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Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität)

Letzte Änderung:
Zuletzt bearbeitet von Astrid Clasen • Medizinredakteurin

Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität) ist für Mann und Frau häufig sehr belastend: Keine Kinder bekommen zu können ist auch heute noch für viele Menschen ein Makel, über den sie nicht gerne sprechen. Ein offener Umgang mit dem Thema ist jedoch wichtig: Nur so lässt sich klären, warum es mit dem Kinderkriegen nicht klappt und ob es möglich ist, dies zu beheben.

Überblick

Auch wenn der Versuch, eine Schwangerschaft herbeizuführen, zunächst erfolglos bleibt, bedeutet dies noch lange nicht, dass ein Paar ungewollt kinderlos bleiben muss: Von einer Sterilität ist erst dann auszugehen, wenn es bei einem Paar innerhalb eines Jahres trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht zur Schwangerschaft kommt. Spätestens dann ist es ratsam, die Gründe für die Unfruchtbarkeit abzuklären, damit ein unerfüllter Kinderwunsch eventuell doch noch in Erfüllung gehen kann.

Die Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit sind vielfältig – und immer bei beiden Partnern zu suchen: Wenn Ärzte einer Unfruchtbarkeit auf den Grund gehen, werden sie bei Männern und Frauen etwa gleich häufig fündig. In etwa jedem fünften Fall von ausbleibender Schwangerschaft sind Mann und Frau gleichzeitig unfruchtbar oder nur eingeschränkt fruchtbar. Neben körperlichen Ursachen kann noch vieles mehr hinter einer Infertilität oder Sterilität stecken, zum Beispiel:

Oftmals gelingt es, die Ursache der Unfruchtbarkeit erfolgreich zu behandeln und ein Kind letztlich doch auf natürlichem Weg zu zeugen. Ist die Sterilität oder Infertilität nicht zu beheben, entscheiden sich manche Paare gegen Nachwuchs oder versuchen, ein Kind zu adoptieren.

Wer sich mit seiner Unfruchtbarkeit nicht abfinden möchte, hat noch eine weitere Möglichkeit: Neben Frauenärzten (Gynäkologen) und Fachärzten für Männerheilkunde (Urologen oder Andrologen) steht für ungewollt kinderlose Menschen eine speziell ausgerichtete Fachrichtung zur Verfügung – die sogenannte Reproduktionsmedizin. Je nachdem, welche Ursachen die Kinderlosigkeit hat, besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, über eine künstliche Befruchtung trotz Sterilität oder Infertilität doch noch eine Schwangerschaft herbeizuführen.

Definition

Unfruchtbarkeit bezeichnet die Unfähigkeit, sich fortzupflanzen. Dabei unterscheiden Mediziner (v.a. bei der Frau) zwischen den Begriffen Sterilität und Infertilität:

Für eine Unfruchtbarkeit beim Mann verwenden Ärzte die Begriffe Infertilität und Sterilität oft gleichbedeutend.

Häufigkeit

Bei Unfruchtbarkeit sind genaue Angaben zur Häufigkeit schwierig: In Deutschland sind etwa 15 Prozent der Paare ungewollt kinderlos. Die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich noch höher, weil viele Betroffene das Thema Infertilität beziehungsweise Sterilität nach wie vor häufig als Tabu behandeln. Es ist davon auszugehen, dass ein unerfüllter Kinderwunsch wie folgt bedingt ist:

Ursachen

Eine Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität) kann durch viele verschiedene Faktoren entstehen. Dabei können die Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit ebenso beim Mann wie bei der Frau liegen. Beide Geschlechter sind etwa gleich häufig unfruchtbar. Bei etwa jedem fünften Paar, das ungewollt kinderlos ist, ist sowohl die Frau als auch der Mann nur eingeschränkt fruchtbar.

Ursachen bei beiden Partnern

Bei Kinderlosigkeit aufgrund einer Unfruchtbarkeit sind die Ursachen daher immer bei beiden Partnern zu suchen. Dabei kann eine Sterilität der Frau andere Gründe haben als eine Infertilität beim Mann; manche Faktoren können hingegen Männer und Frauen unfruchtbar machen.

Besonders häufige Ursachen für Unfruchtbarkeit bei beiden Partnern sind zum Beispiel:

Unfruchtbarkeit beim Mann

Ist ein unerfüllter Kinderwunsch nicht auf eine Infertilität oder Sterilität der Frau zurückzuführen, spricht dies für eine Unfruchtbarkeit beim Mann. Die Ursachen für eine solche Zeugungsunfähigkeit sind vielfältig. Dabei sind Männer meist zeugungsunfähig, weil die Bildung normaler, gut beweglicher Samenzellen (Spermien) eingeschränkt ist. Im Normalfall:

Des Weiteren kann die Unfruchtbarkeit beim Mann dadurch bedingt sein, dass die Samenwege verlegt sind. Das bedeutet, dass die Hoden zwar genügend Samenzellen bilden, ihr Weg durch die Samenleiter oder Nebenhodengänge jedoch versperrt ist (z.B. durch eine entzündlich bedingte Verklebung der Samenleiter).

Mögliche Gründe für eine Unfruchtbarkeit beim Mann sind:

Oft (in schätzungsweise bis zu 60%) gelingt es bei nachweislicher Unfruchtbarkeit jedoch nicht, beim Mann die genauen Ursachen hierfür festzustellen: In dem Fall liegt eine sogenannte idiopathische Sterilität vor.

Unfruchtbarkeit bei der Frau

Anders als bei Männern unterscheiden Mediziner bei Frauen meist, ob eine Unfruchtbarkeit bedingt ist durch eine Sterilität (d.h. die Unfähigkeit, ein Kind zu empfangen) oder durch eine Infertilität (d.h. die Unfähigkeit, ein Kind auszutragen). Beides kann unterschiedliche Gründe haben.

Häufige Ursachen für die Unfruchtbarkeit bei der Frau sind:

Symptome

Eine Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität) kann sich durch verschiedene körperliche Symptome zeigen. Im Allgemeinen verspüren aber sowohl Männer als auch Frauen, die unfruchtbar sind, deswegen keine besonderen Beschwerden.

Bleibt ein Paar wegen einer Unfruchtbarkeit der Frau ungewollt kinderlos, können möglicherweise starke Zyklusschwankungen, übermäßige Behaarung oder ausgeprägte Akne auf hormonelle Funktionsstörungen bei der Frau hinweisen. Wenn Frauen krampfartige Menstruationsschmerzen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr haben, ist dies unter Umständen Anzeichen für eine Endometriose, die häufig zu einer Sterilität der Frau führt.

Für eine Unfruchtbarkeit beim Mann können eine Größenveränderung der Hoden sowie eine starke Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme als Anhaltspunkte dienen. Wenn nicht gerade eindeutige Symptome – also Probleme beim Samenerguss (Ejakulation) oder Erektionsstörungen – bestehen, bleibt eine männliche Sterilität allerdings bis zur Untersuchung einer Samenprobe im Labor oft unentdeckt.

Diagnose

Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität) lautet die Diagnose, wenn eine Schwangerschaft trotz ungeschütztem regelmäßigem Geschlechtsverkehr über ein bis zwei Jahre ausbleibt. In diesem Fall ist es ratsam, dass sich beide Partner ärztlich untersuchen lassen, um die Ursache für die ungewollte Kinderlosigkeit herauszufinden:

Bei Unfruchtbarkeit eines Paares beginnt die weitere Diagnose mit einem ausführlichen Gespräch, um zunächst den allgemeinen Zustand der Betroffenen abzuklären: Bestehende Krankheiten (wie Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankung, ...), Kinderkrankheiten (z.B. Mumps), Operationen (z.B. Leistenbruch-OP, Gebärmutter-OP bei der Frau, ...), Lebensgewohnheiten (wie Rauchen, Alkoholkonsum, Sport, ...), mögliche seelische Belastungen in Beruf, Familie oder Partnerschaft und so weiter – all diese Informationen können dabei helfen, die möglichen Gründe für eine Infertilität oder Sterilität aufzudecken.

Es folgt eine gründliche körperliche Untersuchung, die es erlaubt, die Ursache der Unfruchtbarkeit weiter einzugrenzen. Um eine Infertilität oder Sterilität bei Mann oder Frau festzustellen oder auszuschließen, sind zudem einige spezielle Untersuchungen sinnvoll.

Untersuchungen beim Mann

Bei der Frau kommen im Fall einer Unfruchtbarkeit teils andere Untersuchungen zum Einsatz als beim Mann. Eine mögliche Zeugungsunfähigkeit kann der Arzt beim Mann anhand folgender Untersuchungen feststellen beziehungsweise ausschließen:

Untersuchungen bei der Frau

Bei einer Unfruchtbarkeit sind folgende Untersuchungen hilfreich, um bei der Frau körperliche Ursachen für die Infertilität oder Sterilität zu diagnostizieren beziehungsweise auszuschließen:

Wenn bei Unfruchtbarkeit eines Paares der Verdacht besteht, dass die Eileiter erkrankt oder geschädigt sind, und wenn der Mann nachweislich nicht zeugungsunfähig ist, können zur Diagnose der Infertilität oder Sterilität bei der Frau weitere bildgebende und operative Untersuchungen folgen:

Therapie

Bei einer Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität) hängt die geeignete Therapie von vielen Dingen ab:

Einige Paare entscheiden sich bei einer bestehenden Unfruchtbarkeit letztlich gegen Nachwuchs, wodurch eine Therapie meist überflüssig ist, andere entschließen sich für die Adoption eines nicht leiblichen Kindes. Wiederum andere suchen Beratungsstellen und Einrichtungen auf, zum Beispiel eine Kinderwunschsprechstunde.

Sind keine körperlichen Gründe für eine Unfruchtbarkeit festzustellen, ist die ungewollte Kinderlosigkeit womöglich seelisch bedingt. Zur Therapie können in dem Fall Gespräche mit dem Partner, mit Familienangehörigen und anderen Betroffenen (in Selbsthilfegruppen, Internet-Foren usw.) hilfreich sein. Auch Entspannungsmethoden, eine psychologische Beratung oder Behandlung sowie gegebenenfalls Verfahren wie die Akupunktur können bei einer seelisch bedingten Infertilität oder Sterilität zur Behandlung beitragen.

Liegen der Unfruchtbarkeit eines Paares hormonelle Störungen zugrunde, kommen Hormonbehandlungen infrage. Wenn verklebte Eileiter oder verklebte Samenleiter für die Infertilität oder Sterilität verantwortlich sind, kann auch eine Operation sinnvoll sein, um die Ursache zu beheben.

Außerdem kann bei Unfruchtbarkeit eine künstliche Befruchtung in Betracht kommen. Unter künstlicher Befruchtung versteht man im Volksmund alle Verfahren, bei denen ein Kind nicht natürlich – also nicht durch Geschlechtsverkehr – entsteht.

Homologe Insemination

Ein Verfahren, mit dem man trotz Unfruchtbarkeit oft eine Schwangerschaft herbeiführen kann, ist die sogenannte homologe Insemination. Der Begriff "Insemination" bedeutet so viel wie "Einsetzen von Samenzellen". Bei der homologen Insemination bringt der Arzt den Samen des Mannes künstlich (also ohne Geschlechtsverkehr) in den Körper der Frau ein. Das bedeutet: Ein so gezeugtes Kind ist das leibliche Kind beider Partner. Diese Behandlung ist in etwa 5 bis 10 Prozent der Fälle erfolgreich. Dabei sind verschieden Vorgehensweisen möglich:

Bei einer Unfruchtbarkeit ist die künstliche Befruchtung durch homologe Insemination vor allem dann angebracht, wenn der Samen des Mannes für eine normale Befruchtung in zu geringer Anzahl vorhanden ist und/oder nicht beweglich genug ist. Der Vorteil der künstlichen Samenübertragung bei Infertilität des Mannes besteht darin, dass mehr Samenzellen schneller zur Eizelle gelangen als beim Geschlechtsverkehr.

Heterologe Insemination

Wenn bei Unfruchtbarkeit die Zeugungskraft des Mannes zur künstlichen Befruchtung nicht ausreicht, bietet sich die sogenannte heterologe Insemination an, um dennoch eine Schwangerschaft herbeizuführen. Dabei bringt der Arzt den Samen eines zeugungsfähigen Mannes künstlich (also ohne Geschlechtsverkehr) in den Gebärmutterhals, die Gebärmutter oder die Eileiter der Frau ein. Das so gezeugte Kind ist nicht das leibliche Kind des Mannes, sondern nur der Mutter. Die Erfolgsquote der heterologen Insemination liegt bei etwa 20 Prozent.

Gamete Intrafallopian Transfer (GIFT)

Um trotz Unfruchtbarkeit einen Kinderwunsch zu erfüllen, kommt auch ein Gamete Intrafallopian Transfer (GIFT) infrage. Hierbei gewinnt der Arzt durch eine Punktion Eizellen aus dem Eierstock der Frau. Zusammen mit den Samenzellen des Mannes spült der Arzt die Eizellen anschließend in den Eileiter: Dies geschieht entweder durch die Bauchdecke oder mithilfe eines dünnen Katheters durch den Muttermund. Die Samenzellen können dann die Eizellen im Körper der Frau befruchten. Vor einer GIFT-Behandlung ist es notwendig, die Eizellreifung durch eine hormonelle Behandlung anzuregen. Voraussetzung für die Durchführbarkeit einer künstlichen Befruchtung durch GIFT ist, dass mindestens einer der Eileiter frei durchgängig ist.

In-Vitro-Fertilisation (IVF)

Häufig gelingt es bei Unfruchtbarkeit, mithilfe der sogenannten In-Vitro-Fertilisation (IVF) ein Kind zu bekommen. In-Vitro-Fertilisation heißt übersetzt in etwa Befruchtung im Glas: In Deutschland verschmolz man im Jahr 1981 erstmals in einer Petri-Schale Eizelle und Samenzelle miteinander und setzte der Frau anschließend die befruchtete Eizelle ein. Mittlerweile ist fast jedes 80. in Deutschland geborene Kind durch diese Form der künstlichen Befruchtung entstanden.

Bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) entnimmt der Arzt der Frau unter Ultraschallkontrolle durch die Scheide einige Eizellen, um sie außerhalb ihres Körpers mit dem Samen des Mannes befruchten zu lassen. Die Samenzelle vollzieht diese Befruchtung sozusagen selber – das heißt, sie gelangt nicht über eine Spritze in die Eizelle. Zwei Tage nach der Befruchtung pflanzt der Arzt das befruchtete Ei in die Gebärmutter der Frau ein.

Die In-Vitro-Fertilisation (IVF) kommt hauptsächlich dann zum Einsatz, wenn die Unfruchtbarkeit dadurch bedingt ist, dass die Eileiter (Tuben) der Frau nicht ausreichend durchgängig sind. Die Erfolgsquote dieses Verfahrens liegt bei bis zu 40 Prozent.

In-Vitro-Maturation (IVM)

Zur Therapie einer Unfruchtbarkeit steht auch eine neuere Methode zur Verfügung, die das Verfahren der IVF ergänzt: die sogenannte In-Vitro-Maturation (IVM). Bei dieser Technik entnimmt der Arzt unreife Eizellen aus den zuvor nur wenig oder gar nicht mit Hormonen angeregten Eierstöcken der Frau. Statt die Reifung der Eizellen vor deren Entnahme durch eine Hormonbehandlung der Frau anzuregen, gibt man den Eizellen erst im Reagenzglas die natürlichen Hormone FSH und HCG zu: So reifen die Eizellen ein bis zwei Tage lang außerhalb des Körpers der Frau. Erst dann findet ihre Befruchtung mit den männlichen Samenzellen statt. Nach weiteren zwei Tagen setzt der Arzt die befruchteten Eizellen in die Gebärmutter ein.

Dass die In-Vitro-Maturation (IVM) ohne hochdosierte Hormonbehandlung der Frau auskommt, ist vor allem dann von großem Vorteil, wenn hinter der Unfruchtbarkeit polycystische Ovarien stecken oder wenn die Frau aufgrund einer Krebserkrankung eine Therapie mit chemischen Substanzen benötigt, die Krebszellen abtöten oder deren Vermehrung hemmen.

Intra-Cytoplastische-Spermien-Injektion (ICSI)

Des Weiteren steht bei Unfruchtbarkeit seit 1994 die sogenannte Intra-Cytoplastische-Spermien-Injektion in Deutschland zur Verfügung – kurz ICSI oder auch Mikroinsemination genannt. Dazu entnimmt der Arzt der Frau Eizellen durch die Scheide, um sie künstlich zu befruchten: Dabei spritzt er jede einzelne Samenzelle mithilfe einer Mikropipette direkt ins Zytoplasma der Eizelle der Frau. Nach zwei Tagen bekommt die Frau die befruchteten Zellen in die Gebärmutter eingepflanzt.

Eine Intra-Cytoplastische-Spermien-Injektion (ICSI) erfolgt zur Behandlung von Unfruchtbarkeit meist dann, wenn die Samenzellen des Mannes in ihrer Menge oder Beweglichkeit eingeschränkt sind. Die ICSI führt in etwa 40 Prozent der Fälle zum Erfolg.

Verlauf

Prognose

Soll bei Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität) eine künstliche Befruchtung den Kinderwunsch erfüllen, hängt die Prognose von der angewendeten Behandlungsmethode ab. Die meisten Methoden der künstlichen Befruchtung sind zeitaufwendig, anstrengend, seelisch belastend und haben nur mäßige Erfolgsquoten. Die von den Behandlungszentren genannten Schwangerschaftsraten sind nicht gleichzusetzen mit der sogenannten "Baby-take-home-Rate" (also der Rate von Paaren, die auch tatsächlich Eltern werden): Letztere beträgt in Deutschland derzeit 10 bis 15 Prozent. Die Erfolgsquote sinkt mit jedem Versuch und hängt unter anderem auch von der Erfahrung der Reproduktionsmediziner ab.

Komplikationen

Entscheidet sich ein Paar aufgrund einer Unfruchtbarkeit der Frau oder Zeugungsunfähigkeit des Mannes für eine künstliche Befruchtung, können im Verlauf der Behandlung oder auch später während der Schwangerschaft je nach angewendeter Methode verschiedene Komplikationen auftreten:

Vorbeugen

Einer Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität) können Sie mit verschiedenen Maßnahmen frühzeitig vorbeugen. So ist es beispielsweise empfehlenswert, entzündliche Erkrankungen rechtzeitig behandeln zu lassen. Auch eine Prävention von Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen ist sinnvoll, da sowohl Magersucht und Bulimie als auch Adipositas (Fettsucht) die Fruchtbarkeit von Mann und Frau beeinträchtigen können.

Einer Unfruchtbarkeit vorbeugen bedeutet außerdem:

Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Unfruchtbarkeit (Infertilität, Sterilität)":

Onmeda-Lesetipps:

Linktipps:

  • www.familienplanung.de/kinderwunsch/
    Hier finden Sie unabhängige und wissenschaftlich fundierte Infos der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rund ums Thema Kinderwunsch.
  • Förder-Check Hier können Sie prüfen, ob Sie in Ihrem Bundesland zusätzliche finanzielle Unterstützung für eine Kinderwunschbehandlung erhalten (ergänzend zur Kostenbeteiligung der Krankenversicherung).

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Quellen:

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2016)

Online-Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.familienplanung.de (Abrufdatum: 21.3.2016)

Goerke, K., Steller, J., Valet, A. (Hrsg.): Klinikleitfaden Gynäkologie und Geburtshilfe. Urban & Fischer, München 2015

Hautmann, R., Gschwend, J.E. (Hrsg.): Urologie. Springer, Berlin 2014

Uhl, B.: Gynäkologie und Geburtshilfe compact. Thieme, Stuttgart 2013

Goerke, K.: Leitsymptome Gynäkologie und Geburtshilfe. Urban & Fischer, München 2009

Ungewollte Kinderlosigkeit. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 20. Robert Koch-Institut, Berlin (Stand: April 2004)

Letzte inhaltliche Prüfung: 21.03.2016
Letzte Änderung: 25.02.2020