Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin

Allgemeines

Die Kombination wird eingesetzt zur Behandlung von gemeinsam auftretenden Beschwerden wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schnupfen, Reizhusten, Fieber oder erhöhter Körpertemperatur im Rahmen einer einfachen Erkältungskrankheit.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Schmerzen lindern
  • Reizhusten dämpfen
  • Schleimhäute abschwellen
  • Kreislauf anregen
  • körpereigene Abwehr stärken
  • Fieber senken

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin nicht verwendet werden?

Die Kombination darf nicht eingenommen werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Paracetamol, Coffein, Vitamin C oder Chlorphenamin
  • schweren Nierenfunktionsstörungen
  • schweren Leberfunktionsstörungen (ab Grad 9 nach Child Pugh).
Nur nach Rücksprache mit einem Arzt sollte die Kombination eingenommen werden bei
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Leberfunktionsstörungen (Child Pugh unter 9)
  • der Bluterkrankung Gilbert-Meulengracht-Krankheit
  • Nierensteinen, die vorwiegend aus Oxalsäure-Kristallen bestehen
  • Eisen-Speichererkrankungen (Thalassämie, Hämochromatose, sideroblastische Anämie)
  • chronischem Alkoholmissbrauch
  • Verengungen von Magenausgang und Zwölffingerdarm
  • Verengungen des Harnblasenausganges
  • Engwinkelglaukom, einer speziellen Form des Grünen Stars
  • Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren
  • Schilddrüsenüberfunktion
  • Herzrhythmusstörungen wegen der Gefahr der Verstärkung von Herzrasen und Herzstolpern
  • Angststörungen, weil diese verstärkt werden können
  • hohem Fieber
  • Anzeichen einer weiteren oder überlagernden Infektion
  • Verschlechterung der Beschwerden oder weiteren Komplikationen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In der Schwangerschaft ist die Anwendung der Kombination verboten. Das darin enthaltene Chlorphenamin führt nämlich möglicherweise zu Hirn-Missbildungen und Tumoren im Kindesalter. Außerdem scheint die ganze Gruppe der H1-Antihistaminika, der auch Chlorphenamin angehört, in den letzten zwei Wochen vor der Geburt Netzhautschäden zu verursachen.

Da nicht bekannt ist, ob Chlorphenamin in die Muttermilch ausgeschieden wird, darf bei Behandlung mit der Kombination nicht gestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Je nach Arzneiform und Dosierung kann die Altersbeschränkung bei den Herstellern unterschiedlich sein. Im Allgemeinen ist die Anwendung bei Kindern unter zwölf Jahren wegen fehlender Erkenntnisse zu Wirkungen und Nebenwirkungen der Kombination in dieser Altersgruppe nicht gestattet.

Welche Nebenwirkungen können Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Mundtrockenheit.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Allergische Hautreaktionen.

Seltene Nebenwirkungen:
Leber-Transaminasen-Anstieg.

Sehr seltene und vereinzelte Nebenwirkungen:
Blutbildveränderungen (Fehlen von Weißen Blutkörperchen und Granulozyten, Mangel an Neutrophilen und Blutplättchen, Mangel an allen Blutzellen), Hautblutungen, Blutarmut (aplastische Anämie), zwanghafte Bewegungen (Dyskinesien), Starerkrankungsauslösung (Engwinkelglaukom), Sehstörungen, überempfindliche Bronchien, Magen-Darm-Beschwerden, Beschwerden beim Wasserlassen, Appetitsteigerung, Überempfindlichkeitsreaktionen (schwer, durch Paracetamol), Hautreaktionen (schwer, wie Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Lyell-Syndrom), Psychosen.
bei hoher Dosierung:
Fehlbildung des roten Blutfarbstoffs.
nach längerer Einnahme höherer Dosen oder bei Überdosierung:
Nierenschäden, Leberschäden.

Nebenwirkungen unbekannter Häufigkeit:
Herzrhythmusstörungen (Herzrasen), Schläfrigkeit, Benommenheit, innere Unruhe, Schlaflosigkeit.

Besonderheiten:
Bei empfindlichen Personen kann durch Paracetamol ein Krampf der Bronchialmuskulatur ausgelöst werden ("Analgetika-Asthma").

Allergische Hautreaktionen können unter Umständen begleitet sein von Temperaturanstieg (Arzneimittelfieber) und Schleimhautschäden.

Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen können sich als Schwellungen von Rachen und Gesicht (Quincke-Ödem), in Atemnot, Schweißausbruch,
Übelkeit, Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufversagen und Schock äußern.

Leberschäden sind möglich, wenn ein gesunder Erwachsener einmalig mehr als zehn bis zwölf Gramm oder über einen längeren Zeitraum mehr als 7,5 Gramm Paracetamol täglich einnimmt. Diese Grenzwerte sind bei Kindern geringer. Grundsätzlich sollten Schmerzmittel ohne ärztliche Verordnung nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat eingenommen werden.

Welche Wechselwirkungen zeigen Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei der Kombination sind die jeweiligen Wechselwirkungen der Kombinationspartner Paracetamol, Coffein und Chlorphenamin zu beachten. Von Vitamin C sind keine Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen bekannt.

Die gleichzeitige Anwendung von Paracetamol mit Wirkstoffen, die zu einer Verlangsamung der Magenentleerung führen (beispielsweise Propanthelin) kann zur Verzögerung der Aufnahme und des Wirkungseintritts von Paracetamol führen. Auch Colestyramin (gegen Fettstoffwechselstörungen) hat diese Wirkung.

Wirkstoffe, die die Magenentleerung beschleunigen (beispielsweise Metoclopramid), beschleunigen auch die Aufnahme und den Wirkungseintritt von Paracetamol.

Werden gleichzeitig Paracetamol und das Virus-Mittel Zidovudin (AZT) angewendet, kann es verstärkt zu einem Mangel an weißen Blutkörperchen kommen. Die Kombination soll daher nur nach ärztlichem Anraten gleichzeitig mit AZT angewendet werden.

Die Einnahme des Gichtmittels Probenecid und des Schmerzmittels Salicylamid vermindert stark die Ausscheidung von Paracetamol. Bei gleichzeitiger Einnahme sollte daher die Dosis von Paracetamol verringert werden.

Werden Wirkstoffe eingenommen, die den Abbau von Paracetamol fördern (beispielsweise das Epilepsie-Mittel Phenobarbital, das Antibiotikum Rifampicin, die Pilzmittel Ketoconazol und Itraconazol) oder selbst schon leberschädlich sind, kann es schneller zu Vergiftungserscheinungen kommen. Anzeichen derselben sind: Übelkeit und Erbrechen, Essensverweigerung, Blässe und Unterleibsschmerzen.

Die wiederholte Einnahme von Paracetamol über mehr als eine Woche verstärkt die Wirkung von Blutverdünnern (Antikoagulanzien). Die gelegentliche Einnahme von Paracetamol hat hingegen keine ernstzunehmenden Auswirkungen.

Gehirnwirksame Mittel (Schlafmittel, Beruhigungsmittel, Psychopharmaka) oder Alkohol verstärken die müde-machende Wirkung von Chlorphenamin.

Coffein kann die beruhigenden Wirkungen verschiedener Substanzen wie beispielsweise Barbiturate (gegen Epilepsie), Allergie-Mitteln und anderen abschwächen.

Coffein verstärkt die Herzschlag-Beschleunigung, die unter anderen durch Mittel mit Wirkung auf das unbewußte Nervensystem (Alpha-Sympathomimetika und Beta-2-Sympathomimetika) und von dem Schilddrüsenhormon Levothyroxin verursacht wird.

Bei gleichzeitiger Einnahme des Asthma-Mittels Theophyllin kann Coffein dessen Ausscheidung vermindern und die Wirkung verstärken oder verlängern.

Die Einnahme von Coffein erhöht die Gefahr einer Abhängigkeit von anregenden Drogen wie beispielsweise Ephedrin.

Bei Kombination von Coffein und Wirkstoffen mit vielen Wirkungsaspekten wie beispielsweise den Benzodiazepinen (Schlafmittel, Psychopharmaka) können im Einzelnen unterschiedliche und nicht voraussehbare Wechselwirkungen auftreten.

Östrogen-Gestagen-Kombinationen zur Verhütung ("Pille"), das Magenmittel Cimetidin, Disulfiram (zur Alkoholentwöhnung) sowie Antibiotika aus der Wirkstoffgruppe der Gyrasehemmer vermindern den Coffein-Abbau in der Leber. Barbiturate und Nikotin (in Zigaretten) beschleunigen ihn. In der Folge wird die Coffein-Wirkung gesteigert, beziehungsweise vermindert.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Das Medikament sollte ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhter Dosis angewendet werden.
  • Das Medikament kann bei längerem hoch dosiertem Gebrauch Kopfschmerzen hervorrufen, die nicht durch erhöhte Dosen des Medikaments behandelt werden dürfen.
  • Um Leberschäden zu vermeiden ist eine Tages-Höchstdosis von Paracetamol zu beachten: ab 43 Kilogramm Körpergewicht liegt sie bei 4000 Milligramm Paracetamol.
  • Patienten mit der Stoffwechselerkrankung Gilbert-Meulengracht-Syndrom dürfen die angegebene Dosisempfehlung keinesfalls überschreiten.
  • Patienten mit Neigung zu Nierensteinen sollten sich wegen des Vitamin C-Gehalts unbedingt an die empfohlene Dosierung halten.
  • Medikamenten-Packungen mit insgesamt mehr als zehn Gramm Paracetamol sind verschriebungspflichtig.
  • Bei Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen muss die Dosis vermindert oder die Zeit zwischen den Einnahmen verlängert werden. Bei schweren Leber- und/oder Nierenschäden ist das Medikament verboten.
  • Blutzucker-Tests während der Einnahme des Medikaments können falsche Ergebnisse liefern.
  • Hohe Dosen des Medikaments können Urin-Tests stören sowie bei Test auf Blut im Stuhl zu falsch negativen Ergebnissen führen.
  • Die Einnahme des Medikaments unterdrückt die Reaktion bei Allergie-Tests.
  • Das Medikament kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch das Reaktionsvermögen so weit verändern, dass Autofahren und das Bedienen von Maschinen gefährlich sind. Dies gilt in verstärktem Maße in Zusammenwirken mit Alkohol.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Hartkapseln

So wirkt Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen nicht-opioide Schmerzmittel, nicht-steroidale Antirheumatika, H1-Antihistaminika, Entzündungshemmer, Vitamine, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, Antiallergika, zu welcher die Wirkstoffkombination Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin

Die Kombination wird eingesetzt zur Behandlung von gemeinsam auftretenden Beschwerden wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Schnupfen, Reizhusten, Fieber oder erhöhter Körpertemperatur im Rahmen einer einfachen Erkältungskrankheit.

Zur Bekämpfung einzeln auftretender Beschwerden wie Schmerzen, Fieber, verstopfter Nase und Husten ist die Kombination nicht geeignet.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Paracetamol + Coffein + Vitamin C + Chlorphenamin

Die Kombination besteht aus Paracetamol, Coffein, Vitamin C und Chlorphenamin, die sich in ihren Wirkungen auf erkältungsbedingte Beschwerden ergänzen.

Paracetamol gehört drei Wirkstoffgruppen an: als nicht-opioides Schmerzmittel wirkt es schmerzlindernd, als nicht-steroidales Antirheumatikum und Antiphlogistikum senkt es Fieber und wirkt leicht entzündungshemmend. Der Wirkungsmechanismus von Paracetamol ist noch nicht endgültig geklärt. Die Substanz hemmt im Körper den Aufbau so genannter Prostaglandine. Diese körpereigenen Stoffe sind im Gehirn und Rückenmark an der Schmerzwahrnehmung, im übrigen Gewebe am Entzündungsgeschehen beteiligt. Paracetamol scheint im Gehirn stärker zu wirken als im Gewebe. Daher liegt der Wirkungsschwerpunkt stärker bei den schmerzstillenden als bei den entzündungshemmenden Eigenschaften. Ebenfalls im Gehirn entfaltet Paracetamol seine fiebersenkende Eigenschaft. Es verhindert, dass Fieberstoffe (Pyrogene) das Temperaturregulationszentrum in der Hirnanhangdrüse (Hypothalamus) erregen.

Coffein ist die kreislaufanregende Komponente des Kaffees. Als Kombinationspartner verstärkt es hier die schmerzlindernde Eigenschaft des Paracetamols.

Vitamin C (Ascorbinsäure) gehört zur Wirkstoffgruppe der Vitamine. Es stärkt die körpereigene Immunsystem und schützt die Schleimhäute vor Schäden in Folge von Entzündungen und Infektionen. Allerdings ist der Wirkungsmechanismus noch nicht vollständig geklärt.

Chlorphenamin gehört zur Wirkstoffgruppe der H1-Antihistaminika. Es unterdrückt die Wirkung des körpereigenen Hormons Histamin. Histamin wird bei Entzündungen, Allergien und anderen Immunreaktionen ausgeschüttet. Es führt zur Erweiterung feiner Blutgefäße und verursacht so das Anschwellen von Haut und Schleimhäuten. Außerdem kann es an den inneren Organen wie beispielsweise den Bronchien Verkrampfungen der Muskulatur auslösen. Chlorphenamin sorgt für das Abschwellen der Nasenschleimhaut und erleichtert das Atmen, vermindert die Schleimproduktion und lindert Husten.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.