Thymian: Wann darf der Wirkstoff angewendet werden?

Allgemeines

Neben den Blättern und Wurzeln wird vom Thymian meist das Kraut verwendet, das aus den abgestreiften und getrockneten Laubblättern und Blüten der Pflanze besteht. Die enthaltenen Inhaltsstoffe, vor allem die ätherischen Öle, fördern das Abhusten und entkrampfen die Bronchien, so dass Thymian bei akuter und chronischer Bronchitis oder bei Atemwegserkrankungen mit Verschleimung eingesetzt wird. Auch Erkältungskrankheiten und Husten bei Erkältungskrankheiten zählen zu den Hauptanwendungsgebieten. Thymian wird hier als Tee entweder einzeln, meist jedoch in Kombination mit anderen hustenwirksamen Pflanzen wie Primelwurzel oder Efeu, verwendet. Es werden sowohl loser Tee, als auch Filterbeutel und tassenfertige Tees angeboten. Thymian wird auch in vielen anderen Darreichungsformen bei Husten angewandt, beispielsweise als Tropfen, Saft oder in Form von Lutschpastillen. Zäpfchen mit Thymian kommen nur sehr selten vor.

 

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Krämpfe der Bronchien lösen
  • Abhusten von Schleim erleichtern
  • Entzündungen des Mund- und Rachenraumes behandeln
  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt lindern
  • Magensaftproduktion anregen
  • Atemwegserkrankungen und Erkältungskrankheiten behandeln

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Thymian im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Thymian nicht verwendet werden?

Thymian darf nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen diesen Wirkstoff oder Lippenblütengewächsen. Auch bei Birkenpollen-, Beifuss- oder Sellerieallergie sollte auf eine Anwendung verzichtet werden.

Eine Nutzen-Risiko-Abwägung ist erforderlich bei Thymian-haltigen Bädern, wenn größere Hautverletzungen, unklare Hauterkrankungen, schwere fieberhafte Infektionskrankheiten, eine Herzmuskelschwäche oder ein Bluthochdruck bestehen.

 

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während Schwangerschaft und Stillzeit sollten Präparate mit Thymian nicht angewendet werden, da bisher keine ausreichenden Untersuchungen bezüglich möglicher Risiken für Mutter und Kind durchgeführt wurden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Altersgruppen, für die Thymian zugelassen ist, sind je nach Präparat unterschiedlich. So dürfen einige Thymian-haltige Arzneien bereits im Säuglingsalter angewendet werden und einige erst bei Kindern ab zwölf Jahren.

Welche Nebenwirkungen kann Thymian haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Thymian. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Durchfall.

Sehr seltene Nebenwirkungen:
Magenbeschwerden wie Übelkeit, Bauchkrämpfe, Erbrechen; Überempfindlichkeitsreaktionen wie Gesichtsschwellungen, Atemnot, Hautausschlag, Nesselsucht, Rachenschwellungen, Mundschwellungen.

 

Welche Wechselwirkungen zeigt Thymian?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Es sind keine Wechselwirkungen von Thymian mit anderen Wirkstoffen bekannt.

 

Allergische Reaktionen auf Medikamente

Manchmal lösen Arzneimittel allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion auf Thymian wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

 

 

 

Welche Medikamente beinhalten Thymian?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Thymian enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

 

 

So wirkt Thymian

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Thymian. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen schleimlösende Mittel, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, zu welcher der Wirkstoff Thymian gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Thymian

Neben den Blättern und Wurzeln wird vom Thymian meist das Kraut verwendet, das aus den abgestreiften und getrockneten Laubblättern und Blüten der Pflanze besteht. Die enthaltenen Inhaltsstoffe, vor allem die ätherischen Öle, fördern das Abhusten und entkrampfen die Bronchien, so dass Thymian bei akuter und chronischer Bronchitis oder bei Atemwegserkrankungen mit Verschleimung eingesetzt wird. Auch Erkältungskrankheiten und Husten bei Erkältungskrankheiten zählen zu den Hauptanwendungsgebieten. Thymian wird hier als Tee entweder einzeln, meist jedoch in Kombination mit anderen hustenwirksamen Pflanzen wie Primelwurzel oder Efeu, verwendet. Es werden sowohl loser Tee, als auch Filterbeutel und tassenfertige Tees angeboten. Thymian wird auch in vielen anderen Darreichungsformen bei Husten angewandt, beispielsweise als Tropfen, Saft oder in Form von Lutschpastillen. Zäpfchen mit Thymian kommen nur sehr selten vor.

Durch seine Wirksamkeit gegen verschiedene Keime wird Thymian auch als Mund- und Gurgelwasser bei Entzündungen des Mund- und Rachenraumes angewandt.

In der Volksmedizin und Erfahrungsheilkunde wird der Thymian bei Völlegefühl und Blähungen, Appetitlosigkeit und unterstützend bei rheumatischen Beschwerden verwendet. Bei den Magen- und Verdauungsbeschwerden hilft Thymian durch die Anregung der Magensaftproduktion.

 

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Thymian sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Thymian

Die Hauptinhaltsstoffe des Thymians sind die ätherischen Öle, die als schleimlösende Mittel wirken. Nach Aufnahme in den Körper werden die ätherischen Öle teilweise über die Lunge ausgeschieden ("abgeatmet") und regen im Lungengewebe die Drüsenzellen zur Schleimproduktion an. Gleichzeitig erregen die Öle nach Kontakt mit der Magenschleimhaut den unbewußten Parasympathicus-Nerv (Vagusnerv). Diese Erregung aktiviert die Tätigkeit der Flimmerhärchen in den Bronchien, die den Schleim abtransportieren. Das Abhusten des gebildeten Schleims wird so erleichtert.

Ferner wirken die ätherischen Öle des Thymians auf bisher unbekannte Weise hemmend auf das Wachstum von Bakterien und Viren. Deshalb wird Thymian in Mundwässern und Gurgelmitteln gegen Entzündungen im Mund- und Rachenbereich eingesetzt.

Außerdem regt Thymian die Magensaftproduktion an und kann so Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl und Blähungen beseitigen.

 

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.