Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter

Allgemeines

Extrakte aus Goldrutenkraut und den Blättern der Bärentraube gelten als blutreinigend und harntreibend. In der Volksmedizin werden sie einzeln oder in Kombination bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege eingesetzt.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Harnausscheidung fördern
  • Krämpfe lösen, schwach wirksam (nachgewiesene Wirkung)
  • Entzündungen hemmen, schwach wirksam (nachgewiesene Wirkung)
  • Entstehung von Harnsteinen und Nierengrieß vorbeugen
  • Harnwegsinfektionen lindern.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter nicht verwendet werden?

Arzneimittel mit Auszügen der Bärentraube und des Goldrutenkraut, echtes dürfen nicht verwendet werden, wenn eine Überempfindlichkeit gegen diese Pflanzenextrakte bekannt ist.

Außerdem darf die Wirkstoffkombination bei Patienten mit Wassereinlagerungen im Gewebe (Ödemen), Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder Nierenfunktionsstörungen nicht verordnet werden.

Patienten mit Erkrankungen der Nieren, der Leber und des Herzens sollten die Wirkstoffkombination nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Awägung durch den Arzt einnehmen.

In Tierversuchen zeigen die Abbauprodukte der Bärentraube Arbutin und Methylarbutin erbgutverändernde Eigenschaften. Außerdem ist bekannt, dass sie eine leberschädigende Wirkung entfalten können. Um eine Schädigung der Leber auszuschließen, sollten Bärentrauben-Extrakte daher maximal an sieben aufeinander folgenden Tagen und nicht häufiger als fünf Mal pro Jahr angewendet werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Die pflanzliche Wirkstoffkombination aus Extrakten des Goldrutenkrauts und der Bärentraube darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht angewendet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die pflanzliche Wirkstoffkombination aus Extrakten des Goldrutenkrauts und der Bärentraube darf Kindern unter zwölf Jahren nicht gegeben werden.

Welche Nebenwirkungen können Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene Nebenwirkungen:
Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, Juckreiz.

Welche Wechselwirkungen zeigen Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die Wirkung von Extrakten der Bärentraube ist nur in leicht alkalischem (basischem) Urin nachweisbar. Daher ist die gleichzeitige Einnahme von Wirkstoffen, die den Harn alkalisieren (zum Beispiel Natriumcarbonat sinnvoll. Die gleichzeitige Anwendung von Wirkstoffen, die den Harn saurer machen (zum Beispiel Vitamin C) sollte hingegen unterbleiben, da sie die antibakterielle Wirkung von Bärentraubenblättern abschwächen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Bei Blut im Urin, bei Fieber oder bei Anhalten der Beschwerden über fünf Tage muss ein Arzt aufgesucht werden.
  • Der Wirkstoff sollte ohne ärztlichen Rat nicht länger als jeweils eine Woche und höchstens fünfmal im Jahr eingenommen werden.
  • Bei der Anwendung sollten mindestens zwei Liter Flüssigkeit pro Tag getrunken werden. Kaffee, schwarzer Tee und alkoholische Getränke zählen in diesem Sinn nicht als Flüssigkeit.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher die Wirkstoffkombination Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter

Extrakte aus Goldrutenkraut und den Blättern der Bärentraube gelten als blutreinigend und harntreibend. In der Volksmedizin werden sie einzeln oder in Kombination bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege eingesetzt.

Sie bewirken eine Durchspülung des Harntrakts und beugen Infekten sowie Mineralsalz-Ablagerungen wie beispielsweise Harnsteinen und Nierengrieß vor. Sie lindern außerdem die Beschwerden und unterstützen die Heilung von leichten Entzündungen der Harnwege sowie Harnwegsinfektionen.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Goldrutenkraut + Bärentraubenblätter

Die Wirkung von Extrakten des Goldrutenkrauts ergänzt sich mit der von Extrakten der Bärentraube, daher werden die natürlichen Wirkstoffe häufig gemeinsam eingenommen.

Goldrutenkraut ist reich an Flavonoiden, Saponinen, ätherischen Ölen und phenolischen Glykosiden. Diese Wirkstoffe regen die Nierentätigkeit an, fördern die Urinproduktion und wirken schwach antibakteriell. In Tierversuchen wurde zudem eine schwach krampflösende und leicht entzündungshemmende Wirkung nachgewiesen.

Die Blätter der Bärentraube enthalten die Glykoside Arbutin und Methylarbutin. Diese werden im Körper abgebaut und über den Harn ausgeschieden. Die Abbauprodukte der genannten Glykoside hemmen das Wachstum von Bakterien in Harnleiter, Blase und Harnröhre und haben also eine desinfizierende (keimhemmende) Wirkung.

Für den Erfolg der Behandlung ist Voraussetzung, dass täglich mindestes zwei Liter Flüssigkeit getrunken werden. Erst dann bewirkt die gesteigerte Urinmenge eine Durchspülung der Harnwege. Mineralsalze und Bakterien bleiben in der Folge dort schlechter haften. Dies beugt Infektionen sowie Ablagerungen von Harnsteinen vor. Außerdem können Beschwerden durch bakterielle Entzündungen auf diese Weise gelindert werden.

Lassen die Beschwerden nach fünf Behandlungstagen nicht nach, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Bei starken Beschwerden wie Schmerzen oder heftigem Brennen beim Wasserlassen, Fieber sowie Blut im Urin muss umgehend der Arzt informiert werden.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.