Tropisetron

Allgemeines

Tropisetron gehört zu den Mitteln gegen Übelkeit und Erbrechen. Es ist vor allem wirksam bei Erbrechen, Brechreiz und Übelkeit, die in Zusammenhang mit operativen Eingriffen oder einer Therapie mit Zytostatika stehen. Dabei kann es sowohl zur Behandlung als auch zur Verbeugung von Übelkeit und Erbrechen verwendet werden.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Brechreiz, Übelkeit und Erbrechen mindern
  • Brechreiz, Übelkeit und Erbrechen vorbeugen
  • Serotoninwirkung vermindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Tropisetron im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Tropisetron nicht verwendet werden?

Bei Überempfindlichkeit gegen Tropisetron oder andere 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten darf der Wirkstoff nicht eingenommen werden.

Bei Nierenfunktionsstörung oder Leberfunktionsstörung ist eine Anwendung nur mit besonderer ärztlicher Vorsicht zu empfehlen. Bei unkontrolliertem Bluthochdruck sollte die Tagesdosis nicht über 10 Milligramm betragen. Wenn der Patient Herzrhythmusstörungen oder Störungen der Herzerregungsleitung hat sowie mit Betablockern oder Antiarrhythmika behandelt wird, sollte die Anwendung durch eine besonders gründliche ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung gerechtfertigt sein.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Bisher gibt es keine Hinweise auf Gefahren für Mutter oder Kind während der Schwangerschaft. Dennoch sollte wegen mangelnder Erfahrung auf die Einnahme des Medikaments während einer Schwangerschaft verzichtet werden.

Aus dem gleichen Grund darf das Medikament während der Stillzeit nicht verabreicht werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder unter zwei Jahren sollten das Medikament nicht erhalten.

Welche Nebenwirkungen kann Tropisetron haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Tropisetron. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Verstopfung.

Häufige Nebenwirkungen:
Schwindel, Müdigkeit, Bauchschmerzen, Durchfall.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Atemnot, Überempfindlichkeitsreaktionen mit Gesichtsröte, Bluthochdruck, Nesselsucht (Urtikaria), Beklemmungsgefühl in der Brust, Ohnmacht.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Hautausschlag, Hautrötung, allergischer Schock, Kreislaufzusammenbruch, Herzstillstand, Bronchialkrämpfe.

Welche Wechselwirkungen zeigt Tropisetron?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Tropisetron sollte nur mit Vorsicht zusammen mit dem Parkinson-Mittel Apomorphin eingenommen werden. Bei dem chemisch ähnlichen Ondansetron kann es nämlich aufgrund bisher unbekannter Wechselwirkungen zu starkem Blutdruckabfall und Ohnmacht kommen.

Gleichzeitig mit Tropisetron eingenommen verursachen viele Substanzen eine verlängerte Herzmuskelerregung. Dazu gehören Mittel gegen Herzryhthmusstörungen (Antiarrhythmika), Antibiotika (beispielsweise Makrolid-Antibiotika), Mittel gegen Depressionen(trizyklische Antidepressiva, Lithium, Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer), Mittel gegen Bronchienverengung (H1-Antihistaminika), Mittel gegen Psychosen (Neuroleptika), Medikamente zur Bekämpfung von Parasiten, Mittel zur Behandlung der Parkinsonkrankheit (Amantadin, Budipin), Mittel zur Steigerung der Darmaktivität (Cisaprid), opioide Schmerzmittel (Probucol), Mittel zur Senkung der Fettkonzentrationen im Blut (Sibutramin) sowie das bei einigen Infektionen eingesetzte Arsentrioxid.

Rifampicin und Phenobarbital vermindern die Konzentration von Tropisetron im Plasma und verringern damit seine Wirkung.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei Gabe des Medikaments über die Vene müssen Puls und Blutdruck kontrolliert werden.
  • Bei wiederholter Anwendung des Medikaments muss der Arzt die Leberwerte und das Blutbild kontrollieren.
  • Das Reaktionsvermögen kann durch die Einnahme des Medikaments so weit beeinträchtigt sein, dass Autofahren und das Bedienen von Maschinen gefährlich sind.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Tropisetron?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Tropisetron enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Tropisetron

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Tropisetron. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Antiemetika (Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen), zu welcher der Wirkstoff Tropisetron gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Tropisetron

Tropisetron gehört zu den Mitteln gegen Übelkeit und Erbrechen. Es ist vor allem wirksam bei Erbrechen, Brechreiz und Übelkeit, die in Zusammenhang mit operativen Eingriffen oder einer Therapie mit Zytostatika stehen. Dabei kann es sowohl zur Behandlung als auch zur Verbeugung von Übelkeit und Erbrechen verwendet werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Tropisetron sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Tropisetron

Tropisetron ist ein 5-HT3-Rezeptor-Antagonist, das heißt, es blockiert die Wirkung des Nervenbotenstoffes Serotonin an dessen Andockstellen (Rezeptoren) im Nervensystem. Damit ist es wie andere Substanzen aus der Gruppe der 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten ein Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Die den Brechreiz verstärkende Wirkung von Serotonin, das insbesondere bei chirurgischen Eingriffen und Therapie mit Zytostatika ausgeschüttet wird, wird blockiert. Anders als der erste 5-HT3-Rezeptor-Antagonist Ondansetron ist Tropisetron wie der verwandte Wirkstoff Granisetron länger wirksam. Es genügt von diesen beiden Wirkstoffen deshalb oft eine Einmalanwendung.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.