Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert)

Allgemeines

Die Wirkstoff-Kombination dient dem Aufbau eines körpereigenen Schutzes (aktive Impfung) gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Halsbräune (Diphtherie), Keuchhusten (Pertussis) und Kinderlähmung (Poliomyelitis). Die Kombination wird bisher ausschließlich in Medikamenten verwendet, die wegen ihrer schwachen Dosierung nicht zur erstmaligen Impfung ("Grundimmunisierung") geeignet sind.

Welchen Zwecken dient diese Wirkstoffkombination?

  • körpereigene Abwehr gegen Wundstarrkrampf (Tetanus) aktivieren
  • körpereigene Abwehr gegen Halsbräune (Diphtherie) aktivieren
  • körpereigene Abwehr gegen Keuchhusten (Pertussis) aktivieren
  • körpereigene Abwehr gegen Kinderlähmung (Poliomyelitis) aktivieren

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert) im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann dürfen Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert) nicht verwendet werden?

Der Wirkstoff darf nicht geimpft werden bei Überempfindlichkeit gegen einen der Bestandteile oder bei Patienten, die bei früherer Verabreichung von Diphtherie-, Tetanus-, Pertussis- oder Polio-Impfstoffen Zeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion gezeigt haben.

Trat bei einer früheren Keuchhusten-Impfung innerhalb einer Woche eine Gehirnhautentzündung mit unbekannter Ursache auf, darf die Kombination ebenfalls nicht angewendet werden. Unter diesen Umständen sollte eine Impfung gegen Keuchhusten ausgesetzt und die Immunisierung mit Diphtherie/Tetanus-, und Polio-Impfstoffen allein fortgesetzt werden.

Personen, bei denen es nach einer früheren Impfung gegen Diphtherie und/oder Tetanus zu einem vorübergehenden Blutplättchenmangel oder zu Krampfanfällen und plötzlichem Blutdruckabfall gekommen ist, sollten nicht mit der Kombination geimpft werden.

Personen mit akuten, schweren und mit Fieber einhergehenden Erkrankungen sollten nicht geimpft werden. Leichte Infektionen stellen im Allgemeinen keinen Hinderungsgrund dar. Auf die Impfung muss auch nicht verzichtet werden bei Fieberkrämpfen in der Vorgeschichte oder die Neigung dazu in der Familie sowie bei HIV-Infektion.

Der Impfung sollte eine sorgfältige Befragung des Arztes über frühere Impfzwischenfälle und Erkrankungen vorausgehen. Nur nach einer ärztlichen Nutzen-Risiko-Abwägung darf die Kombination verimpft werden bei folgenden Reaktionen auf eine frühere Impfung mit Keuchhusten-Anteil:
  • Temperaturerhöhung auf über 40,0 Grad innerhalb von 48 Stunden ohne andere erkennbare Ursachen
  • Kreislaufzusammenbruch oder Schock-ähnlicher Zustand innerhalb von 48 Stunden nach der Impfung
  • anhaltendes, nicht zu beruhigendes Schreien über drei Stunden und länger innerhalb von 48 Stunden nach der Impfung
  • Krampfanfälle mit oder ohne Fieber innerhalb von drei Tagen nach der Impfung
  • schwerwiegende Nervenerkrankungen bei Kindern, die erstmalig auftreten oder fortschreitend sind.
Hinweise:
Wie bei allen Impfstoffen zur Einspritzung sollten für den Fall eines allergischen Schocks nach der Gabe des Impfstoffes sofort entsprechende medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten verfügbar sein.

Personen, die zu Blutungen neigen, sollten mit Vorsicht geimpft werden. Nach der Einspritzung in den Muskel besteht nämlich die Möglichkeit einer Nachblutung. Auf die Injektionsstelle ist daher mindestens zwei Minuten lang fester Druck (ohne zu reiben) auszuüben.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Missbildungen durch Impfstoffe, die Diphtherie- oder Tetanus-Toxoide oder inaktiviertes Poliomyelitisvirus (Erreger von Kinderlähmung) enthalten, konnte bisher nach Anwendung in der Schwangerschaft nicht beobachtet werden. Dennoch wird eine Anwendung dieses Kombinationsimpfstoffes in der Schwangerschaft nicht empfohlen und sollte nach Einschätzung des Arztes vorgenommen werden.

Vor Verabreichung der Kombination an stillende Frauen sollte eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt erfolgen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Kinder dürfen erst ab dem vollendeten vierten Lebensjahr mit dem Impfstoff behandelt werden. Voraussetzung ist eine schon vorausgegangene Erstimpfung (Grundimmunisierung) mit den enthaltenen Erregerbestandteilen.

Welche Nebenwirkungen können Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert) haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert). Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Sehr häufige Nebenwirkungen:
Schläfrigkeit, Fieber (über 37,5 Grad), Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen), Müdigkeit.
an der Injektionsstelle:
Rötung, Schwellung, Schmerzen.

Häufige Nebenwirkungen:
Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Schwellung der Gliedmaße (an der die Injektion vorgenommen wurde), Fieber (über 39,0 Grad), Reizbarkeit.
bei Älteren:
Fieber (über 37,5 Grad), Unwohlsein.
an der Injektionsstelle:
Juckreiz, Verhärtung, Überwärmung.

Gelegentliche Nebenwirkungen:
Übelkeit und Erbrechen, Schwindel, Juckreiz, Muskelschmerzen.
bei Älteren:
Gelenksteife, Schwellung der Gliedmaße (an der die Injektion vorgenommen
wurde), Fieber über 39,0 Grad.

Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe:
Blutdruckabfall, Krampfanfall, allergische Reaktion, Schock.

Besonderheiten:
Sehr selten kam es nach der Verabreichung von Tetanus-Toxoid zu Erkrankungen des Gehirns oder anderer Körpernerven, einschließlich aufsteigender Lähmungen bis hin zur Atemlähmung (wie beispielsweise beim Guillain-Barré-Syndrom).

Welche Wechselwirkungen zeigen Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert)?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Die gleichzeitige Verabreichung des Wirkstoffs mit anderen Impfstoffen oder Immunglobulin ist bisher nicht untersucht worden. Falls erforderlich, kann der Wirkstoff entsprechend der allgemein anerkannten Impfvorschriften gleichzeitig mit anderen Impfstoffen oder Immunglobulinen an einer anderen (gegenüberliegenden) Körperstelle gespritzt werden.

Erhalten Patienten Medikamente, die die körpereigene Abwehr unterdrücken (wie manche Antirheumatika und Krebsmittel oder Wirkstoffe gegen Organabstoßung nach Verpflanzungen), ist wie bei anderen Impfstoffen nicht auszuschließen, dass sich die Infektabwehr nur unvollständig entwickelt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Das Medikament darf keinesfalls in Blutgefäße gespritzt werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert)?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert) enthalten sind.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

Medikament
Darreichungsform
Injektions­suspension

So wirkt Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert)

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert). Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Immunstärkende und -schwächende Mittel, Impfstoffe, zu welcher die Wirkstoffkombination Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert) gehört.

Anwendungsgebiet der Wirkstoffkombination Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert)

Die Wirkstoff-Kombination dient dem Aufbau eines körpereigenen Schutzes (aktive Impfung) gegen Wundstarrkrampf (Tetanus), Halsbräune (Diphtherie), Keuchhusten (Pertussis) und Kinderlähmung (Poliomyelitis). Die Kombination wird bisher ausschließlich in Medikamenten verwendet, die wegen ihrer schwachen Dosierung nicht zur erstmaligen Impfung ("Grundimmunisierung") geeignet sind.

Die Impfung kann zur Verstärkung eines schon bestehenden Impfschutzes ab dem vollendeten vierten Lebensjahr gegeben werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert) sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Tetanus-Toxoid + Diphtherie-Toxoid + Pertussis-Toxoid + Poliomyelitis-Viren (inaktiviert)

Der Wirkstoff ist ein "Cocktail" aus den Giften der drei Bakterienarten Clostridium tetani (Wundstarrkrampf), Corynebakterium diphtheriae (Halsbräune) und Bordetella pertussis (Keuchhusten). Dazu kommen noch unschädlich gemachte Polioviren (Erreger der Kinderlähmung).

Werden diese Substanzen durch eine entsprechende Impfung in den Körper eingebracht, erkennt das Immunsystem die Eiweißstoffe als fremd. Der Körper produziert als Reaktion entsprechende Antikörper, die dauerhaft im Körper vorhanden sind. Kommt es nach der Immunisierung es zu einer Infektion, heften sich die Antikörper an die Erreger und "markieren" diese für die Immunzellen der körpereigenen Abwehr als Angriffsziele.

Damit im Sinne einer aktiven Impfung ein ausreichender Schutz vor den vier genannten Krankheiten erreicht wird, müssen die Einzelsubstanzen zunächst in im Rahmen einer sogenannten Grundimmunisierung zugeführt werden. Es gibt dafür unterschiedliche Impfstoffe mit verschiedenen Kombinationen der Bestandteile. Die Immunisierung wird dann durch eine Auffrischimpfung in der hier vorliegenden Kombination abgeschlossen. Der geeignete Zeitpunkt dafür ist das vollendete vierte Lebensjahr.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.