Brinzolamid

Allgemeines

Brinzolamid wird bei Augenerkrankungen wie dem Offenwinkelglaukom (Form des grünen Stars) und anderen Erkrankungen, die mit einer Augeninnendruckerhöhung einhergehen, eingesetzt, um den Augeninnendruck zu senken.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Augeninnendruck bei Erkrankungen mit Augeninnendruckerhöhung senken
  • Augeninnendruck bei grünem Star senken

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Brinzolamid im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Brinzolamid nicht verwendet werden?

Besteht eine Überempfindlichkeit gegen Brinzolamid oder Sulfonamide (Wirkstoffe gegen Bakterien), darf dieser Wirkstoff nicht angewendet werden. Gleiches gilt bei schweren Nierenfunktionsstörungen und Übersäuerung des Körpers.

Bei schweren Leberfunktionseinschränkungen sollte vor Therapiebeginn eine ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen. Ähnliches gilt bei Patienten mit vorgeschädigter Augenhornhaut oder versiegtem Tränenfluss und bei Kontaktlinsenträgern. Hier muss während der Behandlung eine engmaschige ärztliche Überwachung erfolgen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Es liegen keine ausreichenden Untersuchungsergebnisse über Risiken bei der Anwendung von Brinzolamid in der Schwangerschaft und Stillzeit vor. Auf eine Verabreichung dieses Wirkstoffes sollte daher verzichtet werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Brinzolamid sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht angewendet werden.

Welche Nebenwirkungen kann Brinzolamid haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Brinzolamid. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Geschmacksstörungen, Kopfschmerzen, Fremdkörpergefühl (im Auge), Augenirritationen, Verschwommensehen, Augenrötung.

Seltene Nebenwirkungen:
Bronchitis, Rachenentzündung, Depressionen, Schwindel, Gefühlsstörungen, Bindehautentzündung, Augenablagerungen, Augenschmerzen, Augentränen, Augenjucken, Lidrandverkrustungen, Augenentzündung, Augenhornhautschäden, Sehstörungen, Luftnot, Nasenbluten, Rachenschmerzen, Kehlkopfschmerzen, Naselaufen, Halsreizungen, Mundtrockenheit, Mundblutungen, Übelkeit, Verdauungsbeschwerden, Haarausfall, Brustschmerzen, Hautentzündung, Hautausschlag.

Welche Wechselwirkungen zeigt Brinzolamid?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei gleichzeitiger Einnahme von anderen Wirkstoffen aus der Gruppe der Carboanhydrase-Hemmer ist eine Wirkungsverstärkung möglich.

Bestimmte Wirkstoffe wie die Mittel gegen Pilzerkrankungen Ketoconazol, Itraconazol und Clotrimazol können den Abbau von Brinzolamid verlangsamen und dadurch dessen Wirkung verlängern und verstärken. Gleiches gilt für den Wirkstoff gegen Aids Ritonavir und den Wirkstoff gegen Bakterien Troleandomycin.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Während der Behandlung sind Kontaktlinsen zu entfernen.
  • Sehstörungen und damit Einschränkungen des Reaktionsvermögens sind möglich.
  • Einschränkungen der Fähigkeit zur Teilahme am Straßenverkehr sowie zum Bedienen von Maschinen durch Sehstörungen und Einschränkungen des Reaktionsvermögens sind möglich.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Brinzolamid?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Brinzolamid enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

So wirkt Brinzolamid

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Brinzolamid. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen , zu welcher der Wirkstoff Brinzolamid gehört.

Anwendungsgebiet des Wirkstoffs Brinzolamid

Brinzolamid wird bei Augenerkrankungen wie dem Offenwinkelglaukom (Form des grünen Stars) und anderen Erkrankungen, die mit einer Augeninnendruckerhöhung einhergehen, eingesetzt, um den Augeninnendruck zu senken.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Brinzolamid sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Brinzolamid

Brinzolamid hemmt (als Carboanhydrase-Hemmer) den Eiweißstoff Carboanhydrase. Hierbei handelt sich um ein Enzym, das bei der Produktion des Kammerwassers im Auge beteiligt ist. Wird zuviel Kammerwasser produziert, erhöht sich der Augeninnendruck. Im schlimmsten Fall führt dies zu einer Erblindung. Brinzolamid wirkt dem entgegen, indem es durch die Carboanhydrase-Hemmung eine Verringerung der Kammerwasserproduktion bewirkt. Mit sinkender Kammerwassermenge verringert sich auch der Augeninnendruck. Dadurch wird der Sehnerv entlastet und der Erblindungsprozess verlangsamt oder gestoppt.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.