Eine junge, in ein Tuch gehüllte Frau hält eine Kaffeetasse in der rechten Hand und greift sich mit der linken Hand ins Gesicht.
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Niedriger Blutdruck (Hypotonie): Symptome & Ursachen

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist keine Krankheit und an sich nicht gefährlich. Im Gegenteil: Ist der Blutdruck niedrig, schont das Herz und Kreislauf. Die Betroffenen sind deshalb seltener herzkrank und haben eine längere Lebenserwartung.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Mediziner*innen geprüft.

Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Trotzdem kann ein zu niedriger Blutdruck manchmal Beschwerden verursachen. Denn bei Hypotonie gelangt weniger Blut ins Gehirn, sodass es weniger Sauerstoff erhält. Auch das ist an sich nicht gefährlich, wenn man nicht gerade herzkrank ist oder schwere Arteriosklerose hat. Erst wenn man durch einen plötzlichen Blutdruckabfall kurzzeitig das Bewusstsein verliert und hinfällt, besteht das Risiko, sich zu verletzen.

Was ist niedriger Blutdruck?

Ein niedriger Blutdruck liegt vor, wenn der Druck in den Arterien (also in den Blutgefäßen, in denen das Blut vom Herzen wegfließt) unter einen bestimmten Messwert fällt. Der Fachbegriff hierfür lautet arterielle Hypotonie. Dabei gibt man den Blutdruck immer in zwei Werten an (in der Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule, mmHg):

  • Bei Frauen spricht man von Hypotonie, wenn die Blutdruckwerte unter 100 zu 60 mmHg liegen.
  • Bei Männern gilt der Blutdruck als niedrig, wenn die Blutdruckwerte unter 110 zu 60 mmHg liegen.

Warum gibt es überhaupt zwei Blutdruckwerte?

Jedes Mal, wenn sich das Herz zusammenzieht und dabei Blut aus der linken Hauptkammer in die Arterien pumpt, baut sich in den Blutgefäßen Druck auf. Der dabei erreichte maximale Druck heißt systolischer Blutdruck. Die Durchblutung der Organe, vor allem die Durchblutung des Gehirns, hängt vom systolischen Blutdruck ab.

Nachdem das Herz das Blut in die Arterien gepumpt hat, erschlafft es wieder und füllt sich erneut mit Blut. In dieser Phase fällt der Druck in den Blutgefäßen langsam ab. Der dabei erreichte niedrigste Druck heißt diastolischer Blutdruck.

Bei der Blutdruckmessung wird der höhere, systolische Wert immer zuerst angegeben.

Video: Blutdruck messen – wie geht's richtig?

Wer hat besonders oft niedrigen Blutdruck?

Meist entdeckt man eine Hypotonie zufällig bei einer Blutdruckmessung. Daher lässt sich unmöglich abschätzen, bei wie vielen Menschen der Blutdruck zu niedrig ist. Bluthochdruck

Sicher ist jedoch, dass ein zu niedriger Blutdruck nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen betrifft. Die Häufigkeit der Hypotonie ist besonders groß

Fakten über niedrigen Blutdruck
  • Ein zu niedriger Blutdruck ist an sich nicht gefährlich! Im Gegenteil: Ein dauerhaft niedriger Blutdruck ohne erkennbare Ursache kann auf ein gesünderes und längeres Leben hinweisen.
  • Um festzustellen, ob ein zu niedriger Blutdruck vorliegt, können Sie Ihren Blutdruck bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke messen lassen.
  • Mit einem elektronischen Blutdruckmessgerät können Sie Ihren Blutdruck auch selbstständig messen. Dazu legen Sie das Blutdruckmessgerät um Ihren Oberarm. Dabei sollte die Manschette etwa 2,5 Zentimeter oberhalb der Ellenbeuge enden.
  • Ein niedriger Blutdruck liegt vor, wenn der Blutdruck unter einen bestimmten Messwert fällt. Dabei handelt es sich um den bei der Blutdruckmessung üblicherweise zuerst genannten Wert (sog. systolischer Wert).
  • Dieser Grenzwert ist per Definition bei Frauen und Männern unterschiedlich. Bei Frauen spricht ein Wert unter 100 mmHg (systolisch) für einen zu niedrigen Blutdruck.
  • Bei Männern sind bereits Werte unter 110 mmHg ein Zeichen dafür, dass der Blutdruck zu niedrig ist.
  • Ein niedriger Blutdruck hat häufig keine Folgen für die Betroffenen. Meist wird er eher zufällig im Rahmen einer Blutdruckmessung entdeckt.
  • Wenn der Blutdruck sinkt, strömt allerdings weniger Blut durch das Gehirn. Die Folge: Das Gehirn erhält weniger Sauerstoff.
  • Die verminderte Durchblutung des Gehirns aktiviert das sympathische Nervensystem. Dieses bewirkt eine Gegenreaktion des Körpers: Die Herzfrequenz steigt, um den Blutmangel schnell auszugleichen.
  • Darüber hinaus kann ein niedriger Blutdruck zu Sehstörungen (Schwarzwerden vor den Augen), ...
  • ... Ohrensausen ...
  • ... oder Schwindel führen.
  • Fällt der Blutdruck plötzlich ab, kann es zum Kollaps kommen.
  • Junge, schlanke Menschen und vor allem Frauen weisen besonders häufig niedrige Blutdruckwerte auf. Vermutlich spielen erbliche Faktoren, aber auch Umwelteinflüsse und Infekte eine Rolle.
  • Was können Sie tun, wenn Sie im Rahmen einer Blutdruckmessung einen niedrigen Blutdruck feststellen?
  • Wenn bei Ihnen ein niedriger Blutdruck keine Beschwerden auslöst, ist eine Therapie nicht unbedingt erforderlich!
  • Eine Therapie ist nur dann notwendig, wenn wirklich Beschwerden auftreten. Einen niedrigen Blutdruck können Sie sowohl mit allgemeinen Maßnahmen als auch medikamentös behandeln. Dabei ist es in jedem Fall ratsam, den allgemeinen Maßnahmen den Vorzug zu geben.
  • Mit allgemeinen Maßnahmen können Sie vermeiden, dass größere Blutmengen in die Beine versacken. Zu diesen Maßnahmen zählen Wechselduschen, ...
  • ... Bürstenmassagen (zum Herzen hin), ...
  • ... Sport (z.B. Radfahren, Spazierengehen, Wandern, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen), ...
  • ... ausgewogene, eher salzreiche Ernährung (im Gegensatz zur Empfehlung einer salzarmen Ernährung bei Bluthochdruck), ...
  • ... Stützstrümpfe ...
  • ... und reichlich Flüssigkeitsaufnahme (natriumreiches Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetee sowie Obst- und Gemüsesäfte).
  • Die Allgemeinmaßnahmen dienen nicht nur allein dazu, bereits bestehende niedrige Blutdruckwerte zu behandeln, sondern beugen auch einem plötzlichen Blutdruckabfall vor!
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Zu niedriger Blutdruck und hoher Puls: So hängen die Werte zusammen

Blutdruck und Puls sind zwei unterschiedliche Messgrößen, die der Körper unabhängig voneinander nach oben oder unten reguliert. Ein niedriger Blutdruck geht also nicht automatisch mit einem niedrigen Puls einher oder umgekehrt. Stattdessen passt der Körper Blutdruck und Herzfrequenz je nach Bedarf so an, dass alle Zellen immer ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt werden.

Bei sportlicher Belastung beispielsweise benötigen die Muskeln mehr Sauerstoff. Das heißt, das Herz muss mehr Blut in die Arterien pumpen. Dazu schlägt es schneller – und der Puls steigt.

Auch ein zu niedriger Blutdruck ist oft mit einem hohen Puls verbunden: Die erhöhte Herzfrequenz soll sicherstellen, dass alle Teile des Körpers trotz Hypotonie ausreichend mit Sauerstoff versorgt sind. Damit will der Körper also einer mangelnden Durchblutung entgegenwirken.

Das heißt: Ein gleichzeitig zu niedriger Blutdruck und hoher Puls muss nicht zwangsläufig auf eine Krankheit hindeuten.

Niedriger Blutdruck: Symptome

Oft ruft niedriger Blutdruck (Hypotonie) gar keine Symptome hervor. Wenn es zu Beschwerden kommt, weil der Blutdruck zu niedrig ist, liegt das an der verminderten Durchblutung des Gehirns:

  • Bis zu 600 Milliliter Blut können in die untere Körperhälfte versacken.
  • Dies kann zusätzlich verstärkt sein durch Krampfadern sowie
  • durch eine mangelhafte Funktion der Beinmuskulatur, da diese normalerweise als Muskelpumpe den Rücktransport des Bluts aus den Beinen zum Herzen fördert.

Dabei löst ein zu niedriger Blutdruck eher unbestimmte Symptome aus. Mögliche Anzeichen einer Hypotonie sind:

An sich sind all diese Symptome ungefährlich. Wenn niedriger Blutdruck allerdings das Risiko erhöht, durch Schwindel und Ohnmacht zu stürzen und sich dabei zu verletzen, sollte man etwas dagegen tun! Auch wenn der Blutdruck bei älteren Menschen ungewohnt niedrig ist, ist eine ärztliche Abklärung nötig, weil eine Herzschwäche dahinterstecken könnte.

Plötzlicher Blutdruckabfall: Orthostatische Hypotonie

Niedriger Blutdruck kann sich auch als orthostatische Hypotonie zeigen. Deren Symptome treten auf, wenn der Körper plötzlich in die aufrechte Lage wechselt. Dann kommt es schlagartig zu einem starken Blutdruckabfall – typischerweise mit:

  • Schwindel,
  • Sehstörungen (Schwarzwerden vor den Augen),
  • Bewusstseinsstörungen und
  • Ohrensausen.

Ein plötzlich extrem niedriger Blutdruck kann auch zu Ohnmacht führen. Die Symptome sind aber nur vorübergehend: Im Liegen erholt man sich meist von selbst wieder – und die Blutdruckwerte normalisieren sich.

Weitere Bezeichnungen für die orthostatische Hypotonie sind Orthostase-Syndrom und orthostatische Dysregulation.

Niedriger Blutdruck: Ursachen

Grundsätzlich kann niedriger Blutdruck (Hypotonie) verschiedene Ursachen haben. Entsprechend unterscheiden Mediziner mehrere Formen:

  • primäre oder essenzielle Hypotonie
  • sekundäre oder symptomatische Hypotonie
  • orthostatische Hypotonie

Primäre Hypotonie

Am häufigsten entsteht niedriger Blutdruck ohne erkennbare Ursachen: Diese essenzielle oder primäre Hypotonie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Blutdruck dauerhaft zu niedrig ist.

Dauerhaft niedrige Blutdruckwerte betreffen überwiegend junge, schlanke Menschen und vor allem Frauen. Daher bezeichnen Mediziner den Zustand auch als konstitutionelle Hypotonie – das heißt: mit der körperlichen Veranlagung zusammenhängender niedriger Blutdruck. An der Entstehung einer primären Hypotonie können vermutlich erbliche Faktoren beteiligt sein.

Sekundäre Hypotonie

Wenn niedriger Blutdruck auf bestimmte Ursachen zurückzuführen ist, handelt es sich um eine sekundäre oder symptomatische Hypotonie.

In selteneren Fällen ist niedriger Blutdruck ein Anzeichen für eine Erkrankung: So kann beispielsweise eine Herz-Kreislauf-Erkrankung (wie die Herzinsuffizienz) oder eine Stoffwechselstörung (wie die Schilddrüsenunterfunktion) eine sekundäre Hypotonie verursachen.

Niedriger Blutdruck tritt auch auf, wenn die im Körper zirkulierende Blutmenge vermindert ist – zum Beispiel infolge starker Flüssigkeitsverluste. Mögliche Ursachen sind:

Zudem kann niedriger Blutdruck als Nebenwirkung mancher Medikamente entstehen.

Orthostatische Hypotonie

Macht sich niedriger Blutdruck plötzlich und vorübergehend bemerkbar – etwa, wenn man aus dem Liegen sehr schnell aufsteht – spricht das für eine orthostatische Hypotonie. Ursache für diese Sonderform ist eine Störung der Blutdruckregulation bei längerem Stehen oder bei einem plötzlichen Übergang vom Liegen zum Stehen: die orthostatische Dysregulation.

Die orthostatische Hypotonie tritt zum Beispiel oft in Stresssituationen oder in stark aufgeheizten Räumen auf: Dann sackt durch den Lagewechsel plötzlich viel Blut in die Beine. In dem Moment ist das Blut also nicht für die Gehirndurchblutung verfügbar, sodass das Gehirn weniger Sauerstoff erhält. Aufgrund der orthostatischen Dysregulation schafft der Körper es nicht, dem niedrigen Blutdruck durch erhöhten Puls oder Zusammenziehen der Arterien ausreichend gegenzusteuern.

Niedriger Blutdruck: Diagnose

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist anhand einer Blutdruckmessung feststellbar. Zur genauen Diagnose benötigt der Arzt jedoch zusätzliche Informationen, zum Beispiel zu:

  • Vorerkrankungen,
  • eingenommenen Medikamenten und
  • Essgewohnheiten.

Der zeitliche Zusammenhang zwischen einer plötzlichen Änderung der Körperlage und auftretenden Beschwerden ist typisch für Menschen, deren Blutdruck zu niedrig ist.

Ob ein zu niedriger Blutdruck die Folge einer orthostatischen Fehlregulation ist, kann der Schellong-Test zeigen: Hierbei finden mehrere Messungen von Blutdruck und Puls im Liegen und im Stehen statt. Das Verhältnis von Puls und Blutdruckwerten zueinander ermöglicht es, die Regulationsfähigkeit des Herz-Kreislauf-Systems besser zu beurteilen.

Während des Tests liegt man zuerst zehn Minuten ruhig, ehe man aufsteht und weitere zehn Minuten stillsteht. Fällt der Blutdruck im Stehen um mehr als 20 Millimeter-Quecksilbersäule (mmHg) systolisch und 10 mmHg diastolisch und treten Bewusstseinsstörungen oder Schwindel auf, spricht das für eine orthostatische Hypotonie.

Um abzuklären, ob niedriger Blutdruck eine andere Ursache hat, können weitere diagnostische Maßnahmen nötig sein – zum Beispiel ein EKG oder ein Ultraschall des Herzens.

Niedriger Blutdruck: Was tun?

Grundsätzlich gilt: Zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) erfordert nur dann eine Therapie, wenn er zu Beschwerden führt. Wenn der Blutdruck schon immer niedrig war und nie Probleme bereitet hat, muss man nichts tun.

Führt niedriger Blutdruck jedoch öfter zu Kreislaufproblemen wie Schwindel oder Müdigkeit, sollte man versuchen, den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.

Niedriger Blutdruck – welche Hausmittel helfen?

Verursacht ein zu niedriger Blutdruck Beschwerden, reichen Hausmittel beziehungsweise Allgemeinmaßnahmen bei ansonsten gesunden Personen oft aus. Ihr Ziel ist es, die Regulationsfähigkeit der Blutgefäße zu verbessern und das Versacken größerer Blutmengen in die untere Körperhälfte zu vermeiden.

Hausmittel gegen Hypotonie dienen also nicht nur allein dazu, einen schon niedrigen Blutdruck zu behandeln, sondern sollen auch einem plötzlichen Blutdruckabfall vorbeugen. Sinnvolle Allgemeinmaßnahmen sind zum Beispiel:

  • Wechselduschen (abwechselnd warm und kalt – dabei immer mit kaltem Wasser aufhören)
  • Bürstenmassagen (zum Herzen hin)
  • regelmäßige sportliche Aktivität Sport & Bewegung(z.B. Radfahren, Spazierengehen, Wandern, Tanzen, Gymnastik, Schwimmen)
  • Stützstrümpfe oder Umwickeln der Beine mit elastischen Binden bei ausgeprägten Krampfadern
  • Vermeiden von Übermüdung und Überlastung
  • eventuell Entspannungstechniken (wie autogenes Training oder Yoga), um Stress besser zu bewältigen
  • ausgewogene, eher salzreiche Ernährung (im Gegensatz zur Empfehlung einer salzarmen Ernährung bei Bluthochdruck)
  • ausreichende Flüssigkeitszufuhr (täglich mindestens 2,5 bis 3 Liter natriumreiches Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees sowie Obst- und Gemüsesäfte; Kaffee und schwarzer Tee helfen bei niedrigem Blutdruck nur vorübergehend) – Achtung: Diese Empfehlung gilt nicht für Menschen mit Herzinsuffizienz, die nicht mehr als 1 bis 1,5 Liter trinken dürfen!
  • nachts erhöhtes Lagern des Oberkörpers (auf einem Kopfkissen)

Blutdruck durch Medikamente erhöhen?

Es gibt zwar Medikamente, die den Blutdruck steigern – diese sind aber nur selten notwendig.

Nur wenn niedriger Blutdruck trotz eigener Gegenmaßnahmen weiterhin Probleme bereitet, sind Medikamente sinnvoll. Welches Mittel Sie gegen Ihre Hypotonie verordnet bekommen, hängt unter anderem davon ab, warum Ihr Blutdruck zu niedrig ist.

Eventuell erhalten Sie gegen die Hypotonie Mittel, die den Blutdruck erhöhen (Antihypotonika): Dazu zählen beispielsweise Mineralkortikoide (wie Fludrokortison) oder Sympathomimetika (wie Etilefrin). Hat Ihr niedriger Blutdruck jedoch eine bestimmte Ursache (z.B. eine Erkrankung oder Medikamente), ist es sinnvoll, gezielt gegen diese Ursache vorzugehen.

Niedriger Blutdruck: Vorbeugen

Niedriger Blutdruck (Hypotonie) muss nicht sein: Es gibt viele wirksame vorbeugende Maßnahmen gegen niedrige Blutdruckwerte und plötzliche Blutdruckabfälle. Die besten Tipps lauten:

  • Treiben Sie regelmäßig Sport.
  • Gestalten Sie Ihre Ernährung ausgewogen und eher salzreich (im Gegensatz zur Empfehlung einer salzarmen Ernährung bei Bluthochdruck).
  • Nehmen Sie, wenn Sie keine Herzschwäche haben, täglich mindestens zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit zu sich.
  • Stellen Sie das Wasser beim Duschen das Wasser abwechselnd warm und kalt (beenden Sie das Wechselduschen immer mit kaltem Wasser).
  • Massieren Sie sich regelmäßig mit einer Bürste (führen Sie die Bürste dabei zum Herzen hin),
  • Liegen Sie nachts mit erhöhtem Oberkörper (verwenden Sie ein Kopfkissen).
  • Falls Sie ausgeprägte Krampfadern haben: Trage Sie Stützstrümpfe oder umwickeln Sie Ihre Beine mit elastischen Binden.
  • Vermeiden Sie Übermüdung und Überlastung.
  • Erlernen Sie eventuell Entspannungstechniken (z.B. autogenes Training oder Yoga), um Stresssituationen besser zu bewältigen.

Bedeutet ein zu niedriger Blutdruck ein Sturzrisiko, können Sie außerdem möglichen Folgeschäden durch Stürze vorbeugen, indem Sie entsprechende Verhaltensweisen beachten:

  • Wenn Sie wegen Ihrer Hypotonie bereits einen Kollaps beziehungsweise Ohnmachtsanfall hatten, seien Sie besonders achtsam und vermeiden Sie schnelle Lagewechsel. Dabei ist es besonders wichtig, nicht plötzlich aus dem Liegen aufzustehen.
  • Legen Sie sich am besten bei den ersten Anzeichen für einen drohenden Blutdruckabfall (Schwindel, Ohrensausen, kalter Schweiß) sofort hin und lagern Sie die Beine etwa in einem Winkel von 45 Grad hoch. Durch das in den Oberkörper zurückfließende Blut ist Ihr Gehirn so besser durchblutet – die Beschwerden lassen nach.