Tarka 180mg/2mg

Hersteller: Abbott GmbH & Co. KG
Wirkstoffkombination: Verapamil + Trandolapril
Darreichnungsform: Retardkapsel
Rezeptpflichtig

Wirkung

Tarka 180mg/2mg enthält die Wirkstoffkombination Verapamil + Trandolapril. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Tarka 180mg/2mg.

Die Kombination wird beim Bluthochdruck unbekannter Ursache (essentieller Hypertonie) eingesetzt. Sie wird dem Stufenschema der Deutschen Hochdruckliga e.V. nach angewendet, wenn die Blutdrucksenkung mit nur einem der Mittel unzureichend ist.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Verapamil + Trandolapril sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen ACE-Hemmer, Calciumkanalblocker, Blutdrucksenker, zu welchen die Wirkstoffkombination Verapamil + Trandolapril gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Bluthochdruck ohne organische Ursache bei Patienten, deren Blutdruck mit den beiden Einzelwirkstoffen im selben Dosisverhältnis normalisiert ist

Dosierung

Es sollte einmal täglich eine Retardkapsel zur Mahlzeit oder kurz danach mit reichlich Flüssigkeit eingenommen werden.

Bei mäßig eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion sowie bei älteren Patienten (über 65 Jahre) sollte die Dosiseinstellung individuell in Absprache mit dem Arzt geschehen.

Die Einnahme erfolgt zu oder kurz nach der Mahlzeit mit reichlich Flüssigkeit.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Povidon (Konstante K=30)
  • Docusat-Natrium
  • Eisenoxid (E 172)
  • Gelatine
  • gereinigtes Wasser
  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • Hyprolose
  • Hypromellose
  • Lactosemonohydrat
  • Macrogol 400
  • Macrogol 6000
  • Magnesiumstearat
  • mikrokristalline Cellulose
  • Natriumalginat
  • Natriumdodecylsulfat
  • Octadecylhydrogenfumarat-Natriumsalz
  • Povidon (Konstante K=25)
  • Titandioxid (E 171)

Nebenwirkungen

Häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Müdigkeit, Schwindel, Husten, Verstopfung, AV-Block, Herzschlagverlangsamung, Herzrhythmusstörungen.

Seltene Nebenwirkungen:
Spürbarer Herzschlag, Unwohlsein, Hitzewellen, niedriger Blutdruck, Herzmuskelschwäche, Knöchelschwellung, Juckreiz, Hautrötung, Übelkeit, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Ausschlag, Nervosität, Hitzschmerz an den Gliedmaßen, nervliche Missempfindungen, angioneurotisches Ödem, Blut-Bilirubin-Spiegelerhöhung, Blutkaliumüberschuss.
Bei älteren Patienten:
Brustschwellung.
Bei chronischem Lungenleiden:
Akute Bronchialkrämpfe, akute Lungenhochdrucksteigerung.

Vereinzelte Nebenwirkungen:
Leberfunktionsstörung, Blut-Prolaktin-Spiegelsteigerung, krankhafter Milchfluss, Stevens-Johnson-Syndrom, Veränderung von Leber- und Nierenwerten im Blut (vorübergehend).

Nach Langzeitbehandlung:
Zahnfleischwucherungen (bilden sich nach Absetzen zurück).

Wechselwirkungen

Andere blutdrucksenkenden Wirkstoffe einschließlich Diuretika und Chinidin, aber auch das Magenmittel Cimetidin verstärken die blutdrucksenkende Wirkung der Wirkstoffkombination.

Herzwirksame Präparate wie Antiarrhythmika, Betablocker und Narkosemittel zum Einatmen haben eine gegenseitige Wirkungsverstärkung auf Herz und Kreislauf zur Folge.

Die Kombination mit Blutdrucksenkern wie AT1-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren wird nicht empfohlen, da das Risiko für Nebenwirkungen wie Kaliummangel, Blutdruckabfall und Abnahme der Nierenfunktion erhöht ist. Dies gilt besonders bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung aufgrund von Zuckerkrankheit.

Bei Einnahme von Digoxin, dem Benzodiazepin Carbamazepin, dem Immunsuppressivum Ciclosporin, dem Asthma-Mittel Theophyllin und Muskelrelaxanzien kann deren Wirkung durch die Wirkstoffkombination erhöht werden und eine Dosisanpassung nötig sein.

Gemeinsam mit dem Gichtmittel Allopurinol, mit Immunsuppressiva und dem Antiarrhythmikum Procainamid eingenommen, kann ein Mangel an weißen Blutkörperchen entstehen.

Die Wirkung des Antidepressivums Lithium kann durch die Kombination abgeschwächt oder aber auch verstärkt werden. Deshalb ist der der Lithiumspiegel durch einen Arzt sorgfältig zu überwachen.

Mit dem Antibiotikum Rifampicin und den Epilepsie-Mitteln Phenytoin und Phenobarbital eingenommen, schwächt sich die Wirkung der Kombination ab.

Kaliumsalze und kaliumsparende Entwässerungsmittel erhöhen das Risiko eines Blutkaliumüberschusses durch die Wirkstoffkombination mit der Gefahr von Herzrhythmusstörungen, insbesondere bei bestehender Nierenfunktionsstörung.

Nicht-steroidale Antirheumatika können die blutdrucksenkende Wirkung der Kombination abschwächen, einen Blutkaliumspiegelanstieg und eine Nierenfunktionsverschlechterung verursachen.

Neuroleptika und das Antidepressivum Imipramin erhöhen, gemeinsam mit der Kombination eingenommen, das Risiko eines Blutdruckabfalls bei Körperlageveränderung.

In Kombination mit Insulinen und oralen Antidiabetika kann es zu einer Unterzuckerung kommen.

Grapefruitsaft kann die Blutdrucksenkung durch die Wirkstoffkombination verstärken.

Blutwäschefilter aus Polyacrylnitrat-methallylsulfonat-Membranen können bei gleichzeitiger Einnahme der Kombination zu einem allergischen Schock führen.

Gegenanzeigen

Die Kombination darf nicht angewendet werden bei einer Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe.

Sie darf ebenfalls nicht angewendet werden bei einer Verengung der Nierenarterien oder Herzklappen, während einer Desensibilisierungs-Behandlung und bei plötzlichen oder angeborenen anfallsweise auftretenden Wassereinlagerungen in Körpergewebe. Auch bei schweren Nierenfunktionsstörungen oder Lebererkrankungen, einer Verlangsamung des Herzschlags, bei Herzmuskelschwäche, während einer Dialyse, bei Schock und Herzinfarkt ist die Kombination nicht einzusetzen.

Zuckerkranke oder Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion, die den Blutdrucksenker Aliskiren erhalten, dürfen nicht mit der Kombination behandelt werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die Wirkstoffkombination darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Eine Einnahme im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel kann zu Nierenschäden und Fehlbildungen an Gesicht und Schädel des Ungeborenen führen. Bei Neugeborenen können ein erniedrigtes Geburtsgewicht, eine erniedrigte Nierendurchblutung und Harnverhalten verursacht werden.

Es ist nicht bekannt, ob die Kombination in die Muttermilch gelangt.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Kindern unter 18 Jahren darf die Wirkstoffkombination nicht angewendet werden.

Warnhinweise

  • Das Medikament kann die Reaktionsfähigkeit so weit beeinträchtigen, dass Autofahren und die Bedienung von Maschinen gefährlich sind. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
  • Nierenkranke müssen während der Einnahme des Medikaments stets genug Flüssigkeit zu sich nehmen.
  • Bei Diabetikern kann es durch das Medikament plötzlich zu Unterzuckerung kommen.
  • Die Blutkalium-Konzentration muss während der Einnahme des Medikaments ärztlich überwacht werden.
  • Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker) und ist daher nicht für Patienten mit Zuckerverwertungsstörungen geeignet.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
28 Stück Retardkapsel
56 Stück Retardkapsel
98 Stück Retardkapsel

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Tarka 180mg/2mg sowie weitere Medikamente mit der Wirkstoffkombination Verapamil + Trandolapril (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Retardkapseln

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.