Cetebe antiGrippal Erkältungs-Trunk Forte

Hersteller: GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG
Wirkstoffkombination: Paracetamol + Phenylephrin + Dextromethorphan
Darreichnungsform: Granulat zum Herstellen einer Lösung
Rezeptfrei

Wirkung

Cetebe antiGrippal Erkältungs-Trunk Forte enthält die Wirkstoffkombination Paracetamol + Phenylephrin + Dextromethorphan. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Cetebe antiGrippal Erkältungs-Trunk Forte.

Die Wirkstoffkombination dient der Behandlung von Beschwerden bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten. Voraussetzung ist, dass Husten, Schwellung der Nasenschleimhaut bei Schnupfen, Fieber sowie Kopf-, Glieder- oder Halsschmerzen gemeinsam auftreten.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Paracetamol + Phenylephrin + Dextromethorphan sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen nicht-opioide Schmerzmittel, hustendämpfende Mittel, Alpha-Sympathomimetika, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, zu welchen die Wirkstoffkombination Paracetamol + Phenylephrin + Dextromethorphan gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Erkältungskrankheiten und Grippe-ähnliche Infekte, wenn Husten, Schwellung der Nasenschleimhaut bei Schnupfen, Fieber sowie Kopf-, Glieder- oder Halsschmerzen gemeinsam auftreten

Dosierung

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren (beziehungsweise 43 Kilogramm Körpergewicht) nehmen den Inhalt eines Beutels nach Auflösen in heißem
Wasser ein. Die Einnahme soll ohne Anweisung des Arztes nicht häufiger als ein Beutel alle sechs Stunden erfolgen. Die Tageshöchstdosis liegt bei vier Beuteln.

Gießen Sie den Inhalt eines Beutels in einem Glas mit heißem, nicht kochendem Wasser (etwa 150 Milliliter) auf. Rühren Sie um und triken Sie die Lösung so heiß wie möglich.

Das Medikament soll ohne ärztlichen Rat nicht länger als eine Woche und nicht in höherer Dosierung als angegeben eingenommen werden.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Aromastoffe
  • Ascorbinsäure
  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • Sucrose
  • Talkum
  • arabisches Gummi
  • Bergamottöl
  • Maltodextrin
  • wasserfreie Zitronensäure

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
leichte Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Nervosität, Schwindelgefühl, Übelkeit und Erbrechen, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitminderung.
Seltene Nebenwirkungen:
Anstieg der Leberwerte (Transaminasen), Kopfschmerzen, Blutdruckanstieg, Herzklopfen, Störungen der Herzschlagfolge, Herzenge, Durchblutungsstörungen in Armen und Beinen.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Blutbildveränderungen (Mangel an Blutplättchen, Fehlen von Granulozyten), allergische Reaktionen (von einfachem Hautausschlag oder Nesselsucht bis hin zu Quincke-Ödem, Stevens-Johnson-Syndrom toxische epidermale Nekrolyse, akuter allgemeiner pusteliger Hautausschlag und allergischem Schock), Benommenheit, Wahnvorstellungen, Erhöhung des Augeninnendrucks, Pupillenerweiterung, Schwierigkeiten beim Wasserlassen (insbesondere bei Männern mit einer Prostatavergrößerung).
bei Missbrauch:
Entwicklung einer Abhängigkeit.
bei dazu neigenden Personen:
Bronchialkrämpfe (Analgetika-Asthma).

Besonderheiten:
Bei hohem Fieber, Anzeichen einer weiteren Infektion oder Anhalten der Beschwerden über einen längeren Zeitraum muss der Arzt befragt werden. Allgemein sollen Paracetamol-haltige Medikamente ohne ärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis angewendet werden.

Bei längerem hochdosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen behandelt werden dürfen. Ganz allgemein kann die gewohnheitsmäßige Einnahme von Schmerzmitteln, insbesondere bei Kombination mehrerer schmerzstillender Wirkstoffe, zur dauerhaften Nierenschädigung mit dem Risiko eines Nierenversagens (Analgetika-Nephropathie) führen.

Bei plötzlichem Ende der Behandlung nach längerem hochdosiertem, nicht bestimmungsgemäßem Gebrauch können Kopfschmerzen sowie Müdigkeit, Muskelschmerzen, Nervosität und andere Beschwerden auftreten. Diese "Entzugserscheinungen" klingen innerhalb weniger Tage ab. Bis dahin soll die Wiedereinnahme unterbleiben und die erneute Einnahme nicht ohne ärztlichen Rat erfolgen.

Wechselwirkungen

Bei gleichzeitiger oder bis zu zwei Wochen zurückliegender Einnahme von MAO-Hemmern oder gleichzeitiger Einahme von selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern oder trizyklischen Antidepressiva (alles Wirkstoffe gegen Depressionen) sind Wirkungen auf das Gehirn wie Erregungszustände und Verwirrtheit, hohes Fieber, Veränderungen von Atmungs- und Kreislauffunktionen (ein sogenanntes Serotonin-Syndrom) sowie ein starker Blutdruckanstieg möglich.

Bei gleichzeitiger Einnahme anderer Arzneimittel mit dämpfender Wirkung auf die Gehirnfunktion und bei gleichzeitiger Aufnahme von Alkohol kann es zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung kommen.

Gleichzeitige Anwendung der Kombination mit trizyklischen Antidepressiva, Betäubungsmitteln (Narkosemitteln), Herzglykosiden (beispielsweise Digoxin), Entacapon und Tolcapon bei der Parkinson-Krankheit, schleimhautabschwellenden Mitteln, Appetitzüglern und anderen Alpha-Sympathomimetika kann deren Herz-Kreislauf-Wirkungen verstärken. Es kann dann zu Blutdruckanstieg, unregelmäßigem Herzschlag und erhöhtem Herzanfall-Risiko kommen. Ebenso kann die Wirkung von Atropin (Notfallmedikament) verstärkt werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Beta-Blockern oder anderen Blutdrucksenkern wie Guanethidin und Reserpin kann deren blutdrucksenkende Wirkung verringert und somit das Risiko von Bluthochdruck und Herz-Kreislaufbeschwerden erhöht werden.

Die Einnahme des Gichtmittels Probenecid verringert die Ausscheidung von Paracetamol aus dem Körper erheblich. Bei gleichzeitiger Einnahme von Probenecid sollte daher die Dosis an Paracetamol etwa um die Hälfte verringert werden.

Besondere Vorsicht ist bei der gleichzeitigen Einnahme von Medikamenten, die zu einer schnelleren Verstoffwechselung von Paracetamol führen (Barbiturate und viele Antiepileptika), geboten. Sie schwächen die Paracetamol-Wirkung ab, so dass der Patient womöglich zu viel davon einnimmt, was zu einem Leberversagen führen kann. Ebenso ist auch die gleichzeitige Einnahme von Substanzen gefährlich, die auf die Leber schädlich wirken.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Paracetamol und dem AIDS-Mittel AZT (Zidovudin) wird die Neigung zum Mangel an neutrophilen Blutzellen verstärkt. Die Kombination ist daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT anzuwenden.

Cholestyramin (bei Fettstoffwechselstörungen) verringert die Aufnahme von Paracetamol in den Körper.

Die gleichzeitige Einnahme von Mitteln, die die Magenentleerung beschleunigen, wie Metoclopramid, bewirkt bei Paracetamol eine Beschleunigung der Aufnahme in den Körper und des Wirkungseintritts. Bei gleichzeitiger Einnahme von Mitteln, die die Magenentleerung verzögern (Beispiel: Propanthelin), können Aufnahme und der Wirkungseintritt von Paracetamol verzögert sein.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Wirkstoffen, die die Verstoffwechselung von Dextromethorphan hemmen (insbesondere die Antiarrhythmika Amiodaron, Chinidin und Propafenon, die Psychopharmaka Fluoxetin, Haldoperidol, Paroxetin und Thioridazin, das Magenmittel Cimetidin und Ritonavir (gegen AIDS) kann es zu einem Anstieg der Konzentration von Dextromethorphan im Blut und Atembeschwerden kommen.

Bei Anwendung der Kombination mit schleimlösenden Hustenmitteln kann aufgrund des eingeschränkten Hustenreflexes ein gefährlicher Sekretstau entstehen.

Paracetamol kann möglicherweise die Wirkung von Cumarinderivaten (Blutverdünner wie Phenprocoumon) verändern. Eine Langzeitanwendung der Kombination bei Patienten, die mit Antikoagulanzien zur Einnahme behandelt werden, wird daher nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Besonderheiten:
Um das Risiko einer Überdosierung zu verhindern, sollte sichergestellt werden, dass andere Medikamente, die gleichzeitig angewendet werden, kein Paracetamol enthalten. Ebenso sollte die gleichzeitige Einnahme von schleimhautabschwellenden Wirkstoffen sowie Husten- und Erkältungspräparaten vermieden werden.

Gegenanzeigen

Die Kombination darf nicht eingesetzt werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Paracetamol, Phenylephrin oder Dextromethorphan
  • einer speziellen Form des Grünen Star (Engwinkelglaukom)
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • schwerer Leberfunktionsstörung (Child Pugh über 9)
  • schweren Veränderungen am Herzen oder den Blutgefäßen, Herzrhythmusstörungen oder Bluthochdruck
  • Asthma, chronischer Verengung der Atemwege (COPD), Lungenentzündung, Störungen der Atemfunktion oder verlangsamter Atmung.
Nur mit besonderer Vorsicht (etwa mit größerem Abstand zwischen den Einnahmen oder in verminderter Dosis) und unter ärztlicher Kontrolle sollte die Kombination angewandt werden bei
  • Funktionsstörung der Leberzellen (Child Pugh unter 9)
  • chronischem Alkoholmissbrauch
  • Nierenfunktionsstörungen (Kreatinin-Clearance unter 10 Milliliter/Minute)
  • der Stoffwechselerkrankung Gilbert-Meulengracht-Krankheit
  • Verengung der ableitenden Harnwege beispielsweise durch eine Prostatavergrößerung
  • Geschwulsten am Nebennierenmark
  • Zuckerkrankheit
  • allen Erkrankungen von Herz, Blutgefäßen (beispielsweise Raynaud-Syndrom) und Kreislauf, insbesondere bei Mangeldurchblutung der Herzkranzgefäße, bei Bluthochdruck, Durchblutungsstörungen des Gehirns und Neigung zu Schwindel.
Hinweise:
Bei Patienten mit Leber- oder Nierenfunktionsstörungen sowie Gilbert-Meulengracht-Krankheit muss die Dosis vermindert oder der zeitliche Abstand zwischen den Einnahmen verlängert werden.

Bei schwerer Nierenfunktionsstörung müssen zwischen zwei Einnahmen mindestens acht Stunden liegen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Kombination darf während Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Kombination ist nicht zur Anwendung bei Kindern unter zwölf Jahren bestimmt.

Warnhinweise

  • In seltenen Fällen kann nach der Anwendung des Medikaments die Sehfähigkeit kurzfristig beeinträchtigt sein. Der Patient darf für diesen Zeitraum nicht Autofahren oder Maschinen bedienen.
  • Das Medikament kann zu leichter Müdigkeit führen und dadurch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass Autofahren und das Bedienen von Maschinen gefährlich sind. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol oder Medikamenten, die ihrerseits das Reaktionsvermögen beeinträchtigen können.
  • Die Einnahme des Medikaments kann die Messung von Harnsäure und die Blutzuckerbestimmung beeinflussen.
  • Bei hohem Fieber, Infektionen oder anhaltenden Beschwerden muss der Arzt befragt werden.
  • Bei schwerer Nierenfunktionsstörung müssen zwischen zwei Einnahmen mindestens acht Stunden liegen.
  • Es dürfen gleichzeitig keine schleimlösenden Hustenmittel verwendet werden, damit es nicht zu einem gefährlichen Sekretstau kommt.
  • Das Medikament enthält Sucrose (Zucker), die von manchen Patienten schlecht vertragen wird.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
6 Beutel Granulat zum Herstellen einer Lösung
12 Beutel Granulat zum Herstellen einer Lösung

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Cetebe antiGrippal Erkältungs-Trunk Forte sowie weitere Medikamente mit der Wirkstoffkombination Paracetamol + Phenylephrin + Dextromethorphan (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Granulat zum Herstellen einer Lösung

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.