Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat

Allgemeines

Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat wird bei entzündlichen Hauterkrankungen (Entzündungen) und allergisch bedingten Hauterkrankungen (Allergien) eingesetzt, die auf die äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Entzündungen hemmen
  • allergische Reaktionen bei Hautkrankheiten hemmen
  • Juckreiz lindern
  • Brennen und Schmerzen bei Neurodermitis lindern
  • Schuppenflechte behandeln
  • Ekzeme behandeln
  • Hautveränderungen bei Allergie behandeln

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat nicht verwendet werden?

Die Wirkstoffkombination darf bei Überempfindlichkeit gegen Clocortolon, bei bakteriellen Hauterkrankungen wie Akne, entzündeten Ekzemen, Hautveränderungen aufgrund einer Tuberkulose und Syphilis sowie durch Viren verursachten (viralen) Hauterkrankungen wie Lippenherpes oder Windpocken nicht eingesetzt werden.

Ebenso darf Clocortolon-21-pivalat und Clocortolon-21-hexanoat nicht angewandt werden bei Hautreaktionen infolge von Impfungen, Pilzerkrankungen, durch Parasiten verursachten (parasitären) Erkrankungen, chronischen Hautveränderungen wie Rosazea, Entzündungen im Gesichtsbereich (Dermatitis perioralis), Gürtelrose, ausgedehnten Formen der chronischen Schuppenflechte sowie bei Juckreiz im After- und Genitalbereich.

Im Augenbereich darf die Wirkstoffkombination nicht verwendet werden, da die Gefahr einer Augeninnendruckerhöhung (grüner Star, auch Glaukom genannt) besteht. Auch unter dicht verschlossenen Verbänden (Okklusivverbänden) darf die Kombination nicht aufgetragen werden.

Bei bakteriellen Hauterkrankungen und Pilzerkrankungen ist zusätzlich eine geeignete Antibiotika-Therapie beziehungsweise eine Behandlung der Pilze mit Mitteln gegen Pilzerkrankungen erforderlich.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während den ersten drei Schwangerschaftsmonaten dürfen der Wirkstoff Clocortolon und damit auch Clocortolon-Verbindungen nicht verwendet werden.

Bei großflächiger, langfristiger Anwendung oder unter dicht verschlossenen Verbänden besteht die Möglichkeit, dass die Wirkstoffe in den Körper der Mutter aufgenommen werden.

Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat können dann über den Mutterkuchen (Plazenta) zum Ungeborenen gelangen und dieses schädigen. Deshalb sollte die Wirkstoffkombination während der restlichen Schwangerschaftsmonate nur in dringenden Fällen nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung, nur kurzfristig und so kleinflächig wie möglich auf die Haut aufgetragen werden. Die Hautbehandlung mit der Kombination unter dicht verschlossenen Verbänden ist dabei zu vermeiden.

Ein Übergang der Wirkstoffe in die Muttermilch ist bisher nicht bekannt. Dennoch sollte die Wirkstoffkombination während der Stillzeit nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung verwendet werden. Insbesondere sollten stillende Mütter die Kombination nicht im Brustbereich auftragen, um einen direkten Kontakt des Säuglings mit den
Wirkstoffen zu vermeiden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Kindern ist die Gefahr einer Aufnahme der Wirkstoffe über die Haut in den Körper (systemische Wirkstoffaufnahme) höher als bei Erwachsenen, da deren Haut wesentlich dünner und empfindlicher ist. Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat sollte daher bei Kindern nur kurzfristig nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung und kleinflächig (maximal zehn Prozent der Körperoberfläche) eingesetzt werden.

Säuglinge und Kleinkinder bis zu einem Alter von vier Jahren sollten maximal zwei Wochen lang mit der Wirkstoffkombination behandelt werden. Dies gilt insbesondere für die durch Windeln bedeckten Hautareale.

Welche Nebenwirkungen können Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene Nebenwirkungen:
lokale Reizerscheinungen der Haut wie Rötungen, Brennen, Juckreiz, Hautaustrockung, Kontaktallergie.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Dünnerwerden der Haut (Atrophie), Erweiterung oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasien), Ausbildung von Hautstreifen (Striae distensae).

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Erweiterung oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasien), Hautveränderungen wie Steroidakne, periorale Dermatitis, vermehrte Körperbehaarung (Hypertrichose), Entzündungen der Haarfollikel (Follikulitis), flächenhafte Hautblutungen (Ekchymosen), Hautgrießbildung (Milienbildung).

Besonderheiten:
Die Wahrscheinlichkeit, dass Nebenwirkungen auftreten, steigt mit der Behandlungsdauer, mit der Größe der behandelten Hautstelle sowie bei der Anwendung unter dicht verschlossenen Verbänden (Okklusivverband).

Bei Behandlung der Schuppenflechte kann es in seltenen Fällen zu einer Verschlechterung der zu behandelnden Krankheitszeichen und zu einer pustulösen Psoriasis kommen.

Bei großflächiger oder langfristiger Anwendung besteht zudem die Möglichkeit, dass der Wirkstoff in den Körper aufgenommen wird und Nebenwirkungen verursacht wie beispielsweise eine Erhöhung der Glukokortikoid-Menge im Blut (Cushing-Syndrom) oder Störungen des Hormonhaushaltes, die sich in der Regel nach Beendigung der Behandlung schnell wieder normalisieren.

Welche Wechselwirkungen zeigen Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Es sind bislang keine Wechselwirkungen für Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat mit anderen Wirkstoffen bekannt.

Möglich sind dennoch nebenwirkungsverstärkende Wechselwirkungen mit Schleifendiuretika oder blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen (Antikoagulantien) bei ungünstigen Behandlungs- und Aufnahmebedingungen (Resorptionsverhältnissen) bei stark vorgeschädigter Haut.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Die Wirkstoffkombination darf nicht im Augenbereich verwendet werden.
  • Es wird empfohlen, nach der Anwendung die Hände zu waschen (wenn nicht die Hände behandelt werden).

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Creme
Salbe

So wirkt Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, zu welcher die Wirkstoffkombination Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat

Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat wird bei entzündlichen Hauterkrankungen (Entzündungen) und allergisch bedingten Hauterkrankungen (Allergien) eingesetzt, die auf die äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen.

Dazu gehören die Behandlung von Ekzemen, Neurodermitis (atopische Ekzeme), Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) und Hautveränderungen in den Hautfalten (Intertrigo).

Daneben können mit der Kombination Juckreiz unterschiedlicher Ursache, Verbrennungen ersten Grades und Insektenstiche behandelt werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat

Clocortolon-21-pivalat + Clocortolon-21-hexanoat ist eine Glukokortikoid-Kombination und zeigt die Wirkungsweise der Glukokortikoide.

Bei dieser Kombination handelt es sich um zwei verschiedene chemische Verbindungen (Ester) des Wirkstoffs Clocortolon. Die beiden Clocortolon-Verbindungen unterscheiden sich im Wirkungseintritt und in der Wirkungsdauer. Dieses hängt einerseits mit der unterschiedlichen Aufnahmegeschwindigkeit in die Hautzellen und andererseits mit der Dauer ihrer Verstoffwechselung zusammen.

Beide Wirkstoffe, sowohl Clocortolon-21-pivalat als auch Clocortolon-21-hexanoat, durchdringen die Zellwand der Haut und binden an einen passenden Rezeptor. Der Komplex aus Wirkstoff und Rezeptor wandert in den Zellkern, wo er sich auf bestimmte Abschnitte der Erbsubstanz (DNA) setzt. Damit kann er die Bildung vieler Eiweißstoffe beeinflussen, die unter anderem Entzündungsreaktionen, aber auch die Immunabwehrreaktionen im Körper verringern.

Daneben wirken Clocortolon-21-pivalat und Clocortolon-21-hexanoat direkt auf die Zellwände der Haut, indem sie diese stabilisieren und den Wasseraustritt in das Gewebe hemmen. Entzündungsbedingte Schwellungen bei allgergisch bedingten Hautkrankheiten (Allergien) nehmen dadurch ab.

Die Wirkstoffkombination ist ausschließlich zur äußerlichen Anwendung geeignet. Sie hat im Vergleich zu anderen auf der Haut angewandten Glukokortikoiden mittelstarke entzündungshemmende, antiallergische und gefäßwandstablisierende Eigenschaften.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.