Formoterol + Budesonid

Allgemeines

Die Kombination aus Formoterol und Budesonid werden bei Atemwegserkrankungen angewendet, bei denen die Bronchien verengt sind und es zu Atemnot kommt. Hierzu zählen Asthma bronchiale und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder chronische Bronchitis. Die Kombination wird in der Langzeittherapie eingesetzt und ist für die akute Behandlung eines Asthmaanfalls nicht geeignet.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Bronchien bei Asthma bronchiale erweitern
  • Atmung bei Asthma bronchiale und schwerer COPD erleichtern
  • entzündliche und allergische Reaktionen bei Asthma bronchiale verringern.

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Formoterol + Budesonid im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Formoterol + Budesonid nicht verwendet werden?

Die Kombination aus Formoterol und Budesonid darf bei einer Überempfindlichkeit gegen einen der beiden Wirkstoffe nicht eingesetzt werden. Auch bei Kindern unter sechs Jahren ist die Behandlung mit der Kombination nicht erlaubt.

In den folgenden Fällen sollten Formoterol und Budesonid nur nach sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko durch den behandelnden Arzt eingesetzt werden:Auch bei Erkrankungen, die eine verminderte Leistung des Herzens zur Folge haben, sollen Formoterol und Budesonid nur unter ärztlicher Kontrolle eingesetzt werden. Hierzu zählen:
  • Herzmuskelschwäche und die hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie. Bei dieser Krankheit nimmt der Herzmuskel an Größe zu, ohne dass seine Leistung entsprechend steigt.
  • Herzrhythmusstörungen mit schnellem Herzschlag (Tachyarrhythmie)
  • eine Verengung der Aorta oder schwere Blutgefäßverschlüsse (Thrombosen)
  • Erweiterungen und Aussackungen der Blutgefäße (Aneurysma)
  • Bluthochdruck
  • Leistungsverminderung nach einem Herzinfarkt
  • Erregungsleitungsstörungen des Herzens (wie das Long-QT-Syndrom)
  • erniedrigter Kaliumgehalt im Blut wie etwa nach Behandlung mit Diuretika.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Formoterol und Budesonid können über die Plazenta in das Blut des ungeborenen Kinds übergehen und dort Schaden verursachen. Ein wehenhemmender Effekt ist bei der Inhalation von Formoterol unwahrscheinlich, kann jedoch nicht sicher ausgeschlossen werden. Daher sollte die Wirkstoffkombination nach Möglichkeit in der Schwangerschaft nicht verwendet werden. Vor allem während der letzten drei Monate sollte auf eine Behandlung mit Formoterol und Budesonid verzichtet werden.

Budesonid kann in die Muttermilch und damit in den Säugling übergehen. Um Schädigungen des Kinds zu vermeiden, sollte vor einer Behandlung mit der Wirkstoffkombination abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder unter sechs Jahren dürfen die Kombination aus Formoterol und Budesonid nicht anwenden. Ältere Kinder sollten die Kombination nur unter Aufsicht Erwachsener inhalieren.

Durch die Unterdrückung der Produktion von körpereigenen Glukokortikoiden kann es bei Kindern zu Störungen des Wachstums kommen. Aus diesem Grund sollte die langfristige Anwendung der Wirkstoffkombination nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen.

Welche Nebenwirkungen können Formoterol + Budesonid haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Formoterol + Budesonid. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Häufige Nebenwirkungen:
Heiserkeit; Husten; Pilzinfektionen im Mund- und Rachenraum; Kopfschmerzen; Herzklopfen (Palpitationen); Lungenentzündung.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Mund- und Halsirritationen; Muskelzittern (Tremor); Muskelkrämpfe; Erregung; Nervosität; Übelkeit; Schwindel; Schlafstörungen; Blutergüsse.

Seltene Nebenwirkungen:
Unruhe; Sodbrennen; Überempfindlichkeitsreaktionen (Juckreiz, Hautausschlag, Hauteinblutungen, Nesselsucht); Hautentzündungen; Verminderung der Blutplättchen (Thrombozytopenie); Gesichtsschwellungen; Nierenentzündungen; Verengung der Bronchien; Erniedrigung des Kaliumgehalts im Blut (Hypokaliämie); Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern, Tachykardie, Extrasystolen).

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Anstieg der Blutzuckerwerte; Blutdruckänderungen; Bronchienverengungen; Unterfunktion der Nebennieren; Depressionen; Verhaltensstörungen (vor allem bei Kindern); Geschmacksstörungen; Angina Pectoris.

Besonderheiten:
Die langfristige Anwendung von Glukokortikoiden wie Budesonid kann zu Störungen des Hormonhaushalts führen.

Außerdem kann eine längere Anwendung von Beta-2-Sympathomimetika einen Anstieg bestimmter Blutwerte verursachen. Hierzu zählen Ketonköper- und Glycerolwerte, Blutfettwerte und eine Erhöhung des Insulins.

Welche Wechselwirkungen zeigen Formoterol + Budesonid?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei gleichzeitiger Anwendung von bronchienerweiternden Wirkstoffen wie Muscarinrezeptor-Antagonisten oder Theophyllin verstärken sich die Wirkungen gegenseitig. Ebenso erhöhen sich die unerwünschten Nebenwirkungen auf den Herzschlag wie Herzrhythmusstörungen oder Zunahme der Herzfrequenz.

Betablocker hingegen vermindern die Wirkung des Formoterols und können so schwere Verengungen der Bronchien hervorrufen.

Werden gleichzeitig Antidiabetika oral eingenommen, kann deren blutzuckersenkende Wirkung abgeschwächt werden.

Halogenierte Kohlenwasserstoffe, die zur Narkose eingesetzt werden, tri- und tetrazyklische Antidepressiva und die ebenfalls antidepressiv wirkenden MAO-Hemmer rufen unerwünschte Wirkungen am Herzen wie Herzrhythmusstörungen hervor.

Wirkstoffe wie die Mittel gegen Pilzerkrankungen Itraconazol und Ketoconazol sowie die Virenmittel Ritonavir und Nelfinavir hemmen den Abbau von Budesonid im Körper und können daher eine Verstärkung der Wirkungen und Nebenwirkungen verursachen.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Das Medikament ist nicht zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls geeignet.
  • Bei akuter Verschlechterung der Atemnot trotz der Behandlung mit dem Medikament ist ein Arzt aufzusuchen.
  • Zum Ende der Behandlung muss die Dosierung langsam vermindert ("ausgeschlichen") werden.
  • Nach jeder Anwendung ist der Mund mit Wasser auszuspülen, um das Risiko von Pilzinfektionen zu vermeiden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Formoterol + Budesonid?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Formoterol + Budesonid enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

So wirkt Formoterol + Budesonid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Formoterol + Budesonid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Beta-2-Sympathomimetika, Entzündungshemmer, Antiasthmatika, zu welcher die Wirkstoffkombination Formoterol + Budesonid gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Formoterol + Budesonid

Die Kombination aus Formoterol und Budesonid werden bei Atemwegserkrankungen angewendet, bei denen die Bronchien verengt sind und es zu Atemnot kommt. Hierzu zählen Asthma bronchiale und COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) oder chronische Bronchitis. Die Kombination wird in der Langzeittherapie eingesetzt und ist für die akute Behandlung eines Asthmaanfalls nicht geeignet.

Die Kombination wird mit Hilfe eines Dosier-Aerosol oder in Form einer Inhalationslösung direkt in die Atemwege gesprüht.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Formoterol + Budesonid sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Formoterol + Budesonid

Formoterol gehört zur Gruppe der Beta-2-Sympathomimetika. Der Wirkstoff entspannt die verkrampfte Bronchialmuskulatur, wodurch sich die Bronchien erweitern. Die Atemnot des Patienten nimmt ab und Schleim kann besser abgehustet werden.

Budesonid zählt zu den Glukokortikoiden und wird nur zur Inhalation eingesetzt. Es hemmt die chronischen Entzündungsprozesse, die auf allergische Reaktionen (Asthma) oder andere Faktoren wie etwa jahrelanges Rauchen (chronische Bronchitis) zurückzuführen sind.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.