Eine Schwangere entspannt beim Yoga.
© iStock

25. SSW (Schwangerschafts­woche)

Mit der 25. SSW (Schwangerschaftswoche) beginnt der 7. Monat der Schwangerschaft. Das Baby wiegt nun etwa 800 Gramm bei rund 33 Zentimetern.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

25. Schwangerschaftswoche (SSW)

Was passiert in der 25. SSW?

Ab der 25. Schwangerschaftswoche muss das Baby hauptsächlich an Gewicht zulegen. Im Falle einer Frühgeburt hat es nun dank der modernen Medizin gute Überlebenschancen.

Was bedeutet 25. SSW?

In der 25. SSW ist der Fötus etwa 23 Wochen alt – der Unterschied zwischen Lebensalter und Schwangerschaftswoche kommt daher, dass die ersten zwei Schwangerschaftswochen lediglich der Berechnung dienen. Insgesamt umfasst eine Schwangerschaft 40 Wochen oder zehn Monate. Dabei startet die Berechnung etwa zwei Wochen vor der Befruchtung – nämlich mit dem ersten Tag der letzten Regelblutung. Diese Rechnung hat sich bewährt, da sich nicht bei jeder Frau der Termin des Eisprungs rückwirkend eindeutig bestimmen lässt.

In der 25. SSW sind Sie 24 Wochen und x Tage schwanger – die 25. SSW besteht demnach aus den Tagen:

  • 24+0 = 1. Tag der 25. SSW
  • 24+1 = 2. Tag der 25. SSW
  • 24+2 = 3. Tag der 25. SSW
  • 24+3 = 4. Tag der 25. SSW
  • 24+4 = 5. Tag der 25. SSW
  • 24+5 = 6. Tag der 25. SSW
  • 24+6 = 7. Tag der 25. SSW

Bis zum errechneten Geburtstermin sind es nun noch etwa 15 Wochen.

Die Mutter in der 25. SSW

Ab der 25. Schwangerschaftswoche (SSW) ist die Schwangerschaft für viele Frauen langsam beschwerlich. Der wachsende Bauch belastet den Rücken, das Gewicht drückt auf die Blase und es wird immer schwerer, eine geeignete Schlafposition zu finden.

Das sollten Sie in der 25. SSW beachten!

Oft hilft es, auf der Seite zu liegen, das untere Bein auszustrecken und das obere Bein anzuwinkeln. Unter das obere Bein können Sie außerdem ein Stillkissen oder Seitenschläferkissen legen.

Der Bauch wächst jetzt schneller, weil nicht nur das Baby immer schwerer wird, sondern auch mehr Fruchtwasser vorhanden ist und die Mutter Fettpölsterchen einlagert, die sie als Konserven für die energiezehrende Stillzeit braucht. Wenn die Veranlagung da ist, zeigen sich in dieser Zeit oft die ersten Schwangerschaftsstreifen an Brüsten und Bauch, meist auch an den Oberschenkeln. Außerdem können die Blutgefäße deutlicher hervortreten, besonders an Händen und Füßen.

Sie können Schwangerschaftsstreifen nicht vollständig verhindern, wenn Sie eine Veranlagung dazu haben. Mit ein paar Tricks können Sie die Haut aber geschmeidig halten und die Auswirkungen im Zaum halten.

Da der Schwangerschaftsbauch nach vorne zieht, verlagert sich jetzt der Schwerpunkt der werdenden Mutter, die damit automatisch im Hohlzkreuz geht. Der weibliche Körper ist dafür bestens gerüstet, da bei Frauen, anders als bei Männern, die letzten drei Lendenwirbel miteinander verzahnt und zudem stärker nach hinten gekippt sind als die anderen Wirbel. Die Wirbelsäule ist so im Lendenbereich verstärkt und biegsam.

Das Baby in der 25. SSW

In der 25. Schwangerschaftswoche (SSW) wiegt das Baby schon etwa 800 Gramm und misst etwa 33 Zentimeter (SFL). In diesem Stadium bestehen dank moderner Medizin bereits gute Chancen, dass das Kind bei einer Frühgeburt überlebensfähig ist.

Was bedeutet Frühgeburt?

Von einer Frühgeburt spricht man, wenn das Baby vor der 38. SSW lebend zur Welt kommt, also bevor 37 Schwangerschaftswochen vollendet sind.

Eine Frühgeburt kann sich unter anderem durch vorzeitige Wehen, einen vorzeitigen Blasensprung sowie Blutungen ankündigen. Ob die Ärzte eine Entbindung einleiten oder sie therapeutisch hinauszögern, hängt vom Gesundheitszustand von Mutter und Kind sowie von der Schwangerschaftswoche ab. Bei einer drohenden Frühgeburt in der 25. SSW versucht man, die Schwangerschaft noch möglichst lange zu erhalten – gegebenenfalls, indem die Schwangere in der Klinik überwacht wird und Bettruhe einhalten muss. Zusätzlich bekommt sie Magnesium verabreicht, um die Wehen abzuschwächen oder ganz einzudämmen. Lassen sie nicht nach, erhält die Frau wehenhemmende Wirkstoffe. Außerdem soll ein Glukokortikoid die Lungenreife des Kindes beschleunigen, um Atemprobleme zu verhindern oder einzuschränken, sollte das Baby nun doch schon auf die Welt kommen.

Sind der Muttermund bereits geöffnet und der Gebärmutterhals verkürzt, kann der Muttermund bis zur 28. SSW mithilfe einer sogenannten Cerclage mechanisch verschlossen werden. Hierbei wird eine Fadenschlinge um den Muttermund gelegt, die bei der Geburt wieder geöffnet wird.

Ab der 35. SSW versucht man bei vorzeitigen Wehen oder Blasensprung in der Regel nicht mehr, die Schwangerschaft zu erhalten, da das Baby dann weit genug entwickelt ist, um zur Welt zu kommen.

Sowohl Größe als auch Gewicht des Babys entwickeln sich mit fortschreitender Schwangerschaft immer individueller. Die genannten Werte können daher nur Durchschnittswerte sein. Wenn die Daten Ihres Kindes von diesen Werten abweichen, ist das kein Grund zur Besorgnis.

Vorsorgeuntersuchungen in der 25. SSW

Antikörper-Suchtest

Zwischen Beginn der 24. SSW und Ende der 27. SSW führt der Arzt einen weiteren Antikörper-Suchtest durch (den ersten hat er bei der Erstuntersuchung vorgenommen), um eine Rhesusunverträglichkeit auszuschließen. Kommt es während der Geburt zu einem Blutkontakt zwischen Mutter und Kind, kann sich eine Unverträglichkeit zwischen den verschiedenen Blutgruppen entwickeln. Das Abwehrsystem der Mutter reagiert auf bestimmte Blutgruppenmerkmale des kindlichen Bluts (sog. Rhesusfaktoren), indem es spezielle Rhesus-Antikörper bildet. Diese wiederum können bei einer weiteren Schwangerschaft die kindlichen roten Blutkörperchen zerstören. Um das zu verhindern, macht man frühzeitig den Antikörper-Suchtest und verabreicht der werdenden Mutter bei Bedarf eine sogenannte Rhesusprophylaxe (zwischen der 28. SSW und der 30. SSW.) Wenn nötig, wird diese Prophylaxe in den ersten 72 Stunden nach der Geburt wiederholt.

Test auf Schwangerschaftsdiabetes

Zwischen 25. SSW und 28. SSW hat jede Schwangere außerdem Anspruch auf einen Test auf Schwangerschaftsdiabetes – den sogenannten "kleinen Zuckertest" (Glukose-Challenge-Test). Der Hausarzt oder der Frauenarzt können diesen vornehmen. Die Schwangere nimmt dazu 50 Gramm Traubenzucker (Glukoselösung) zu sich – nach einer Stunde nimmt der Arzt Blut ab und bestimmt den Blutzuckerwert. Ein Wert über 135 mg/dl deutet auf Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) hin. Die endgültige Klärung bringt dann der sogenannte orale Glukosetoleranztest, der aufwändiger ist. Hierbei wird der Blutzuckerwert nüchtern sowie eine und zwei Stunden nach der Verabreichung von 75 Gramm Traubenzucker bestimmt.

Liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor, reicht es häufig aus, die Ernährung in der Schwangerschaft umzustellen, um ihn zu beheben. Wenn nötig kann außerdem bis zur Geburt Insulin verabreicht werden. Mit der Geburt verschwindet in der Regel auch der Diabetes.

Die Kosten sowohl für den kleinen Zuckertest als auch für den oralen Glukosetoleranztest übernehmen seit einigen Jahren die gesetzlichen Krankenkassen.