Endoxan Lyophilisat 1 g/ -2 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung

Von: Andrea Lubliner (Pharmazeutin und Fachtexterin für medizinische Fachtexte)
Letzte Aktualisierung: 23.10.2016
Hersteller: Baxter Oncology GmbH
Wirkstoff: Cyclophosphamid
Darreichnungsform: Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
Rezeptpflichtig

Wirkung

Endoxan Lyophilisat 1 g/ -2 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung enthält den Wirkstoff Cyclophosphamid. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Endoxan Lyophilisat 1 g/ -2 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung.

Cyclophosphamid wird als Injektion meist in Kombination mit weiteren Zytostatika zur Behandlung folgender Tumoren verwendet:
  • Blutkrebs (akute lymphatische Leukämie) zur Rückbildung und Erhaltung des Genesungszustandes sowie bei der chronischen Form, wenn die Standardtherapie (Chlorambucil/Prednison) versagt hat
  • Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin) und Lymphdrüsenkrebs, der nicht der Form des Morbus Hodgkin entspricht (Non-Hodgkin-Lymphome), wobei der Wirkstoff hier auch allein zum Einsatz kommen kann
  • einer speziellen Form des Lymphzellkrebses (Plasmozytom), auch in Kombination mit Prednison
  • Brustkrebs nach Tumorentfernung oder Entfernung der gesamten Brust sowie bei der nur noch pflegenden Behandlung dieser Krebsform (palliative Therapie), wenn sie unheilbar ist (diese Anwendungen können auch in Tablettenform erfolgen)
  • fortgeschrittener Krebs der Eierstöcke
  • kleinzelliger Krebs der Bronchialschleimhaut
  • Knochenkrebs (Ewing-Sarkom und Osteosarkom)
  • Krebs von Nervenzellen, meist im Gehirn (Neuroblastom)
  • Muskelkrebs (Rhabdomyosarkom) bei Kindern.
Darüber hinaus kommt der Wirkstoff vorbereitend bei Fremdspenden von Knochenmark zum Einsatz, um das körpereigene Abwehrsystem auszuschalten. Solche Knochenmarksspenden sind bei bestimmten Formen der Blutarmut und des Blutkrebses üblich (schwere aplastische Anämie, akute und chronische myeloische und akute lymphoblastische Leukämie).

Des Weiteren kann Cyclophosphamid als Injektion oder in Tabletten bei bedrohlich verlaufenden Autoimmunkrankheiten wie schweren und fortschreitenden Formen von Lupus-Nephritis und Wegener-Granulomatose angewendet werden. Eine Behandlung dieser Krankheitsbilder mit dem Wirkstoff sollte jedoch nur durch Ärzte erfolgen, die über spezielle Erfahrungen zu den Krankheitsbildern und zu Cyclophosphamid verfügen.

Die Anwendung von Cyclophosphamid im Rahmen der Vorbereitung einer Knochenmarktransplantation ist Spezialkliniken vorbehalten, die über entsprechende Sachkenntnis und Ausstattung zur Durchführung von Fremdspenden von Knochenmark verfügen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Cyclophosphamid sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Abführmittel, Zytostatika, zu welcher der Wirkstoff Cyclophosphamid gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • akute lymphatische Leukämie
  • Lymphdrüsenkrebs (Morbus Hodgkin und Non-Hodgkin-Lymphome)
  • chronisch lymphatische Leukämie (CLL), die durch die übliche Behandlung mit Chlorambucil/Prednison nicht geheilt werden konnte
  • spezielle Krebsform der Lymphdrüsenzellen (Plasmozytom)
  • Brustkrebs nach Entfernung des Tumors beziehungsweise der Brust und fortgeschrittene, unheilbare Formen
  • fortgeschrittener Eierstockkrebs
  • kleinzelliges Bronchialkarzinom
  • Knochenkrebs, Knochenkrebs der Form Ewing-Sarkom
  • spezielle Krebsform des Gehirns (Neuroblastom)
  • Muskelkrebs bei Kindern
  • Vorbereitung einer Knochenmark-Fremdspende bei bestimmten Formen der Blutarmut und des Blutkrebses
  • Autoimmunerkrankung der Niere (Lupus-Nephritis) - schwere und fortschreitende Formen
  • Gefäßentzündungen in den oberen und unteren Atemwegen als Ausdruck einer Autoimmunerkrankung - schwere und fortschreitende Formen

Dosierung

Die Dosierung des Medikaments richtet sich nach der Art der Erkrankung, dem Erkrankungsgrad, dem Alter und dem Zustand des Patienten. Die geeignete Wahl des Kombinationspräparats für Cyclophosphamid setzt entsprechende Spezialkenntnisse voraus, da die Behandlungsergebnisse von der Grunderkrankung und deren Stadien abhängen und je nach Kombinationspräparat zum Teil sehr unterschiedlich sein können.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Mannitol

Nebenwirkungen

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Hemmung der Knochenmarksfunktion, Mangel an weißen Blutkörperchen, Mangel an Neutrophilen, Mangel an Blutplättchen, Fehlen von Granulozyten, Blutarmut, Mangel an allen Blutzellen, verringerter Blutfarbstoff, Schwäche der körpereigenen Abwehr, Haarausfall, Blasenentzündung mit und ohne (geringe) Blutungen, Fieber.

Häufige Nebenwirkungen:
Infektionen, Fieber durch Neutrophilen-Mangel, Essenverweigerung, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Verstopfung, Mundschleimhautentzündung, Leberfunktionsstörungen, blutige Blasenentzündung (in Einzelfällen mit Todesfolge), viel Blut im Urin, Störungen der Spermienproduktion, Schwäche, Müdigkeit, Unwohlsein, Entzündung der Schleimhaut.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Lungenentzündung, Blutvergiftung, Überempfindlichkeit, Nervenstörungen in Armen und Beinen, allgemeine Nervenfunktionsstörungen, Nervenschmerzen, Taubheit, Herzmuskelerkrankung, Herzmuskelentzündung, Herzversagen (in Einzelfällen mit Todesfolge), Hitzegefühl, niedriger Blutdruck, Zyklusstörungen.

Seltene Nebenwirkungen:
zusätzliche Krebsformen (Blutkrebs, Blasenkrebs, Harnleiterkrebs), Austrocknung, Schwindel, unscharfes Sehen, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen (wie Kammerrasen oder Kammerflimmern), nicht-bakterielle Lungenentzündung, Verstopfungen der Lebervene (bei Hochdosierung und Kombination mit Busulfan oder bei Ganzkörperbestrahlung), erhöhte Leberwerte (Bilirubin, GOT, GPT, gamma-GT, alkalische Phosphatase), Hautentzündungen,Ausschlag, Veränderung der Hautfarbe an Handflächen, Fingernägeln und Fußsohlen, Ausbleiben der Regelblutung, Fehlen von Spermien, geringe Spermienzahl, Brustschmerzen.


Sehr seltene Nebenwirkungen:
Schock durch Blutvergiftung, Fieber durch massenhaften Zerfall von Tumorzellen, gestörte Blutgerinnung, Harnvergiftung (hämolytisch-urämisches Syndrom), allergische Reaktion (bis zum Schock), Störung der Wasserregulation im Körper, Natriummangel im Blut, Wasseransammlung im Gewebe (Ödeme), Verwirrung, Krampfanfälle, Funktionsstörungen des Gehirns, Lähmungen, Sehstörungen, Bindehautentzündung, Augenschwellung, Herzrhythmusstörung (supraventrikuläre Arrhythmie), Vorhofflimmern, Herzstillstand,Herzinfarkt, Blutgefäßverstopfung, Bluthochdruck, Blutdruckabfall, blutige Dickdarmentzündung, akute Bauchspeicheldrüsenentzündung, Wasserbauch, Schleimhautgeschwüre, Magen-Darm-Blutungen, Aktivierung einer Virus-Leberentzündung, Leberschwellung, Gelbsucht, schwere Hautreaktionen (Stevens-Johnson-Syndrom, Toxische Epidermale Nekrolyse), Blutung in der Schleimhaut der Harnwege, Wassereinlagerung in der Blasenwand, Entzündung und Verhärtung der Blase, Nierenversagen, erhöhte Kreatinin-Werte im Blut, Schädigung des Nierengewebes (Tubulusnekrose), Kopfschmerzen, Schmerzen, Versagen mehrere Organe, Blutgefäßentzündung, Blut im Urin durch ein Tumorlyse-Syndrom.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Lymphdrüsenschwellung, Fortschreiten vorhandener Krebserkrankungen, Knochenkrebs, Nierenzellkrebs, Nierenbeckenkrebs, Schilddrüsenkrebs, Krebs bei den Nachkommen, Mangel an Granulozyten, Mangel an Lymphzellen, "Wasservergiftung", veränderter Blutzuckerspiegel, Nervengiftigkeit, Schmeckstörungen, leberbedingte Gehirnerkrankung, vorübergehende Gehirnerkrankung (posteriores Leukenzephalopathie-Syndrom), Muskelbeschwerden, Empfindungsstörungen, Zittern, Riechstörung, verstärkter Tränenfluss, Ohrensausen, Herz-Schock, Herzzwischenwand-Erguss, Herztamponade, Herzmuskelblutung, Linksherzversagen, verlangsamter Herzschlag, Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung im EKG), verminderte Herzleistung, Lungenembolie, Venenverstopfung, Blutgefäßentzündung, Durchblutungsstörungen des Gewebes, Verhärtung der Lunge (chronische interstitielle Lungenfibrose), Wasseransammlung in der Lunge, Lungenhochdruck, Bronchialkrämpfe, Atembeschwerden, Sauerstoffmangel im Blut, Husten, unbestimmte Lungenfunktionsstörungen, Schwellung der Nasenschleimhäute, Nasenbeschwerden, Mund-Rachen-Schmerzen, Naselaufen, Niesen, Erkrankung der Lungenvenen, Entzündung der Lungenbläschen (auch allergisch), Lungenentzündung, Brustfellerguss, Bauchschmerzen, Entzündung der Ohrspeicheldrüse, (Dick)darmentzündung, Blinddarmentzündung, Leberentzündung (auch mit Gallenstau oder Zellauflösung), Gallenstau, Leberversagen, Hautschäden an bestrahlten Stellen, Verbrennungen an bestrahlten Stellen, Juckreiz (inklusive entzündlichem Juckreiz) Hautrötung, Hautausschlag, Missempfindungen an Hand- und Fußsohlen, Nesselsucht, Bläschenbildung, Hautrötung, Gesichtsschwellung, übermäßige Schweißbildung, Zerfall von Muskelgewebe, Hautverhärtung, Muskelkrämpfe, Mueklschmerzen, Gelenkschmerzen, Störung der Filtrationstätigkeit der Niere, Nierenerkrankung, blutige Harnröhrenentzündung, Blasenentzündung mit Geschwulsten, Zusammenziehung der Harnblase, nierenbedingter übermäßiger Durst, entartete Zellen in der Harnblasenschleimhaut, erhöhter Harnstoff-Wert im Blut, Unfruchtbarkeit, Zyklusbeschwerden, Schwache der Eierstöcke, zu geringe Monatsblutung, Hodenschrumpfung, zu wenig weibliches Geschlechtshormon im Blut, Hypophysenhormon Gonadotropin im Blut erhöht, Fruchttod im Mutterleib, Missbildung des Kindes, Wachstumsverzögerung des Ungeborenen, Reaktionen an der Injektions- oder Infusionsstelle (Gewebstod, Entzündung, Schmerzen, Schwellung, Hautrötung, Wassereinlagerungen in das Gewebe), Grippe-ähnliche Erkrankung, Hinfälligkeit, verzögerte Wundheilung, veränderte Laborwerte (erhöhter Lactatdehydrogenase-Spiegel im Blut, C-reaktives Protein erhöht).

Besonderheiten:
Die Blutbildveränderungen können mit und ohne Fieber auftreten und bergen die Gefahr von zum Teil lebensbedrohlichen Infektionen sowie eines erhöhten Blutungsrisikos.

Im Allgemeinen sind die Nebenwirkungen umso stärker, je höher die Dosierung des Wirkstoffs gewählt wird; sie bilden sich aber nach Therapie-Ende zurück.

Wechselwirkungen

Die blutzuckersenkende Wirkung von Sulfonylharnstoffen kann durch Cyclophosphamid verstärkt werden, ebenso die schädigende Wirkung auf das Knochenmark bei gleichzeitiger Gabe des GichtmittelsAllopurinol oder des Entwässerungsmittels Hydrochlorothiazid.

Eine vorausgehende oder gleichzeitige Behandlung mit den AntiepileptikaPhenobarbital und Phenytoin, mit Benzodiazepinen und Chloralhydrat (Beruhigungs- und Schlafmittel) oder mit dem GlukokortikoidDexamethason kann die Wirkung und die Nebenwirkungen von Cyclophosphamid verstärken. Auch das AntibiotikumChloramphenicol hat diesen Effekt.

Weil Cyclophosphamid die körpereigene Abwehr unterdrückt, ist bei aktiven Impfstoffen mit einer verminderten Wirksamkeit und bei Lebendimpfstoffen mit einer Infektion durch den Impfstoff zu rechnen.

Bei gleichzeitiger Gabe bestimmter Muskelrelaxanzien (beispielsweise Succinylcholin) kann es zu einem länger anhaltenden Atemstillstand kommen.

Antibiotika aus der Wirkstoffgruppe der Anthrazykline und das ZytostatikumPentostatin können die herzschädigende Wirkung von Cyclophosphamid verstärken. Eine Verstärkung wird auch bei vorhergehender Bestrahlungsbehandlung der Herzregion angenommen.

Die gleichzeitige Gabe von Indometacin (Entzündungshemmer, Antirheumatikum) sollte durch den Arzt sehr vorsichtig erfolgen, da es in einem Einzelfall zu einer akuten Überwässerung des Körpers kam.

Bei einer besonderen Form des Blutkrebses (chronische myeloische Leukämie) beeinträchtigt eine vorausgegangene Therapie mit Busulfan die Erfolgsaussichten einer Knochenmarktransplantation nach dem Einsatz von Cyclophosphamid.

Eine häufige Nebenwirkung von Cyclophosphamid sind Entzündungen der Darmschleimhaut. Bei gleichzeitiger Gabe des HerzglykosidsDigoxin wird dieses schlechter in den Körper aufgenommen und es kann daher zu Unterdosierungen kommen.

Ganz allgemein sollte bei einer Behandlung mit Cyclophosphamid auf den Genuss alkoholischer Getränke verzichtet werden. Wegen der Möglichkeit einer verminderten Verstoffwechselung und damit verminderten Wirksamkeit von Cyclophosphamid durch eine in Grapefruits enthaltene Substanz sollte auf den Genuss von Grapefruits oder Grapefruitsaft verzichtet werden.

Gegenanzeigen

Cyclophosphamid darf nicht angewendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • schwerer Beeinträchtigung der Knochenmarksfunktion (insbesondere bei Patienten, die mit Zytostatika oder Bestrahlungen vorbehandelt wurden)
  • Blasenentzündung
  • Harnabflussbehinderungen
  • bestehenden Infektionen.
Nur mit besonderer Vorsicht darf der Wirkstoff eingesetzt werden bei geschwächten und älteren Patienten sowie bei solchen, die zuvor eine Bestrahlungsbehandlung erhielten. Besondere ärztliche Vorsicht ist ebenfalls bei Patienten mit geschwächter körpereigener Abwehr geboten wie beispielsweise Zuckerkrankheit sowie chronischen Leber- oder Nierenerkrankungen.

Weil Cyclophosphamid die Stoffwechselkrankheit Porphyrie hervorrufen kann, müssen Patienten mit dieser Krankheit bei der Behandlung besonders sorgfältig vom Arzt beobachtet werden.

Vor allem bei höherer Dosierung des Wirkstoffs ist auf sorgfältige Mundpflege zu achten. Vor Behandlungsbeginn müssen etwaige Infektionen ausheilen.

Während der Behandlung sollte der Arzt regelmäßig das Blutbild und die Urinzusammensetzung kontrollieren. Besonders die weißen Blutkörperchen müssen regelmäßig, gegebenenfalls täglich (bei Zeichen einer Knochenmarkschädigung) im Arztlabor überwacht werden. Wenn Zeichen einer Knochenmarkschädigung bestehen, ist auch eine häufigere Kontrolle der roten Blutkörperchen und Blutplättchen nötig.

Vor Therapiebeginn sind mögliche Abflußbehinderungen der ableitenden Harnwege (Harnleiter, Blase, Harnröhre) vom Arzt auszuschließen und gegebenenfalls Störungen des Mineralhaushalts durch eine geeignete Therapie zu beseitigen. Vor, während und nach der Gabe von Cyclophosphamid müssen die Patienten auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gute Ausscheidungsfunktion achten. Tritt während der Behandlung eine Blasenentzündung mit Blutabsonderungen auf, sollte der Arzt die Therapie bis zur Normalisierung abbrechen.

Patienten mit einer vorbestehenden Leberentzündung sollten vom Arzt besonders sorgfältig überwacht werden, da die Krankheit nach Ende der Therapie mit Cyclophosphamid wieder aufflammen kann.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Behandlung mit Cyclophosphamid kann bei Frauen schädigend auf das Erbgut wirken. Ist die Behandlung einer Patientin während der ersten drei Schwangerschaftsmonate unumgänglich, ist eine medizinische Beratung zur Schwangerschaftsunterbrechung zwingend erforderlich.

Ist eine Therapie ab dem vierten Monat der Schwangerschaft dringlich und die Frau möchte das Kind behalten, muss der Arzt auf das geringe, aber nicht auszuschließende Risiko von Auffälligkeiten der Kinder hinweisen.

Ansonsten ist darauf zu achten, dass Frauen, die mit Cyclophosphamid behandelt werden, während und bis sechs Monate nach der Behandlung nicht schwanger werden. Tritt während der Behandlung dennoch eine Schwangerschaft ein, so sollte die Möglichkeit einer Erbgutuntersuchung genutzt werden.

Auch bei Männern kann der Wirkstoff das Erbgut verändern. Daher sollten Patienten während und sechs Monate nach der Behandlung keine Kinder zeugen.

Da Cyclophosphamid in die Muttermilch übertritt, darf während der Behandlung nicht gestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Auch bestimmte Krankheitsbilder bei Kindern können mit dem Wirkstoff behandelt werden.

Warnhinweise

  • Übelkeit, Erbrechen und dadurch möglicherweise auftretende Kreislaufschwäche können Autofahren und das Bedienen von Maschinen gefährlich machen.
  • Kommt es bei der Behandlung zu einer Blasenentzündung mit Blutabsonderung, ist die Therapie bis zur Normalisierung abzubrechen.
  • Bei männlichen und weiblichen Patienten im geschlechtsreifen Alter sind während und bis mindestens sechs Monate nach Beendigung der Therapie empfängnisverhütende Maßnahmen vorzunehmen.
  • Während der Behandlung mit dem Medikament sollten regelmäßige ärztliche Kontrollen von Blutbild und Urinzusammensetzung erfolgen.
  • Das Medikament darf nur von erfahrenen Ärzten angewendet werden.
  • Vor, während und nach der Anwendung des Medikaments ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und gute Ausscheidungsfunktion zu achten.
  • Besonders bei höherer Dosierung des Medikaments ist auf eine sorgfältige Mundpflege zu achten, um Infektionen zu verhindern.
  • Während der Behandlung mit dem Medikament darf kein Alkohol getrunken und es sollte auf Grapefruits und Produkte daraus verzichtet werden.
  • Das Medikament kann eine akute Porphyrie verschlimmern.
  • Das Medikament darf nicht wärmer als 25 Grad gelagert werden.
  • Ist der Wirkstoff des Medikaments geschmolzen (verflüssigt), darf es nicht mehr verwendet werden.
  • Die fertige Lösung muss bei zwei bis acht Grad im Kühlschrank aufbewahrt und binnen 24 Stunden verbraucht werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Flasche Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung)
1 Flasche Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
1000 Milligramm Cyclophosphamid
1 Flasche Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
2000 Milligramm Cyclophosphamid

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Endoxan Lyophilisat 1 g/ -2 g Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Cyclophosphamid (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
überzogene Tabletten

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihre*n Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.