Man sieht einen See in den Tropen mit Häusern auf Stelzen.
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Schistosomiasis (Bilharziose)

Die Schistosomiasis, auch als Bilharziose bezeichnet, ist eine in den Tropen und Subtropen weit verbreitete Wurmerkrankung. Um sich nicht anzustecken, ist vor allem eins wichtig: jeglichen Kontakt mit Süßwasser im Verbreitungsgebiet zu vermeiden.

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Überblick

Wer sich in einem Verbreitungsgebiet der Schistosomiasis aufhält und auf Nummer sicher gehen möchte, sollte demnach auch Aktivitäten wie Schwimmen, Tauchen oder Wasserski in Binnengewässern sein lassen. Der Grund: In diesen Gewässern leben die Larven der Parasiten, die für die Bilharziose verantwortlich sind. Treffen diese Wurmlarven (sog. Zerkarien) auf einen Menschen, dringen sie durch dessen Haut in den Körper ein – und rufen schon wenige Stunden später die sogenannte Zerkariendermatitis hervor. Deren Symptome sind:

Nachdem die Larven in den menschlichen Körper eingedrungen sind, wandern sie über Lymph- und Blutgefäße in die Leberpfortader: Dort reifen sie zu sogenannten Pärchenegeln (Schistosomen) heran, die zur Gruppe der Saugwürmer gehören. Die Pärchenegel verbreiten sich im Körper und befallen vor allem Harnblase, Darm, Leber, Lunge und Gehirn. Wenn sie ihre ersten Eier ablegen, kann sich eine akute, fieberhafte Schistosomiasis (sog. Katayama-Fieber) entwickeln. In der Regel geht diese akute Schistosomiasis – ebenso wie die ersten Anzeichen der Infektion – nach wenigen Wochen von selbst zurück. Ohne Bekämpfung der Würmer bildet sich nun eine chronische Bilharziose aus, deren Beschwerden durch die befallenen Organe bedingt sind.

Ein von Schistosomen befallener Mensch scheidet deren Eier mit dem Stuhl oder Urin aus. Bei Verdacht auf eine Bilharziose besteht die Diagnostik darum in erster Linie darin, diese Eier im Stuhl oder Urin nachzuweisen. Zur Behandlung der Schistosomiasis kommt das Wurmmittel Praziquantel zum Einsatz – vorzugsweise jedoch erst drei Monate nach der Infektion, denn: Praziquantel wirkt gegen die ausgereiften Pärchenegel – in der Frühphase der Infektion sind die Erreger aber noch unreif.

Wenn die Schistosomiasis in dieser Frühphase starke Beschwerden verursacht, kann man diese gezielt durch andere Medikamente (z.B. durch Kortikoide) behandeln, bis die Wurmkur beginnen kann. Angemessen behandelt hat die Bilharziose eine gute Prognose.

Definition

Die Begriffe Schistosomiasis und Bilharziose bezeichnen per Definition eine Wurmerkrankung, die sowohl beim Menschen als auch bei Tieren auftreten kann.

Verantwortlich für die Schistosomiasis sind verschiedene Arten von Parasiten aus der Gattung Schistosoma (Schistosomen bzw. Pärchenegel). Schistosomen gehören zur Gruppe der Saugwürmer. Ihr früherer Name lautete – nach ihrem Entdecker – Bilharzia: Theodor Bilharz (1825 bis 1862), ein in Deutschland geborener und in Kairo arbeitender Tropenarzt, entdeckte im Jahr 1852 den Erreger der Bilharziose.

Häufigkeit

Die Schistosomiasis hat eine Häufigkeit von weltweit weit über 200 Millionen Fällen – überwiegend in tropischen Ländern. Etwa 600 Millionen Menschen sind dem Risiko einer Bilharziose ausgesetzt. Besonders verbreitet sind die Erreger in Afrika: Hier sterben etwa 15.000 Menschen jährlich durch Schistosomiasis.

Das Risiko, sich mit einer Schistosomiasis zu infizieren, nimmt weiter zu. Dies ist auf landwirtschaftliche Bewässerungsprojekte und Staudammbauten in den Tropen zurückzuführen: Diese schaffen neue Lebensräume für die zwingend notwendigen Zwischenwirte (verschiedene Schneckenarten) und fördern so die Verbreitung der Bilharziose. Hinzu kommt, dass man bei schlechten hygienischen Verhältnissen in vielen dieser Regionen sorglos mit menschlichen Ausscheidungen umgeht. Dies begünstigt den Entwicklungszyklus der Erreger ebenfalls. Außerdem führt der zunehmende Ferntourismus dazu, dass die Häufigkeit der Schistosomiasis in den Industrieländern durch importierte Fälle ständig steigt.

Ursachen

Erreger

Die Schistosomiasis (Bilharziose) hat als Ursachen bestimmte Erreger, die zu den Parasiten gehören: die sogenannten Pärchenegel (bzw. Schistosoma) aus der Gruppe der Saugwürmer. Die erwachsenen Würmer sind ein bis zwei Zentimeter lang, wobei das Weibchen etwas länger als das Männchen ist und in einer vom Körper des Männchens gebildeten Rille liegt. Beide bilden ein Paar (daher die Bezeichnung Pärchenegel). Je nach Schistosomenart bilden die Weibchen zwischen 300 und 3.000 Eier pro Tag. Diese Eier sind mit einem Stachel ausgerüstet, mit dessen Hilfe sie sich im Gewebe verankern können.

Wahrscheinlich erreichen die Erreger der Schistosomiasis ein mittleres Alter zwischen fünf und zehn Jahren. Es sind mehrere Arten von Pärchenegeln bekannt, die eine Bilharziose verursachern können. Besonders bedeutend sind folgende Arten:

  • Schistosoma japonicum: Hauptverbreitungsgebiete dieser Art sind Japan, China und die Philippinen.
  • Schistosoma haematobium: Diese Schistosomenart ist in Afrika und im Nahen Osten anzutreffen.
  • Schistosoma mansoni: Dieser Erreger ist ebenfalls in Afrika und außerdem in Saudi-Arabien, im Jemen, in Südamerika und vereinzelt in der Karibik zu finden.

Um sich ausbreiten zu können, benötigt jeder Erreger der Schistosomiasis in jedem Fall als spezifischen Zwischenwirt eine bestimmte Süßwasserschnecke.

Übertragung

Die Schistosomiasis (Bilharziose) beim Menschen hat immer dieselben Ursachen: Die Übertragung der verantwortlichen Würmer (Schistosomen bzw. Pärchenegel) passiert durch verseuchtes Wasser. Dabei ist der Übertragungsweg dieser Parasiten durch einen sogenannten Wirtswechsel gekennzeichnet.

Ein an Schistosomiasis erkrankter Mensch scheidet die Wurmeier mit dem Stuhl oder Urin aus. Gelangen die Eier mit menschlichen Ausscheidungen in Oberflächengewässer, so schüpfen aus ihnen Wimpernlarven (Mirazidien), die etwa vier Wochen lebensfähig sind. In dieser Zeit müssen die Wimpernlarven einen Zwischenwirt finden und in ihn eindringen: Dort vermehren sie sich stark und reifen weiter. Jede Schistosomenart in jeder geographischen Region braucht als Zwischenwirt eine spezifische Schneckenart, die teils nur im Wasser, teils an der Wasseroberfläche lebt.

Ohne diese Zwischenwirte ist eine Übertragung der Bilharziose auf den Menschen nicht möglich.

Etwa vier bis sechs Wochen später haben sich aus den Wimpernlarven Hunderte von Gabelschwanzlarven (Zerkarien) entwickelt, die etwa 0,3 bis 0,6 Millimeter lang sind. Wenn die Larven nach ihrer Freisetzung auf einen Menschen treffen, können sie durch dessen Haut in ihn eindringen und so eine Schistosomiasis verursachen. Dass die Larven den Menschen als Endwirt infizieren können, verdanken sie einem Enzym, das Gewebe auflöst. In der Regel sind die Erreger der Bilharziose, je nach Umgebungstemperatur, aber höchstens zwei Tage lebensfähig – ihre Übertragung auf den Menschen als Endwirt muss also in dieser Zeit stattfinden.

Im Verlauf der Schistosomiasis gelangen die Larven über das menschliche Lymphsystem in den Kreislauf und erreichen letztendlich die Leberpfortader. Hier entwickeln sie sich innerhalb von etwa sechs Wochen zu den geschlechtsreifen Würmern. Nach der Begattung wandern sie dann als Pärchenegel in die Venen des Darms oder noch weiter in die Venen des kleinen Beckens, beispielsweise der Blase. Hier legt das Weibchen die Eier ab, die der Mensch dann im Stuhl oder Urin ausscheidet. Gelangen seine Ausscheidungen in Oberflächengewässer, ist die weitere Übertragung der Bilharziose möglich: Aus den Eiern schlüpfen wieder Wimpernlarven, mit denen sich erneut ein Mensch infizieren kann – zum Beispiel beim Baden, Waschen, Trinken oder Fischfang. Der Kreislauf beginnt dann von vorne.

Bei der Schistosomiasis gilt eine Übertragung von Mensch zu Mensch – beispielsweise durch Geschlechtsverkehr – als ausgeschlossen.

Inkubationszeit

Bei der Schistosomiasis (Bilharziose) ist es – wie bei allen Wurmerkrankungen – wichtig, die Inkubationszeit (d.h. die Zeit von der Infektion bis zum Ausbruch der Erkrankung) von der sogenannten Präpatenzzeit zu unterscheiden: Letztere ist die Zeit zwischen der Infektion mit dem Erreger – also dem Eindringen der Wurmlarven (Zerkarien) durch die Haut in den menschlichen Körper – und dem Auftreten der ersten Eier. Je nach Schistosomenart beträgt die Präpatenzzeit vier bis zehn Wochen.

An der Stelle, an der die Erreger durch die Haut eindringen, treten die ersten Symptome der Schistosomiasis auf. Später entwickelt sich als Folge der ersten Eiablage eine andere Symptomatik. Darum kann man bei der Bilharziose nach den jeweiligen Beschwerden verschiedene Inkubationszeiten unterscheiden:

  • Zerkariendermatitis: Die Inkubationszeit beträgt sechs Stunden bis zwei Tage
  • Katayama-Fieber: Die Inkubationszeit beträgt zwei Wochen bis zwei Monate

Symptome

Die Schistosomiasis (Bilharziose) verursacht ihre ersten Symptome schon wenige Stunden, nachdem die ursächlichen Würmer als Larven (sog. Zerkarien) durch die Haut in den menschlichen Körper eingedrungen sind: Es entsteht die sogenannte Zerkariendermatitis (auch Badedermatitis oder Schwimmdermatitis genannt). Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass ...

  • die Eintrittsstelle stark juckt und
  • sich ein Hautausschlag ausbildet.
  • In manchen Fällen tritt zudem hohes Fieber auf.
In den meisten Fällen treten diese ersten Symptome der Schistosomiasis jedoch innerhalb von zwei Wochen wieder ab.

Im Anschluss an die ersten Beschwerden der Schistosomiasis kann sich als Folge der ersten Eiablage das Katayama-Fieber entwickeln. Typisch für diese akute Bilharziose sind folgende Symptome:

Auch dieses Katayama-Syndrom bildet sich innerhalb einiger Wochen zurück; in besonders schweren Fällen kann die akute Schistosomiasis jedoch tödlich verlaufen.

Unbehandelt geht die Bilharziose in eine chronische Infektion über. Die Symptome dieses Stadiums treten vorwiegend dort auf, wo die Würmer bevorzugt ihre Eier ablegen (Darm, Blase, Leber), und hängen vom Ausmaß der Verwurmung ab. Demzufolge kann die chronische Schistosomiasis sowohl wenige leichte als auch massive Beschwerden auslösen.

Die mit der chronischen Schistosomiasis verbundenen Symptome entstehen dadurch, dass die Schistosomeneier kleinste Blutgefäße verschließen, die nachfolgend veröden können, sowie durch die chronisch-entzündliche Reaktion des Körpers. Bei der Darmschistosomiasis treten Bauchschmerzen und wässrige – oft auch blutige – Durchfälle auf. Als Folge der Entzündung ist der Darm besonders anfällig für andere Erreger (wie Salmonellen) und neigt dazu, Schleimhautwucherungen (Polypen) zu bilden.

Die Schistosomiasis der Blase führt zu Schmerzen beim Wasserlassen, verbunden mit Blut im Urin. Hier können ebenfalls Schleimhautwucherungen entstehen. Veränderungen der Blasenschleimhaut, hervorgerufen durch die Eiablagerungen, gelten als Präkanzerose – das heißt, sie können der Ursprung für die Entstehung von Blasenkrebs sein. Sind auch die Harnleiter von der chronischen Bilharziose betroffen, können sich aufsteigende Harnwegsinfekte bilden. Bei Frauen können sich zudem die Eileiter entzünden, was mit einem erhöhten Risiko für eine Bauchhöhlenschwangerschaft oder Eileiterschwangerschaft (extrauterine Schwangerschaft) und Unfruchtbarkeit verbunden ist.

Auch Leber, Lunge und selbst das Gehirn können bei einer Bilharziose Symptome eines Befalls zeigen. Andere Organe sind bei der Schistosomiasis selten befallen. Ist die Leber betroffen, kann dadurch der Druck im Pfortaderkreislauf erhöht sein, wobei die Funktion der Leberzellen allerdings sehr lange erhalten bleibt.

Diagnose

Bei der Schistosomiasis (Bilharziose) stellen Ärzte die Diagnose, indem sie die Parasiteneier nachweisen. Der Verdacht auf die Wurmkrankheit ergibt sich aus Hautveränderungen – verbunden mit der Information, dass man zuvor Gebiete bereist hat, in denen die Erreger (Pärchenegel bzw. Schistosomen) verbreitet sind, und dort sogar mit Binnengewässern in Kontakt kam.

Um die Schistosomiasis sicher zu diagnostizieren, ist es ratsam, mehrmals zu versuchen, die Eier der Erreger nachzuweisen. Aufgrund der Zeit zwischen dem Eindringen der Erregerlarven und dem Auftreten der ersten Eier (Präpatenzzeit) gelingt der Nachweis frühestens vier bis zehn Wochen, nachdem man sich mit dem Erreger infiziert hat. Je nach Infektionsort beziehungsweise vermutetem Erreger der Bilharziose bieten sich zur Diagnostik Stuhl- oder Urinproben an:Schistosoma haematobium

Zusätzlich kann es bei Verdacht auf eine Schistosomiasis hilfreich sein, Gewebeproben (z.B. Schleimhautproben aus Darm und Blase oder Leberproben) mikroskopisch auf Eier zu untersuchen. Meist ist diese Untersuchung aber nicht nötig, um eine Bilharziose festzustellen.

Stattdessen kann eine Blutprobe zur Diagnose der Schistosomiasis beitragen: Darin sind spezifische Antikörper zu finden. Darüber hinaus kann bei der Bilharziose eine sonographische und endoskopische Diagnostik wertvolle Hinweise liefern. Um abzuklären, ob und in welchem Ausmaß Organe infolge der Wurmerkrankung geschädigt sind, können weitere Untersuchungen (z.B. Magnetresonanztomographie) notwendig sein.

Therapie

Bei der Schistosomiasis (Bilharziose) zielt die Therapie darauf ab, die für die Wurmerkrankung verantwortlichen Parasiten (sog. Pärchenegel bzw. Schistosoma) direkt zu bekämpfen. Für diese ursächliche Behandlung steht der Wirkstoff Praziquantel in Tablettenform zur Verfügung. Dieses Wurmmittel ist gegen alle Arten von Schistosomen wirksam, die den Menschen krank machen können (also menschenpathogen sind).

Die Dosierung des Wurmmittels gegen die Schistosomiasis und die Dauer der Behandlung sind je nach Erregertyp unterschiedlich.

Die Therapie der Schistosomiasis mit Praziquantel ist nur mit wenigen Nebenwirkungen verbunden: Es können Schwindel, Benommenheit, Bauchschmerzen, Fieber und selten ein juckender Hautausschlag (Nesselsucht) auftreten. Wenn der Erreger Schistosoma haematobium hinter der Bilharziose steckt, kann zur Behandlung alternativ das Mittel Metrifonat zum Einsatz kommen, während gegen Schistosoma mansoni auch Oxamniquin wirksam ist. In der Regel sind beide Mittel in Deutschland aber nicht erhältlich. In jedem Fall ist es ratsam, den Behandlungserfolg durch mehrere Kontrolluntersuchungen (Stuhl-, Urin- und/oder Blutuntersuchungen, evtl. bildgebende Verfahren) in mehrmonatigem Abstand zu überprüfen.

Es ist ratsam, bei der Schistosomiasis die Therapie mit Praziquantel erst drei Monate nach der Infektion zu beginnen. Dies hat zwei Gründe: Erstens sind die Würmer in der Frühphase der Wurmkrankheit noch nicht ausgereift – und gegen unreife Würmer wirkt Praziquantel schlecht. Zweitens kann sich Ihr Zustand in der Frühphase der Bilharziose durch Praziquantel verschlechtern.

Wenn Sie in diesen ersten drei Monaten ein Katayama-Fieber mit Schüttelfrost, Fieber, Husten und Kopfschmerzen entwickeln, ist es notwendig, die Schistosomiasis in einem Krankenhaus zu behandeln, in dem in Tropenmedizin erfahrene Ärzte arbeiten: Dort erhalten Sie nach Bedarf Medikamente, die auf die Symptome der Wurmerkrankung abzielen (Kortikoide, Antihistaminika). Drei Monate nach der vermuteten Infektion bekommen Sie dann auch Praziquantel, um die Ursachen der Bilharziose zu bekämpfen.

Verlauf

Bei der Schistosomiasis (Bilharziose) hängt der Verlauf stark davon ab, dass frühzeitig eine angemessene Therapie beginnt: Eine rechtzeitig mit wirksamen Medikamenten behandelte Schistosomiasis hat eine gute Prognose.

Komplikationen

Bei fehlender oder mangelhafter Behandlung kann die Schistosomiasis im weiteren Verlauf zu verschiedenen Komplikationen führen. So kann infolge der Bilharziose beispielsweise die Blase bösartig entarten (Blasenkrebs) und es kann zu einem Funktionsverlust befallener Organe kommen. Ist die Leber befallen, können sich nachfolgend Krampfadern in der Speiseröhre bilden. An Darm und Blase sind Fistelbildungen möglich. In besonders schweren Fällen kann die Schistosomiasis tödlich verlaufen.

Vorbeugen

Sie können einer Schistosomiasis (Bilharziose) vorbeugen, indem Sie sich detailliert über die Wurmerkrankung und deren Übertragungsweg informieren, bevor Sie Gebiete bereisen, in denen die Würmer der Gattung Schistosoma verbreitet sind. Vor dem Aufenthalt in Binnengewässern und dem Genuss von Trinkwasser in solchen Ländern ist zu warnen.

Zum Schutz vor der Schistosomiasis ist es also wichtig, dass Sie in deren Verbreitungsgebiet nach Möglichkeit jeglichen Süßwasserkontakt vermeiden – dies beinhaltet auch den Verzicht auf Schwimmen, Tauchen, Wasserski und so weiter in Binnengewässern.

Die Menschen in den betroffenen Regionen können zudem zur Prophylaxe der Schistosomiasis beitragen, indem sie die Zwischenwirte der Erreger bekämpfen: Hierzu sind der Einsatz von Schneckengiften und die Beseitigung der Ufervegetationen geeignet. Außerdem empfiehlt es sich, dafür zu sorgen, dass keine menschlichen Ausscheidungen in Gewässer gelangen, um die Ausbreitung der Bilharziose einzudämmen.