Narcaricin mite

Hersteller: SANO Arzneimittelfabrik GmbH
Wirkstoff: Benzbromaron
Darreichnungsform: Tablette
Rezeptpflichtig

Wirkung

Narcaricin mite enthält den Wirkstoff Benzbromaron.

Benzbromaron wird bei erhöhten Harnsäurespiegeln im Blut (Hyperurikämie) eingesetzt, sofern eine purinarme Ernährung nicht ausreicht und die Behandlung mit Allopurinol nicht möglich ist oder keinen Erfolg zeigt.

Gemeint sind hier vor allem erhöhte Harnsäurespiegel, die in Zusammenhang mit Gichterkrankungen auftreten.

Daneben wird Benzbromaron erfolgreich bei Krebserkrankungen eingesetzt, bei denen es infolge einer Chemo- oder Strahlentherapie zu einem schnellen Anstieg der Harnsäurewerte kommt. Dies hängt damit zusammen, dass durch den schnellen Zellzerfall sehr viele Purine freigesetzt werden, die der Körper zu Harnsäure abbaut.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Benzbromaron sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Gichtmittel, zu welcher der Wirkstoff Benzbromaron gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Überschuss von Harnsäure im Blut, der durch eine Diät nicht verringert werden kann
  • Krankheiten, die durch vermehrte Harnsäure im Blut verursacht werden, außer bei Nierenkrankheit durch Harnsäure, Harnsäure-Steinen in der Niere und Harnsäureüberproduktion ohne erkennbare körperliche Ursache
  • Überschuss von Harnsäure im Blut als Nebenwirkung von Medikamenten oder einer Bestrahlung von Krebs

Dosierung

Die Dosierung des Medikaments erfolgt "einschleichend", beginnend mit täglich einer halben Tablette, denn anfänglich erfolgt eine hohe Harnsäureausscheidung mit dem Urin. Als Dauertherapie werden täglich ein bis zwei Tabletten verschrieben.

Die Dragees werden unzerkaut mit reichlich Flüssigkeit nach einer Mahlzeit eingenommen, nach Möglichkeit immer zur gleichen Tageszeit. Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Grunderkrankung.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie eine entsprechende Einstellung des Säurewertes (pH) des Urins auf Werte zwischen 6,6 und 6,8 sind unerlässlich. Vermeiden Sie Lebensmittel, die viele Purine enthalten, aus denen der Körper Harnsäure bereitet. Purinreich sind Innereien wie Bries, Niere, Hirn, Leber, Herz und Zunge sowie Fleischextrakt, ebenso Alkohol. Auch Bier sollten Sie meiden, da es viel Guanosin enthält, das den Harnsäurespiegel stark erhöht.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A)
  • hochdisperses Siliciumdioxid
  • Magnesiumstearat
  • mikrokristalline Cellulose

Nebenwirkungen

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Übelkeit, Brechreiz, Völlegefühl, Durchfall.

Seltene Nebenwirkungen:
Nesselsucht.

Vereinzelte Nebenwirkungen:
Bindehautentzündung, allergisch bedingte Hautreaktionen, Kopfschmerzen, vorübergehende Impotenz, vermehrter Harndrang, Hepatitis.

Besonderheiten:
Bei Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwächegefühl und Gelbsucht muss die Behandlung sofort abgesetzt werden. Die Leberwerte müssen vom Arzt kontrolliert werden.

Als Reaktion auf den Wirkstoff ist zu Beginn der Einnahme ein Gichtanfall möglich, da körpereigene Harnsäure-Depots mobilisiert werden. Infolge der vermehrten Harnsäureausscheidung kann es zur Bildung von Harnsteinen in der Niere und den Harnwegen kommen.

Wechselwirkungen

Durch die gleichzeitige Einnahme der schmerzstillenden und entzündungshemmenden Salicylate oder durch Sulfinpyrazon, einem ähnlich wie Benzbromaron wirkenden Gichtmittel, wird die Wirksamkeit von Benzbromaron herabgesetzt.
Auch die Wirkung von Mitteln gegen Tuberkulose kann durch Benzbromaron verändert sein.

Gegenanzeigen

Bei Überempfindlichkeit gegenüber Benzbromaron, in der Schwangerschaft und im Verlauf eines akuten Gichtanfalls darf das Mittel nicht angewendet werden.

Nicht geeignet ist Benzbromaron für Patienten, bei denen die Nierenfunktion gestört ist, da es bei ihnen nicht ausreichend wirkt. Auch bei einer Veranlagung zur Bildung von Nierensteinen oder bei erhöhten Harnsäurewerten im Blut als Folge von Erkrankungen des blutbildenden Systems darf das Mittel nicht eingesetzt werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Benzbromaron darf in der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, da keine Erfahrungen am Menschen bestehen und Tierversuche Hinweise auf Fehlbildungen des Embryos ergeben haben.

Es ist nicht bekannt, ob Benzbromaron in die Muttermilch übergeht. Sicherheitshalber sollten Stillende auf die Einnahme verzichten bzw. vor der Einnahme abstillen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung bei Kindern unter 14 Jahren ist nicht untersucht und wird daher nicht empfohlen.

Warnhinweise

  • Bei Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwächegefühl und Gelbsucht die Behandlung abbrechen.
  • Um eine Gelbsucht sicher auszuschließen, sollten vor und während der Therapie die Leberwerte kontrolliert werden.
  • Auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr während der Behandlung achten, um die Nieren gut zu durchspülen und das Auskristallisieren von Harnsäure zu verhindern.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Tablette)
30 Stück Tabletten
50 Milligramm Benzbromaron
100 Stück Tabletten
50 Milligramm Benzbromaron

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Narcaricin mite sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Benzbromaron (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform
Tabletten

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.