Terazosin

Allgemeines

Terazosin wird zum einen bei leichtem bis mittelschwerem Bluthochdruck eingesetzt, zum anderen wird es bei Symptomen der gutartigen Vorsteherdrüsenvergrößerung (benignen Prostatahyperplasie), etwa erschwertem Wasserlassen, angewendet.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Terazosin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Terazosin nicht verwendet werden?

Gegenanzeigen sind Überempfindlichkeiten gegen den Wirkstoff oder ähnliche Substanzen (Prazosin, Doxazosin), schwere Leberfunktionsstörungen sowie Kreislaufzusammenbrüche, die im Zusammenhang mit dem Wasserlassen auftreten (Miktionssynkopen).

Anwendungsbeschränkungen gelten für die gleichzeitige Anwendung von bestimmten Entwässerungsmitteln (Thiaziden) oder anderen blutdrucksenkenden Medikamenten, für Wasseransammlungen in der Lunge durch Herzklappenfehler, für bestimmte Formen der Herzschwäche, gutartige Vorsteherdrüsenvergrößerung (benigne Prostatathyperplasie) mit Stauung der oberen Harnwege, chronische Blasenentzündung oder Blasensteine.

Weitere Anwendungsbeschränkungen sind das Unvermögen, Harn auszuscheiden (Anurie), fortgeschrittenes Nierenversagen, niedriger Blutdruck, Galaktose-Unverträglichkeit und Glukose-Galaktose-Verwertungsstörungen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Terazosin sollte nicht während der Schwangerschaft und der Stillzeit angewendet werden, da noch keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendung vorliegen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff sollte nur nach sorgfältiger Überlegung bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden, da keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen.

Welche Nebenwirkungen kann Terazosin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Terazosin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Schwindel, Benommenheit, Müdigkeit, Schwächegefühl, Wahrnehmungsstörungen, Stimmungsbeeinträchtigungen, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Brustschmerzen, Herzklopfen, Atemnot, verstopfte Nase, Schnupfen, Nasenbluten, Potenzstörungen, abnorme Samenergüsse.

Gelegentliche oder weniger häufige Nebenwirkungen:
Juckreiz, Hautreaktionen, Nesselfieber, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Verstopfung, Durchfall, Erbrechen, Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Kreislaufzusammenbruch, Herzschlagbeschleunigung.

Sehr seltene oder vereinzelte Nebenwirkungen:
Vorhofflimmern, Blutbildveränderungen, allergische Reaktionen.

Nebenwirkungen ohne Angabe zur Häufigkeit:
Nervosität, Schläfrigkeit, Nasenschleimhautschwellungen, Nasennebenhöhlenentzündung, Gesichtsaufschwemmung, Gefäßerweiterung, übermäßiger Blutdruckabfall, Hautausschlag, Schwitzen, Schmerzen in den Extremitäten, Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Schulterschmerzen, Gelenkschmerzen, Gelenkentzündungen, Gelenkbeschwerden, Gicht, Ängstlichkeit, Depression, Schlaflosigkeit, Missempfindungen, Bindehautentzündung, Ohrgeräusche (Tinnitus), Bauchschmerzen, Reizmagen, Blähungen, Mundtrockenheit, Rachenentzündung, Herzrhythmusstörungen, Gefäßerweiterung,
Bronchienentzündung, Husten, häufiger Harndrang, Blaseninfektion, Harninkontinenz – insbesondere bei Frauen nach den Wechseljahren, grippeähnliche Symptome, Erkältungszeichen, Fieber.

Welche Wechselwirkungen zeigt Terazosin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gemeinsam mit anderen blutdrucksenkenden, gefäßerweiternden Medikamenten oder mit Nitraten wird die blutdrucksenkende Wirkung verstärkt.

Zusammen mit Rheumamedikamenten ohne Kortison-artige Bestandteile (nicht-steroidale Antirheumatika), Östrogenen und Mitteln, die das vegetative Nervensystem aktivieren (Sympathomimetika), kommt es zur Abschwächung der blutdrucksenkenden Wirkung von Terazosin.

Die Wirkung von Methoxamin, Phenylephrin, Dopamin, Ephedrin, Epinephrin, Metaraminol und über die Venen verabreichtem Clonidin kann durch Terazosin verringert werden.

Die Aktivität im Blut und die Harnausscheidung von Vanillinmandelsäure werden von Terazosin beeinflusst.

Die gleichzeitige Anwendung von Terazosin und anderen Alphablockern wird nicht empfohlen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Vor Beginn der Behandlung sollte ein bösartiger Vorsteherdrüsentumor ausgeschlossen werden.
  • Die regelmäßige Blutdruckkontrolle wird empfohlen.
  • Der Wirkstoff kann das Reaktionsvermögen herabsetzen, sodass die Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird.
  • Eine Beeinträchtigung des Reaktionsvermögens ist möglich.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Terazosin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Terazosin enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Terazosin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Terazosin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe alpha-Sympatholytika, zu welcher der Wirkstoff Terazosin gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Terazosin

Terazosin wird zum einen bei leichtem bis mittelschwerem Bluthochdruck eingesetzt, zum anderen wird es bei Symptomen der gutartigen Vorsteherdrüsenvergrößerung (benignen Prostatahyperplasie), etwa erschwertem Wasserlassen, angewendet.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Terazosin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Terazosin

Terazosin ist ein Alpha-1-Rezeptorenblocker mit ähnlichen Wirkungen wie Prazosin, jedoch mit längerer Halbwertszeit und Wirkungsdauer.

Es bewirkt eine Gefäßerweiterung und damit eine Abnahme des Gefäßwiderstands. Der venöse Rückfluss zum Herzen sinkt, dadurch kann der Blutdruck gesenkt werden. An der Vorsteherdrüse (Prostata) kommt es zu einer deutlichen Erhöhung des Harnflusses sowie zu einer Besserung der Harnabflussstörung.

Der höchste Wirkspiegel im Blut wird nach einer bis zwei Stunden erreicht. Etwa 40 Prozent des Wirkstoffs werden über den Urin, 60 Prozent über den Stuhl ausgeschieden.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.