Levodopa + Carbidopa

Allgemeines

Die Kombination aus den Wirkstoffen Levodopa und Carbidopa wird bei der Parkinsonkrankheit verordnet, wenn mit anderen Parkinsonmitteln keine zufriedenstellende Beweglichkeit mehr gewährleistet werden kann. Sie wird insbesondere zur Behandlung so genannter "OFF"-Phänomene eingesetzt. OFF-Phänomene bezeichnen das Wiederauftreten der Beschwerden durch mangelnde Wirkung der Parkinsonmittel. Im Gegensatz dazu bezeichnet man als "ON"-Phänomen die weitgehende Unterdrückung der Starrheit und bessere Beweglichkeit des Patienten. Durch die beiden Wirkstoffe kommt es zu einer deutlichen Verlängerung der ON-Phasen. Die typischen Bewegungsstörungen wie stockende Beweglichkeit, Muskelstarre oder Zittern werden durch die langfristige Einnahme der Wirkstoffe erheblich verringert. Allerdings muss Carbidopa immer gemeinsam mit Levodopa verabreicht werden. Möglich ist auch eine Kombination aus Entacapon, Carbidopa und Levodopa, wenn die Parkinson-Symptome selbst durch eine Behandlung mit der Zweierkombination noch nicht ausreichend stabilisiert werden konnten.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Beweglichkeit bei der Parkinsonkrankheit erhalten oder verbessern
  • Parkinson-Symptome lindern
  • parkinsonähnliche Symptome bei anderen Krankheiten behandeln
  • Restless-Legs-Syndrom behandeln

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Levodopa + Carbidopa im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Levodopa + Carbidopa nicht verwendet werden?

Die Kombination darf nicht verwendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Levodopa oder Carbidopa
  • Parkinson-Beschwerden als Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Patienten mit verdächtigen und noch nicht untersuchten Hauterkrankungen oder mit schwarzem Hautkrebs (Melanom), da Levodopa solche Krebsformen begünstigt
  • schweren Leberfunktionsstörungen
  • unbehandeltem Engwinkelglaukom (Grüner Star)
  • durch Medikamente ausgelösten Parkinson-Syndromen
  • schweren Herzerkrankungen wie Herzmuskelschwäche und Herzrhythmusstörungen
  • akutem Schlaganfall
  • der erblichen Erkrankung Chorea Huntington
  • Patienten, die in der Vergangenheit einmal auf psychisch wirksame Mittel wie Neuroleptika allergische Reaktionen wie Fieber, Bewusstlosigkeit, Schock oder Herzschwäche (Herzinsuffizienz) gezeigt haben
  • gleichzeitiger Anwendung von unselektiven MAO-Hemmern wie beispielsweise Tranylcypromin. Der zeitliche Abstand zwischen den beiden Behandlungen muss mindestens 14 Tage betragen. Das bedeutet, dass diese MAO-Hemmer mindestens zwei Wochen vor dem Behandlungsbeginn mit Levodopa und Carbidopa abgesetzt werden müssen.
Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt und mit Vorsicht darf die Wirkstoffkombination angewendet werden bei
  • schweren Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen wie Asthma, bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen, Erkrankungen aufgrund von Hormonstörungen (beispielsweise Schilddrüsenüberfunktion), Säure-bedingten Magen- oder Darmgeschwüren, Bluterbrechen oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte
  • Patienten, die schon auf Levodopa allein mit ausgeprägten unwillkürlichen Bewegungen und psychischen Störungen reagierten
  • kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt mit zurückbleibenden Herzrhythmusstörungen. Besonders zu Beginn der Behandlung muss die Herzfunktion ärztlich überwacht werden.
  • chronischem Weitwinkelglaukom, sofern der Augeninnendruck gut eingestellt ist und überwacht wird.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Zu dem Einfluss Levodopa und Carbidopa auf das Ungeborene beim Menschen gibt es nicht genügend Forschungsergebnisse. Da in Untersuchungen am Tier jedoch teilweise durch die Wirkstoffkombination Schädigungen der Leibesfrucht verursacht wurden, sollte eine Behandlung damit während der Schwangerschaft vorsichtshalber unterbleiben.

Der Wirkstoff Levodopa hemmt die Ausschüttung des Milch produzierenden Hormons Prolaktin. Daher muss abgestillt werden, bevor eine Behandlung mit der Wirstoffkombination begonnen wird.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Wirkstoffkombination ist für Kinder nicht zugelassen.

Welche Nebenwirkungen können Levodopa + Carbidopa haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Levodopa + Carbidopa. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Essensverweigerung, Wahnvorstellungen, Verwirrtheit, Benommenheit, Albträume, Schläfrigkeit, Erschöpfung, Schlaflosigkeit, Depressionen (sehr selten mit Selbstmordversuchen), Hochstimmung (Euphorie), Demenz, Psychose-ähnlich Zustände, Antriebssteigerung, Bewegungsstörungen (im Gesicht), Veitstanz (Chorea), Schwäche, Zittern, Herzklopfen, unregelmäßiger Herzschlag, Blutdruckabfall bei Körperlagewechsel, Ohnmachts-Neigung, Bewußtseinsverlust, Übelkeit und Erbrechen, Mundtrockenheit, bitterer Geschmack.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme, Störung gezielter Bewegung, Händezittern, Bluthochdruck, Heiserkeit, Brustschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Speichelfluss, Schluckstörungen, Blähungen, Schmerzen im Magen-Darm-Bereich, Dunkelfärbung des Speichels, Zähneknirschen, Schluckauf, Magen-Darm-Blutungen, Zungenbrennen, Zwölffingerdarmgeschwüre, Wassereinlagerungen im Gewebe, Muskelkrämpfe, Dunkelfärbung des Urins, Schwächegefühl, Unwohlsein, Bedrängnisgefühl.

Seltene Nebenwirkungen:
Weiße-Blutkörperchen-Mangel, Blutarmut (mit und ohne Blutzellen-Zerstörung), Blutplättchenmangel, Aufgeregtheit, Furcht, Denkstörungen, Orientierungslosigkeit, Kopfschmerzen, gesteigerte Libido, Erstarrung, Krampfanfälle, malignes neuroleptisches Syndrom, nervliche Missempfindungen, Hinfallen, Gangstörungen, Kiefernsperre, verschwommenes
Sehen, Lidkrämpfe (oft erstes Zeichen einer Überdosierung), Hervorrufung eines Horner-Syndroms (Lidlähmung, Pupillenverengung, eingefallener Augapfel), Doppeltsehen, Pupillenerweiterung, Blickkrämpfe, Gefäßentzündung, Atemnot, gestörte Normalatmung, Gefäßschwellungen (Angioödem), Nesselsucht, Juckreiz, Gesichtsröte, Haarausfall, Hautausschlag, vermehrtes Schwitzen, Dunkelfärbung des Schweißes, Hervorrufung eines bösartigen Schwarzen Hautkrebses (Melanom), Unterhautblutungen, Harnverhaltung, ungewollter Harnabgang, schmerzhafte Dauererektion.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Fehlen der Ganulozyten.

Besonderheiten:
Die Kombination wird mit Schläfrigkeit und bisher sehr selten mit extremer Tagesschläfrigkeit und plötzlichem Einschlafen in Verbindung gebracht.

Nach einigen Monaten bis Jahren nach Beginn einer Behandlung mit Levodopa kann eine plötzliche Einschränkung der Beweglichkeit (Bradykinesie) auftreten, die wahrscheinlich im Zusammenhang mit einem Fortschreiten der Erkrankung steht. Eine Anpassung des Dosierungsschemas und der Einnahmezeiten durch den Arzt kann dann erforderlich werden.

Welche Wechselwirkungen zeigen Levodopa + Carbidopa?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Zusammen mit Blutdrucksenkern eingenommen, kann die Kombination bei Änderung der Körperlage zu einem plötzlichen Blutdruckabfall führen. Die Dosierung der Blutdrucksenker muss daher gegebenenfalls vom Arzt angepaßt werden.

Bei der Kombination von Levodopa + Carbidopa mit tricyclischen Antidepressiva (gegen Depressionen) kommt es manchmal zum Blutdruckabfall. Mit bestimmten Antidepressiva aus der Wirkstoffgruppe der MAO-Hemmer (wie zum Beispiel Tranylcypromin kann es zu einem krisenhaften Blutdruckanstieg kommen. Diese Wirkstoffe müssen mindestens 14 Tage vor einer Behandlung mit der Wirkstoffkombination abgesetzt werden. Der MAO-Hemmer Selegilin kann in Kombination zu schwerem Blutdruckabfall führen, während Amantadin die Levodopa-bedingten Nebenwirkungen verstärken kann (beide MAO-Hemmer werden ebenfalls bei Parkinson-Krankheit eingesetzt). Eventuell muss daher die Dosis dieser Wirkstoffe durch den Arzt angepasst werden. Insbesondere bei Selegilin darf dabei die Tagesdosis von maximal zehn Milligramm nicht überschritten werden.

Muskarinrezeptor-Antagonisten wie Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin oder Ipratropium können die Wirkung von Levodopa verstärken, allerdings kann es bei kombinierter Anwendung auch zur Verstärkung unnormaler unwillkürlicher Bewegungen kommen. Außerdem können Muskarinrezeptor-Antagonisten die Wirkung der Kombination abschwächen, weil sie ihre Aufnahme in den Körper behindern.

Neuroleptika (gegen Psychosen) wie Risperidon, Promethazin, Sulpirid und andere, Benzodiazepine (Beruhigungsmittel), das Tuberkulose-Mittel Isoniazid, das Antiepileptikum Phenytoin und der Krampflöser Papaverin können die Wirkung von Levodopa abschwächen.

Metoclopramid beschleunigt die Magenentleerung und kann so die Wirkung von Levodopa + Carbidopa erhöhen.

Alpha-Sympathomimetika wie beispielsweise Clonidin und Etilefrin können die Nebenwirkungen von Levodopa auf Herz und Kreislauf verstärken.

Die gleichzeitige Einnahme einer Eiweiß-reichen Mahlzeit mit viel Fleisch oder Hülsenfrüchten kann zu einer Wirkungsverminderung der Kombination führen. Gleiches gilt für die gleichzeitige Anwendung von Eisenpräparaten. Eisenpräparate dürfen nur in einem Abstand von mindestens zwei Stunden zu einer Gabe der Wirkstoffkombination eingenommen werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Da in seltenen Fällen Selbstmordgefahr besteht, ist auf Depressionen während der Behandlung vom Arzt besonders zu achten.
  • Das Medikament kann zu falsch-positiven Testergebnissen beim Harnzuckertest und Coombs-Test (Test auf einen gesteigerten Zerfall roter Blutkörperchen) kommen.
  • Bei Auftreten von unerwünschten Nebenwirkungen (Übelkeit, Erbrechen und Halluzinationen), insbesondere in den ersten Tagen bis Wochen nach Therapiebeginn, muss der Arzt befragt werden, um gegebenenfalls die Dosis zu verringern.
  • Wird das Medikament abgesetzt, muss die Dosierung anderer Anti-Parkinson-Mittel angepasst werden, um die Symptome der Parkinsonkrankheit ausreichend unter Kontrolle zu halten. Ein plötzliches Absetzen muss jedoch vermieden werden.
  • Zu Beginn der Behandlung mit dem Medikament sind häufigere Kontrollen der Leber- und Nierenfunktion sowie des Blutbilds zu empfehlen.
  • Das Medikament wird mit dem Urin, Speichel und Schweiß ausgeschieden, die Flecken in der Kleidung verursachen, die nach dem Antrocknen nicht mehr entfernt werden können. Sie müssen gleich ausgewaschen werden.
  • Das Medikament kann das Reaktionsvermögen herabsetzen und die aktive Teilnahme am Straßenverkehr und beim Bedienen von Maschinen einschränken.
  • Tagesmüdigkeit und plötzliches Einschlafen können während der Behandlung auftreten.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Levodopa + Carbidopa?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Levodopa + Carbidopa enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

So wirkt Levodopa + Carbidopa

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Levodopa + Carbidopa. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Parkinson-Mittel, zu welcher die Wirkstoffkombination Levodopa + Carbidopa gehört.

Anwendungsgebiet der Wirkstoffkombination Levodopa + Carbidopa

Die Kombination aus den Wirkstoffen Levodopa und Carbidopa wird bei der Parkinsonkrankheit verordnet, wenn mit anderen Parkinsonmitteln keine zufriedenstellende Beweglichkeit mehr gewährleistet werden kann. Sie wird insbesondere zur Behandlung so genannter "OFF"-Phänomene eingesetzt. OFF-Phänomene bezeichnen das Wiederauftreten der Beschwerden durch mangelnde Wirkung der Parkinsonmittel. Im Gegensatz dazu bezeichnet man als "ON"-Phänomen die weitgehende Unterdrückung der Starrheit und bessere Beweglichkeit des Patienten. Durch die beiden Wirkstoffe kommt es zu einer deutlichen Verlängerung der ON-Phasen. Die typischen Bewegungsstörungen wie stockende Beweglichkeit, Muskelstarre oder Zittern werden durch die langfristige Einnahme der Wirkstoffe erheblich verringert. Allerdings muss Carbidopa immer gemeinsam mit Levodopa verabreicht werden. Möglich ist auch eine Kombination aus Entacapon, Carbidopa und Levodopa, wenn die Parkinson-Symptome selbst durch eine Behandlung mit der Zweierkombination noch nicht ausreichend stabilisiert werden konnten.

Des Weiteren wird die Kombination verwendet, um parkinsonähnliche Symptome bei anderen Krankheiten zu behandeln. So wird die Kombination auch gegen das sogenannte Segawa-Syndrom eingesetzt, eine genetisch verursachte Form der Muskelverspannung (auch DRD (Dopa-responsive Dystonie). Es ist das einzige Dystonie-Krankheitsbild, das sich auf die Gabe von Levodopa hin bessert. Allerdings handelt es sich hier um einen "off-label-use", weil die Kombination nicht offiziell dafür zugelassen ist.

Ein weiteres Anwendungsgebiet von Levodopa und Carbidopa ist das so genannte Restless-Legs-Syndrom. Bei dem Syndrom der "unruhigen Beine" verspüren die Patienten besonders nachts einen unkontrollierbaren Bewegungsdrang, häufig begleitet von Muskelzuckungen und einschießenden Schmerzen. Hier könnte ebenso wie bei der Parkinsonkrankheit ein Dopaminmangel im Gehirn zugrunde liegen, weshalb die Symptome auf die Parkinsonmittel Levodopa und Carbidopa sehr gut ansprechen.

Die Wirkstoffkombination muss auf lange Zeit hin genommen werden, um die Gehirnzellen dauerhaft zu stimulieren.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Levodopa + Carbidopa sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Levodopa + Carbidopa

Bei der Parkinsonkrankheit fehlt dem Gehirn der Botenstoff Dopamin. Diesen jedoch braucht es, um die Bewegungen des Körpers zu kontrollieren. Ist nicht genügend Dopamin vorhanden, zeigen sich die typischen Parkinson-Symptome wie Steifheit der Muskulatur (Rigor), Zittern (Tremor) und Verlangsamung der Bewegung (Akinese).

Dopamin selbst kann die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und daher auch nicht als Tablette verabreicht werden. Aus diesem Grund wird seine chemische Vorstufe, das Parkinsonmittel Levodopa gegeben. Levodopa ist eine Aminosäure und kann im Gegensatz zu Dopamin den Schutzwall, der das Gehirn umgibt, durchqueren. Dort dient es als Quelle für Dopamin, in das es umgewandelt wird. Jedoch wird Levodopa nicht nur im Gehirn, sondern auch auf dem Transport dorthin schon im Blut zu Dopamin abgebaut. Damit verliert es seine Wirksamkeit für die Bewegungskontrolle. Um diesen Umbau "auf dem Wege" zu verhindern, wird Levodopa mit Carbidopa kombiniert.

Carbidopa gehört ebenfalls zur Wirkstoffgruppe der Parkinson-Mittel. Es ist ein Hemmstoff des Enzyms Decarboxylase, welches im Darm und im Blut Levodopa vorzeitig zu Dopamin abbaut. So verhindert Carbidopa den Wirkungsverlust von Levodopa, bevor der Parkinsonwirkstoff das Gehirn erreicht hat.

Möglicherweise ist auch beim so genannten Restless-Legs-Syndrom ein Dopaminmangel im Gehirn die Ursache. Jedenfalls lassen sich mit der Wirkstoffkombination die nächtlichen Beschwerden der "unruhigen Beine" deutlich verringern. Für diese Anwendung wird häufig die Kombination aus Levodopa, Carbidopa plus dem Wirkstoff Entacapon eingesetzt. Entacapon hemmt ebenfalls ein Enzym, die Catechol-O-Methyltransferase (COMT), das Levodopa in ein wirkungsloses Stoffwechselprodukt verwandelt. Dadurch wird die Menge des im Gehirn verfügbaren Levodopas erhöht und seine Wirksamkeit verlängert.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.