Vitamin B12

Allgemeines

Vitamin B12 wird vor allem dann gegeben, wenn ein Mangel an diesem Vitamin besteht. Der Mangel äußert sich in einer ungenügenden Bildung von Blutzellen und folglich bestimmten Formen der Blutarmut wie perniziöse Anämie, Biermer-Anämie oder Addison-Anämie.

 

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Vitamin B12-Mangel durch langandauernde Mangel- oder Fehlernährung beseitigen
  • Blutbildung anregen
  • Hauterscheinungen bei Neurodermitis und Schuppenflechte lindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Vitamin B12 im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Vitamin B12 nicht verwendet werden?

Vitamin B12 darf nur dann nicht angewendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff besteht.

Wird Vitamin B12 gegen einen entsprechenden Mangel eingenommen, können ein unzureichender Therapie-Erfolg oder die Nichteinhaltung des Behandlungsplanes ungünstige Folgen haben. Daher muss der Therapieverlauf von einem Arzt kontrolliert werden.

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die empfohlene tägliche Vitamin B12-Zufuhr in Schwangerschaft und Stillzeit beträgt vier Mikrogramm. Nach den bisherigen Erfahrungen haben höhere Dosen keine nachteiligen Auswirkungen auf das Ungeborene.

Vitamin B12 wird in die Muttermilch ausgeschieden, ist aber auch für das Kind nötig und die Aufnahme daher erwünscht.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung des Wirkstoffs ist in altersgerechter Dosierung und Arzneiform auch für Kinder geeignet.

Welche Nebenwirkungen kann Vitamin B12 haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Vitamin B12. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei der Anwendung in Form von Spritzen oder Infusionen kann es sehr selten zu einem allergischen Schock kommen. Sehr selten treten Akne und Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ekzeme und Nesselsucht auch bei der äußerlichen Anwendung auf.

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Vitamin B12?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Es sind keine Wechselwirkungen von Vitamin B12 mit anderen Substanzen bekannt.

 

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Vitamin B12 wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

 

 

Welche Medikamente beinhalten Vitamin B12?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Vitamin B12 enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

 
Medikament
Darreichungsform
Ampullen
Cytobion 300μg Dragees
Dragees
Injektionslösung
Vitamin B12-ratiopharm N
Injektionslösung

 

So wirkt Vitamin B12

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Vitamin B12. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen blutbildende Mittel, Vitamine, zu welcher der Wirkstoff Vitamin B12 gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Vitamin B12

Vitamin B12 wird vor allem dann gegeben, wenn ein Mangel an diesem Vitamin besteht. Der Mangel äußert sich in einer ungenügenden Bildung von Blutzellen und folglich bestimmten Formen der Blutarmut wie perniziöse Anämie, Biermer-Anämie oder Addison-Anämie.

Weiterhin können mit dem Vitamin Nervenstörungen wie die sogenannte funikuläre Spinalerkrankung behoben werden. Diese äußert sich in Gangunsicherheit, Fehlempfindungen wie Kribbeln und Ameisenlaufen in der Haut sowie Empfindungsstörungen oder -verlust. Diese Krankheit ist ebenfalls auf eine jahrelange Unterversorgung mit Vitamin B12 zurückzuführen.

Ist Fehlernährung wie beispielsweise bei langjähriger vegetarischer Diät die Ursache, kann der Wirkstoff in Form von Tabletten, Dragees oder Tropfen angewendet werden.

Vitamin B12-Mangel kann jedoch auch andere Ursachen haben. So ist die Aufnahme des Vitamins durch die Darmwand behindert oder unmöglich, wenn beispielsweise ein notwendiger Transportstoff (Intrinsic Factor) in ungenügenden Mengen produziert wird oder eine Zöliakie (Sprue) besteht, eine Erkrankung im Endabschnitt des Dünndarmes. Auch der Befall mit Fischbandwurm oder ausgeschaltete oder ausgesackte Darmabschnitte (Blind-loop-Syndrom) können zu ungenügender Vitamin-Aufnahme in den Körper führen. In allen diesen Fällen muss Vitamin B12 in Form von Injektionen gegeben werden, da diese ohne Umwege über das Verdauungssystem wirken.

Eine neue Anwendung für Vitamin B12 ist die Verarbeitung in äußerlichen Arzneiformen. Als Salbe oder Creme angewendet, lindert der Wirkstoff die entzündlichen Hauterscheinungen bei Schuppenflechte und Neurodermitis.

 

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Vitamin B12 sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Vitamin B12

Vitamin B12 ist ein Wirkstoff, den der Körper nicht selbst herstellen kann und der daher über die Nahrung aufgenommen werden muss. Als Vitamin B12-haltige Produkte sind Leber, Niere, Herz, Fisch, Austern, Milch, Eigelb und Muskelfleisch bekannt. Die Aufnahme von Vitamin B12 erfolgt überwiegend im Dünndarm. Sie funktioniert aber nur dann, wenn das Vitamin zuvor mit einem im Magen gebildeten Transportstoff (Intrinsic Factor) eine Verbindung eingegangen ist. Es wird nur diejenige Menge Vitamin B12 in den Körper aufgenommen, die zur täglichen Bedarfsdeckung notwendig ist (etwa ein Mikrogramm). Alles, was diese Menge überschreitet, wird mit dem Urin wieder ausgeschieden, da das Vitamin wasserlöslich ist.

Vitamin B12 ist ein zentraler Bestandteil eines Enzyms, das im Fettstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus ist Vitamin B12 auch an der Bildung von Myelin beteiligt. Dieses Eiweiß umhüllt die langen Nervenfasern des Körpers und erhöht damit die Leitungsgeschwindigkeit von Nervenimpulsen. Bei einer unzureichenden Myelin-Bildung kommt es zu neurologischen Störungen und Ausfallerscheinungen, die sich in Missempfindungen wie Kribbeln, Brennen und Taubheitsgefühl äußern können. Cyanocobalamin kann deshalb auch zur Behandlung solcher Myelin-Bildungsstörungen, wie sie bei der funikulären Spinalerkrankung vorkommen, angewendet werden.

Weiter ist Vitamin B12 neben Folsäure an der Neubildung von Eiweißen beteiligt, die vor allem für die Blutbildung und die Zellreifung nötig sind. Deshalb gehört Vitamin B12 außer zu den Vitaminen auch zur Wirkstoffgruppe der blutbildenden Mittel.

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.