Das Bild zeigt ein älteres Paar beim Radfahren.
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Regelmäßig bewegen

Es ist erwiesen, dass man den natürlichen Alterungsprozess durch Sport verlangsamen kann. Auch überflüssige Pfunde schmelzen dahin. Denn Sport fördert die Fettverbrennung und beugt dem natürlichen Abbau von Muskelmasse vor.

Allgemeines

Ein muskulöser Körper verbrennt mehr Fett, sogar im Ruhezustand. Zudem wirkt die Haut über kräftigen Muskeln straffer und glatter. Regelmäßige, dem Leistungsstand und Alter angemessene körperliche Aktivität hat positive Auswirkungen auf den ganzen Körper, zum Beispiel:

  • Der Herzmuskel wird trainiert; das Herz arbeitet dadurch effizienter und ist besser durchblutet. Dies wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus.
  • Das Koordinationsvermögen und die Reaktionsfähigkeit verbessern sich.
  • Physische Bewegung kann auch die geistige Leistungsfähigkeit verbessern.
  • Durch Sport kann man diversen Erkrankungen vorbeugen, die oft mit Bewegungsmangel einhergehen, so z.B. Diabetes mellitus, Übergewicht, Bluthochdruck (Hypertonie) oder Arterienverkalkung (Arteriosklerose). Ist man bereits erkrankt, kann körperliche Aktivität oft die Beschwerden lindern.
  • Wer sich viel bewegt, stärkt Knochen, Lunge und die körpereigene Abwehr.
  • Gymnastische Übungen oder leichtes Krafttraining kommen den Knochen zugute: Das Skelett wird stabilisiert und die Knochen werden gestärkt. Somit kann man Osteoporose (Knochenschwund) vorbeugen.

Wer seinem Körper etwas Gutes tut und Spaß an der Aktivität hat, verwöhnt gleichzeitig auch seine Seele: Sport macht selbstbewusst, glücklich und ausgeglichen. Regelmäßiges Training senkt die Produktion von Stresshormonen. Stattdessen schüttet unser Gehirn umso mehr Glückshormone (Endorphine) aus.

Viele Gründe sprechen also dafür, dass wir uns mehr bewegen!

Fangen Sie langsam an!

Sie waren in der Vergangenheit nie oder nur wenig sportlich aktiv? Kein Problem, wenn Sie gesund und unter 35 sind. Fangen Sie jedoch langsam mit Ihrem Sportprogramm an und erwarten Sie vor allem zu Beginn keine Höchstleistungen.

Sie sind älter als 35 Jahre? Dann machen Sie einen Gesundheits-Check beim Arzt, bevor Sie mit einem moderaten Fitnessprogramm starten. Ein regelmäßiger Check ist ohnehin für Männer und Frauen ab dem vollendeten 35. Lebensjahr wichtig. In der von den Kassen bezahlten Vorsorgeuntersuchung messen die Ärzte alle zwei Jahre unter anderem Blutdruck, Cholesterin und Blutzucker. So können Risikofaktoren für Herz und Kreislauf rechtzeitig erkannt werden.

Ihr Arzt hat nichts gegen ein sportliches Fitnessprogramm einzuwenden? Dann beginnen Sie langsam und überfordern Sie sich nicht. Sonst verlieren Sie schnell die Freude an der Bewegung. Wichtig ist vor allem die richtige Vor- und Nachbereitung.

Starten Sie Ihr Training immer mit einem kleinen Aufwärmprogramm. Kalte Muskeln provozieren Verletzungen wie Zerrungen und Muskelfaserrisse. Wenn Sie sich fünf bis zehn Minuten durch lockeres Gehen oder Walken aufwärmen, sind die Muskeln gut durchblutet. Sehnen und Bänder werden elastischer und die Gelenke sind auf die Belastung vorbereitet. Nach dem Training helfen fünf bis zehn Minuten gemächliches Gehen Ihrem Herz-Kreislauf-System, sich wieder auf den Normalzustand einzupendeln. Wenn Sie die Belastung plötzlich abbrechen, kann Ihr Organismus überfordert sein – Schwindel, Muskelkrämpfe oder Übelkeit sind mögliche Folgen. Schließen Sie an das langsame Gehen noch ein paar Dehnübungen an. Damit verhindern Sie, dass sich die Muskeln verkürzen.

Geeignete Sportarten für jedes Alter

Es gibt viele Sportarten, die für jedes Alter und jeden Fitnessgrad geeignet sind. Für Einsteiger besonders empfehlenswert sind beispielsweise Wandern, Walking, Nordic Walking, Skilanglauf, Schwimmen oder Radfahren. Diese Ausdauersportarten sind gelenkschonend und stellen keine großen Anforderungen an die Koordination. Wer lieber in geschlossenen Räumen trainiert, findet in gut ausgestatteten Fitness-Studios geeignete Ausdauergeräte.

Wandern

Wandern gehört zu den sanftesten Ausdauersportarten und kann in jedem Lebensalter betrieben werden. Selbst für Menschen, die gesundheitlich eingeschränkt sind oder an Herz-Kreislauf-Beschwerden leiden, kann Wandern als leichter Ausgleichssport geeignet sein. Die Belastung ist verhältnismäßig gering. Im Gegensatz zum Joggen ist Wandern zudem sehr gelenkschonend. Nicht nur dem Körper, auch der Seele tut Wandern gut. Beim Wandern an der frischen Luft können Sie die Natur allein, zu zweit und in der Gruppe erleben. Das entspannt und schafft einen guten Ausgleich zum stressigen Alltag!

Walking und Nordic Walking

Walking, das schnelle Gehen mit bewusstem Armeinsatz, ist für alle Alters- und Leistungsgruppen geeignet. Auch Übergewichtige, ältere Menschen und Wiedereinsteiger können diesen Sport problemlos betreiben. Denn über die Schrittfrequenz lässt sich die Belastung gut und ganz individuell dosieren. Trainieren Sie möglichst auf weichem Waldboden und meiden Sie asphaltierte Straßen.

Als Walkingvariante setzt sich zunehmend das Nordic Walking mit speziellen Laufstöcken durch. Die Stöcke machen das Walking noch gelenkschonender. Zudem wird durch den Stockeinsatz die gesamte Oberkörpermuskulatur beansprucht. Und das geht mit einem im Vergleich zum normalen Walking erhöhten Kalorienverbrauch einher.

Skilanglauf

Skilanglauftraining in der Loipe ist im Winter eine hervorragende Alternative zu Walking & Co. Die sanft gleitende Fortbewegung schont Rücken und Gelenke und ist deshalb auch für Übergewichtige sowie bei Rücken- und Gelenkbeschwerden empfehlenswert. Für Anfänger eignet sich die klassische Lauftechnik am besten. Die Ski werden dabei in der gespurten Loipe geführt. Genau wie beim Gehen oder Laufen bewegen sich Arme und Beine diagonal.

Radfahren

Radfahren bietet einen sanften Einstieg ins Herz-Kreislauf-Training. Durch die sitzende Haltung werden die Beine vom Körpergewicht entlastet und so die Gelenke geschont. Auf dem Sattel sitzend lässt sich zudem die Natur genießen. Und die Bewegung an frischer Luft tut Körper und Seele gut. Bei Nacken-, Rücken- und Schulterproblemen sollten Sie auf dem Fahrrad eine aufrechte Körperhaltung bevorzugen. Wie wäre es mal wieder mit einer Fahrradtour?

Schwimmen

Schwimmen ist eine besonders gelenkschonende Ausdauersportart, denn der Auftrieb im Wasser reduziert das Körpergewicht auf ein Zehntel. So werden Wirbelsäule und Gelenke entlastet – ein entscheidender Vorteil für alle stark Übergewichtigen. Gleichzeitig können Sie beim Schwimmen Ihre Kondition und die gesamte Körpermuskulatur trainieren. Schwimmen ist zudem ein Sport für jede Jahreszeit. Im Sommer bieten sich Freibäder und dafür freigegebene Seen an.

Ausdauergeräte

Im Fitness-Studio können Sie beispielsweise mit Stepper, Crosstrainer oder Fahrradergometer Ihr Herz-Kreislauf-System trainieren. Die Belastung lässt sich über die Programme der Geräte gut steuern. Kontrollieren Sie über den am jeweiligen Gerät angeschlossenen Sender und einen Brustgurt Ihren Puls. So vermeiden Sie eine Über- oder auch Unterforderung. Die Trainer im Studio können Ihnen bei der Bestimmung Ihrer optimalen Pulsfrequenz helfen.