Kabanimat Salbe

Hersteller: ASCHE Chiesi GmbH
Wirkstoffkombination: Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat
Rezeptpflichtig

Hinweis

Der Artikel wurde vom Anbieter vom Markt genommen. Sollte dies aus wirtschaftlichen Gründen geschehen sein, ist das Präparat meist noch eine Weile aus Restbeständen erhältlich.

Wirkung

Kabanimat Salbe enthält die Wirkstoffkombination Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Kabanimat Salbe.

Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat wird bei entzündlichen Hauterkrankungen (Entzündungen) und allergisch bedingten Hauterkrankungen (Allergien) eingesetzt, die auf die äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen.

Dazu gehören die Behandlung von Ekzemen, Neurodermitis (atopische Ekzeme), Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) und Hautveränderungen in den Hautfalten (Intertrigo).

Daneben können mit der Kombination Juckreiz unterschiedlicher Ursache, Verbrennungen ersten Grades und Insektenstiche behandelt werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, zu welchen die Wirkstoffkombination Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • entzündliche Hauterkrankungen, bei denen ein mittelstark wirksames Kortison angewendet werden muss

Dosierung

Kabanimat Salbe wird einmal täglich dünn auf die befallenen Hautstellen aufgetragen und je nach Hautzustand zwei bis drei Minuten lang eingerieben.
In schweren Fällen sollte zu Beginn eine zweimal tägliche Auftragung (morgens und abends) erfolgen.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Cetylstearylalkohol-Erdnussöl-hydriertes Erdnussöl-Hartparaffin-dickflüssiges Paraffin-weißes Vaselin-Wollwachsalkohol-Gemisch (6:28:12:15:12:25:2) (Amphocerin K)
  • Paraffin dickflüssiges
  • Vaseline, weiß
  • Wachs gebleicht
  • Wollwachs

Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen:
lokale Reizerscheinungen der Haut wie Rötungen, Brennen, Juckreiz, Hautaustrockung, Kontaktallergie.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Dünnerwerden der Haut (Atrophie), Erweiterung oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasien), Ausbildung von Hautstreifen (Striae distensae).

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Erweiterung oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasien), Hautveränderungen wie Steroidakne, periorale Dermatitis, vermehrte Körperbehaarung (Hypertrichose), Entzündungen der Haarfollikel (Follikulitis), flächenhafte Hautblutungen (Ekchymosen), Hautgrießbildung (Milienbildung).

Besonderheiten:
Die Wahrscheinlichkeit, dass Nebenwirkungen auftreten, steigt mit der Behandlungsdauer, mit der Größe der behandelten Hautstelle sowie bei der Anwendung unter dicht verschlossenen Verbänden (Okklusivverband).

Bei Behandlung der Schuppenflechte kann es in seltenen Fällen zu einer Verschlechterung der zu behandelnden Krankheitszeichen und zu einer pustulösen Psoriasis kommen.

Bei großflächiger oder langfristiger Anwendung besteht zudem die Möglichkeit, dass der Wirkstoff in den Körper aufgenommen wird und Nebenwirkungen verursacht wie beispielsweise eine Erhöhung der Glukokortikoid-Menge im Blut (Cushing-Syndrom) oder Störungen des Hormonhaushaltes, die sich in der Regel nach Beendigung der Behandlung schnell wieder normalisieren.

Wechselwirkungen

Es sind bislang keine Wechselwirkungen für Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat mit anderen Wirkstoffen bekannt.

Möglich sind dennoch nebenwirkungsverstärkende Wechselwirkungen mit Schleifendiuretika oder blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen (Antikoagulantien) bei ungünstigen Behandlungs- und Aufnahmebedingungen (Resorptionsverhältnissen) bei stark vorgeschädigter Haut.

Gegenanzeigen

Die Wirkstoffkombination darf bei Überempfindlichkeit gegen Clocortolon, bei bakteriellen Hauterkrankungen wie Akne, entzündeten Ekzemen, Hautveränderungen aufgrund einer Tuberkulose und Syphilis sowie durch Viren verursachten (viralen) Hauterkrankungen wie Lippenherpes oder Windpocken nicht eingesetzt werden.

Ebenso darf Clocortolon-21-pivalat und Clocortolon-21-hexanoat nicht angewandt werden bei Hautreaktionen infolge von Impfungen, Pilzerkrankungen, durch Parasiten verursachten (parasitären) Erkrankungen, chronischen Hautveränderungen wie Rosazea, Entzündungen im Gesichtsbereich (Dermatitis perioralis), Gürtelrose, ausgedehnten Formen der chronischen Schuppenflechte sowie bei Juckreiz im After- und Genitalbereich.

Im Augenbereich darf die Wirkstoffkombination nicht verwendet werden, da die Gefahr einer Augeninnendruckerhöhung (grüner Star, auch Glaukom genannt) besteht. Auch unter dicht verschlossenen Verbänden (Okklusivverbänden) darf die Kombination nicht aufgetragen werden.

Bei bakteriellen Hauterkrankungen und Pilzerkrankungen ist zusätzlich eine geeignete Antibiotika-Therapie beziehungsweise eine Behandlung der Pilze mit Mitteln gegen Pilzerkrankungen erforderlich.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während den ersten drei Schwangerschaftsmonaten dürfen der Wirkstoff Clocortolon und damit auch Clocortolon-Verbindungen nicht verwendet werden.

Bei großflächiger, langfristiger Anwendung oder unter dicht verschlossenen Verbänden besteht die Möglichkeit, dass die Wirkstoffe in den Körper der Mutter aufgenommen werden.

Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat können dann über den Mutterkuchen (Plazenta) zum Ungeborenen gelangen und dieses schädigen. Deshalb sollte die Wirkstoffkombination während der restlichen Schwangerschaftsmonate nur in dringenden Fällen nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung, nur kurzfristig und so kleinflächig wie möglich auf die Haut aufgetragen werden. Die Hautbehandlung mit der Kombination unter dicht verschlossenen Verbänden ist dabei zu vermeiden.

Ein Übergang der Wirkstoffe in die Muttermilch ist bisher nicht bekannt. Dennoch sollte die Wirkstoffkombination während der Stillzeit nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung verwendet werden. Insbesondere sollten stillende Mütter die Kombination nicht im Brustbereich auftragen, um einen direkten Kontakt des Säuglings mit den
Wirkstoffen zu vermeiden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Kindern ist die Gefahr einer Aufnahme der Wirkstoffe über die Haut in den Körper (systemische Wirkstoffaufnahme) höher als bei Erwachsenen, da deren Haut wesentlich dünner und empfindlicher ist. Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat sollte daher bei Kindern nur kurzfristig nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung und kleinflächig (maximal zehn Prozent der Körperoberfläche) eingesetzt werden.

Säuglinge und Kleinkinder bis zu einem Alter von vier Jahren sollten maximal zwei Wochen lang mit der Wirkstoffkombination behandelt werden. Dies gilt insbesondere für die durch Windeln bedeckten Hautareale.

Warnhinweise

  • Die Wirkstoffkombination darf nicht im Augenbereich verwendet werden.
  • Es wird empfohlen, nach der Anwendung die Hände zu waschen (wenn nicht die Hände behandelt werden).
  • Die enthaltenen Hilfsstoffe Cetylstearylalkohol, Wollwachs und in seltenen Fällen auch Erdnussöl können örtlich begrenzte Hautreizungen hervorrufen.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.


Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Kabanimat Salbe sowie weitere Medikamente mit der Wirkstoffkombination Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Creme
Salbe

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.