Ein älterer Mann sitzt nachdenklich an einem Tisch.
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Bauchspeicheldrüsen­krebs (Pankreaskarzinom)

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist relativ selten. Dennoch gehört er in Deutschland zu den zehn häufigsten Todesursachen. Das zeigt, wie wichtig es ist, Pankreaskrebs möglichst früh zu erkennen: Wenn dies gelingt, sind die Überlebenschancen deutlich besser.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Bauchspeicheldrüsen­krebs (Pankreas­karzinom)

Was ist Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Bauchspeicheldrüsenkrebs– auch Pankreaskarzinom genannt – ist ein bösartiger Tumor der Bauchspeicheldrüse. Der Krebs entsteht meist im Pankreaskopf nahe dem Gallengang: Dann spricht man vom Pankreaskopfkarzinom.

In über 95 Prozent der Fälle betrifft Bauchspeicheldrüsenkrebs den exokrinen Teil der Drüse, der Verdauungsenzyme herstellt und absondert. Dann handelt es sich um ein exokrines Pankreaskarzinom.

Viel seltener geht der Krebs von hormonproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse aus. Ein Beispiel für ein solches endokrines Pankreaskarzinom ist das Insulinom, bei dem der Tumor zu viel Insulin bildet.

Dieser Text behandelt das exokrine Pankreaskarzinom.

Häufigkeit

In der Regel tritt Bauchspeicheldrüsenkrebs im höheren Alter auf. Das mittlere Erkrankungsalter liegt:

  • für Männer bei ca. 70 Jahren und
  • für Frauen bei ca. 75 Jahren.

Häufig bleibt Bauchspeicheldrüsenkrebs lange unentdeckt, sodass er zum Zeitpunkt der Diagnose meist schon in andere Organe gestreut – also Metastasen gebildet – hat. Entsprechend ist Pankreaskrebs in Deutschland die dritthäufigste Krebstodesursache – und insgesamt die zehnthäufigste Todesursache (die Zahlen stammen aus dem Jahr 2016).

Bauchspeicheldrüsen­krebs: Ursachen

Risikofaktoren

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) entsteht, indem Zellen der Bauchspeicheldrüse unkontrolliert wuchern: Es bildet sich ein Tumor. Die genauen Ursachen hierfür sind unbekannt. Fest steht aber, dass folgende Faktoren das Risiko für Krebs in der Bauchspeicheldrüse erhöhen:

Womöglich gehören auch bestimmte Ernährungsgewohnheiten zu den Risikofaktoren für Bauchspeicheldrüsenkrens, wie der häufige Verzehr von:

  • geräucherten bzw. gegrillten Speisen,
  • tierischen Fetten oder
  • Zucker.

Häufiger Kontakt mit Schadstoffen kommt in manchen Fällen ebenfalls als Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs infrage – eindeutig geklärt ist das allerdings nicht. Zu den möglichen Auslösern zählen:

  • Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen, Unkraut oder Pilzen
  • chlorierte Kohlenwasserstoffe
  • Chrom und Chromverbindungen
  • Kraftstoffdämpfe

Erbliche Veranlagung

Bei der Entstehung von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann auch erbliche Veranlagung eine Rolle spielen. Allgemein gilt: Wenn ein Verwandter ersten Grades (d.h. Eltern, Geschwister, Kinder) Bauchspeicheldrüsenkrebs hat, ist die Wahrscheinlichkeit, selbst auch daran zu erkranken, im Vergleich zur Normalbevölkerung erhöht.

Wenn mehrere Familienmitglieder ein Pankreaskarzinom bekommen, ist das allerdings nicht zwangsläufig erblich bedingt. Ursache für die familiäre Häufung von Bauchspeicheldrüsenkrebs kann auch eine ähnliche Lebensweise sein (d.h. bei den Betroffenen wirken dieselben Risikofaktoren).

Dass es sich bei Bauchspeicheldrüsenkrebs um ein erblich bedingtes familiäres Pankreaskarzinom (FPC) handelt, vermuten Mediziner darum nur dann, wenn mindestens zwei Verwandte ersten Grades ebenfalls betroffen sind. Angehörige solcher Familien haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Pankreaskrebs. Darum ist für sie eine genetische Beratung empfehlenswert.

Dabei gibt es auch verschiedene seltene Erbkrankheiten, von denen ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Bauchspeicheldrüsenkrebs ausgeht. Beispiele sind:

Insgesamt ist das familiäre Pankreaskarzinom aber selten: Höchstens 3 Prozent aller Fälle von Bauchspeicheldrüsenkrebs haben ihre Ursachen in vererbbaren Veränderungen an der Erbanlage.

Bauchspeicheldrüsen­krebs: Symptome

Im Anfangsstadium verursacht Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) meist keine Symptome. Erste Veränderungen zeigen sich oft erst im fortgeschrittenen Stadium: Dann kann der wachsende Pankreastumor zum Beispiel die Produktion der Verdauungssäfte in der Bauchspeicheldrüse oder deren Abfluss in den Zwölffingerdarm behindern. Die Folge ist eine vermehrte Ausscheidung von unverdautem Fett über den Stuhl (Fettstühle).

Oft verursacht ein fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs auch folgende Symptome, wenn er sich auf benachbarte Organe wie Magen, Leber oder Darm ausbreitet oder auf die Wirbelsäule drückt:

Gelbsucht und Oberbauchschmerzen gelten als die klassischen Anzeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Insgesamt sind die Symptome von Pankreaskrebs jedoch so allgemein, dass sie auch andere Gründe haben können.

Dass ein Pankreaskarzinom Rückenschmerzen auslösen kann, liegt an der Nähe der Bauchspeicheldrüse zur Wirbelsäule. Manchmal strahlen die Schmerzen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs gürtelförmig aus. Die Symptome können sich vor allem in Rückenlage verstärken.

Gelbsucht und Juckreiz sind typische Anzeichen dafür, dass der Bauchspeicheldrüsenkrebs im Pankreaskopf nahe dem Gallengang liegt. Weitere Symptome für ein solches Pankreaskopfkarzinom sind dunkler Urin und heller Stuhl. Diese Veränderungen entstehen dadurch, dass der wachsende Tumor mit der Zeit auf den Gallengang drückt und so den Abfluss der Galle behindert.

Manchmal treten Gelbsucht und Juckreiz schon in einem frühen Stadium von Bauchspeicheldrüsenkrebs auf. Die Symptome können dann zu einer rechtzeitigen Behandlung mit guten Heilungschancen führen. Wer Gelbsucht hat, muss aber nicht gleich an ein Pankreaskarzinom denken: Viel häufiger steckt hinter einer solchen Verfärbung eine andere – vergleichsweise harmlosere – Erkrankung (z.B. durch Gallensteine).

Ist die Funktion der Bauchspeicheldrüse durch den Bauchspeicheldrüsenkrebs stark beeinträchtigt, kann zudem ein Diabetes mellitus entstehen. Denn normalerweise setzt die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin frei, das maßgeblich die Zuckerverwertung im Körper regelt. Ist die Insulinbildung gestört, entsteht ein Insulinmangel, wodurch sich wiederum der Blutzuckerspiegel dauerhaft erhöht.

Unter Umständen kann Bauchspeicheldrüsenkrebs auch in andere Körperregionen streuen und somit weitere Symptome verursachen. Solche Tochtergeschwulste (Metastasen) betreffen vor allem folgende Organe:

  • Leber
  • Lunge
  • Knochen

Bauchspeicheldrüsen­krebs: Diagnose

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) ist eine frühzeitige Diagnose sehr wichtig: Nur wenn es gelingt, den Krebs rechtzeitig zu erkennen, besteht die Chance, ihn erfolgreich zu operieren und somit heilen zu können. Darum empfiehlt es sich, möglichen Anzeichen für Pankreaskrebs immer auf den Grund zu gehen.

Wenn sich bei den Untersuchungen der Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs bestätigt, muss der Arzt im nächsten Schritt die genaue Lage und Ausbreitung des Pankreaskarzinoms bestimmen, um die nachfolgende Therapie planen zu können. Dies bezeichnet man auch als Tumorstaging.

Der Arzt kann eine ganze Reihe von Untersuchungsmethoden nutzen, um Bauchspeicheldrüsenkrebs zu diagnostizieren. Dazu gehören:

  • Arztgespräch und körperliche Untersuchung: In einem Gespräch klärt der Arzt, welche Beschwerden man hat und ob womöglich Risikofaktoren für Pankreaskrebs vorhanden sind. Bei der Untersuchung tastet er unter anderem den Bauch ab.
  • Blutuntersuchungen (Laboruntersuchungen): Bei Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs kann der Arzt eine Blutprobe beispielsweise auf spezielle Tumormarker im Blut untersuchen lassen.
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie): In einigen Fällen kann der Arzt per Ultraschall den Verdacht auf Bauchspeicheldrüsenkrebs bestätigen, Lage und Ausbreitung des Tumors auf benachbarte Organe beurteilen sowie auf mögliche Tochtergeschwulste (Metastasen) schließen. Sehr kleine Pankreaskarzinome lassen sich mit dieser Methode aber kaum aufspüren – dann können weitere Untersuchungen notwendig sein.
  • Computertomographie (CT): Per CT ist genauer zu sehen, wie groß der Bauchspeicheldrüsenkrebs ist, wie weit er sich ausgebreitet hat und ob Metastasen vorliegen. Doch um ein sehr kleines Pankreaskarzinom zu entdecken, ist die CT ebenfalls kaum geeignet.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Wenn Standarduntersuchungen wie Ultraschall und CT zur Diagnose nicht ausreichen, kann der Arzt mit einem speziellen Verfahren namens MRCP den Gallen- und Pankreasgang darstellen. Mit der Variante namens MR-Angiographie lassen sich die Blutgefäße des Bauchraums darstellen. Zudem kann man per MRT Metastasen gut aufspüren. Alle Magnetresonanzuntersuchungen sind und schmerzfrei.
  • Röntgen-Thorax: Eine solche Röntgenuntersuchung des Brustkorbs kommt immer zum Einsatz, um zu beurteilen, wie weit sich der Bauchspeicheldrüsenkrebs ausgebreitet hat und ob die Lungen befallen sind.
  • Bauchspiegelung (Laparoskopie): In einigen Fällen ist diese Endoskopie der Bauchhöhle sinnvoll, um die Ausdehnung des Bauchspeicheldrüsenkrebses genau zu beurteilen. Weil dazu kleine Einschnitte in die Bauchdecke nötig sind, geschieht der Eingriff unter Vollnarkose.
  • Endosonographie: Diese endoskopische Ultraschalluntersuchung kann helfen, auch ein kleines Pankreaskarzinom zu erkennen. Zudem kann der Arzt so vor einer geplanten Operation herausfinden, wie weit sich der Bauchspeicheldrüsenkrebs bereits ausgebreitet hat. Bei Bedarf kann der Arzt eine Gewebeprobe entnehmen.
  • Biopsie: Um Bauchspeicheldrüsenkrebs sicher zu diagnostizieren, muss man eine Gewebeprobe entnehmen und untersuchen. Die Gewebeentnahme kann auch während der Operation erfolgen.
  • Endoskopische retrograde Cholangiopankreatikographie (ERCP): Diese spezielle Röntgenuntersuchung der Gallengänge und -blase und des Bauchspeicheldrüsengang-Systems findet während einer Endoskopie statt. Dabei füllt der Arzt Kontrastmittel in das Gangsystem und röntgt es anschließend. Auf den Röntgenbildern sind die Gänge mit eventuellen Engstellen sichtbar. Einen Gallenstau kann der Arzt dann bei Bedarf direkt beheben, indem er einen Stent in den eingeengten Gallengang einlegt.
  • Skelettszintigraphie: Mit dieser Untersuchungsmethode lassen sich mögliche Knochenmetastasen darstellen.
  • Positronen-Emissions-Tomographie (PET): Diese Methode ist gut geeignet, um auch sehr kleine Metastasen sichtbar zu machen.

Bauchspeicheldrüsen­krebs: Therapie

Bei einem rechtzeitig entdeckten Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) können die Ärzte versuchen, den Tumor in einer Operation zu entfernen. Bleibt Pankreaskrebs zu lange unerkannt, ist eine OP jedoch nicht mehr möglich. Dann kommen vor allem Medikamente (Chemotherapie und zielgerichtete Therapie) und eventuell auch eine Bestrahlung zum Einsatz – mit dem Ziel,

Operation

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist nur durch eine Operation heilbar. Je früher man den Krebs entdeckt, desto besser sind die Heilungschancen. Möglich ist die Operation, solange das Pankreaskarzinom die Grenzen der Bauchspeicheldrüse nicht überschritten hat – in manchen Fällen auch, wenn Nachbarorgane bereits mitbefallen sind.

Bei der Entscheidung für oder gegen die Operation von Bauchspeicheldrüsenkrebs spielt das Alter keine Rolle, sofern der gesundheitliche Allgemeinzustand nicht gegen einen solchen Eingriff spricht (z.B. bei schwerer Herz-, Lungen- oder Lebererkrankung).

Bei der Operation entfernt der Chirurg das Pankreaskarzinom, umgebendes gesundes Gewebe sowie benachbarte Lymphknoten. Eine solche Entfernung "im Gesunden" senkt das Risiko, dass bösartige Tumorzellen im Bauchbereich bleiben. Die Bauchspeicheldrüse wird dabei je nach Befund teilweise oder ganz entfernt. Bei Bauchspeicheldrüsenkrebs kann auch die (teilweise) Entfernung weiterer Organe notwendig sein, zum Beispiel:

  • Gallenblase
  • Teile der Gallengänge
  • Zwölffingerdarm (Duodenum)
  • Teile des Magens
  • Milz

Falls möglich, erhält der Chirurg bei der Operation Teile der Bauchspeicheldrüse. Dies ist vor allem deshalb wichtig, weil bei einem vollständigen Verlust des Organs auch lebenswichtige Hormone und Verdauungsenzyme fehlen – diese Mängel muss man dann durch entsprechende Medikamente ausgleichen:

  • Die Bauchspeicheldrüse vollständig zu entfernen hat einen Insulinmangel zur Folge – und somit einen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit). Nach der Operation ist darum eine regelmäßige Insulingabe nötig, um den Blutzuckerspiegel in normalen Grenzen zu halten.
  • Die sonst von der Bauchspeicheldrüse gebildeten Verdauungsenzyme kann man durch Kapseln ersetzen, die gemeinsam mit den Mahlzeiten einzunehmen sind.

Im Anschluss an die Operation empfiehlt sich eine Chemotherapie.

Chemotherapie

Die zur Chemotherapie von Bauchspeicheldrüsenkrebs verwendeten Medikamente heißen Zytostatika: Diese Wirkstoffe hemmen das Zellwachstum und wirken vor allem auf sich schnell teilende Zellen wie Krebszellen. Ihr Einsatz gegen ein Pankreaskarzinom kann verschiedenen Zwecken dienen.

Zum einen kann eine sechsmonatige Chemotherapie nach einer Operation erfolgen, wenn diese eine Heilung zum Ziel hatte und der Operateur der Bauchspeicheldrüsenkrebs vollständig oder bis auf kleine Überreste beseitigen konnte. Die Chemotherapie soll alle restlichen Krebszellen abtöten, die eventuell noch im Körper vorhanden sind.

Zum anderen kommt eine Chemotherapie manchmal vor der Operation zum Einsatz, um das eigentlich für die OP zu große Pankreaskarzinom so weit zu verkleinern, dass es doch operierbar ist.

Darüber hinaus kommt die Chemotherapie als krankheitsmildernde (palliative) Therapie in Betracht, wenn der Bauchspeicheldrüsenkrebs nicht mehr heilbar ist. Das ist der Fall, wenn bereits weiter entfernt liegende Organe oder Lymphknoten befallen sind (bzw. sich Fernmetastasen gebildet haben.

Zur palliativen Chemotherapie bei Bauchspeicheldrüsenkrebs bietet sich besonders das Medikament Gemcitabin an. Kombiniert der Arzt es mit weiteren Wirkstoffen wie Erlotinib, kann sich die Überlebenszeit weiter verlängern. Eine Chemotherapie lässt sich bei einem nicht operierbaren Pankreaskarzinom auch mit einer Strahlentherapie kombinieren (Radiochemotherapie).

Strahlentherapie

Bei erfolgreich operiertem Bauchspeicheldrüsenkrebs kann man auf eine Strahlentherapie meist verzichten. Auch als alleinige palliative Therapie bei unheilbarem Pankreaskarzinom ist sie nicht zu empfehlen. Eine Bestrahlung kann jedoch bei der Behandlung von Tochtergeschwulsten (Metastasen) im Gehirn oder Skelett eine Rolle spielen: Die Strahlen können dort Krebszellen vernichten und somit die von den Metastasen ausgehenden Beschwerden mildern. Unerwünschte Begleiterscheinungen der Strahlenbehandlung lassen sich allerdings trotz allen Fortschritts nicht vollständig verhindern.

Bauchspeicheldrüsen­krebs: Verlauf

Früh erkennen

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) früh zu erkennen ist entscheidend für die Prognose: Gelingt es, den Tumor rechtzeitig zu entfernen, besteht eine Chance auf Heilung. Wenn der Pankreastumor nicht größer als zwei Zentimeter ist und sich vollständig herausschneiden lässt, dann überleben etwa 40 Prozent der Betroffenen länger als fünf Jahre. Oft bleibt die Krebserkrankung jedoch lange unentdeckt, sodass eine Operation nur in etwa 15 Prozent der Fälle noch möglich ist.

Je weniger fortgeschritten der Bauchspeicheldrüsenkrebs, desto höher die Lebenserwartung.

Nachsorge: Beschwerden im Blick

Auch bei einem erfolgreich operierten Bauchspeicheldrüsenkrebs sind im weiteren Verlauf Nachsorgeuntersuchungen wichtig, um zu kontrollieren, ob sich erneut ein Tumor gebildet hat (d.h. ob ein Rezidiv entstanden ist). Diese Untersuchungen finden in der Regel alle paar Monate statt. Grundsätzlich orientiert sich die Nachsorge beim Pankreaskarzinom jedoch an den vorliegenden Symptomen: Wer nach der Operation Beschwerden verspürt, sollte sie schnellstmöglich abklären lassen.

Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs dienen auch dazu,

  • mögliche Folgen der Operation optimal behandeln zu können,
  • bei einem Diabetes mellitus die Medikamente richtig einzustellen,
  • die nicht mehr von der Bauchspeicheldrüse hergestellten Verdauungsenzyme medikamentös zu ersetzen und
  • den Betroffenen bei psychischen und sozialen Problemen, die ein Pankreaskarzinom mit sich bringen kann, helfend zur Seite zu stehen.

Rehabilitation

Wer sich wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs einer Operation unterzieht, kann im Anschluss daran eine stationäre Rehabilitation in besonders erfahrenen Tumornachsorgekliniken antreten.

Bauchspeicheldrüsen­krebs: Vorbeugen

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) vorbeugen bedeutet in erster Linie: Krebsrisiko senken, indem man die bekannten Risikofaktoren meidet und allgemein auf eine gesunde Lebensweise achtet. Im Einzelnen heißt das:

  • Verzichten Sie aufs Rauchen, denn Raucher haben im Vergleich zu Nichtrauchern ein deutlich erhöhtes Risiko, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu entwickeln.
  • Konsumieren Sie Alkohol nur selten und in geringeren Mengen.
  • Vermeiden Sie starkes Übergewicht: Vor allem wenn Ihr Body-Mass-Index größer als 30 ist, empfiehlt es sich, das Gewicht zu senken.
  • Achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung.