Mucosolvan Hustensaft 30 mg / 5ml

Hersteller: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Ambroxol
Darreichnungsform: Saft
Rezeptfrei

Wirkung

Mucosolvan Hustensaft 30 mg / 5ml enthält den Wirkstoff Ambroxol. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Mucosolvan Hustensaft 30 mg / 5ml.

Ambroxol wird bei akuten und chronischen Lungenerkrankungen eingesetzt, die mit einer Störung von Schleimbildung und -transport verbunden sind.

Wegen der örtlich betäubenden Wirkung werden mit Diesem Wirkstoff auch Lutschtabletten gegen Halsschmerzen angeboten.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Ambroxol sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen schleimlösende Mittel, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, zu welcher der Wirkstoff Ambroxol gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • schleimlösende Therapie bei akuten und chronischen Erkrankungen der Atemwege, die mit einer Störung von Schleimbildung und Schleimtransport einhergehen
  • schleimlösende Therapie bei akuten und chronischen Erkrankungen der Lunge, die mit einer Störung von Schleimbildung und Schleimtransport einhergehen
  • akute Schübe chronischer Entzündungen der Atemwege
  • sackförmige oder zylindrische Aussackungen der kleinen Bronchien
  • Bronchitis mit einer Verengung der Atemwege
  • Verengung der Atemwege bei einem überempfindlichen Bronchialsystem
  • manifestes Atemnotsyndrom Frühgeborener und Neugeborener zur Verringerung der Häufigkeit von bronchiopulmonalen Fehlbildungen
  • prophylaktische Gabe bei Intensivpatienten mit chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen zur Reduktion der postoperativen Bildung kollabierter Lungenabschnitte

Dosierung

Jeder Packung des Medikaments liegt ein Messbecher zu fünf Milliliter bei.

Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren nehmen während der ersten zwei bis drei Tage dreimal täglich je einen Messebecher Saft (fünf Milliliter) ein. In den folgenden Tagen werden zweimal täglich je ein Messbecher eingenommen. Die Wirksamkeit der Erwachsenendosis kann durch die zweimal tägliche Einnahme von je zwei Messbechern Saft gesteigert werden.

Kinder von sechs bis zwölf Jahren nehmen zwei- bis dreimal täglich je einen halben Messbecher (2,5 Milliliter) Saft ein.

Im Alter von zwei bis fünf Jahren wird den Kindern dreimal täglich je ein Viertel Messbecher (1,25 Milliliter) Saft gegeben.

Kinder bis zwei Jahre erhalten zweimal täglich je ein viertel Messbecher Saft.

Der Saft wird am besten nach den Mahlzeiten eingenommen. Die schleimlösende Wirkung wird durch hohe Flüssigkeitsaufnahme unterstützt, daher sollte während der Therapie reichlich getrunken werden.

Die Dauer der Einnahme richtet sich nach Art und Schwere der Erkrankung. Ohne Rücksprache mit dem Arzt sollte das Medikament nicht länger als vier bis fünf Tage eingenommen werden.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Aromastoffe
  • Hydroxyethylcellulose
  • Menthol
  • Natriumbenzoat
  • Natriumcyclamat
  • Propylenglykol
  • Sorbitol
  • Sucralose

Nebenwirkungen

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Beschwerden (Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall), Fieber und Überempfindlichkeitsreaktionen (Atemnot, Hautausschlag, Juckreiz, Gesichtsschwellung sowie Temperaturanstieg mit Schüttelfrost).

Seltene Nebenwirkungen:
Trockenheit des Mundes und der Luftwege, vermehrter Speichelfluss, Nasenlaufen, Verstopfung, erschwertes Wasserlassen.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Allergischer Schock (anaphylaktischer Schock), schwere Hautreaktionen (Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxisch-epidermale Nekrolyse, allgemeine Hautrötung und Ausschlag).

Hinweis:
Bei zunehmender Entwicklung einer Hautrötung oder -reizung ist die Behandlung mit dem Wirkstoff sofort abzubrechen.

Wechselwirkungen

Werden gleichzeitig Hustenstiller (Antitussiva) wie Codein oder Dextromethorphan angewendet, kann der unterdrückte Hustenreflex zu einem gefährlichen Sekretstau führen. Daher sollte die Notwendigkeit der Verordnung für eine Kombinationsbehandlung besonders sorgfältig gestellt werden.

Wird Ambroxol gleichzeitig mit Antibiotika wie Amoxicillin, Cefuroxim, Erythromycin und Doxycyclin gegeben, können diese besser in das Lungengewebe übertreten.


Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegen Ambroxol darf der Wirkstoff nicht angewendet werden.

Wenn sich die Muskulatur der Bronchien zu leicht verengt oder die Lungen nicht einwandfrei arbeiten oder größere Mengen an Schleim produzieren, sollte Ambroxol nicht eingesetzt werden.

Damit sich nicht gefährlich viel Sekret in der Lunge anstaut, sollte Ambroxol nicht zusammen mit hustendämpfenden Mitteln wie zum Beispiel Codein benutzt werden.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder schweren Lebererkrankungen darf das Medikament nur mit besonderer Vorsicht (in größeren Einnahmeabständen oder in verminderter Dosis) angewendet werden. Hier könnten sich ansonsten Abbauprodukte des Ambroxols in der Leber anhäufen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Sie Medikamente möglichst nur nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker einnehmen. Ambroxol kann beim Tier durch den Mutterkuchen auf das Ungeborene übergehen, allerdings ergaben sich in den Tierversuchen keine Missbildungen beim Embryo. Der Wirkstoff wird auch in die Muttermilch ausgeschieden.

Da bisher keine ausreichenden Erfahrungen für den Menschen vorliegen, sollte das Arzneimittel während der Schwangerschaft, insbesondere während des ersten Drittels derselben und in der Stillzeit nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung eingesetzt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Ambroxol ist bei entsprechender Dosierung auch schon für Kinder unter zwei Jahren geeignet, jedoch ausschließlich unter ärztlicher Überwachung. Für alle Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren sollten Saft oder Tropfen verwendet werden, da der Wirkstoffgehalt der Tabletten oder Kapseln für Kinder meist zu hoch ist.

Warnhinweise

  • Bei schweren Nierenfunktionsstörungen können die Abbauprodukte des Medikaments schwerer ausgeschieden werden. Der Arzt wird dann die Dosis vermindern oder den Einnahmeabstand verlängern.
  • Bei einer schweren Lebererkrankung darf das Medikament nur in größeren Abständen der Einnahme oder in verminderter Dosis angewendet werden.
  • Kommt es zu einer zunehmenden Hautrötung und -reizung, ist die Behandlung mit dem Medikament sofort abzubrechen.
  • Das Medikament enthält Sorbitol und Sucralose als Süßungsmittel, die von manchen Patienten schlecht vertragen werden.
  • Enthaltenes Natriumbenzoat kann bei entsprechend veranlagten Patienten zu Überempfindlichkeitsreaktionen wie Reizungen an Haut, Schleimhäuten und Augen führen.
  • Bei Neugeborenen besteht ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Gelbsucht.
  • Bei Kindern unter zwei Jahren darf das Medikament nur unter ärztlicher Überwachung angewendet werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Milliliter Saft)
100 Milliliter Saft
5,47 Milligramm Ambroxol
250 Milliliter Saft
5,47 Milligramm Ambroxol

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Mucosolvan Hustensaft 30 mg / 5ml sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Ambroxol (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Retardkapseln
Tabletten
Tropfen
Brausetabletten
Retardkapseln

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.