Magnesium Verla Kautabs

Hersteller: Verla-Pharm Arzneimittelfabrik, Apotheker H. J. v. Ehrlich GmbH & Co. KG
Wirkstoff: Magnesium
Darreichnungsform: Kautablette
Rezeptfrei

Wirkung

Magnesium Verla Kautabs enthalten den Wirkstoff Magnesium. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Magnesium Verla Kautabs.

Magnesium wird immer dann eingesetzt, wenn sich durch einen nachgewiesenen Magnesium-Mangel Fehlfunktionen einstellen. Diese bestehen vor allem in der Störung der Nerven- und Muskeltätigkeit. Typische Beschwerden eines Magnesium-Mangels sind Wadenkrämpfe, Herzbeschwerden und Schlafstörungen. Auch bei Fettstoffwechselstörungen kann Magnesium unterstützend zur Behebung angewendet werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Magnesium sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Mineralstoffe (Mengenelemente und Spurenelemente), zu welcher der Wirkstoff Magnesium gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Magnesiummangel, der behandelt werden muss, aber keiner Injektion/Infusion bedarf
  • nachgewiesener Magnesiummangel, wenn er Ursache für Muskelschwäche oder Wadenkrämpfe ist

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, nehmen Erwachsene und Jugendliche ein- bis dreimal täglich eine Kautablette. Kinder ab sechs Jahren erhalten ein- bis zweimal täglich eine Kautablette.

Nehmen Sie bitte die Kautabletten zerkaut vor dem Essen ein, da sich dadurch die Aufnahme vom Magen-Darm-Kanal in den Blutkreislauf verbessert.

Es ist keine zeitliche Begrenzung für die Einnahmedauer vorgesehen. Bei chronischem Magnesiummangel sollte die Einnahme über vier Wochen andauern.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Glycerol 85%
  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • langkettige Partialglyceride
  • Sorbitol
  • Calciumbehenat
  • Citronensäure
  • Natriumcyclamat
  • Saccharin-Natrium
  • Zitronen-Aroma

Nebenwirkungen

Wird Magnesium eingenommen (nicht gespritzt), sind bei gesunder Nierenfunktion bislang kaum Nebenwirkungen aufgetreten. Bei hoher Dosierung von Magnesium kann es zu weichen Stühlen kommen. Bei Auftreten von Durchfall sollte die Behandlung vorübergehend unterbrochen werden; nach einer Stuhlnormalisierung kann die Behandlung mit einer verringerten Tagesdosis fortgeführt werden.

Bei hochdosierter und längerer Einnahme von Magnesium kann insbesondere bei eingeschränkter Nierenfunktion Müdigkeit auftreten. Dies kann auf einen Überschuss an Magnesium im Blut hindeuten. In diesem Fall sollte die Dosis vermindert oder die Behandlung vorübergehend beendet werden.

Wechselwirkungen

Einnahme
Magnesium sollte nicht gleichzeitig mit Antibiotika aus den Wirkstoffgruppen der Aminoglykosid-Antibiotika und Tetracycline, mit Nitrofurantoin oder Penicillamin eingenommen werden, da sie sich wechselseitig bei der Aufnahme in den Körper behindern.

Die Aufnahme von Eisen und von Natriumfluorid kann durch die Einnahme von Magnesium gestört sein.

Die gleichzeitige Einnahme von Magnesium zusammen mit Antiarrhythmika wie Chinidin und dessen chemischen Verwandten sollte vermieden werden.

Die Aufnahme von Herzglykosiden (bei Herzmuskelschwäche) in den Körper kann durch eine gleichzeitige Magnesiumeinnahme verlängert werden, was die Wirkung der Herzglykoside verringert. Gleiches gilt für Isoniazid (Tuberkulose-Mittel) und das Psychopharmakon Chlorpromazin.

Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen kann die gleichzeitige Einnahme von Magnesium mit anderen magnesiumhaltigen Präparaten wie säurebindenden Mitteln und Abführmitteln, kalziumhaltigen Medikamenten (beispielsweise gegen Osteoporose) oder kaliumsparenden Entwässerungsmitteln die Blutkonzentration von Kalzium oder Magnesium bei hierfür empfindlichen Patienten ansteigen lassen.

Gabe in die Vene
Eingespritzte Kalziumsalze vermindern die Wirkung ebenfalls eingespritzten Magnesiums.

Magnesium seinerseits verstärkt die Wirkung von Kalziumkanalblockern (vor allem zur Blutdrucksenkung verwendet) und von gewissen Muskelrelaxanzien. Zusammen mit Barbituraten, Schlafmitteln und Narkosemitteln verabreicht, verstärkt Magnesium möglicherweise die Hemmung der Atemtätigkeit durch diese Substanzen.

Gegenanzeigen

Magnesium darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen seine Salze organischer Säuren, bei schweren Nierenfunktionsstörungen und Reizleitungsstörungen des Herzens (AV-Block). Gegebenenfalls sollte ein Arzt prüfen, ob der Mineralhaushalt eine Behandlung mit Magnesium zulässt.

Nur mit besonderer Vorsicht darf Magnesium angewendet werden bei leichten bis mittelschweren Nierenfunktionsstörungen. Gleiches gilt für Patienten, die als Begleitmedikation säurebindende Mittel (Antazida) oder Abführmittel (Laxanzien) einnehmen, die Magnesiumsalze (beispielsweise Bittersalz) enthalten. Dies gilt insbesondere im Falle einer Nierenfunktionsstörung. Auch bei der Neigung infizierte Nierensteine zu bilden, während einer Harnwegsinfektion und bei Austrocknung (beispielsweise nach Durchfall oder Erbrechen) sollte Magnesium nur nach Befragen eines Arztes eingesetzt werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Wird Magnesium kurz vor der Geburt verabreicht, sollte ein Arzt das Neugeborene während der ersten 24 bis 48 Lebensstunden auf Anzeichen einer Vergiftung (Atemprobleme, Muskelschwäche, Schwäche von Muskelreflexen) überwachen. Die Gabe von Aminoglykosid-Antibiotika sollte in diesem Zeitraum vermieden werden, da sich deren Kombination mit Magnesium als nachteilig für Neugeborene erwiesen hat.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Auch Kinder können Magnesium erhalten. Die Altersgrenze ist dabei an die Darreichungsform und die Dosierung gebunden. Sie wird jeweils vom Hersteller der Präparate angegeben.

Warnhinweise

  • Vorübergehender weicher Stuhl während der Behandlung mit dem Medikament ist unbedenklich.
  • Das Medikament sollte zeitlich drei bis vier Stunden versetzt zu Tetrazyklinen oder Natriumfluorid-Präparaten eingenommen werden, um eine gegenseitige Wirkungsabschwächung zu vermeiden.
  • Das Medikament enthält den Süßstoff Sorbitol, der von manchen Patienten schlecht vertragen wird.
  • Das Medikament ist nicht für Kinder unter sechs Jahren geeignet.
  • Das Medikament darf nicht bei Temperaturen über 25 Grad Celsius aufbewahrt werden.
  • Eine Kautablette enthält Kohlenhydrate im Wert von 0,02 Broteinheiten (BE).

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Kautabletten)
30 Stück Kautabletten
150 Milligramm Magnesium
60 Stück Kautabletten
150 Milligramm Magnesium

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Magnesium Verla Kautabs sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Magnesium (ggf. auch Generika).


Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.