Pimecrolimus

Allgemeines

Pimecrolimus wird als Creme vor allem zur Kurzzeitbehandlung angewendet, um die Hautsymptome bei atopischem Ekzem (Neurodermitis) wie Juckreiz, Schuppung und Entzündung zu lindern, wenn eine Behandlung mit Glukokortikoiden nicht sinnvoll ist. Dies kann bei mangelnder Wirkung der Glukokortikode oder einer Glukokortikoid-Unverträglichkeit der Fall sein. Auch die für Glukokortikoide problematische Anwendung im Gesicht kann die Anwendung von Pimecrolimus begründen.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Neurodermitis behandeln
  • Juckreiz lindern
  • Schuppung vermindern
  • Entzündung lindern

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Pimecrolimus im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Pimecrolimus nicht verwendet werden?

Der Wirkstoff darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Pimecrolimus, bei Erythrodermie und beim so genannten Netherton-Syndrom, einer vererbten Krankheit mit Haarfehlbildung (Bambushaar).

Eine Anwendung wird nicht bei Patienten mit geschwächtem Immunsystem oder bei Patienten mit Krebserkrankungen der Haut empfohlen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Der Wirkstoff soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden.

Um einen direkten Kontakt mit dem Säugling zu vermeiden, sollte der Wirkstoff während der Stillzeit nicht im Brustbereich aufgetragen werden. Es ist nicht bekannt, ob der Wirkstoff in die Muttermilch übergeht. Während der Stillzeit sollte Pimecrolimus daher nur nach Absprache mit einem Arzt eingesetzt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff kann als Creme bei Kindern ab zwei Jahren angewendet werden. Für jüngere Kinder liegen noch keine ausreichenden Daten über die Unbedenklichkeit der Anwendung vor. Eine Behandlung von Kindern unter zwei Jahren wird daher nicht empfohlen.

Welche Nebenwirkungen kann Pimecrolimus haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Pimecrolimus. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Brennen am Auftragungsort.

Häufige Nebenwirkungen:
Hautreizungen, Juckreiz, Hautrötung, Hautinfektionen.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Furunkel, Impetigo, Herpes simplex, Gürtelrose, Ekzeme durch Herpes-Viren, Molluscum contagiosum, Papillome der Haut, Hautausschlag, Schmerzen, Missempfindungen, Hautschuppenbildung, Austrocknung, Wassereinlagerung im Gewebe, sich verschlechterndes Krankheitsbild.

Seltene Nebenwirkungen:
Alkoholunverträglichkeit, meist mit vorübergehender Hautrötung, Exanthem, Brennen, Juckreiz oder Schwellung kurz nach Alkoholgenuss, allergische Hautreaktionen.

Besonderheiten:
Bei wenigen mit Pimecrolimus behandelten Patienten traten Krebserkrankungen wie Lymphdrüsen- oder Hautkrebs auf. Ein ursächlicher Zusammenhang mit der Pimecrolimus-Behandlung kann zur Zeit nicht sicher ausgeschlossen werden.

Welche Wechselwirkungen zeigt Pimecrolimus?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei Patienten, bei denen ein großes Hautareal behandelt wird, sollten Impfungen nur während eines behandlungsfreien Zeitraums durchgeführt werden.

Der Wirkstoff soll aufgrund mangelnder Erfahrungen nicht zusammen mit Glukokortikoiden, Immunologika wie Azathioprin und Ciclosporin oder anderen entzündungshemmenden Wirkstoffen (Antiphlogistika) auf die Haut aufgetragen werden.

Ebenso sollte der Wirkstoff bei chronischen Hauterkrankungen nicht gleichzeitig mit anderen Behandlungsmethoden angewendet werden. Dazu gehört zum Beispiel die Lichttherapie.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei akuten viralen Hautinfekten wie Windpocken oder Herpes simplex darf Pimecrolimus nicht angewendet werden.
  • Bei ausgeprägten Hautreaktionen muss die Behandlung abgebrochen und ein Arzt aufgesucht werden.
  • Am Auge und auf Schleimhäuten darf Pimecrolimus nicht angewendet werden.
  • Eine Anwendung des Wirkstoffs unter Pflastern oder Verbänden ist nicht erlaubt.
  • Sonnenschutzmaßnahmen wie Reduzierung der Aufenthaltszeit in der Sonne, Anwendung von Sonnenschutzprodukten und geeignete Kleidung werden empfohlen.
  • Während der Behandlung sollten ausgedehnte Bestrahlungen der Haut durch ultraviolettes Licht wie zum Beispiel in Solarien oder unter therapeutischen Bedingungen vermieden werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Pimecrolimus?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Pimecrolimus enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Pimecrolimus

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Pimecrolimus. Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Immunstärkende und -schwächende Mittel, zu welcher der Wirkstoff Pimecrolimus gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Pimecrolimus

Pimecrolimus wird als Creme vor allem zur Kurzzeitbehandlung angewendet, um die Hautsymptome bei atopischem Ekzem (Neurodermitis) wie Juckreiz, Schuppung und Entzündung zu lindern, wenn eine Behandlung mit Glukokortikoiden nicht sinnvoll ist. Dies kann bei mangelnder Wirkung der Glukokortikode oder einer Glukokortikoid-Unverträglichkeit der Fall sein. Auch die für Glukokortikoide problematische Anwendung im Gesicht kann die Anwendung von Pimecrolimus begründen.

Die Behandlung mit dem Wirkstoff sollte nur so lange erfolgen, bis die Haut abgeheilt ist. Tritt eine Besserung nicht während der ersten sechs Wochen ein, muss die Behandlung mit diesem Wirkstoff beendet werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Pimecrolimus sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Pimecrolimus

Der Wirkstoff gehört in die Gruppe der Interleukin-2-Hemmer der Immunologika. Pimecrolimus bewirkt, dass weniger entzündungsfördernde Eiweiße entstehen. Ähnlich wie bei Glukokortikoiden wird so die Entzündungsreaktion in der Haut verringert. In der Folge lassen die typischen Symptome der genannten Hautkrankheiten wie Rötung der Haut und Juckreiz nach.

Allerdings führt Pimecrolimus kaum zu allgemeinen (systemischen) Nebenwirkungen, wenn es auf die Haut aufgetragen wird. Der Wirkstoff dringt zwar in die Haut ein, im Gegensatz zu den Glukokortikoiden gelangt er jedoch nur in geringen Mengen in tiefere Schichten oder in die Blutbahn. Deshalb hat Pimecrolimus in der Regel weniger Nebenwirkungen als Glukokortikoide und wird besser vertragen.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.