Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff

Allgemeines

Die Impfstoffkombination wird zur aktiven Immunisierung gegen Hepatitis-A- und -B-Erkrankungen und damit zur Vorbeugung gegen diese Leberentzündungen eingesetzt.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Erkrankungen vorbeugen
  • durch Hepatitis-Viren übertragenen Leberentzündungen vorbeugen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff nicht verwendet werden?

Die Kombination darf nicht geimpft werden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Kombinationspartner oder gegen das Antibiotikum Neomycin, welches aus dem Produktionsprozess stammt und in Spuren enthalten sein kann.

Bei Personen mit einer akuten, schweren, mit Fieber einhergehenden Erkrankung wird der Arzt die Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.

Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und unter seiner Kontrolle darf der Wirkstoff geimpft werden bei
  • angeborenen oder später entstandenen Schädigungen der körpereigenen Abwehr
  • Jugendlichen, da diese auf die Impfung manchmal mit einer Ohnmacht reagieren
  • Übergewicht, weil dieses die Wirkung beeinträchtigen kann.
Der Impfstoff darf nicht in die Blutbahn gespritzt werden. Bei unbeabsichtigter Injektion in die Venen können allergische Reaktionen bis zum Schock auftreten. Geeignete Sofortmaßnahmen zur Schockbekämpfung müssen dann ergriffen werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Es liegen keine Erfahrungen über die Auswirkung des Impfstoffs auf Schwangerschaft und Stillzeit vor. Daher sollte der Arzt über eine Verwendung sorgfältig entscheiden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei der Impfung von Kindern muss der Arzt im Einzelfall entscheiden, ab welchem Alter die Immunisierung stattfinden kann.

Welche Nebenwirkungen können Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Injektionsnebenwirkungen wie Hautrötungen, Hautschwellungen, Druckempfindlichkeit.

Seltene Nebenwirkungen:
Arthralgien, Myalgien, Nervenentzündungen.

Sehr seltene oder vereinzelt auftretende Nebenwirkungen:
grippeähnliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Gliederschmerzen, Muskelschmerzen, Mattigkeit, Unwohlsein, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Parästhesien, Bauchschmerzen, Hautüberempfindlichkeitsreaktionen, Magen-Darm-Störungen, Blutdruckabfall, Thrombozytopenie, Anaphylaxie, Serumkrankheit, Lymphadenopathie, Ohnmachten, Lähmungen, Neuropathien, Enzephalopathie, Meningitis, Hypotonie, Bronchospasmus, Urtikaria, Erythema exsudativum multiforme, Pruritus, angioneurotisches Ödem.

Welche Wechselwirkungen zeigen Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei gleichzeitiger Therapie mit Immunologika, die das Immunsystem unterdrücken (wie etwa Glukokortikoide), kann eine Abschwächung der Antiköper- und Gedächtniszellenbildung erfolgen.

Der Impfstoff kann gleichzeitig mit anderen Impfstoffen aus inaktivierten Erregern (zum Beispiel gegen Influenza, FSME-Virus, Tollwut, Pertussis, HIB) oder aus Toxoiden (zum Beispiel gegen Diphtherie, Tetanus beziehungsweise den entsprechenden Kombinationen) oder mit Immunglobulinen verabreicht werden.

Impfungen mit Virus-Lebend-Impfstoffen wie zum Beispiel gegen Masern, Röteln, Mumps und Windpocken werden bei gleichzeitiger Anwendung ebenfalls nicht beeinflusst.

Die gleichzeitige Verabreichung mehrerer injizierbarer Impfstoffe sollte allerdings stets an getrennten Impfstellen erfolgen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Injektionen sollten stets in den Muskel oder unter die Haut durchgeführt werden und nicht in die Blutbahn.
  • Der Impfstoff schützt nicht vor Lebererkrankungen, die durch andere Hepatitis-Stämme verursacht werden.
  • Der Impfstoff kann zusammen mit anderen Impfstoffen eingesetzt werden, wenn dafür verschiedene Körperstellen zur Injektion ausgesucht werden.
  • Bedingt durch die lange Zeit bis zum Ausbrechen einer Hepatitis-B-Infektion ist es möglich, dass eine unerkannte Infektion bereits zum Zeitpunkt der Impfung vorliegt. In solchen Fällen ist es möglich, dass eine Impfung eine Hepatitis-B-Erkrankung nicht verhindern kann.
  • Bei Personen, die nach erfolgter vollständiger Immunisierung keine ausreichenden Infektionsschutz entwickeln, wird der Arzt die Verabreichung zusätzlicher Impfdosen in Erwägung ziehen.
  • Wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten für den seltenen Fall eines allergischen Schocks nach Verabreichung des Impfstoffes entsprechende medizinische Behandlungsmöglichkeiten verfügbar sein.
  • Einige der genannten Nebenwirkungen können eine Auswirkung auf die Fahrtüchtigkeit oder die Fähigkeit zur Bedienung von Maschinen haben.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Fertigspritzen
Fertigspritzen

So wirkt Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Immunstärkende und -schwächende Mittel, Impfstoffe, zu welcher die Wirkstoffkombination Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff gehört.

Anwendungsgebiet der Wirkstoffkombination Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff

Die Impfstoffkombination wird zur aktiven Immunisierung gegen Hepatitis-A- und -B-Erkrankungen und damit zur Vorbeugung gegen diese Leberentzündungen eingesetzt.

Die Übertragung einer Hepatitis A erfolgt durch verunreinigte Speisen und unzureichende hygienische Verhältnisse zumeist in Entwicklungsländern.

Hepatitis B wird vorzugsweise durch Intimkontakt und durch Blut beziehungsweise Blutprodukte übertragen. Die Infektion ist wegen des oftmals chronischen Verlaufs und der Entwicklung von Lebertumoren gefürchtet.

Der Impfstoff verhindert keine Infektionen durch andere Viren wie beispielsweise Hepatitis C und E, oder sonstige Erreger, die als Ursache von Leberinfektionen bekannt sind. Auch kann damit kein Ausbrechen der Erkrankung verhindertwerden, wenn die Infektion schon stattgefunden hat.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Hepatitis-A-Virus (inaktiviert ) + Hepatitis-B-Impfstoff

Der Hepatitis-A-Virus (inaktiviert) + Hepatitis-B-Impfstoff gehört zu den aktiven Impfstoffen aus der Gruppe der Immunologika.

Diese Impfung ist eine Kombinationsimpfung gegen Hepatitis A und B. Der Impfstoff enthält Hepatitis-A-Viren, welche die Krankheit nicht mehr auslösen können (inaktivierte Viren) sowie Teile der Hülle des Hepatitis-B-Virus.

Der Körper erkennt diese beiden Stoffe als Eindringlinge und bildet daraufhin spezielle Abwehrstoffe (Antikörper) gegen sie. Infiziert sich der Körper später mit echten Hepatitis A- oder Hepatitis B-Viren, werden sie von diesen Abwehrstoffen abgefangen. Die Krankheit kann dann nicht mehr zum Ausbruch kommen.

Die vollständige Immunisierung wird erst nach drei Impfungen erreicht, die im Normalfall im Laufe von sechs Monaten erfolgen. Daneben gibt es auch die Möglichkeit einer Kurzimpfung, etwa vor Fernreisen, in der die drei Impfungen innerhalb von drei Wochen erfolgen. Bei der Kurzimpfung wird schnell ein hoher Antikörperspiegel im Blut erreicht. Allerdings ist diese Impfung nur kurzzeitig wirksam.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.