Isoconazol

Von: Andrea Lubliner (Pharmazeutin und Fachtexterin für medizinische Fachtexte)
Letzte Aktualisierung: 13.09.2007

Allgemeines

Isoconazol wird hauptsächlich bei oberflächlichen Pilzerkrankungen der Haut eingesetzt, bei denen es zu stark entzündlichen Hautveränderungen kommt. Dazu zählen Hautinfektionen, die durch Hautpilze (Dermatophyten) ausgelöst werden, wie etwa zahlreiche Formen der Tinea, und Infektionen durch Hefen wie die Candidiose der Haut. Auch die Kleienpilzflechte und das Erythrasma, eine vor allem in den Tropen vorkommende Hautinfektion (die vorwiegend im Achsel- und Leistenbereich auftritt) können mit Isoconazol behandelt werden.

 

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Pilzwachstum hemmen
  • Pilze abtöten
  • Bakterien entgegenwirken.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Isoconazol im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Isoconazol nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder verwandte Imidazole darf Isoconazol nicht angewendet werden.

Infektionen durch Viren wie Gürtelrose (Herpes) oder Windpocken, aber auch Hauterscheinungen wie sie nach Impfungen auftreten (etwa Juckreiz oder Nesselsucht), dürfen nicht mit Isoconazol behandelt werden.

Bei Hautveränderungen wie etwa Hautausschlag (Exantheme), die durch Syphilis oder Schwindsucht (Tuberkulose) bedingt sind, ist die Anwendung von Isoconazol nicht gestattet. Auch im Bereich des Auges darf keine Behandlung mit Isoconazol erfolgen.

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Im ersten Drittel der Schwangerschaft darf Isoconazol nicht angewendet werden. Nach dem dritten Monat darf eine Behandlung mit dem Wirkstoff nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen. Allerdings muss auf eine großflächige oder langfristige Anwendung verzichtet werden.

Bei stillenden Müttern darf Isoconazol nicht im Brustbereich eingesetzt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Kindern sind keine Anwendungsbeschränkungen bekannt.

Welche Nebenwirkungen kann Isoconazol haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Isoconazol. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene Nebenwirkungen:
Hautreizungen (Juckreiz, Brennen, Rötung, Bläschenbildung).

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Isoconazol?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wechselwirkungen von Isoconazol mit anderen Wirkstoffen sind nicht bekannt.

 

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei bakteriellen Infektionen ist zusätzlich eine spezifische Therapie erforderlich.
  • Der Wirkstoff darf nicht am Auge angewendet werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

Welche Medikamente beinhalten Isoconazol?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Isoconazol enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

 
Medikament
Darreichungsform

 

So wirkt Isoconazol

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Isoconazol. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Imidazole und Triazole, Fungizide, zu welcher der Wirkstoff Isoconazol gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Isoconazol

Isoconazol wird hauptsächlich bei oberflächlichen Pilzerkrankungen der Haut eingesetzt, bei denen es zu stark entzündlichen Hautveränderungen kommt. Dazu zählen Hautinfektionen, die durch Hautpilze (Dermatophyten) ausgelöst werden, wie etwa zahlreiche Formen der Tinea, und Infektionen durch Hefen wie die Candidiose der Haut. Auch die Kleienpilzflechte und das Erythrasma, eine vor allem in den Tropen vorkommende Hautinfektion (die vorwiegend im Achsel- und Leistenbereich auftritt) können mit Isoconazol behandelt werden.

Im Allgemeinen wird der erkrankte Hautbereich zweimal täglich mit Isoconazol eingecremt. Wenn die Zwischenräume der Zehen betroffen sind, sollten Mullstreifen dünn mit der Isoconazol-Creme bestrichen und in die Zehenzwischenräume gelegt werden.

 

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Isoconazol sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Isoconazol

Isoconazol gehört zur Gruppe der Imidazole und Triazole und wird nur äußerlich angewendet. Es hemmt Wachstum und Vermehrung von Pilzen (fungistatische Wirkung) und einiger Bakterien auf der Haut (wie Staphylokokken, Mikrokokken und Streptokokken).

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihre*n Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.