Apsomol Inhalationslösung

Hersteller: Farmasan Arzneimittel GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Salbutamol
Darreichnungsform: Inhalationslösung
Rezeptpflichtig

Wirkung

Apsomol Inhalationslösung enthält den Wirkstoff Salbutamol. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Apsomol Inhalationslösung.

Salbutamol wird bei Atemwegserkrankungen angewendet, bei denen die Bronchien verengt sind. Hierzu zählen das Asthma bronchiale und die chronisch obstruktive Bronchitis (COPD).

Außerdem wird das Mittel bei einem Asthma-Anfall sowie zur Vorbeugung eines Asthma-Anfalls bei Anstrengung oder vorhersehbarem Kontakt mit Allergenen eingesetzt. Müssen weitere Medikamente inhaliert werden, kann Salbutamol auch einer Verengung der Bronchien vor Inhalation dieser Medikamente vorbeugen.

Eine langfristige Therapie mit Salbutamol sollte immer mit einer entzündungshemmenden Therapie kombiniert werden.

Salbutamol gibt es als Dosieraerosol, Pulverinhalation, Inhalationslösung sowie als Kapsel.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Salbutamol sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Beta-2-Sympathomimetika, Antiasthmatika, zu welcher der Wirkstoff Salbutamol gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Akutbehandlung von Atemnot bei Asthma, chronischer Bronchitis mit verengten Atemwegen, Lungenemphysem (Überblähung und Zerstörung von Lungengewebe) mit reversibler Verengung der Atemwege
  • längerfristige Behandlung kombiniert mit entzündungshemmender Dauertherapie bei Asthma und anderen Bronchialerkrankungen mit reversibler Verengung der Atemwege
  • Vorbeugung von durch Allergien verursachende Substanzen ausgelöstem Asthma oder Anstrengungsasthma

Dosierung

Erwachsene und Kinder inhalieren bei der Akutbehandlung mit einem geeigneten Vernebler ein bis zwei Einzeldosen im Abstand von fünf bis zehn Minuten. Eine Einzeldosis entspricht bei Erwachsenen und Schulkindern fünf bis zehn Tropfen der Inhalationslösung. Diese wird mit drei Milliliter einer sterilen, physiologischen Kochsalzlösung verdünnt. Für jüngere Kinder werden je nach Alter ein bis zwei Tropfen pro Lebensjahr mit drei Milliliter einer sterilen, physiologischen Kochsalzlösung verdünnt (entspricht einer Einzeldosis).

Bei der Dauerbehandlung wird eine Einzeldosis drei- bis viermal täglich inhaliert. Der Abstand zwischen den Einzeldosen muss mindestens drei Stunden betragen. Erwachsene und Schulkinder dürfen nicht mehr als 60 Tropfen am Tag inhalieren, jüngere Kinder nicht mehr als 48 Tropfen am Tag.

Zur gezielten Vorbeugung wird zehn bis 15 Minuten vor Anstrengung oder vor dem erwarteten Allergenkontakt eine Einzeldosis mit dem Vernebler inhaliert.

Bei einer kontinuierlichen Anwendung werden vier bis acht Tropfen mit steriler, physiologischer Kochsalzlösung im Verhältnis 1:50 oder 1:100 verdünnt. Diese Lösung wird mit einem geeigneten Vernebler in Verbindung mit einem Überdruckbeatmungsgerät oder einer geeigneten Maske inhaliert.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
nach längerer Tabletteneinnahme:
Kopfschmerzen, Unruhegefühl, Herzklopfen (Palpitationen), Muskelkrämpfe, Zittern der Finger und Hände (Tremor)

Gelegentliche Nebenwirkungen:
bei Tabletteneinnahme:
Störungen des Geschmacksempfindens, Missempfindungen im Mund- und Rachenbereich, Übelkeit, Schwitzen, Schwindel, erhöhter Blutzucker (Hyperglykämie) oder erniedrigter Kaliumwert im Blut (Hypokaliämie)
bei Inhalation:
Kopfschmerzen, Unruhegefühl, Herzklopfen (Palpitationen), Zittern der Finger und Hände (Tremor).

Seltene Nebenwirkungen:
bei Tabletteneinnahme:
Blutdruckanstieg, Blutdruckabfall, Herzschmerzen (Angina pectoris), Herzrhythmusstörungen, Störungen beim Wasserlassen, Sodbrennen.
bei Inhalation:
Muskelkrämpfe.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
bei Tabletteneinnahme:
Überempfindlichkeitsreaktionen, bei Kindern Hyperaktivität, Schlafstörungen, Halluzinationen, atypische Psychosen

Besonderheiten:
Bei Tabletteneinnahme kann es zu einer Verengung der Bronchien oder zu einer Erweiterung der Blutgefäße kommen.

Wechselwirkungen

Die gleichzeitige Anwendung von Salbutamol Beta-Rezeptorenblockern führt zu einer gegenseitigen Wirkungsabschwächung, wobei die Gabe von Beta-Rezeptorenblockern bei Patienten mit Asthma schwere Bronchialkrämpfe auslösen kann.

Weiterhin kann die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika bei Behandlung mit Salbutamol vermindert werden. Hiermit ist jedoch im Allgemeinen erst bei höheren Dosen zu rechnen wie sie bei Gabe von Salbutamol als Tabletten oder Injektion/Infusion üblich sind.

Eine wechselseitige Wirkungsverstärkung und mehr Nebenwirkungen sind möglich bei gleichzeitiger Gabe von Salbutamol und Theophyllin sowie anderen Beta-2-Sympathomimetika.

Ein erhöhtes Risiko für unerwünschte Wirkungen ist möglich bei gleichzeitiger Gabe von Salbutamol und Antiarrhythmika (beispielsweise Digitalis oder Chinidin). Auch Substanzen, wie das Parkinsonmittel L-Dopa, das Schilddrüsenhormon L-Thyroxin, das Wehenhormon Oxytocin oder Alkohol können die Herz-Kreislauf-Regulation im Zusam menwirken mit Salbutamol beeinflussen. Eine gleichzeitige Behandlung mit Mutterkornalkaloiden (beispielsweise Ergotamin gegen Migräne) und Salbutamol sollte nur mit ärztlicher Vorsicht erfolgen. Es kann zu unvorhersehbaren Verengungen oder Erweiterungen der Blutgefäße kommen.

Werden für eine Narkose halogenierte Kohlenwasserstoffe verwendet, ist die Gefahr für Herzrhythmusstörungen erhöht. Wenn eine Narkose unter Verwendung der genannten Narkosemittel geplant ist, sollte darauf geachtet werden, dass Salbutamol innerhalb von mindestens sechs Stunden vor Narkosebeginn möglichst nicht mehr angewendet wird.

Bei der gleichzeitigen Gabe von Procarbazin (einem Krebsmittel) kann es zu plötzlichen Blutdrucksteigerungen kommen.

Antidepressiva wie die MAO-Hemmer oder die trizyklischen Antidepressiva verstärken die Nebenwirkungen von Salbutamol, die das Herz-Kreislauf-System betreffen.

Gegenanzeigen

Salbutamol darf in keiner Arzneiform bei einer Überempfindlichkeit gegen die Substanz angewendet werden. Salbutamol zur Einnahme darf nicht verwendet werden bei schwerer Schilddrüsenüberfunktion, einem Tumor des Nebennierenmarks (Phäochromozytom), einer schweren Erkrankung des Herzmuskels mit Herzwandverdickung oder bei Gefäßverstopfungen im Rahmen von Arteriosklerose, Bluthochdruck und Gefäßaussackungen.

Nur mit Vorsicht und unter ärztlicher Kontrolle darf der Wirkstoff eingenommen werden bei
  • Herzrhythmusstörungen (mit schnellem Herzrhythmus (Tachyarrhythmie) oder WPW-Syndrom)
  • frischem Herzinfarkt
  • schwerer Erkrankung der Herzkranzgefäße (koronare Herzkrankheit)
  • Herzmuskelentzündung und Schäden an einer Herzklappe (Mitralklappe)
  • Kaliummangel im Blut
  • instabiler oder unzureichend eingestellter Zuckerkrankheit.
Gleiche Vorsicht muss bei Salbutamol zur Inhalation noch zusätzlich walten bei Überempfindlichkeit gegen andere Beta-2-Sympathomimetika und bei schwerem und unbehandeltem Bluthochdruck.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Salbutamol kann über die Plazenta in das Blut des ungeborenen Kindes übergehen und dort Nebenwirkungen verursachen. Insbesondere während des ersten Drittels der Schwangerschaft sollte die Therapie mit Salbutamol daher genau abgewogen werden. Salbutamol sollte nach Möglichkeit inhaliert und nicht als Kapsel eingenommen werden. Salbutamol kann wehenhemmend wirken und sollte daher auch vor der Geburt nicht eingesetzt werden.

Während des Stillens geht Salbutamol in die Muttermilch über. Die Anwendung ist daher vom Arzt hinsichtlich Nutzen und Risiko sorgfältig abzuwägen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Neugeborenen und Kindern bis 20 Monaten kann die Wirkung des Medikaments verringert sein oder ganz ausbleiben. Es sollte nach Möglichkeit nur inhalativ angewendet werden und nicht als Tablette.

Warnhinweise

  • Das Medikament kann die Reaktionsfähigkeit so weit verändern, dass Autofahren und Maschinenbedienung gefährlich sind.
  • Bei Verschlechterung der Symptome trotz Behandlung mit dem Medikament sollte ein Arzt aufgesucht werden.
  • Eine Dosiserhöhung ohne Absprache mit dem Arzt kann lebensgefährlich sein.
  • Ist eine Operation geplant, muss der Narkosearzt von der Anwendung des Medikaments unterrichtet werden.
  • Das Medikament steht auf der Dopingliste und darf bei sportlichen Wettkämpfen nicht verwendet werden.
  • Das Medikament ist ausschließlich zum Inhalieren mit einem elektrischen Verneblergerät bestimmt. Es darf nicht zur Injektion oder Einnahme verwendet werden.
  • Bei Vorliegen eines Engwinkelglaukoms und kombinierter Behandlung mit Anticholinergika muss unbedingt auf die Dichtigkeit der Inhalationsmaske geachtet werden.
  • Die Inhalation möglichst in gut belüfteten Räumen durchführen.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Milliliter Inhalationslösung)
10 Milliliter Inhalationslösung
5 Milligramm Salbutamol
1 Milliliter Inhalationslösung
5 Milligramm Salbutamol
5 Milliliter Inhalationslösung
5 Milligramm Salbutamol

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Apsomol Inhalationslösung sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Salbutamol (ggf. auch Generika).


Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.