruckanstieg droht, wenn neben der Kombination noch MAO-Hemmer (Gruppe von Mitteln gegen Depressionen) eingesetzt werden oder zusätzlich gegebenes Clonidin (ein Mittel zur Blutdrucksenkung) plötzlich abgesetzt wird.

Zu einem übermäßigen Blutdruckabfall besonders zu Behandlungsbeginn kann es kommen, wenn die Kombination zusammen mit ACE-Hemmern gegeben wird.

Gegenanzeigen

Die Kombination darf nicht angewendet werden bei:
  • Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe, gegen Betablocker, Thiazide und thiazidartige Entwässerungsmittel sowie Sulfonamide und Trimethoprim
  • einer Reizleitungsstörung am Herzen (AV-Block II. und III. Grades), einer nicht ausgeglichenen Herzmuskelschwäche, bei Herzschlagverlangsamung, niedrigem Blutdruck, bei Sinusknotensyndrom, Einrissen der Hauptschlagader, Herzklappenverengung, krankhafter Herzvergrößerung, Rechtsherzvergrößerung aufgrund von Lungenhochdruck
  • Lupus erythematodes disseminatus
  • Asthma. Die Betablocker-Wirkung kann die Atemfunktion zusätzlich hemmen.
  • peripheren Durchblutungsstörungen im Spätstadium
  • hochgradigen Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße und des Gehirns
  • schweren Nierenfunktionsstörungen mit einem Blut-Kreatinin-Wert über 1,8 bis 2 Milligramm/Deziliter beziehungsweise einer Kreatinin-Clearance von unter 30 Milliliter/Minute
  • Schock
  • Leberkoma
  • Blutkaliummangel
  • Übersäuerung des Körpers
  • Kollagenkrankheit.
Eine strenge ärztliche Abwägung von Nutzen und Risiko bezüglich der Einnahme der Kombination sollte erfolgen bei
  • älteren Patienten
  • Patienten, bei denen der Arzt einen verzögerten Abbau von Hydralazin festgestellt hat
  • Durchblutungsstörungen des Gehirns
  • Diabetes mellitus (Blutzuckerkrankheit)
  • leichteren bis mittelschweren Leber- und Nierenfunktionsstörungen
  • leichteren Erregungsstörungen am Herzen (AV-Block I. Grades)
  • Patienten, die schon einmal Hautkrebs ((Basalzellkarzinome oder Plattenepithelkarzinome) hatten
  • Patienten, die selbst oder in der Familie Schuppenflechte haben
  • Fasten oder schwerer körperlicher Belastung
  • gleichzeitiger Behandlung mit Mitteln gegen Herzschwäche (Herzglykoside), Abführmitteln und Glukokortikoiden (Mittel gegen Entzündungen unterschiedlichster Ursachen)
  • bereits aufgetretenen schweren allergischen Reaktionen oder wenn zeitgleich eine Behandlung aufgrund einer Allergie durchgeführt werden soll.
Leidet ein Patient an einem Phäochromozytom, darf die Kombination erst nach vorheriger alpha-Blockade verabreicht werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Wirkstoffkombination nicht angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder sollten die Wirkstoffkombination nicht erhalten.

Warnhinweise

  • Das Reaktionsvermögen kann durch die Behandlung mit dem Wirkstoff so weit beeinträchtigt sein, daß die Sicherheit im Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen nicht mehr gegeben ist.
  • Patienten mit AV-Block ersten Grades bedürfen der ärztlichen Kontrolle.
  • Diabetiker mit stark schwankenden Blutzuckerwerten benötigen eine regelmäßige ärztliche Kontrolle.
  • Patienten mit Tumoren der Nebennierenrinde dürfen die Kombination erst nach vorheriger Alphablockade-Behandlung erhalten.
  • Bei Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion müssen regelmäßig die Blutwerte vom Arzt kontrolliert werden.
  • Eine regelmäßige ärztliche Kontrolle der Blutzuckerwerte während der Behandlung ist nötig.
  • Asthmatiker sollten gleichzeitig vom Arzt eine Beta-2-Adrenozeptor-Agonisten-Therapie erhalten.
  • Patienten mit Überempfindlichkeitsreaktionen gegen Betablockern in der Vergangenheit müssen sorgfältig vom Arzt überwacht werden.
  • Möglicherweise besteht ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Untersuchen Sie sich regelmäßig auf neue Hautveränderungen sowie Veränderungen bestehender Muttermale. Es ist ein angemessener Schutz gegen Sonnenlicht und UV-Strahlen zu verwenden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
30 Stück Filmtablette
50 Stück Filmtablette
100 Stück Filmtablette

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Treloc sowie weitere Medikamente mit der Wirkstoffkombination Metoprolol + Hydrochlorothiazid + Hydralazin (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Filmtabletten

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.