Betamethason + Salicylsäure

Allgemeines

Die Wirkstoffkombination aus Betamethason und Salicylsäure wird als äußerlich anzuwendendes Medikament bei chronischen, trockenen, entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt, die auf die äußerliche Behandlung mit stark wirksamen Glukokortikoiden ansprechen. Dazu gehören chronische nicht-infektiöse Ekzeme, allergische Hautentzündungen, Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), Knötchenflechte (Lichen ruber planus)und die Fischschuppenkrankheit.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • Entzündungen hemmen
  • Zellwachstum der Haut hemmen
  • allergische Reaktionen hemmen
  • Verhornungen lösen
  • chronische, trockene und entzündliche Hautkrankheiten heilen

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Betamethason + Salicylsäure im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Betamethason + Salicylsäure nicht verwendet werden?

die Kombination darf bei einer Überempfindlichkeit gegen Betamethason oder Salicylsäure nicht eingesetzt werden.

Die Anwendung der Wirkstoffkombination bei schweren Hautinfektionen durch Pilze oder Bakterien (wie etwa bei Akne, Tuberkulose, Syphilis oder einem entzündeten Ekzem) sowie durch Viren (beispielsweise bei Windpocken) ist nicht erlaubt. die Kombination darf auch bei Hautreaktionen nach Impfungen nicht angewendet werden. Auch Hauterkrankungen wie Dermatitis perioralis und Rosazea dürfen nicht mit der Kombination behandelt werden.

Eine großflächige (mehr als 10 Prozent der Körperoberfläche) oder längerfristige (länger als vier Wochen) Behandlung, besonders unter dicht verschlossenen Verbänden, sollte vermieden werden, da es in diesem Fall zu einer verstärkten Aufnahme von Betamethason und Salicylsäure in den Körper kommen kann. Dies gilt besonders für Patienten mit Nierenfunktionsstörungen oder für Säuglinge und Kleinkinder.

Die Wirkstoffkombination darf nicht am Auge verwendet werden. Die Anwendung im Gesichts- und Schambereich sollte nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte eine langfristige Behandlung mit der Kombination auf großen Flächen vermieden werden. Insbesondere Salicylsäure kann über die Haut in den Körper aufgenommen werden und zu Vergiftungserscheinungen bei Mutter und Kind führen.

Während der Stillzeit sollte die Wirkstoffkombination nur nach Rücksprache mit dem Arzt angewendet werden. Betamethason und Salicylsäure gehen in die Muttermilch und damit in den Säugling über. Schädigungen des Kindes sind jedoch bislang nicht bekannt. Die Wirkstoffkombination sollte auf keinen Fall im Brustbereich aufgetragen werden, da der Säugling nicht in Kontakt mit ihr kommen soll.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte eine großflächige Behandlung mit der Kombination vermieden und die Behandlungsdauer auf eine Woche beschränkt werden. Je nach Dosierung kann die Behandlung mit dem Wirkstoff bei Kindern auch anders geregelt sein. Den Angaben der Hersteller in der Patienteninformation ist in jedem fall Folge zu leisten oder ein Arzt zu befragen.

Welche Nebenwirkungen können Betamethason + Salicylsäure haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Betamethason + Salicylsäure. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Seltene Nebenwirkungen:
allergische Reaktionen der Haut (Juckreiz, Rötung, Reizung), Kontaktallergie gegen die Wirkstoffkombination.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Hautstreifenbildung (Striae), Hautrückbildung (Atrophie), Hautgefäßerweiterung, punktförmige Blutungen (Purpura), Steroidakne, Dermatitis perioralis, Körperbehaarungszunahme (Hypertrichose), Haarbalgentzündung (Follikulitis), Hautbrennen, Pigmentierungsveränderungen, Juckreiz, trockene Haut.

Welche Wechselwirkungen zeigen Betamethason + Salicylsäure?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bei kleinflächiger örtlicher Auftragung sind keine Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen bekannt. Allerdings verstärkt die Kombination die Aufnahme anderer Wirkstoffe, die auf die Haut aufgetragen werden, und damit deren Wirkung.

Bei großflächiger Auftragung der Wirkstoffkombination in hoher Konzentration kann diese in den Körper aufgenommen werden und dort Wechselwirkungen verursachen. So wird die Wirkung und damit auch die Giftigkeit von Methotrexat (in der Krebstherapie oder als Immunologikum eingesetzt) verstärkt, da Salicylsäure dessen Ausscheidung hemmt. Entsprechend können auch Sulfonylharnstoffe und Abkömmlinge, die zur Behandlung der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) verwendet werden, durch die gleichzeitige Einnahme von Salicylsäure in ihrer Wirkung verstärkt werden. Dies kann zu einer übermäßigen Absenkung des Blutzuckerspiegels führen (Hypoglykämie).

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Das Medikament sollte nicht an der gleichen Hautstelle zusammen mit Zinkoxid-haltigen Medikamenten verwendet werden.
  • Das Medikament sollte nicht langfristig und/oder großflächig angewendet werden. Besonders bei Kindern darf die Behandlungszeit eine Woche nicht überschreiten.
  • Bei Patienten mit Nierenschäden muss die Anwendung des Medikaments besonders kurz und kleinflächig sein.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Betamethason + Salicylsäure?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Betamethason + Salicylsäure enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform

So wirkt Betamethason + Salicylsäure

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Betamethason + Salicylsäure. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Mittel gegen Schuppenflechte und Verhornungsstörungen, Entzündungshemmer, zu welcher die Wirkstoffkombination Betamethason + Salicylsäure gehört.

Anwendungsgebiete der Wirkstoffkombination Betamethason + Salicylsäure

Die Wirkstoffkombination aus Betamethason und Salicylsäure wird als äußerlich anzuwendendes Medikament bei chronischen, trockenen, entzündlichen Hauterkrankungen eingesetzt, die auf die äußerliche Behandlung mit stark wirksamen Glukokortikoiden ansprechen. Dazu gehören chronische nicht-infektiöse Ekzeme, allergische Hautentzündungen, Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), Knötchenflechte (Lichen ruber planus)und die Fischschuppenkrankheit.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Betamethason + Salicylsäure sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Betamethason + Salicylsäure

Betamethason ist ein stark wirksames Glukokortikoid und wird sowohl innerlich wie äußerlich angewendet. Es unterdrückt Entzündungsprozesse der Haut, die durch giftige Stoffe oder allergische Reaktionen ausgelöst werden. Damit beseitigt Betamethason den oft quälenden Juckreiz von Hautentzündungen.

Salicylsäure löst die Verbindungen zwischen den einzelnen Hornhautzellen auf. Dadurch werden die Hornschicht und Verhornungen schneller abgeschuppt, so dass die Wirkstoffkombination tiefer eindringen kann.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.