Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid

Allgemeines

Die Kombination wird bei Erkrankungen eingesetzt, bei denen eine überschießende Produktion von Magensäure die Ursache ist. Das ist der Fall bei der schmerzhaften akuten und chronischen Magenschleimhautentzündung, bei Geschwüren des Magens und Zwölffingerdarms, bei Speiseröhrenentzündung und Schwangerschaftssodbrennen (hier allerdings erst ab dem vierten Monat) sowie bei Schmerzzuständen im oberen Verdauungstrakt, die durch eine Strahlentherapie bedingt sind.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Magenschmerzen lindern
  • Magenwände schützen
  • Magensäure abpuffern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid nicht verwendet werden?

Die Kombination darf nicht eingesetzt werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe
  • Magnesium-Überschuss im Blut
  • Phosphatmangel im Blut
  • Verstopfung
  • Verengungen des Dickdarmes
  • akuter Blinddarmentzündung.
Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatinin-Clearance kleiner als 30 Milliliter/Minute) und bei längerer Anwendung darf die Kombination nur bei regelmäßiger ärztlicher Prüfung der Aluminium-, Magnesium- und Phosphatkonzentration im Blut und mit ärztlicher Vorsicht angewendet werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Hinweise auf ein Missbildungen beim Menschen durch Gebrauch der Kombination gibt enicht. Dennoch sollte sie aus allgemeinen Vorsichtsgründen im ersten Schwangerschaftsdrittel nicht eingenommen werden. Nach dieser Zeit ist die Kombination dann zur Behandlung des Schwangerschaftssodbrennens geeignet. Dabei darf aber die Tages-Höchstdosis von 80 Milligramm Oxetacain und 2.330 Milligramm Aluminiumhydroxid nicht überschritten werden.

Untersuchungen über eine Ausscheidung der Wirkstoffe in der Muttermilch wurden nicht unternommen. Prinzipiell sind sie unschädlich, doch sollte der Einsatz der Kombination mit einem Arzt besprochen werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Eine Anwendung der Kombination bei Kindern wird aufgrund fehlender Untersuchungen bei dieser Altersgruppe nicht empfohlen.

Welche Nebenwirkungen können Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene Nebenwirkungen:
Geschmacksbeeinträchtigung, Mundtrockenheit (beide vorübergehend).

Vereinzelte Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien, Hautausschlag).

Besonderheiten:
Im Allgemeinen ist die Kombination bei der empfohlenen Dosierung sehr gut verträglich. Bei sehr hoch dosiertem oder langzeitigem Einsatz können folgende Nebenwirkungen auftreten:

Insbesondere bei hoher Dosierung kann bei entsprechend veranlagten Patienten Verstopfung auftreten, selten auch Stuhlverflüssigung, Blähungen und Völlegefühl.

Aufgrund der phosphatbindenden Eigenschaft von Aluminium- und Magnesiumhydroxid kann es bei hochdosierter Anwendung über einen längeren Zeitraum zum Mangel an Phosphat kommen. Hinweise hierauf können allgemeine Krankheitszeichen wie Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, Muskelschwäche, Knochenschmerzen, Lähmungen, Zittern und Krämpfe sein.

Bei eingeschränkter Nierenfunktion und langfristiger Einnahme zu hoher Dosen kann es zu einem Magnesiumüberschuss im Blut kommen. Dieser zeigt sich in Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Muskelschwäche und Herzrhythmusstörungen.

Es kann zur Aluminiumeinlagerung vor allem in das Nerven- und Knochengewebe kommen. Eine Aluminiumvergiftung äußert sich in einer Gehirnfunktionsstörung und in einer Störung des Knochenstoffwechsels (Osteopathie oder Osteomalazie). Beobachtet wurde eine Aluminiumvergiftung vor allem bei Blutwäsche-Patienten, die zur Verminderung des Phosphatgehaltes im Blut Aluminiumhydroxid in hohen Dosen erhalten. Bei diesen Patienten wurde ein gehäuftes Auftreten von Nervenstörungen, Knochenstoffwechselstörungen und einer speziellen Art von Blutarmut (mikrozytäre Anämie) beobachtet.

Bei Überschreiten der empfohlenen Tagesdosis von 80 Milligramm Oxetacain (bei mehr als 120 Milligramm) kann es in Einzelfällen zu einem Benommenheitsgefühl kommen.

Welche Wechselwirkungen zeigen Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die gleichzeitige Einnahme von Aluminium- und Magnesiumhydroxid mit anderen Wirkstoffen kann durch die Verminderung des Säuregrades im Magen deren Aufnahme in den Körper beschleunigen oder verzögern. Außerdem kann insbesondere Aluminiumhydroxid andere Wirkstoffe an sich binden, so dass sie nicht mehr wirken können.

Auf diese Weise werden Antibiotika wie die Tetrazykline und Gyrasehemmer (Ciprofloxacin, Ofloxacin, Enoxacin und Norfloxacin), das Schilddrüsenhormon Levothyroxin, Chenodesoxycholsäure (gegen Gallensteine) und Natriumfluorid (zum Knochen- und Zahnaufbau) bis zu 90 Prozent unwirksam.

Im Hinblick auf eine mögliche Wirkungsbeeinträchtigung sollte allgemein ein Abstand von ein bis zwei Stunden zwischen der Einnahme der Kombination und anderen Medikamenten eingehalten werden.

Die gleichzeitige Einnahme der aluminiumhaltigen Kombination mit sauren Getränken (Obstsäfte, Wein und ähnliches) erhöht die Aufnahme von Aluminium im Darm, was nicht wünschenswert ist.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei längerer fortgesetzter Einnahme sollten die Phosphat- und, insbesondere bei Nierenfunktionsstörungen, die Magnesium- und Aluminiumblutspiegel in regelmäßigen Abständen ärztlich geprüft werden.
  • Zwischen der Einnahme des Medikaments und anderen Wirkstoffen sollte ein zeitlicher Abstand von einer bis zwei Stunden liegen, um deren Wirkung nicht zu beeinträchtigen.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Suspension

So wirkt Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Antazida, Mittel zur örtlichen Betäubung, Mittel gegen zu viel Magensäure, zu welcher die Wirkstoffkombination Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid

Die Kombination wird bei Erkrankungen eingesetzt, bei denen eine überschießende Produktion von Magensäure die Ursache ist. Das ist der Fall bei der schmerzhaften akuten und chronischen Magenschleimhautentzündung, bei Geschwüren des Magens und Zwölffingerdarms, bei Speiseröhrenentzündung und Schwangerschaftssodbrennen (hier allerdings erst ab dem vierten Monat) sowie bei Schmerzzuständen im oberen Verdauungstrakt, die durch eine Strahlentherapie bedingt sind.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Oxetacain + Aluminiumhydroxid + Magnesiumhydroxid

Oxetacain gehört zur Wirkstoffgruppe der Mittel zur örtlichen Betäubung. Es behält seine langdauernde schmerzhemmende Wirkung auch im sauren Magensaft bei. Oxetacain bewirkt außerdem im Tierexperiment eine Hemmung der Wahrnehmung anregender Reize auf die Magensaftproduktion. Dadurch wird die Ausschüttung von Verdauungssekreten einschließlich der Magensäure gedämpft.

In Kombination mit säurebindenden Mitteln (Antazida) dämpft Oxetacain eine übermäßige Magen-Darm-Aktivität. Die säurehemmenden Bestandteile der Kombination, Aluminiumhydroxid und Magnesiumhydroxid, puffern den sauren Mageninhalt innerhalb des therapeutisch optimalen Bereiches von Säuregrad (pH) 3 bis 5. Die Verminderung der Säure im Magen inaktiviert auch das eiweißspaltende Enzym Pepsin, das den Magenwänden zusätzlich schadet. Aluminiumhydroxid bindet zudem Gallensäuren und lagert sich als Schutzfilm der Magenschleimhaut auf.

Die Darmtätigkeit bleibt weitgehend durch die Kombination unbeeinflusst, da Aluminiumhydroxid die Darmbewegung eher hemmt, während Magnesiumhydroxid ein wenig abführend wirkt.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.