Boxogetten S - vencipon

Hersteller: RIEMSER Arzneimittel AG
Wirkstoff: Phenylpropanolamin
Darreichnungsform: Dragee
Rezeptpflichtig

Wirkung

Boxogetten S - vencipon enthalten den Wirkstoff Phenylpropanolamin. Zu beachten ist außerdem die besondere Wirkung von Boxogetten S - vencipon.

Phenylpropanolamin dient zur kurzfristigen, unterstützenden Behandlung von ernährungsbedingtem Übergewicht bei Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 30 oder mehr.

Grundsätzlich sollte der Wirkstoff nur zum Einsatz kommen, wenn durch kalorienarme Kost, Veränderung der Essgewohnheiten und verstärkte körperliche Aktivität allein keine ausreichende Gewichtsminderung erzielt werden konnte.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Phenylpropanolamin sind vertiefende Informationen verfügbar:

Lesen Sie dazu auch die Informationen zur Wirkstoffgruppe Abmagerungsmittel/Appetitzügler, zu welcher der Wirkstoff Phenylpropanolamin gehört.

Anwendungsgebiete laut Herstellerangaben

  • zur kurzfristigen, bis zu vier Wochen dauernden unterstützenden Behandlung ernährungsbedingten Übergewichts

Dosierung

Jeweils vormittags gegen zehn Uhr und nachmittags gegen sechzehn Uhr ein Dragee unzerkaut mit etwas Flüssigkeit einnehmen.
Die vorgeschriebene Dosis soll nicht überschritten werden.

Sonstige Bestandteile

Folgende arzneilich nicht wirksame Bestandteile sind in dem Medikament enthalten:

  • Lactose 1H2O
  • Arabisches Gummi
  • Calciumcarbonat
  • Cellulosepulver
  • Chinolingelb, Aluminiumsalz (E 104)
  • Hartwachs
  • Macrogol
  • Magnesiumstearat
  • Povidon
  • Saccharose
  • Siliciumdioxid, hochdisperses
  • Talkum
  • Titandioxid
  • Weizenstärke

Nebenwirkungen

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Unruhe, Nervosität, Schlafstörungen, Muskelzittern, Blutdruckerhöhung, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl.

Seltene Nebenwirkungen:
Störungen beim Wasserlassen (Miktionsstörungen), Hautrötung mit Hitzegefühl (Flush), verstärktes Schwitzen, Übelkeit und Erbrechen, Herzrasen, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge, Nesselsucht, Juckreiz.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Angststörungen, Krampfanfälle, Brust- oder Herzschmerzen.

Einzelfälle:
Veränderungen der Persönlichkeit, Verwirrtheit, Halluzinationen, Atemlähmung, schwere Überempfindlichkeitsreaktionen mit starkem Blutdruckabfall und Kreislaufversagen.

Besonderheiten:
Der Wirkstoff kann, insbesondere bei suchtgefährdeten Personen, Abhängigkeit erzeugen.

Wechselwirkungen

Während der Behandlung mit Phenylpropanolamin kann die Gabe von blutdrucksteigernden Substanzen, Alpha-Sympathomimetika (wie Phenylephrin-Hydrochlorid), MAO-Hemmern oder Antidepressiva zu einer gegenseitigen Wirkungsverstärkung führen. Eine starke Blutdruckerhöhung, beschleunigter Herzschlag (Tachykardie) sowie Herzrhythmusstörungen können auftreten. Auch der Einsatz des Betäubungsmittels Halothan kann unerwünschte Wirkungen auf das Herz zur Folge haben.

Koffein verstärkt den blutdrucksteigernden Effekt von Phenylpropanolamin.

Das blutdrucksenkende Mittel Guanethidin kann während der Phenylpropanolamin-Therapie einen Blutdruckanstieg auslösen (paradoxe Wirkung).

Gegenanzeigen

Phenylpropanolamin darf nicht angewendet werden bei:
Personen unter 18 und über 60 Jahren sowie schwangere und stillende Frauen dürfen den Wirkstoff nicht einnehmen.

Nur nach einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt sollte Phenylpropanolamin eingesetzt werden bei:
  • schwerer Herzmuskelschwäche, Herzrhythmusstörungen oder beschleunigtem Herzschlag (Tachykardie),
  • Angina Pectoris, arteriellen Durchblutungsstörungen,
  • einem zurückliegenden Herzinfarkt oder Schlaganfall,
  • eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion,
  • Depressionen,
  • Epilepsien,
  • Personen, die zu zwanghaften Essanfällen (Binge-Eating-Disorder) neigen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Phenylpropanolamin darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden, da das Kind Schaden nehmen kann.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Da zur Anwendung bei Kindern keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen, sollten Phenylpropanolamin-haltige Präparate bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nur nach einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und Risiko durch den Arzt angewendet werden.

Warnhinweise

  • Das Reaktionsvermögen, die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen kann beeinträchtigt sein.
  • Die Alkoholverträglichkeit kann eingeschränkt sein.
  • Beim andauerndem Gebrauch des Wirkstoffs besteht die Gefahr einer Abhängigkeit.
  • Die Behandlungsdauer sollte vier Wochen nicht überschreiten.

Arzneimittel können allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen hierfür können sein: Hautrötung, Schnupfen, Juckreiz, Schleimhautschwellung, Jucken und Rötung der Augen, Verengung der Atemwege (Asthma). In seltenen Fällen kann es zum allergischen Schock mit Bewusstlosigkeit kommen.

Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend einen Arzt.

Packungsgrößen

Packungsgröße und Darreichungsform
Wirkstoffgehalt (Dosierung pro Stück Dragees)
20 Stück Dragees
19,981 Milligramm Phenylpropanolamin
60 Stück Dragees
19,981 Milligramm Phenylpropanolamin

Vergleichbare Medikamente

Folgende Tabelle gibt einen Überblick über Boxogetten S - vencipon sowie weitere Medikamente mit dem Wirkstoff Phenylpropanolamin (ggf. auch Generika).

Medikament
Darreichungsform

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.