Metipranolol

Allgemeines

Metipranolol wird in Form von Augentropfen angewendet zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei grünem Star (Glaukom).

Welchem Zweck dient dieser Wirkstoff?

  • erhöhten Augeninnendruck bei grauem Star senken.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Metipranolol im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Metipranolol nicht verwendet werden?

Metipranolol sollte nicht eingesetzt werden bei:
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere Betablocker
  • schwerer Herzmuskelschwäche
  • schweren Erkrankungen des Reizleitungssystems des Herzens (wie AV-Block II. und III. Grades, Sinusknoten-Syndrom)
  • verlangsamtem Herzschlag (Ruhepuls vor Behandlungsbeginn unter 50 Schlägen pro Minute)
  • Asthma, chronischer Bronchitis oder anderen die Atemwege verengenden Erkrankungen
  • Ernährungsstörungen der Hornhaut des Auges.
Nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung von Nutzen und Risiko sollte Metipranolol bei Patienten mit verminderter Tränenausschüttung oder mit niedrigem Blutdruck eingesetzt werden. Das gilt ebenso für Patienten mit Herz-Kreislauf-Schock, bei Übersäuerung des Bluts (metabolischen Azidosen) sowie bei Durchblutungsstörungen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Drittel, sollte der Wirkstoff nur nach strenger ärztlicher Abwägung von Nutzen und Risiko angewendet werden.

Metipranolol geht wahrscheinlich in die Muttermilch über. Wegen der geringen Menge ist dies vermutlich ungefährlich, trotzdem sollten Säuglinge auf die Wirkung des Betablockers hin ärztlich überwacht werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff ist für Kinder nicht geeignet.

Welche Nebenwirkungen kann Metipranolol haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Metipranolol. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Beschwerden, Atemwegserkrankungen, Hautreaktionen, Bindehautentzündungen, Schlafstörungen, Verstärkung einer Herzmuskelschwäche, Erregungsüberleitungsstörungen am Herzen, Blutdruckabfall, Verstärkung von Durchblutungsstörungen, Unterzuckerung, Mundtrockenheit, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Potenzstörungen, Blutbildveränderungen, entzündliche Augenerkrankungen.

Sehr seltene oder vereinzelte Nebenwirkungen:
Wahrnehmungsstörungen, Herzenge.

Nebenwirkungen ohne Angabe der Häufigkeit:
Tränenflusseinschränkung, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Atemwegskrämpfe, Herzrhythmusstörungen, Herzschlagverlangsamung, Depressionen.

Welche Wechselwirkungen zeigt Metipranolol?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei der gleichzeitigen Einnahme anderer Betablocker in Tablettenform kann deren Wirkung verstärkt werden. Umgekehrt kann die Wirkung der Augentropfen auf den Augeninnendruck beeinflusst werden. Ebenso wird die Wirkung von anderen blutdrucksenkenden Mitteln verstärkt.

Bei im Gehirn wirkenden blutdrucksenkenden Mitteln wird zusätzlich die Senkung der Herzfrequenz verstärkt. Bei Narkosemitteln oder Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen wird der negative Effekt auf das Herz verstärkt.

Zusammen mit Mitteln gegen Depressionen und Psychose sowie mit Narkosemitteln und gefäßerweiternden Mitteln kann der Blutdruck stärker gesenkt werden.

Zusammen mit blutzuckersenkenden Tabletten wird die Unterzuckerungsneigung verstärkt.

Zusammen mit Noradrenalin und MAO-Hemmstoffen sowie bei einem abrupten Absetzen von Clonidin kann der Blutdruck plötzlich sehr schnell und stark steigen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Die regelmäßige Kontrolle von Augeninnendruck und Augenhornhaut ist erforderlich.
  • Kontaktlinsen sollten vor der Anwendung herausgenommen werden und erst nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden. Der Wirkstoff kann den Tränenfluss verringern.
  • Der Wirkstoff kann die Sehleistung und somit das Reaktionsvermögen im Straßenverkehr oder bei der Bedienung von Maschinen beeinflussen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Metipranolol?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Metipranolol enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Augentropfen
Ein-Dosis-Ophtiolen
Augentropfen

So wirkt Metipranolol

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Metipranolol. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Betablocker, zu welcher der Wirkstoff Metipranolol gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Metipranolol

Metipranolol wird in Form von Augentropfen angewendet zur Senkung des erhöhten Augeninnendrucks bei grünem Star (Glaukom).

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Metipranolol sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Metipranolol

Metipranolol ist ein so genannter Betablocker, der seine Wirkung an den Beta-Rezeptoren im Auge entfaltet. Beta-Rezeptoren sind spezielle Bindungsstellen der sympathischen Fasern des vegetativen Nervensystems, die normalerweise durch die körpereigenen Botenstoffe Adrenalin und Noradrenalin aktiviert werden. Metipranolol verdrängt diese körpereigenen Botenstoffe an den Rezeptoren und unterdrückt damit deren Wirkung.

Wird Metipranolol in Form von Augentropfen örtlich (lokal) am Auge angewendet, kann der Augeninnendruck gesenkt werden. Metipranolol verringert die Bildung von Kammerwasser im Inneren des Auges. Im Gegensatz zu anderen Betablockern beeinflusst Metipranolol den Abfluss des vorhandenen Kammerwassers nicht.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.