Sonnenhut

Allgemeines

Der Sonnenhut ist als alte Heilpflanze bekannt. Schon die Indianer Nordamerikas nutzten den Sonnenhut als Heilpflanze gegen Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. Heute wird der Wirkstoff zur Unterstützung der Heilung bei Atemwegs- oder Harnwegs-Infekten eingesetzt. Außerdem wird Sonnenhut zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte angewendet, besonders bei Erkältungskrankheiten und Grippe. Äußerlich kommt Sonnenhut in Salben bei schlecht heilenden Wunden zum Einsatz.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • körpereigene Abwehrkräfte steigern
  • Entzündungen hemmen
  • Wundheilung fördern
  • Erkältungen und Grippe behandeln
  • Harnwegsentzündungen behandeln

Gegenanzeigen

Im Folgenden erhalten Sie Informationen über Gegenanzeigen bei der Anwendung von Sonnenhut im Allgemeinen, bei Schwangerschaft & Stillzeit sowie bei Kindern. Bitte beachten Sie, dass die Gegenanzeigen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Wann darf Sonnenhut nicht verwendet werden?

Der Wirkstoff sollte nicht angewendet werden bei
  • Überempfindlichkeit gegen Sonnenhut oder gegen andere Korbblütler (Blütenpflanzen wie zum Beispiel Kamille, Löwenzahn und Sonnenblume)
  • Blutkrebs (Leukämie)
  • Tuberkulose
  • HIV-Infektionen und AIDS
  • Multipler Sklerose
  • chronischen Viruserkrankungen wie beispielsweise Leberentzündung
  • Autoimmunerkrankungen wie beispielsweise entzündlichen Erkrankungen des Bindegewebes (Kollagenosen).
Wenn Erkältungskrankheiten oder Harnwegsinfektionen über längere Zeit anhalten, muss immer ein Arzt zu Rate gezogen werden. Schwere bakterielle Infektionen müssen mit Antibiotika behandelt werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollten Zubereitungen aus Sonnenhut vorsichtshalber nicht eingenommen werden, weil nicht bekannt ist, ob sie das Kind schädigen können.

Zubereitungen zur äußerlichen Anwendung wie Mundsprays, Cremes oder Salben dürfen auch in der Schwangerschaft und Stillzeit eingesetzt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Hier sind die Herstellervorschriften zu beachten, die sich hinsichtlich der Altersgrenzen für die Anwendung ihrer Sonnenhut-haltigen Medikamente zum Teil deutlich unterscheiden. Diese Unterschiede sind jedoch meist nicht durch den Wirkstoff selbst, sondern die Darreichungsformen und ihre Inhaltsstoffe (zum Beispiel Alkohol) begründet.

Welche Nebenwirkungen kann Sonnenhut haben?

Im Folgenden erfahren Sie das Wichtigste zu möglichen, bekannten Nebenwirkungen von Sonnenhut. Diese Nebenwirkungen müssen nicht auftreten, können aber. Denn jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Medikamente. Bitte beachten Sie außerdem, dass die Nebenwirkungen in Art und Häufigkeit je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Einnahme
Sehr seltene Nebenwirkungen:
Blutdruckabfall, Atemnot, Schwindel, Gesichtsschwellung, Hautausschlag, Juckreiz.

Äußerliche Anwendung
Seltene Nebenwirkungen: Überempfindlichkeitsreaktionen wie örtliche allergische Reaktionen, Hautausschläge.

Welche Wechselwirkungen zeigt Sonnenhut?

Bitte beachten Sie, dass die Wechselwirkungen je nach Arzneiform eines Medikaments (beispielsweise Tablette, Spritze, Salbe) unterschiedlich sein können.

Bisher sind keine Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen bekannt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • Medikamente mit Sonnenhut-Zubereitungen sollten nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Manchmal lösen arzneiliche Wirkstoffe allergische Reaktionen aus. Sollten Sie Anzeichen einer allergischen Reaktion wahrnehmen, so informieren Sie umgehend Ihren Arzt oder Apotheker.

Welche Medikamente beinhalten Sonnenhut?

Folgende Tabelle zeigt alle erfassten Medikamente, in welchen Sonnenhut enthalten ist.In der letzten Spalte finden Sie die Links zu den verfügbaren Anwendungsgebieten, bei denen das jeweilige Medikamente eingesetzt werden kann.

So wirkt Sonnenhut

Im Folgenden erfahren Sie mehr zu den Anwendungsgebieten und der Wirkungsweise von Sonnenhut. Lesen Sie dazu auch die Informationen zu den Wirkstoffgruppen Immunstärkende und -schwächende Mittel, Mittel gegen Erkältungskrankheiten, zu welcher der Wirkstoff Sonnenhut gehört.

Anwendungsgebiete des Wirkstoffs Sonnenhut

Der Sonnenhut ist als alte Heilpflanze bekannt. Schon die Indianer Nordamerikas nutzten den Sonnenhut als Heilpflanze gegen Husten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. Heute wird der Wirkstoff zur Unterstützung der Heilung bei Atemwegs- oder Harnwegs-Infekten eingesetzt. Außerdem wird Sonnenhut zur Steigerung der körpereigenen Abwehrkräfte angewendet, besonders bei Erkältungskrankheiten und Grippe. Äußerlich kommt Sonnenhut in Salben bei schlecht heilenden Wunden zum Einsatz.

Genau genommen kann der Wirkstoff Sonnenhut von drei verschiedenen Pflanzen stammen: den Sorten Echinacea purpurea, pallida und angustifolia. Von Echinacea purpurea, dem Purpursonnenhut, wird die die Wurzel, aber auch gesamte Pflanze verwendet. Vom Blassen Sonnenhut (E. pallida) und dem Schmalblättrigen Sonnenhut (E. angustifolia) wird hingegen nur die Wurzel genutzt.

Meist wird der Wirkstoff in Form eines flüssigen oder getrockeneten Presssaftes verarbeitet, vom Purpursonnenhut werden allerdings auch Auszüge (Extrakte) der oberirdischen Pflanzenteile oder das getrocknete Kraut als Tee verwendet.

In der Homöopathie werden vor allem die Echinacea-Sorten angustifolia und purpurea bei schweren und fieberhaften Infektionen verwendet. Ein wissenschaftlicher Nachweis der Wirkung konnte bisher nur für die Sorte Purpursonnenhut erbracht werden.

Zu folgenden Anwendungsgebieten von Sonnenhut sind vertiefende Informationen verfügbar:

Wirkungsweise von Sonnenhut

Zwar kann der Wirkstoff Sonnenhut von drei verschiedenen Pflanzen (Echinacea purpurea, pallida und angustifolia) stammen, allen dreien sind jedoch als Inhaltsstoffe chemische Abkömmlinge der Kaffeesäure gemeinsam. Der wichtigste davon ist das Echinacosid.

Sonnenhut unterstützt positiv die körpereigene Abwehr. Ihre Kampfkraft gegen Infektionen wird über verschiedene Angriffspunkte im Immunsystem gesteigert. Im Tierversuch, aber auch beim Menschen, haben Echinacea-Zubereitungen (eingespritzt oder eingenommen) eine immunbiologische Wirkung. So steigern sie unter anderem die Zahl der weißen Blutkörperchen und der Milzzellen. Sie aktivieren die Freßleistung menschlicher Granulozyten beim Überwinden körperfremder Stoffe und wirken fiebererzeugend, was zur Schwächung eingedrungener Krankheitserreger beiträgt.

Disclaimer:
Bitte beachten: Die Angaben zu Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sowie zu Gegenanzeigen und Warnhinweisen beziehen sich allgemein auf den Wirkstoff des Medikaments und können daher von den Herstellerangaben zu Ihrem Medikament abweichen. Bitte fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt*Ärztin oder Apotheker*in oder ziehen Sie den Beipackzettel Ihres Medikaments zurate.