Cerson Creme 0,02

Hersteller: RIEMSER Arzneimittel AG
Wirkstoff: Flumetason-21-pivalat
Darreichnungsform: Creme
Rezeptpflichtig

Wirkung

Cerson Creme 0,02 enthält den Wirkstoff Flumetason-21-pivalat.

Der Wirkstoff Flumetason-21-pivalat wird bei entzündlichen Hauterkrankungen (Entzündungen) und allergisch bedingten Hauterkrankungen (Allergien) eingesetzt, die auf die äußerliche Behandlung mit Glukokortikoiden ansprechen.

Dazu gehören die Behandlung von akuten und chronischen Ekzemen (einschließlich Kinderekzem und Milchschorf), Neurodermitis (atopische Ekzeme), Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris), Entzündungen im Bereich des äußeren Gehörganges (Otitis externa), in Körperfalten oder im Windelbereich (Windeldermatitis) sowie Hautveränderungen in den Hautfalten (Intertrigo).

Daneben kann der Wirkstoff speziell bei Schuppenflechte, Knötchenflechte (Lichen ruber planus) und Lupus erythematodes chronicus discoides angewendet werden, wenn andere Glukokortikoide wie beispielsweise Betamethason oder Kortison nicht mehr wirksam sind (kortikoid-resistente Hauterkrankungen).

Bei all diesen Hauterkrankungen wird Flumetason-21-pivalat häufig zusammen oder abwechselnd mit Hautpflegemitteln und Mitteln gegen Verhornungsstörungen zur Linderung der Beschwerden verabreicht.

Ein weiteres Anwendungsgebiet des Wirkstoffs sind Verätzungen, Verbrühungen, Verbrennungen ersten Grades wie beispielsweise Sonnenbrand und Verbrennungen zweiten Grades, Insektenstiche sowie chronischer Juckreiz.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Flumetason-21-pivalat sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Glukokortikoide, Entzündungshemmer, zu welcher der Wirkstoff Flumetason-21-pivalat gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • Hautausschlag ohne erkennbare Ursache, aufgrund von Allergien und nach Kontakt mit einer hautschädigenden Substanz
  • Verätzungen, Verbrühungen, leichte und mittelschwere Verbrennungen
  • Insektenstiche
  • flache Knötchenflechte
  • dauerhafter discoider Lupus erythematodes (eine Autoimmunerkrankung der Haut)
  • Erkrankungen der Haut infolge von Lichteinwirkung
  • dauerhafte juckende Hauterkrankungen
  • Schuppenflechte

Dosierung

Cerson Creme 0,02 wird einmal täglich auf die befallenen Hautstellen aufgetragen und leicht eingerieben.

Die Creme sollte bei Kindern nur kurzfristig und kleinflächig gebraucht werden.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Cetylstearylalkohol emulg.
  • Dinatriumedetat
  • Glycerol
  • Isopropylmyristat
  • Phenoxyethanol
  • Propylenglycol
  • Sorbinsäure
  • Wasser, gereinigt

Nebenwirkungen

Seltene Nebenwirkungen:
lokale Reizerscheinungen der Haut wie Rötungen, Brennen, Juckreiz, Hautaustrockung, Kontaktallergie.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Dünnerwerden der Haut (Atrophie), Erweiterung oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasien), Ausbildung von Hautstreifen (Striae distensae).

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Erweiterung oberflächlicher Hautgefäße (Teleangiektasien), Hautveränderungen wie Steroidakne, periorale Dermatitis, vermehrte Körperbehaarung (Hypertrichose), Entzündungen der Haarfollikel (Follikulitis), flächenhafte Hautblutungen (Ekchymosen) oder punktförmige Hautblutungen (Purpura), Hautgrießbildung (Milienbildung), Hautaufweichung (Mazeration), Hautinfektionen mit unterschiedlichen Erregern als sogenannte Sekundärinfektionen.

Besonderheiten:
Die Wahrscheinlichkeit, dass Nebenwirkungen auftreten, steigt mit der Behandlungsdauer, mit der Größe der behandelten Hautstelle sowie bei der Anwendung unter dicht verschlossenen Verbänden (Okklusivverband).

Bei Behandlung der Schuppenflechte kann es in seltenen Fällen zu einer Verschlechterung der zu behandelnden Krankheitszeichen und zu einer pustulösen Psoriasis kommen.

Bei großflächiger oder langfristiger Anwendung besteht zudem die Möglichkeit, dass der Wirkstoff in den Körper aufgenommen wird und Nebenwirkungen verursacht wie beispielsweise eine Erhöhung der Glukokortikoid-Menge im Blut (Cushing-Syndrom) oder Störungen des Hormonhaushaltes, die sich in der Regel nach Beendigung der Behandlung schnell wieder normalisieren.

Wechselwirkungen

Es sind bisher keine Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen für Flumetason-21-pivalat bekannt.

Möglich sind dennoch nebenwirkungsverstärkende Wechselwirkungen mit Schleifendiuretika oder blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen (Antikoagulantien) bei ungünstigen Behandlungs- und Aufnahmebedingungen (Resorptionsverhältnissen) bei stark vorgeschädigter Haut.

Gegenanzeigen

Der Wirkstoff darf bei Überempfindlichkeit gegen Flumetason-21-pivalat, bei bakteriellen Hauterkrankungen wie Akne, entzündeten Ekzemen, Hautveränderungen aufgrund einer Tuberkulose und Syphilis sowie durch Viren verursachten (viralen) Hauterkrankungen wie Lippenherpes oder Windpocken nicht eingesetzt werden.

Ebenso darf Flumetason-21-pivalat nicht angewandt werden bei Hautreaktionen infolge von Impfungen, Pilzerkrankungen, durch Parasiten verursachten (parasitären) Erkrankungen, chronischen Hautveränderungen wie Rosazea, Entzündungen im Gesichtsbereich (Dermatitis perioralis), Gürtelrose, ausgedehnten Formen der chronischen Schuppenflechte sowie bei Juckreiz im After- und Genitalbereich.

Im Augenbereich darf der Wirkstoff nicht verwendet werden, da die Gefahr einer Augeninnendruckerhöhung (grüner Star, auch Glaukom genannt) besteht. Auch unter dicht verschlossenen Verbänden (Okklusivverbänden) darf Flumetason-21-pivalat nicht aufgetragen werden.

Daneben sollte eine großflächige (mehr als zehn bis 20 Prozent der Körperoberfläche) oder lang andauernde (länger als zwei bis drei Wochen) Behandlung insbesondere bei älteren Menschen vermieden werden. Ist eine großflächige oder lang andauernde Behandlung im Einzelfall erforderlich, muss eine sorgfältige Therapieüberwachung durch den Arzt gewährleistet sein.

Eine besonders sorgfältige Überwachung muss erfolgen bei der Anwendung im Gesicht, am Hals, in Hautfalten, im After- und Genitalbereich, auf nässenden Hautflächen, Schrunden und Geschwürbildungen.

Auch bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen und Patienten mit einer Zuckererkrankung (Diabetes mellitus) erfordert die Behandlung eine sorgfältige ärztliche Nutzen-Risiko-Abwägung.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Flumetason-21-pivalat darf während den ersten drei Schwangerschaftsmonaten nicht angewendet werden.

Bei großflächiger, langfristiger Anwendung oder unter dicht verschlossenen Verbänden besteht die Möglichkeit, dass der Wirkstoff in den Körper der Mutter aufgenommen wird. Flumetason-21-pivalat kann dann über den Mutterkuchen (Plazenta) zum Ungeborenen gelangen und dieses schädigen. Deshalb sollte während der restlichen Schwangerschaftsmonate der Wirkstoff nur in dringenden Fällen nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung, nur kurzfristig und so kleinflächig wie möglich auf die Haut aufgetragen werden. Die Hautbehandlung mit Flumetason-21-pivalat unter dicht verschlossenen Verbänden ist dabei nicht gestattet.

Flumetason-21-pivalat geht in die Milch über. Daher sollte der Wirkstoff während der Stillzeit nur nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung verwendet werden. Insbesondere sollten stillende Mütter den Wirkstoff nicht im Brustbereich auftragen, um einen direkten Kontakt des Säuglings mit dem Wirkstoff zu vermeiden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Der Wirkstoff Flumetason-21-pivalat darf nicht bei Kleinkindern unter zwei Jahren angewendet werden.

Bei Kindern ist die Gefahr einer Aufnahme der Wirkstoffe über die Haut in den Körper (systemische Wirkstoffaufnahme) höher als bei Erwachsenen, da deren Haut wesentlich dünner und empfindlicher ist. Flumetason-21-pivalat sollte daher bei Kindern nur kurzfristig nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung und kleinflächig (maximal zehn Prozent der Körperoberfläche) eingesetzt werden.


Warnhinweise

  • Der Wirkstoff darf nicht im Augenbereich verwendet werden.
  • Es wird empfohlen, nach der Anwendung die Hände zu waschen (wenn nicht die Hände behandelt werden).
  • Eine Langzeitanwendung im Gesichtsbereich ist zu vermeiden.
  • Cerson Creme darf bei Überempfindlichkeit gegen Alkyl-4-hydroxybenzoaten (Paragruppenallergie) nicht angewendet werden.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Gramm Creme)
25 Gramm Creme
200 Mikrogramm Flumetason-21-pivalat
50 Gramm Creme
200 Mikrogramm Flumetason-21-pivalat
100 Gramm Creme
200 Mikrogramm Flumetason-21-pivalat

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Cerson Creme 0,02 sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Flumetason-21-pivalat (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.