Onmeda.de Logo

Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen

Veröffentlicht von Onmeda-Redaktion

Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen sind die Folgen von starker oder anhaltender Kälte: Während bei einer Hypothermie die Temperatur des gesamten Körpers herabgesetzt ist, besteht bei einer Erfrierung ein Kälteschaden am Gewebe durch örtliche Kälteeinwirkung.

Überblick

Neben der Kälteeinwirkung können eine Hypothermie und Erfrierungen folgende zusätzliche Ursachen haben:

Eine Unterkühlung kann ebenso wie eine Erfrierung langsam, aber auch rasch entstehen. So kann es bereits bei kurzem Kontakt mit extrem kalten Substanzen zu Erfrierungen kommen (sog. Kälteverbrennung), etwa durch Trockeneis. Meistens sind Erfrierungen aber die Folge einer Hypothermie: 

Die für eine milde Unterkühlung typischen Symptome sind:

Mit zunehmender Unterkühlung ändern sich die Symptome: Der Puls verlangsamt sich und der Blutdruck fällt. Die Betroffenen sind zunehmend teilnahmslos und können das Bewusstsein verlieren; am Ende kann die Hypothermie zu Atem- und Herz-Kreislauf-Stillstand führen.

Auch die Anzeichen einer Erfrierung ändern sich mit deren Ausmaß: Sie reichen von blassen, leicht geschwollenen und schmerzhaften Stellen (bei einer Erfrierung 1. Grades) bis hin zu schweren Kälteschäden mit abgestorbenem Gewebe (bei Erfrierungen 3. Grades). Besonders häufig erfrieren Körperteile, die weiter vom Rumpf entfernt liegen – wie Finger, Zehen, Gesicht (Nase) und Ohren.

Eine Hypothermie und Erfrierungen früh genug und richtig zu behandeln hat großen Einfluss auf den weiteren Verlauf. Wer bei einer Unterkühlung oder Erfrierung Erste Hilfe leistet, sollte einige wichtige Regeln beachten: So ist es in schweren Fällen wichtig, die Betroffenen keinesfalls zu bewegen, zu massieren oder gar durch ein Vollbad aufzuwärmen. Vielmehr ist es ratsam, weitere Wärmeverluste zu vermeiden (z.B. durch Zudecken) und so schnell wie möglich für sachkundige Hilfe zu sorgen.

Definition

Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen sind zwei unterschiedliche Folgen von Kälte:

Die Hypothermie und Erfrierungen sind heutzutage eher selten. Oft sind Unterkühlung und Erfrierung die Folge von Berg- oder Badeunfällen, im Winter kommen sie aber auch häufig bei Obdachlosen vor.

Hypothermie (Unterkühlung)

Eine Hypothermie oder Unterkühlung besteht per Definition, wenn die Körperkerntemperatur unter 36 Grad Celsius fällt. Je nachdem, wie schnell der Körper unterkühlt, unterscheidet man zwei Formen:

Erfrierungen

Anders als die Hypothermie (Unterkühlung) sind Erfrierungen Kälteschäden, bei denen die Haut und tiefere Gewebeschichten örtlich geschädigt sind. Körperteile, die weiter vom Rumpf und den zentralen Organen entfernt sind (sog. Akren), erfrieren eher – also Zehen, Finger, Ohren und Nase,.

Erfrierungen entstehen häufig infolge einer Hypothermie: Durch die Unterkühlung ziehen sich die Blutgefäße dieser Körperteile zusammen, um den inneren Organen ausreichend Blut zur Verfügung zu stellen. Nachfolgend sorgt die verringerte Sauerstoffzufuhr in den minderversorgten Bereichen für unterschiedlich schwere Gewebeschädigungen. Flüssigkeit aus den Blutgefäßen dringt in das umliegende Gewebe ein und führt hier zu Schwellungen: Es bilden sich Ödeme. Durch den daraus entstehenden Wassermangel verdickt das Blut bis hin zur Verklumpung, was sich als weitere rote Schwellung mit Blässe im umliegenden Gewebe äußert.

Kälteverbrennung

Erfrierungen sind nicht immer die Folge einer Hypothermie (Unterkühlung) – zuweilen kommt es zu einer besonderen Form der Erfrierung: der Kälteverbrennung. Kälteverbrennungen entstehen durch plötzlichen, kurzen Kontakt mit extrem kalten Substanzen oder Gegenständen und haben eine ähnliche Auswirkung wie eine echte Verbrennung. Zu einer Kälteverbrennung kann es zum Beispiel beim Hantieren mit flüssigem Stickstoff, Propan oder Trockeneis kommen. Im Alltag kommen derart starke Kälteeinwirkungen normalerweise nicht vor.

Kälteidiotie

Es passiert immer wieder, dass man erfrorene Menschen auffindet, die teilweise oder ganz entkleidet sind. Das weckt oft sofort die Vermutung auf ein Verbrechen – besonders ein Sexualverbrechen. In einer Reihe von Fällen hat es sich jedoch gezeigt, dass Menschen mit starker Hypothermie – wenn die Körpertemperatur unter 32 Grad Celsius sinkt – Gefühle von Euphorie und Hitze entwickeln können und infolge dessen ihre Kleidung ablegen. Dieses paradoxe Empfinden bei starker Unterkühlung bezeichnet man auch als Kälteidiotie.

Die Kälteidiotie ist nicht eindeutig zu erklären. Womöglich führen bestimmte durch den Kälteschock freigesetzte Substanzen im Gehirn zu derartigen Verhaltensweisen. Ein anderer möglicher Grund für die Kälteidiotie infolge einer Hypothermie ist eine Fehlreaktion der Wärmeregulierung, durch die eine krankhafte Überwärmung (pathologische Hyperthermie) entsteht. Aufgrund des dabei auftretenden extremen Hitzegefühls entledigen sich die Betroffenen dann ihrer Kleider, um sich vermeintlich abzukühlen.

Ursachen

Sowohl eine Hypothermie (Unterkühlung) als auch Erfrierungen haben ihre Ursachen in der Einwirkung besonders niedriger Temperaturen. Die Begriffe bezeichnen aber verschiedene Folgen der Kälteeinwirkung:

Neben der Kälteeinwirkung spielen bei der Entstehung einer Hypothermie oder Erfrierung weitere Ursachen eine Rolle: Wind und Feuchtigkeit können die Wirkung von Kälte verstärken. Demnach bestimmen nicht nur die absoluten und physikalisch messbaren Temperaturen die Kälteeinwirkung, sondern auch die gleichzeitig herrschende (Luft-)Feuchtigkeit und die vorhandenen Winde beziehungsweise Stürme. Dies kann man im sogenannten Wind-Kälte-Faktor (bzw. Windchill-Faktor) ausdrücken: So ergibt sich bei einer physikalisch messbaren Temperatur von beispielsweise -11 Grad Celsius und einem gleichzeitigem Wind mit einer Geschwindigkeit von rund 18 Metern pro Sekunde eine gefühlte Temperatur von -30 Grad Celsius.

Wer gleichzeitig Kälte, Wind und Feuchtigkeit ausgesetzt ist, kann daher sehr viel schneller eine Unterkühlung und vor allem örtliche Erfrierungen bekommen als ohne den Wind.

Daneben können viele Faktoren eine Hypothermie oder Erfrierungen begünstigen. So können beispielsweise folgende Umstände ein erhöhtes Risiko für eine Unterkühlung oder Kälteschäden bedeuten:

In vielen Fällen ist eine Hypothermie für Erfrierungen verantwortlich: Wenn ein Mensch längere Zeit niedrige Temperaturen aushalten muss und es zur Unterkühlung kommt (d.h. wenn die Körpertemperatur unter 36 Grad Celsius sinkt), kurbelt sein Körper nicht nur die Wärmeproduktion an, sondern vermindert auch die Wärmeabgabe. Dabei haben die Extremitäten wegen ihrer großen Oberfläche eine wichtige Funktion bei der Wärmeregulation: Der Kältereiz führt dazu, dass sich die dortigen Blutgefäße zusammenziehen (Vasokonstriktion), was die Blutzufuhr drosselt – das Blut versorgt dann in erster Linie den Körperstamm (sog. Kreislaufzentralisation).

Dieser Prozess ist ein wirksamer Selbstschutz für den Gesamtorganismus, wobei jedoch örtliche Erfrierungen in Kauf genommen werden. Dabei kann das vom Sauerstoffmangel betroffene Gewebe Schäden davontragen, die bis zum Zelltod reichen.

Aber nicht immer ist eine Hypothermie die Ursache für Erfrierungen: Körperstellen können auch erfrieren, indem sie sogenannte Kälteverbrennungen erleiden. Eine Kälteverbrennung entsteht durch einen plötzlichen, kurzen Kontakt mit extrem kalten Substanzen oder Gegenständen. Diese besondere Form der Erfrierung wirkt sich ähnlich aus wie eine echte Verbrennung.

Symptome

Die Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen sind verschiedene Symptome einer Kälteeinwirkung. Welches Ausmaß die Kältefolgen haben und wie sie sich bemerkbar machen, ist abhängig von:

Hypothermie (Unterkühlung)

Die Hypothermie oder Unterkühlung betrifft – anders als die Symptome von Erfrierungen – den gesamten Körper. Wichtigstes Anzeichen für eine Unterkühlung ist eine verringerte Körperkerntemperatur. Anhand dieser Temperatur und der mit ihr verbundenen zusätzlichen Veränderungen unterscheidet man drei Stadien:

Erfrierungen

Die häufig durch eine Hypothermie (Unterkühlung) bedingten Erfrierungen teilt man anhand ihrer Symptome in drei verschiedene Schweregrade ein:

Alle Erfrierungen 2. und 3. Grades erfordern eine Behandlung im Krankenhaus.

Diagnose

Die Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen sind bei der Diagnose leicht zu unterscheiden, da es sich um unterschiedliche Folgen einer Kälteeinwirkung handelt. Ob jemand unterkühlt ist, kann der Arzt durch folgende Maßnahmen feststellen:

Eine Hypothermie kann mit Erfrierungen einhergehen. Eine Erfrierung kann aber auch – als sogenannte Kälteverbrennung – ohne Unterkühlung entstehen. Ob ein Körperteil erfroren ist, stellt der Arzt nach einer Befragung der Betroffenen (Anamnese) und anhand der jeweiligen Symptome fest – zum Beispiel anhand von Verfärbungen der Haut, Blasenbildung, Schwellungen und Schmerzen.

Therapie

Ob bei einer Hypothermie (Unterkühlung) und bei Erfrierungen die Therapie rechtzeitig beginnt und die richtigen Maßnahmen zum Einsatz kommen, hat starken Einfluss auf den weiteren Verlauf. Daher ist es wichtig, bei Unterkühlungen und Kälteschäden umgehend zu handeln, den Rettungsdienst zu rufen und geeignete Erste-Hilfe-Maßnahmen zu ergreifen.

Erste Hilfe bei Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen

Erste Hilfe kann bei Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen entscheidend für eine erfolgreiche Therapie sein. Wenn Sie bei jemandem Erste Hilfe leisten, der unterkühlt ist und/oder Anzeichen einer Erfrierung aufweist, sollten Sie Folgendes beachten:

Unbedingt zu vermeiden

Bei einer Hypothermie (Unterkühlung) oder bei Erfrierungen ist einiges bei der Therapie unbedingt zu vermeiden:

Ärztliche/klinische Behandlung

Welche Maßnahmen der Arzt gegen eine Hypothermie (Unterkühlung) oder Erfrierungen zur weiteren Therapie
einsetzt, hängt vom Schweregrad der Kältefolgen ab. Zunächst besteht die ärztliche beziehungsweise klinische Behandlung in der Regel in folgenden Maßnahmen:

Durch Erfrierungen entstandene Blasen eröffnet der Arzt unter sterilen Bedingungen. Anschließend behandelt er unter örtlicher Betäubung die Wundfläche mit antibiotisch wirksamen Salben. Häufig ist dabei abzuwarten, bis sich eine örtliche Gewebsschädigung (Nekrose) vollständig ausgebildet hat, was unter Umständen bis zu mehrere Wochen dauern kann. Das abgestorbene Gewebe bildet einen trockenen Schorf, der sich nach Wochen bis Monaten zum gesunden Gewebe abgrenzt und unter Umständen einfach abfällt (z.B. an den Fingerspitzen).

Betreffen Erfrierungen ein größeres Areal, wie zum Beispiel einen gesamten Fuß, so kann unter extrem ungünstigen Umständen (aufgrund sehr tiefer Gewebeschäden) zur Therapie eine Teilamputation notwendig sein.

Künstliche Niere

Ist eine Hypothermie (Unterkühlung) so schwer, dass die Körpertemperatur auf weniger als 30 Grad Celsius gesunken ist, bietet sich zur Wiedererwärmung eine künstliche Niere zur Hämodialyse an. Dieses Verfahren kommt aus drei Gründen oft bei stark unterkühlten Menschen zum Einsatz:

Verlauf

Bei einer Hypothermie (Unterkühlung) ist ebenso wie bei Erfrierungen der weitere Verlauf vom Schweregrad der Kältefolgen und von einer zeitnahen, sachgemäßen Behandlung abhängig.

Prognose

Eine Hypothermie (Unterkühlung) und leichte Erfrierungen haben – im frühen Verlauf richtig behandelt – im Allgemeinen eine günstige Prognose:

Wenn es bei einer Hypothermie rechtzeitig gelingt, die Körpertemperatur zu erhöhen, ohne dass Komplikationen (z.B. Herzrhythmusstörungen) auftreten, ist kaum mit ernsten Folgen zu rechnen. Allerdings kann man schnell übersehen, dass jemand unterkühlt ist – besonders, wenn zusätzlich Verletzungen bestehen: Bleibt die Unterkühlung deswegen länger unbehandelt, können Organe ernsthaften Schaden nehmen – im Extremfall kann dies zum Tod führen. 

Tritt eine Hypothermie kombiniert mit anderen schweren Verletzungen auf (z.B. nach einem Verkehrsunfall), kann sich also die Gesamtprognose verschlechtern. Daher ist jede Art von Unterkühlung unbedingt zu vermeiden.

Bei Erfrierungen ist die Prognose umso günstiger, je geringer der Grad des Kälteschadens ist:

Komplikationen

Bei einer Hypothermie (Unterkühlung) und bei Erfrierungen kann es zu verschiedenen Komplikationen kommen. Letztere können vor allem Folgendes nach sich ziehen:

Auch falsche Maßnahmen zur Behandlung einer Hypothermie oder von Erfrierungen können ein Grund für Komplikationen sein: Unsachgemäße Erste Hilfe kann das betroffene Gewebe schwer schädigen. Außerdem kann es bei einer starken Unterkühlung zu Herz-Kreislauf-Versagen sowie zu Atemstillstand kommen.

Vorbeugen

Einer Hypothermie (Unterkühlung) können Sie ebenso wie Erfrierungen durch einfache Maßnahmen vorbeugen: An erster Stelle stehen Verhalten und Kleidung, die den Temperaturen angemessen sind. Dabei müssen Sie sich den Spaß an Unternehmungen wie Wintersport oder Bergsteigen nicht nehmen lassen. Denken Sie jedoch stets daran, dass der Mensch die eisigen Regionen der Erde nur mithilfe entsprechender Kleidung und Anpassung der Lebensumstände erobern konnte. Voraussetzung hierfür waren Umsicht und ebenso ein entsprechendes Verhalten. Achten Sie besonders darauf, Ihre Hände, Füße und Ohren durch entsprechende Schutzkleidung warmzuhalten – diese Körperstellen erfrieren besonders schnell.

Kommt es trotz Vorsichtsmaßnahmen zu einer Hypothermie oder zu Erfrierungen, ist es wichtig, diese frühzeitig zu erkennen, um Folgeschäden zu vermeiden. Erwärmen Sie rechtzeitig die entsprechende Körperpartie vorsichtig – am besten am eigenen Körper: So können Sie Ihre Hände zum Beispiel an eine warme Körperpartie bringen (Achselhöhlen, Bauch oder Schritt) und eine beginnende Erfrierung im Gesicht mit warmen Händen bedecken. Dies sollte an einem windgeschützten Ort geschehen. Aktive Bewegung (wie Gymnastik oder ein Bewegen der Extremitäten) ist in diesem Stadium hilfreich, da dies die Durchblutung fördert. Gleichzeitig ist daran zu denken, nasse Kleidungsstücke (z.B. Handschuhe) möglichst schnell zu wechseln. Das sogenannte Zwiebelschalenprinzip – also mehrere Kleidungsstücke übereinander anzuziehen – hilft oft, Erfrierungen zu vermeiden. Beengende Riemen oder Schnallen sollten Sie lockern. Dies gilt aber nur dann, wenn gleichzeitig keine allgemeine Unterkühlung vorliegt!

Weitere Informationen

ICD-10-Diagnoseschlüssel:

Hier finden Sie den passenden ICD-10-Code zu "Hypothermie (Unterkühlung) und Erfrierungen":

Quellen:

Unterkühlung. Online-Information des Deutschen Roten Kreuzes: www.drk.de (Abrufdatum: 9.6.2015)

Erfrierungen. Online-Information des Deutschen Roten Kreuzes: www.drk.de (Abrufdatum: 9.6.2015)

Online-Informationen des Pschyrembel: www.pschyrembel.de (Stand: 2015)

Pape, H.C., Kurtz, A., Silbernagl, S. (Hrsg.): Physiologie. Thieme, Stuttgart 2014

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin: Vermeidung von perioperativer Hypothermie. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 001/018 (Stand: Dezember 2013)

Luxem, J., Kühn, D., Runggaldier, K. (Hrsg.): Rettungsdienst RS/RH. Urban & Fischer, München 2013

Plewig, G., et al.: Braun-Falco’s Dermatologie, Venerologie und Allergologie. Springer, Berlin 2012

Lauber, A., Schmalstieg, P.: Wahrnehmen und Beobachten. Thieme, Stuttgart 2012

Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin: Thermische und chemische Verletzungen. AWMF-Leitlinien-Register Nr. 044/001 (Stand: April 2011)

Schneider, T.H., Wolcke, B., Böhmer, R.: Taschenatlas Notfall & Rettungsmedizin. Springer, Berlin 2011

Stand: 9. Juni 2015