Zuclopenthixol

Allgemeines

Je nach Dosierung wird der Wirkstoff Zuclopenthixol unterschiedlich eingesetzt.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Patienten beruhigen
  • Unruhe- und Verwirrtheitszustände bei altersbedingter Vergesslichkeit mindern
  • akute und chronische Schizophrenien lindern
  • krankhaft erregte Stimmungen mildern
  • gereizte Erregungszustände bei Schwachsinn im Kindesalter reduzieren

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Zuclopenthixol im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Zuclopenthixol nicht verwendet werden?

Zuclopenthixol darf nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Neuroleptika der Untergruppe Thioxanthene und Phenothiazine angewendet werden. Das gleiche gilt bei akuten Vergiftungen oder Überdosierungen von Alkohol, Schlafmitteln, Schmerzmitteln und Psychopharmaka.

Bei Patienten mit Kreislaufschock oder in Komazuständen ist eine Anwendung ebenfalls untersagt. Ein Phäochromozytom (Nebennierentumor) oder bestehende Blutbildveränderungen sowie eine Leistungsminderung des blutbildenden Systems sind weiterhin als Gegenanzeigen anzusehen.

Außerdem sind Kinder von einer Behandlung auszuschließen. In dieser Altersgruppe liegen keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vor.

Bei krankhaften Blutwerten darf keine Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika erfolgen. Deshalb ist vor der Therapie in jedem Fall das Blutbild (einschließlich des Differenzialblutbildes sowie der Blutplättchenzahl) vom behandelnden Arzt zu kontrollieren.

Zuclopenthixol sollte nur nach besonderes sorgfältiger ärztlicher Abwägung von Nutzen und Risiko bei Leberfunktionsstörungen und Nierenschwäche, schweren Herzkrankheiten und besonders bei starken Herzrhythmusstörungen (QT-Verlängerung) angewendet werden. Eine Kombinationsanwendung mit Medikamenten, für die eine mögliche Verlängerung des QT-Intervalls bekannt ist, muss ebenfalls genau vom behandelnden Arzt überdacht werden.

Bei bestehenden Brust-Tumoren und prolaktinabhängigen Geschwulsten(hormonabhängig) wird der Arzt je nach Schwere und Ausmaß individuell über eine Behandlung und entsprechende Dosierung entscheiden.

Weiterhin muss der Einsatz von Zuclopenthixol bei schwerem Bluthochdruck, zu niedrigem Blutdruck oder Kreislaufstörungen beim Aufsetzen und Aufrichten sowie bei hirnorganischen Erkrankungen sehr genau überdacht werden. Auch in diesen Fällen ist eine sehr strenge ärztliche Risiko-Nutzen-Einschätzung erforderlich.

Bei Patienten mit Krampfanfällen ist darauf zu achten, dass die Krampfschwelle herabgesetzt wird. Deshalb sollte eine bestehende Krampfanfall-Therapie während der Behandlung nicht unterbrochen werden. Eine sorgfältige ärztliche Überwachung ist erforderlich.

Die Therapie bei Patienten mit der Parkinsonerkrankung ist ebenfalls kritisch vom behandelnden Arzt zu überdenken und individuell zu entscheiden.

Bei Patienten mit Grünem Star, Harnverhalten und Prostatavergrößerung ist dieser Wirkstoff sehr vorsichtig zu dosieren und der Behandlungserfolg regelmäßig ärztlich zu kontrollieren.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

In der Schwangerschaft liegen kaum Erfahrungen mit der Behandlung mit Zuclopenthixol vor. Deshalb sollte die Anwendung in dieser Zeit nur bei zwingender Notwendigkeit nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Arzt erfolgen. Es ist darauf hinzuweisen, dass Zuclopenthixol den Mutterkuchen durchdringen kann.

Mütter, die im letzten Schwangerschaftsdrittel den Wirkstoff einnehmen, gefährden ihre Neugeborenen durch Nebenwirkungen wie Bewegungsstörungen und Entzugserscheinungen. Diese können sich in Aufregung, Muskelverspannungen oder -schlaffheit, Zittern, Schläfrigkeit, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme äußern. Solche Neugeborene müssen sorgfältig ärztlich überwacht werden.

Zuclopenthixol wird in die Muttermilch ausgeschieden. Deshalb sollten stillende Frauen vor der Behandlung abstillen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder sollten diesen Wirkstoff nicht erhalten. In dieser Altersgruppe liegen noch keine ausreichenden wissenschaftlichen Erfahrungen vor.

Welche Nebenwirkungen kann Zuclopenthixol haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Zuclopenthixol. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
motorische Fehlfunktion (Zungen-Schlund-Krämpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur), Parkinson-Syndrom (kaum Gesichtsmimik, Zittern, verstärkter Muskeltonus, Bewegungslosigkeit, übermäßige Speichelsekretion), (unwillkürliches) Zittern, Unfähigkeit, sitzen zu bleiben, Bewegungsdrang (in diesen Fällen Dosisreduktion und/oder die Gabe eines Antiparkinsonmittels), gestörte Anpassung des Auges an Fern- oder Nahsehen, trockener Mund, Schwindel, Müdigkeit (insbesondere zu Beginn der Behandlung).

Häufige Nebenwirkungen:
Kreislaufregulationsstörungen beim Aufsetzen, Aufrichten und Aufstehen, Blutdrucksenkung, Herzrasen, EKG-Veränderungen (Erregungsleitungsstörungen), Erhöhung des Augeninnendrucks, Stuhlverstopfung, Störungen beim Wasserlassen, Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, Gewichtsverlust, Unruhe, Erregung, Depression, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Menstruationsstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, Hautreaktionen und Lichtempfindlichkeit (direkte Sonneneinstrahlung meiden).

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Blutdrucksenkung, herabgesetzte Muskelstärke, Krampfanfälle, Gefühl verstopfter Nase.

Seltene Nebenwirkungen:
Pigmenteinlagerungen in Hornhaut und Linse, zeitweilige Leberfunktionsstörungen, Abflussstörungen der Galle, Gelbfärbung der Haut, Benommenheit, Teilnahmslosigkeit, Trägheit, Verschlimmerung von psychotischen Symptomen, Regulationsstörungen der Körpertemperatur, Zeichen von Erregung und Verwirrtheit (insbesondere bei Kombination mit Arzneimitteln, welche die Wirkung von Acetylcholin hemmen).

Sehr seltene Nebenwirkungen:
lebensbedrohliches schweres neuroleptisches Syndrom (unter anderem Fieber über 40°C, Muskelstarre, Bewusstseinsstörung) - sofortiges Absetzen der Medikation erforderlich, lebensbedrohlicher Darmverschluss, Ausbildung von Bein- und Beckenvenenthrombosen, Blutzellschäden unterschiedlicher Form an weißen Blutkörperchen und Blutplättchen, Verminderung aller Blutzellen, Milcheinschuss an der nicht stillenden Brust, Verweiblichung beim Mann, schmerzhafte Dauererektion des Penis ohne sexuelle Erregung, Störungen des Zuckerstoffwechsels, schmetterlingsflechtenartige Symptome der Haut, Hirnschwellung durch Wassereinlagerung, Kehlkopfschwellung, Asthma, Lungenentzündung.

Besonderheiten:
Die meisten Nebenwirkungen sind dosisabhängig. Die Häufigkeit und Schwere der Nebenwirkungen sind bei Behandlungsbeginn am stärksten ausgeprägt und nehmen in der Regel während der Weiterbehandlung ab.

Beim Auftreten entzündlicher Erscheinungen im Mund- und Rachenraum, bei Fieber sowie bei grippalen Infekten ist umgehend der Arzt zu informieren. Es könnte sich um eine schwere Blutbildungsstörung handeln.

Bei älteren Patienten und Patienten mit vorgeschädigtem Herzen können Störungen der Erregungsleitung auftreten. Deshalb wird eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion empfohlen.

Welche Wechselwirkungen zeigt Zuclopenthixol?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Zuclopenthixol mit Analgetika (Schmerzmittel), Hypnotika (Schlafmittel), Sedativa (Beruhigungsmittel) oder anderen das Gehirn dämpfenden Medikamenten kann es zu verstärkter Beruhigung und Atemabflachung kommen. Diese Patienten müssen regelmäßig ärztlich überwacht werden.

Wird gleichzeitig Alkohol konsumiert, kann es zu einer wechselseitigen Wirkungsverstärkung sowie zu einer Blutdrucksenkung führen. Deshalb sollte während der Behandlung auf Alkoholgenuss verzichtet werden.

Durch die gleichzeitige Einnahme von Carbamazepin (antiepileptische Wirkung), Phenobarbital (beruhigende Wirkung) und Diphenylhydantoin (herzrhythmusregulierend) kann die Blutkonzentration von Zuclopenthixol verringert werden. Das gleiche gilt bei der Gabe von Rifampicin (Tuberkulosemittel), Griseofulvin (Antipilzmittel), Doxycyclin (Antibiotikum) sowie durch Rauchen. Eine individuelle Dosisanpassung durch den behandelnden Arzt kann erforderlich sein.

Die Wirkung von blutdrucksenkenden Mitteln kann bei gleichzeitiger Anwendung von Zuclopenthixol verstärkt werden. Die blutdrucksenkende Wirkung von Guanethidin, Clonidin und alpha- Methyldopa kann dagegen abgeschwächt werden. Darum sind regelmäßige Blutdruckkontrollen notwendig.

Bei gleichzeitiger Gabe von Zuclopenthixol und Propranolol (Betablocker), Chloramphenicol (Breitbandantibiotikum) oder Ovulationshemmern (hormonelle Empfängnisverhütungsmittel wie die Pille) können sich die Blutkonzentrationen beider Medikamente erhöhen. Bei diesen Patienten sind engmaschige Kontrolluntersuchungen empfehlenswert.

Die kombinierte Anwendung mit Dopaminagonisten (beispielsweise Levodopa zur Behandlung der Parkinsonkrankheit) kann die Wirkung des Dopaminagonisten abschwächen. Die Therapie muss vom behandelnden Arzt in bestimmten Abständen überprüft werden.

Bei gleichzeitiger Anwendung von Pentetrazol (Antiepileptikum) kann es zur Auslösung von cerebralen Krampfanfällen kommen.

Weiterhin können die schwachen, das parasympathische System hemmenden Wirkungen von Zuclopenthixol durch Anticholinergika (beispielsweise zur Muskelentspannung eingesetzt) oder andere Medikamente mit anticholinergen Wirkungen verstärkt werden. Durch anticholinerge Antiparkinsonmittel wie Biperiden kann die Wirkung von Zuclopenthixol dagegen abgeschwächt werden. Der Therapieerfolg sollte regelmäßig vom behandelnden Arzt kontrolliert werden.

Die gleichzeitige Behandlung mit piperazinhaltigen Anthelmintika (Wurmmittel) und Metoclopramid (gegen Übelkeit und Erbrechen) führt zu einem erhöhten Risiko von Nebenwirkungen.

Außerdem kann Zuclopenthixol den Leberstoffwechsel trizyklischer Antidepressiva verändern. Dies führt zu erhöhten Blutkonzentrationen. Die sich daraus ergebenden klinischen Wirkungen sind nicht vorhersehbar. Vorsicht ist auch bei der Kombination mit MAO-Hemmern (antidepressive Wirkung) geboten.

Während der Kombination mit Lithium (Neuroleptikum) wurden sehr selten schwere nervengiftige Syndrome beobachtet. Eine ärztliche Überwachung ist in diesem Fall nötig.
Außerdem kann die gleichzeitige Einnahme von Lithium vermehrt zu Müdigkeit, Zittern und Mundtrockenheit führen.

Weiterhin sollte Adrenalin (Hormon) nicht zusammen mit Zuclopenthixol verabreicht werden. Es könnte zu Gefäßerweiterung, Blutdruckabfall und beschleunigter Herzfrequenz kommen.

Die Reaktion auf die Anwendung von Gonadorelin (Hormon) kann abgeschwächt werden. Eine Dosisanpassung durch den Arzt ist eventuell erforderlich.

In Verbindung mit Polypeptidantibiotika (wie Capreomycin, Colistin, Polymyxin B) kann sich eine zentrale Abflachung der Atmung verstärken. Deshalb sind diese Patienten sehr sorgfältig ärztlich zu überwachen.

Bei Patienten, die während der Behandlung operiert werden sollen, muss auf einen eventuellen Blutdruckabfall geachtet werden. Die Dosis des Anästhetikums (betäubendes Mittel) oder auch von zentral dämpfenden Stoffen ist unter Umständen vom behandelnden Arzt zu reduzieren.

Außerdem kann das Ergebnis eines Schwangerschaftstests verfälscht sein (falsch positives Ergebnis). Im Zweifelsfall muss zur Diagnosesicherung eine Blutuntersuchung durchgeführt werden.

Weiterhin ist darauf zu achten, dass während der Behandlung selbständig keine anderen Medikamente eingenommen werden dürfen. Dazu zählen auch frei verkäufliche Arzneimittel. Der behandelnde Arzt wird im Zweifelsfall individuell über eine Anwendung entscheiden.

Außerdem können bei Nierenschwäche, Herzschwäche oder Hirnleistungsstörungen häufiger Blutdruckabfälle als Reaktionen auf die Gabe von Zuclopenthixol folgen. Deshalb sollten diese Patientengruppen sorgfältig ärztlich überwacht werden. Regelmäßige Kreislaufkontrollen sind empfehlenswert.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Alkohol verstärkt die Reaktionsbeeinträchtigung.
  • Alkohol verstärkt die Wechselwirkungen.
  • Alkohol verstärkt die Wirkung.
  • Auf Alkoholgenuss sollte während der Bedhandlung verzichtet werden.
  • Direkte Sonnenbestrahlung ist zu vermeiden.
  • Es besteht eine erhöhte Lichtempfindlichkeit.
  • Ein falsch positiver Schwangerschaftstest wäre möglich.
  • Vor der Behandlung ist ein EKG erforderlich.
  • Regelmäßig EEG-Kontrollen sind ratsam.
  • Regelmäßige Blutbildkontrollen sind zu empfehlen.
  • Eine regelmäßige Überwachung der Herzfunktion ist ratsam.
  • Der Therapieerfolg muss regelmäßig ärztlich überwacht werden.
  • Vorsicht bei Patienten mit Herz- Kreislaufkrankheiten.
  • Vorsicht bei Patienten mit Nierenschwäche.
  • Vorsicht bei Patienten mit Herzschwäche.
  • Vorsicht bei älteren Patienten.
  • Vorsicht bei Patienten mit Herzkrankheiten.
  • Vorsicht bei Patienten mit Reizleitungsstörungen am Herzen.
  • Vorsicht bei Patienten mit Leberschwäche.
  • Vorsicht bei Patienten mit zu niedrigem Blutdruck.
  • Vorsicht bei Patienten mit Bluthochdruck.
  • Vorsicht bei Patienten mit Kreislaufregulationsstörungen beim Aufsetzen und Aufrichten.
  • Vorsicht bei Patienten mit hirnorganischen Störungen.
  • Vorsicht bei Patienten mit Hirnleistungsschwäche.
  • Vorsicht bei Patienten mit Parkinsonkrankheit.
  • Vorsicht bei Patienten mit schwerem neuroleptischen Syndrom.
  • Vorsicht bei Patienten mit grünem Star.
  • Vorsicht bei Patienten mit Augendruckerhöhung.
  • Vorsicht bei Patienten mit Epilepsie.
  • Vorsicht bei Patienten mit Wasserlassstörungen.
  • Vorsicht bei Patienten mit Prostatavergrößerung.
  • Vor Therapiebeginn ist ein Blutbild erforderlich.
  • Vor Therapiebeginn sollten die Leberfunktionswerte überprüft werden.
  • Der Blutkaliumgehalt ist regelmäßig zu kontrollieren.
  • Der Patient sollte auf ausreichende Kaliumzufuhr achten.
  • Eine erhöhte Prolaktinausschüttung ist möglich.
  • Die epileptische Anfallsschwelle kann sich erhöhen.
  • Patienten dürfen während der Behandlung keine Selbstmedikation durchführen.
  • Der Blutdruck muss regelmäßig vom Arzt kontrolliert werden.
  • Regelmäßige EKG-Kontrollen sind während der Therapie empfohlen.
  • Es kann ein vermindertes Reaktionsvermögen bestehen.
  • Das Denken kann verlangsamt sein.
  • Das Scharfsehen kann vermindert sein.
  • Häufiges Stolpern ist möglich.
  • Zu Beginn der Behandlung kann die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sein.
  • Die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr kann beeinträchtigt sein.
  • Das Bedienen von Maschinen kann beeinträchtigt sein.
  • Es sollte nicht ohne sicheren Halt gearbeitet werden.
  • Die Urteilskraft des Patienten ist vermindert.
  • Schwindel- und Schwächegefühle können während der Behandlung auftreten.
  • Es besteht eine erhöhte Müdigkeit.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

So wirkt Zuclopenthixol

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Zuclopenthixol. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Neuroleptika, zu welcher der Wirkstoff Zuclopenthixol gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Zuclopenthixol

Je nach Dosierung wird der Wirkstoff Zuclopenthixol unterschiedlich eingesetzt.

Bei niedriger Dosierung werden Unruhe- und Verwirrtheitszustände bei seniler Demenz (altersbedingte Vergesslichkeit) gemildert.

In mittlerer und höherer Dosierung werden zusätzlich akute und chronische Schizophrenien, krankhaft erregte Stimmungen sowie Erregungszustände bei erethischem Schwachsinn behandelt. Hierunter versteht man eine im Kindesalter auftretende Erkrankung mit gesteigerter Erregbarkeit, Gereiztheit, psychomotorischer Unruhe, Intelligenzdefizit und epileptischen Anfällen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Zuclopenthixol sind vertiefende Informationen verfügbar:

    Wirkungsweise von Zuclopenthixol

    Zuclopenthixol ist ein mittelstark wirkendes Neuroleptikum aus der Reihe der Thioxanthene. Es blockiert zum einen Dopamin-Rezeptoren und besitzt des weiteren eine starke Neigung zu Serotonin-Andockstellen. Sind diese Bindungsstellen blockiert, können Nervenbotenstoffe wie Serotonin nicht mehr andocken. Daraus resultiert die ausgeprägte antipsychotische Wirkung von Zuclopenthixol.

    Die neuroleptischen Eigenschaften umfassen die Wirkung auf Denk- und Stimmungsstörungen, Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Aggressivität und psychomotorische Erregtheit. Außerdem reguliert Zuclopenthixol krankhaft gesteigerte Stimmungszustände.

    Zuclopenthixol wird rasch vom Körper aufgenommen. Es erreicht nach Einnahme innerhalb von drei bis vier Stunden seine höchste Blutkonzentration und damit auch die maximale Wirkung. Der Zeitraum, in dem die Hälfte dieses Wirksstoffes abgebaut oder ausgeschieden wird, beträgt bei Erwachsenen circa 20 Stunden.

    Disclaimer:
    Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.