Sportler lehnt sich an ein Geländer.
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Sport nach Erkältung: Ab wann darf man wieder trainieren?

Erkältungen klingen nicht von heute auf morgen ab. Der Körper braucht meist ein paar Tage, bis er sich vollständig regeneriert hat. Kann man in dieser Zeit schon wieder bedenkenlos Sport treiben oder sollte man lieber warten, bis alle Symptome verschwunden sind?

Dieser Text entspricht den Vorgaben der ärztlichen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien sowie aktuellen Studien und wurde von Medizinern geprüft.

Sport nach Erkältung: Ab wann darf man wieder trainieren?

Sportlern fällt es mitunter schwer, auf ihren Körper zu hören. Klar: Sie sind es ja gewohnt, ihn immer wieder an seine Grenzen zu treiben, und darüber hinaus, um neue Trainingsziele zu erreichen. Kämpft der Organismus gegen einen Infekt an, ist das allerdings keine gute Idee: Sonst droht eine Herzmuskelentzündung, die lebensbedrohliche Folgen haben kann.

Doch wie steht es mit der Grauzone zwischen "völlig ausgeknockt" und "noch leicht verschnieft, aber sonst geht’s"? Ab wann ist man wieder fit genug, um bedenkenlos Sport treiben zu können?

Der Sportmediziner Edward Laskowski von der US-amerikanischen Mayo Clinic Sports Medicine formuliert auf der Klinik-Website folgende Faustregel: "Bewegung ist normalerweise ok, wenn sich Ihre Symptome auf 'oberhalb des Halses' beschränken. Dazu gehören eine laufende oder verstopfte Nase, Niesen oder leichte Halsschmerzen." Lang oder intensiv sollte das Workout aber nicht sein. "Statt gleich joggen zu gehen, machen Sie lieber einen Spaziergang", rät Laskowski.

Das erste Workout sollte leicht sein

Auch Howard LeWine, Internist und Chefredakteur bei Harvard Health Publishing empfiehlt: "Ihr erstes Workout sollte leicht sein. Sie sollten nicht außer Atem kommen." Anschließend könne man sich bis zum gewohnten Trainingspensum steigern – aber langsam. Anfangs sei es besser, die Intensität und Dauer Ihres Trainings zu halbieren.

Eindeutig zu früh für Sport ist es nach Ansicht der beiden Experten bei folgenden Beschwerden:

Im Zweifel ist es natürlich am sichersten, abzuwarten, bis alle Beschwerden verschwunden sind – oder den Hausarzt zu fragen.

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