Cineol

Allgemeines

Cineol wird zur Linderung der Beschwerden bei Erkrankungen der oberen (Nase, Rachen) und unteren Luftwege (Bronchien) angewendet. Dazu gehören in erster Linie Entzündungen wie akute Bronchitis, chronische Bronchitis, Atemwegserkrankungen mit Verschleimung, Husten bei Erkältungskrankheiten und Schnupfen/Nasennebenhöhlenentzündung.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Beschwerden akuter und chronischer Erkrankungen der Atmungsorgane lindern
  • Schleim lösen
  • Entzündungen abklingen lassen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Cineol im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Cineol nicht verwendet werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder Erkrankungen, die mit einer ausgeprägten Überempfindlichkeit der Atemwege einhergehen, darf Cineol nicht angewendet werden.

Innerlich darf Cineol nicht bei Husten angewendet werden, der Anzeichen einer Keuchhusten-Infektion oder eines Pseudokrupp ist. Hat ein Patienten Asthma, darf die innerliche Anwendung nur unter Kontrolle eines Arztes erfolgen.

Äußerlich darf der Wirkstoff bei Säuglingen und Kleinkindern nicht im Bereich des Gesichts und dort speziell nicht im Bereich der Nase aufgetragen werden. Gleiches gilt für die Haut bei vorliegenden Hautkrankheiten oder Kinderkrankheiten mit Hauterscheinungen.

Der Wirkstoff darf außerdem nicht im Bereich des Auges angewendet werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Der Wirkstoff kann in der Schwangerschaft verwendet werden, im ersten Schwangerschaftsdrittel allerdings nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung.

Während der Stillzeit sollte der Wirkstoff nicht äußerlich im Bereich der Brust aufgetragen werden. Bei Einnahme kann Cineol den Geschmack der Milch verändern, was zu Trinkproblemen führen kann.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Cineol darf erst von Kindern eingenommen werden, die älter als zwölf Jahre sind.

Äußerlich ist der Wirkstoff für die Anwendung bei auch bei jüngeren Kindern geeignet. Cineol darf bei Säuglingen und Kleinkindern allerdings nicht im Gesicht und dort speziell nicht im Bereich der Nase aufgetragen werden. Gleiches gilt für die Haut bei Hautkrankheiten oder Kinderkrankheiten mit Hauterscheinungen.

Welche Nebenwirkungen kann Cineol haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Cineol. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Innerliche Anwendung
Gelegentliche Nebenwirkungen: Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit und Erbrechen, Durchfall).

Seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen wie Gesichtsschwellung, Juckreiz, Atemnot, Husten, Schluckbeschwerden.

Äußerliche Anwendung und Inhalation
Sehr seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen.

Welche Wechselwirkungen zeigt Cineol?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Cineol aktiviert bei Einnahme manche Enzyme des Leberstoffwechsels. So ist es möglich, dass der Abbau anderer Wirkstoffe schneller vorangeht. Durch den schnelleren Abbau stehen diese Substanzen dem Körper nicht mehr lange genug zur Verfügung, was zu einem Wirkverlust führen kann.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Das Medikament darf nicht am Auge, bei Kindern auch nicht im Gesicht oder auf geschädigter Haut verwendet werden.
  • Bei Beschwerden, die länger als eine Woche anhalten, bei Atemnot, bei Fieber oder eitrigem beziehungsweise blutigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Cineol?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Cineol enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

So wirkt Cineol

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Cineol. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Mittel gegen Erkältungskrankheiten, zu welcher der Wirkstoff Cineol gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Cineol

Cineol wird zur Linderung der Beschwerden bei Erkrankungen der oberen (Nase, Rachen) und unteren Luftwege (Bronchien) angewendet. Dazu gehören in erster Linie Entzündungen wie akute Bronchitis, chronische Bronchitis, Atemwegserkrankungen mit Verschleimung, Husten bei Erkältungskrankheiten und Schnupfen/Nasennebenhöhlenentzündung.

Die Anwendung erfolgt durch Einnahme von Kapseln oder einer Teezubereitung, durch Inhalation oder durch Einreibung der Haut (Balsam).

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Cineol sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Cineol

Cineol wird als wirksamer Hauptbestandteil aus Eucalyptusöl gewonnen, kommt aber auch in Minze, Salbei, Thymian, Basilikum und im Teebaum vor.

Bei Einnahme oder Inhalation wirkt Cineol schleimlösend, fördert den Schleimtransport, führt zu einer leichten Erweiterung der Bronchien und wirkt außerdem entzündungshemmend und leicht gegen Bakterien. So werden die Symptome von Erkältungskrankheiten und Entzündungen der Atemwege wirksam bekämpft. Der genaue Wirkmechanismus ist nicht bekannt.

Eine Einreibung mit Cineol-Balsam steigert zusätzlich die Durchblutung in dem behandelten Hautareal. Dadurch wird über bestimmte Reflexe auch eine Durchblutungssteigerung in den darunter liegenden Atmungsorganen erreicht.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.